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Es stecken sich wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus an - sowohl in Sachsen und auch bundesweit. Doch was tun, wenns passiert ist? Reicht ein Schnelltest oder muss es doch der PCR-Test für den Arbeitgeber sein? (Symbolbild) Bildrechte: imago images/ZUMA Wire

Fragen und AntwortenCorona-Tests und Quarantäne: Die Regelungen in Sachsen

von MDR SACHSEN

Stand: 05. Juli 2022, 13:31 Uhr

Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, muss zu Hause bleiben - doch wie lange eigentlich? Und brauche ich einen PCR-Test für die Lohnfortzahlung im Quarantänefall? Wo kann ich den PCR-Test überhaupt machen? Es gibt viele Fragen rund um das Coronavirus und die aktuellen Regelungen in Sachsen. Wir haben die passenden Antworten.

Das Wichtigste in Kürze:

Was tun bei Verdacht auf eine Corona-Infektion bzw. einem positiven Schnelltest?

Ist der Corona-Selbsttest positiv, sollte ein Antigen-Schnelltest gemacht werden. Ohne Krankheitssymptome kann dieser bei einer Teststelle durchgeführt werden - allerdings sind die sogenannten Bürgertests für viele Menschen seit dem 30. Juni nicht mehr kostenfrei. Inzwischen werden drei Euro pro Test fällig. Mit Krankheitssymptomen muss ein Arzt aufgesucht werden. Ist der Antigen-Schnelltest positiv, sollte ein PCR-Test folgen, um das Ergebnis zu bestätigen.

Sollten Sie den verdacht haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, dürfen Sie ihre Wohnung nicht verlassen, Sie gelten als Verdachtsperson - es sei denn, Sie suchen eine Arztpraxis oder ein Testzentrum auf. Zu Personen im eigenen Haushalt sollte möglichst Abstand gehalten werden. Ist das PCR-Testergebnis dann negativ, kann die Wohnung wieder verlassen werden.

Für wen bleiben die Corona-Bürgertests kostenlos?

Für einen Teil der Bevölkerung bleibt der Antigen-Schnelltest auch nach dem 30. Juni kostenlos. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat angekündigt, dass beispielsweise Kinder bis fünf Jahren, Frauen zu Beginn der Schwangerschaft sowie Besucherinnen und Besucher von Kliniken und Pflegeheimen sich weiterhin kostenfrei testen lassen können. Außerdem hätten die Länder die Möglichkeit, die kostenlosen Tests auch auf andere Gruppen auszuweiten.

Wann habe ich Anspruch auf einen PCR-Test?

Es gibt eine bundesweite Teststrategie. Sie besagt, dass grundsätzlich alle Menschen mit einem positiven Antigen-Schnelltest einen Anspruch auf eine PCR-Nachtestung haben. Allerdings gilt das nur, solange genügend Testkapazitäten vorhanden sind.

Das Bundesgesundheitsministerium teilt auf seiner Website mit: "Aufgrund hoher Infektionszahlen und begrenzter Testkapazitäten ist ein PCR-Test zur Bestätigung eines positiven Antigen-Schnelltests nicht die Regel. Ärztinnen und Ärzte sowie Gesundheitsämter können nach Symptomen, relevanten Kontakten und Risikoindikationen fragen und dann entscheiden, ob ein PCR-Test durchgeführt werden sollte."

Steigen die Infektionen stark an, wird priorisiert. PCR-Tests von Risikopatientinnen und -patienten sowie Personen in der (häuslichen) Pflege, Eingliederungshilfe und Menschen in medizinischen Bereichen werden bei der Diagnose und Auswertung bevorzugt. Auf diese Weise sollen die Testlabore entlastet werden.

Bei Quarantäne darf die Wohnung aus zwei Gründen verlassen werden: für einen Test oder einen Arztbesuch. Bildrechte: dpa

Wo kann ich mich testen lassen (PCR-Test und Antigen-Schnelltest)?

Antigen-Schnelltests können in speziellen Testzentren, aber auch Apotheken und Arztpraxen durchgeführt werden.

PCR-Tests werden bei einigen Ärzten durchgeführt oder ebenfalls in speziellen Testzentren. Eine Liste aller Testmöglichkeiten - sowohl Antigen-Schnelltest als auch PCR-Test - finden Sie auf der Website schnelltestportal.de.

