Bund-Länder-Gipfel Sachsens Regierungschef wirbt für flächendeckende Schnelltests

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen
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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich im Vorfeld des heutigen Bund-Länder-Gipfels für flächendeckende Corona-Schnelltests ausgesprochen, um einem Dauer-Lockdown zu entgehen. MDR SACHSEN sagte er: "Auch mit der angezogenen Handbremse, mit der wir derzeit unterwegs sind, steigen die Zahlen. Wir sind in einem exponentiellen Wachstum und deshalb kann es jetzt keine Öffnungen geben - im Gegenteil: Wir müssen die Strategie überprüfen." Es gebe mit den Schnelltests inzwischen neue Instrumente. Die Nutzung von Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie und Fitnessstudios sollte seiner Ansicht nach grundsätzlich an einen negativen Schnelltest gekoppelt werden. "Das ist das Hygienekonzept im Jahr 2021", ergänzte Kretschmer.

Teile Sachsens mit Inzidenz über 200

Sachsen liegt bereits den zehnten Tag in Folge über dem kritischen Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Besonders hohe Zahlen bei den Neuinfektionen gibt es in den Landkreisen Nordsachsen, Zwickau, dem Erzgebirgskreis und dem Vogtlandkreis. Hier übersteigt der Inzidenzwert deutlich die 200er-Marke. Es gelten bereits verschärfte Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Außerdem wurden Schulen geschlossen und Lockerungen, die zwischenzeitlich in Kraft getreten waren, wurden aufgehoben. Die Stadt Leipzig ist derzeit die einzige Region im Freistaat mit einer Inzidenz unter 100.

Am Nachmittag wollen sich die Regierenden der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über weitere Maßnahmen in der Corona-Pandemie verständigen. Es wird erwartet, dass der Lockdown deutschlandweit bis nach Ostern verlängert wird.

Quelle: MDR/kp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 22.03.2021 | 19:00 Uhr

54 Kommentare

Anita L. vor 44 Wochen

??? Wo ist die Lüge? Es stimmt doch, dass derzeit niemand gegen seinen Willen geimpft wird, und Herr Kretschmer betont eindeutig, seine aktuelle Position in ein paar Monaten zu überdenken. „Wenn 60, 70 Prozent geimpft sind, dann kann man noch mal über die Impfpflicht reden. Bis dahin werden wir eine ganze Menge erlebt haben. “ Es wäre ja schrecklich, wenn man sich nicht mehr weiterentwickeln dürfte. Aber "überdenken" und "kann" ist keine Lüge.

Anita L. vor 44 Wochen

Das ist korrekt, trotzdem stiegen die Zahlen nicht, obwohl Lehrer und Schüler zusammenkamen. Aber eben nur die. Jetzt wurden Geschäfte, Baumärkte und Dienstleistungen zeitgleich mit den Schulen geöffnet und es stellt sich wieder die Frage nach dem Verursacher. Woher kommt das Virus? Aus den Schulen oder in die Schulen?

Anita L. vor 44 Wochen

Felix, ich kann mich an einen anderen Beitrag von Ihnen erinnern, auf den Ihnen damals die Foristin "Sozialberuflerin" schon empfahl, nicht so engstirnig und nur auf Ihre eigenen Beobachtungen hin Ihr Urteil zu bilden. Sie mögen in Ihrem Hort nichts bemerkt haben, aber ich marginalisiere die Gefahr schwerer Verkehrsunfälle doch auch nicht, nur weil ich niemanden persönlich kenne, der in einen verwickelt, daran gestorben oder schwer verletzt worden ist.

Ein Test ist kein Psychoterror.
Nicht das Kind ist die Gefahr, sondern die Krankheit, die durch das Kind übertragen werden kann. Wer dem Kind etwas anderes erzählt, sollte sich etwas schämen, denn das ist verachtenswert.
Absonderung, Quarantäne, Isolation müssen aktuell alle (!) Kinder erdulden. Ich darf Ihnen von meinen ausrichten: Lieber regelmäßig testen und im Fall eines positiven Tests 14 Tage zuhause als ohne irgendein Ziel über Wochen und Monate.

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