Kultusministerium Keine PCR-Lolli-Tests an Sachsens Schulen und Kitas

Mehrfach in der Woche werden Kinder in sächsischen Schulen und Kitas auf das Coronavirus getestet. Das geschieht mit sogenannten Selbsttests, die zwar nicht tief in Nase oder Rachen geschoben werden, dafür aber auch als nicht ganz so sicher gelten. Eine Alternative ist der sogenannte Lolli-Test. Das sächsische Kultusministerium wird diesen aber nicht einführen, wie der MDR am Mittwoch erfuhr.

Eine Pappverpackung mit Lolli-Tests
Der Lollitest ist eine Alternative zu Abstrichen in Nase oder Rachen. In sächsischen Schulen wird er vorerst nicht zum Einsatz kommen. (Archivbild) Bildrechte: MDR/ Uwe Kelm

Sachsen will an Kitas und Schulen keine sogenannten PCR-Lolli-Tests zum Nachweis von Corona-Infektionen einsetzen. Das Kultusministerium begründete die Entscheidung auf Nachfrage von MDR SACHSEN mit den zahlreichen Nachteilen dieser Testmethode.

Verzögerung und Organisationsaufwand

So liege zum einen das Ergebnis in der Regel erst am nächsten Tag vor, so dass Infizierte ohne Symptome in der Zwischenzeit andere Menschen anstecken könnten. Zum anderen seien die Lolli-Tests mit einem enormen Organisationsaufwand verbunden. Sie müssten täglich von rund 1.400 öffentlichen und freien Schulen eingesammelt und in Labore gebracht werden, so das Ministerium. Deshalb bleibe Sachsen bei dem bewährten Testverfahren und der Anwendung von Selbsttests.

Bei dem vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Lolli-Test nehmen Kinder das Teststäbchen für etwa 30 Sekunden lang in den Mund. Die Speichelprobe wird dann im Labor untersucht. Laut RKI sind die Testergebnisse bei dieser Methode zuverlässiger als bei Antigen-Schnelltests.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 28. Juli 2021 | 14:00 Uhr

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