Brauche ich ein PCR-Testergebnis für meinen Arbeitgeber, um weiterhin Lohn zu bekommen?

Nein, in der Regel wird kein positiver PCR-Testnachweis benötigt - es reicht ein Testnachweis eines Antigen-Schnelltests. Mehrere Szenarien sind möglich:

1. Sie sind positiv getestet, haben Symptome und sind arbeitsunfähig.

In diesem Fall werden Sie von Ihrem Arzt krankgeschrieben.

2. Sie sind positiv getestet, sind aber arbeitsfähig.

In diesem Fall könnten Sie unter Umständen mit Ihrem Arbeitgeber die Arbeit per Homeoffice vereinbaren - wenn Ihre Aufgaben das zulassen. Sie werden dann entsprechend weiter entlohnt.

3. Sie sind positiv getestet, arbeitsfähig, aber Homeoffice ist nicht möglich.

Sie bekommen weiterhin Gehalt. Ihr Arbeitgeber kann sich das Geld aber bei der Landesdirektion Sachsen auf Antrag erstatten lassen.

Was tun bei einem positiven PCR-Testergebnis?

Wer einen positiven PCR-Test hat, muss zu Hause bleiben - es sei denn, ein Arztbesuch steht an. Grundsätzlich gilt, dass Sie Ihre Unterkunft erst wieder verlassen dürfen, wenn Sie 48 Stunden symptomfrei sind. Bei der Symptomfreiheit zählen der Geruchs- und Geschmacksverlust nicht mit, da diese häufig über mehrere Wochen bestehen. Die Zeit der sogenannten Absonderung endet frühestens am fünften, spätestens am zehnten Tag. Es muss kein zusätzlicher Test durchgeführt werden, um die Quarantäne zu beenden. Ausnahmen gelten für Menschen in der Pflege, medizinischen Versorgung oder Eingliederungshilfe.

Abgesehen davon sollten enge Kontaktpersonen umgehend informiert werden. Wer mit anderen Menschen in einer Wohnung oder in einem Haus lebt, sollte sich (wenn möglich) von diesen fernhalten. Das positive PCR-Testergebnis sollten Sie zwingend aufbewahren, denn es gilt als Nachweis für die Absonderung für den Arbeitgeber und ist notwendig für das Genesenenzertifikat.

Müssen geimpfte Personen mit positivem Testergebnis auch in Quarantäne?

Ja, auch ohne Symptome muss jeder mit einem positiven Test in Quarantäne. Auch geimpfte und genesene Menschen können sich wieder mit Covid-19 anstecken. Der Immunschutz wehrt insbesondere die Virusvariante Omikron nicht immer ab.

Wann muss eine enge Kontaktperson in Quarantäne?

Wenn eine Person mit einer positiv getesteten Person zusammenlebt (ein Hausstand), muss sie nicht mehr in Quarantäne. Gleiches gilt für Personen, die eine mit Corona infizierte Person getroffen haben. Dies gilt unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus der Kontaktperson. Wer Symptome feststellt, sollte sich aber umgehend testen lassen und gilt als Verdachtsperson.

Was muss ich als enge Kontaktperson beachten?

Das Sozialministerium empfiehlt, dass sich enge Kontaktpersonen in den folgenden Tagen besonders vorsichtig verhalten, so wenig Menschen wie möglich treffen, Maske tragen, auf Krankheitssymptome achten und selbst einen Corona-Test in Erwägung ziehen. Von Treffen mit älteren oder kranken Menschen wird abgeraten. Wer Symptome feststellt, sollte sich umgehend testen lassen und gilt als Verdachtsperson.

Was gilt für die Freitestung bei Personen, die im medizinischen Bereich arbeiten?

Wer in der Pflege, der medizinischen Versorgung oder der Eingliederungshilfe arbeitet, braucht einen negativen Test, um wieder arbeiten zu können. Das gilt allerdings nur, wenn die Absonderungszeit nicht die vollen zehn Tage dauern soll. Nach dem Ablauf des zehnten Tages entfällt automatisch auch die Nachweispflicht für ein negatives Testergebnis.

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Quelle: MDR (al/kp)

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL | Nachrichten | 22. April 2022 | 10:00 Uhr