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Auf Sachsens Intensivstationen ist Besserung in Sicht. Allerdings ist noch nicht klar, wie sich die Omikron-Variante auswirkt. Bildrechte: dpa

CoronaOmikron erschwert Prognosen über Sachsens Intensivstationen

von MDR SACHSEN

Stand: 18. Dezember 2021, 14:57 Uhr

2.328 Corona-Patienten liegen derzeit in Sachens Krankenhäusern, davon 583 auf der Intensivstation. Trotz der angespannten Lage sieht der Koordinator des Kleeblattes Ost, der die Verlegung von Patienten organisiert, Zeichen der Entspannung. Allerdings räumt er ein, dass die Omikron-Variante alle Prognosen über den Haufen werfen könnte.

Die Lage auf Sachsens Intensivstationen ist nach wie vor angespannt. Dennoch sagt der Koordinator des sogenannten Kleeblattes Ost, Lutz-Georg Berkling, der die Umverlegung von Covid-19-Patienten aus dem mitteldeutschen Raum organisiert:

Sachsen hat rechtzeitig die strukturellen Verlegungen durchgeführt und ist insofern in der Lage einer Verbesserung.

Lutz-Georg Berkling | Koordinator des Kleeblattes Ost

Es bestehe die Aussicht, dass zumindest bis Jahresende keine Verlegungen außerhalb des Kleeblattes veranlasst werden müssten, sagt Berkling. Zum Kleeblatt Ost gehören Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Berlin. Die bisher verlegten sächsischen Patienten sind nach Angaben des Koordinators fast alle in den Bereich des Kleeblattes Nord verlegt worden, also nach Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein.

Neuer Virustyp sorgt für Unsicherheit

Trotz dieser leicht hoffnungsvollen Signale schränkt Lutz-Georg Berkling seine Prognose gleich wieder ein. Denn obwohl nach derzeitigen Einschätzungen bis zum Jahresende keine Überlastung der Intensivstationen im Kleeblatt Ost zu erwarten ist, gibt es einen Unsicherheitsfaktor:

Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Entwicklung Omikron, also der neue Virus-Typ, ist noch nicht berücksichtigt worden. Die Prognosen liegen noch nicht vor.

Lutz-Georg Berkling | Koordinator des Kleeblattes Ost

Große Solidarität zwischen Krankenhäusern

In Sachsens bildet die Region Erzgebirge/Vogtland laut Berkling weiterhin einen Schwerpunkt: "Das ist (...) das Cluster Chemnitz - es gibt drei Cluster in Sachsen - und die Verlegung verläuft in die Cluster Leipzig und Dresden."

Bei seiner Arbeit bekommt der im Innenministerium von Sachsen-Anhalt angesiedelte Koordinator mit, dass es nicht nur innerhalb von Sachsen oder des Kleeblattes Ost einen großen Zusammenhalt unter den Krankenhäusern gibt, sondern deutschlandweit: "Es finden viele Verlegungen zwischen Krankenhäusern statt, die das unmittelbar vereinbaren. Und auch bundeslandübergreifend", sagt Berkling.

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Quelle: MDR(sth/bs)

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 18. Dezember 2021 | 19:00 Uhr