Corona-Pandemie Ministerpräsident Kretschmer gegen erneute Schulschließungen

In der zweiten und dritten Corona-Welle hat Sachsen Schulen geschlossen, Präsenzunterricht fand nicht mehr statt. Das soll soll sich so nicht wiederholen. Nach Kultusminister Christian Piwarz hat sich nun auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer positioniert.

der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer im Gespräch
Ministerpräsident Michael Kretschmer will die Schulen in Sachsen unabhängig von der Inzidenz geöffnet lassen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist dafür, Schulen und Kindergärten auch bei wieder steigenden Infektionszahlen offenzuhalten. Der CDU-Politiker sagte der "Rheinischen Post", das sei eine Frage der Bildungsgerechtigkeit, aber auch der psychischen Gesundheit von Kindern und Familien. Der Fehler, die Schulen zu schließen, dürfe nicht wiederholt werden.

Zugleich plädierte Kretschmer für Impfungen von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren. Er hoffe auf eine entsprechende Empfehlung der Ständigen Impfkommission in den nächsten Tagen. Sachsen habe genügend Impfstoffe und viele Kinderärzte, die bereit seien, junge Menschen zu impfen.

Kretschmer ruft Sachsen zur Impfung auf

Menschen, die geimpft, genesen oder getestet sind, sollten nicht mehr mit gravierenden Einschränkungen belegt werden, so Kretschmer. "Wir haben eine Verfassung, die uns Verhältnismäßigkeit aufgibt", sagte er. Von zu viel Druck auf Ungeimpfte riet er aber ab. Er appellierte zugleich an die sächsische Bevölkerung, sich gegen Corona impfen zu lassen. Sachsen dürfe nicht mehr in die Situation kommen, dass das Land runtergefahren werde und alles schließe.

Quelle: MDR/al/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 17. Juli 2021 | 10:00 Uhr

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