Häusliches Lernen Weiter Störungen bei Lernplattform Lernsax

Schon drei Tage in Folge konnten Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte in Sachsen nicht richtig auf Lernsax zugreifen. Das Kultusministerium hat nach einem Hackerangriff ein neues Sicherheitssystem aufspielen lassen, doch die Lernplattform läuft weiter nicht stabil. Nun soll auch Hardware im Rechenzentrum ausgetauscht werden.

Ein Junge arbeitet an seinen Aufgaben und hat einen Laptop aufgeklappt.
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Bei der Lernplattform Lernsax hat es erneut Störungen gegeben. Wie das Kultusministerium in Dresden mitteilte, war die Plattform am Mittwoch nach einem Hackerangriff zunächst wieder zum Laufen gebracht worden, fiel in der Hauptarbeitszeit zwischen 9 Uhr und 11.30 Uhr aber wieder aus. Damit lief die Plattform den dritten Tag in Folge nicht einwandfrei.

Cyberangriff nicht alleiniges Problem

Technikern sei es nun gelungen, das Problem zu analysieren und erste Schritte zur Lösung zu unternehmen, doch bis zum Wochenende könne es zu weiteren Störungen kommen, hieß es. Lernsax solle dann auf ein neues System mit einer anderen Technik umziehen, das weniger anfällig ist. Der Betreiber des Rechenzentrums in Karlsruhe habe bereits die notwendige Hardware bestellt.

Bei der weiteren Analyse des Vorfalls zeigte sich, dass nicht die Cyberangriffe das alleinige Problem waren, sondern die Hauptfehlerquelle in der Technik des Rechenzentrums zu suchen ist.

Kultusministerium Sachsen
Mutter und Sohn sitzen an einem Tisch und machen Heimarbeit
Häusliches Lernen ist nicht nur für die Schüler, oft auch für die Eltern eine große Herausforderung. Vor allem, wenn die Kinder jünger sind und Hilfe bei den Aufgaben brauchen oder wenn die Eltern zusätzlich noch im Homeoffice arbeiten, Bildrechte: imago images/MedienServiceMüller

Lernsax war am Montag von einer Cyberattacke lahmgelegt worden. Laut Ministerium war nicht das sächsische Angebot Ziel des Angriffs, sondern eine andere Lernplattform. Beide basierten aber auf der gleichen Technologie und nutzten dasselbe Rechenzentrum in Karlsruhe, so dass auch Lernsax mit betroffen war. Es gab bei Lernsax allerdings schon mehrere Störungen, auch schon im ersten Lockdown im Frühjahr.

Lernsax ist vor allem während der Pandemie für Schülerinnen und Schüler, Lehrinnen und Lehrer eine wichtige Kommunikationsplattform, auf der über das Internet Informationen ausgetauscht werden, Unterricht erteilt wird und Lernstoff abgerufen werden kann.

Quelle: MDR/kb/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Guten Morgen Sachsen| 17.01.2020 | 07:20 Uhr

2 Kommentare

Jan-Lausitz vor 49 Wochen

Grund für den "Zusammenbruch" von LernSax dürfte auch hier die Blauäugigkeit oder Unbedarftheit unseres zuständigen Politikpersonals sein. Diese Plattform wurde bestellt und angelegt für ca. 50.000 Zugriffe. Doch nun wurden so ziemlich alle Schulen und Schüler auf dieses Portal geleitet wofür es eigentlich gar nicht ausgelegt war. Man kann das mit dem bestellten ÖPNV vergleichen, wenn dort plötzlich alle Bürger darauf angewiesen wären, falls mal der Individualverkehr gesperrt wäre. So könne die Busse und Bahnen nicht alle Teilnehmer ohne Stau aufnahmen und befördern ...

Ein weiterer legitimer Vergleich sind die Stromnetz ...

Übrigens, ein Hackerangriff ist vom Betreiber der Plattform nicht bestätigt worden. Hat der MDR etwa dazu etwas vorliegen? Wird hier "Moskau" in Betracht gezogen?

peter1 vor 49 Wochen

Ohne Worte!!!

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