Systemrelevante Berufe Sachsen zahlt Zuschüsse für Unterbringung von Grenzgängern

Zimmerschlüssel hängen in einem Hotel an einem Brett an der Hotelrezeption.
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Sachsen zahlt erneut Unternehmen in systemrelevanter Infrastruktur Zuschüsse, wenn sie Grenzpendler aus Tschechien und Polen unterbringen müssen. Nach Angaben des sächsischen Wirtschaftsministeriums gibt es pauschal je 40 Euro pro Übernachtung je Person und zusätzlich 20 Euro pro Tag für Familienangehörige wie Kinder. Mit dieser Regelung werde Arbeitnehmern aus den Nachbarländern und den auf diese Fachkräfte angewiesenen Firmen in Sachsen geholfen, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD).

Mehr als 19.000 Grenzgänger in Sachsen

Vor allem der Gesundheits- und Pflegebereich, insbesondere in Grenznähe, brauche jede Arbeitskraft. Diese Mitarbeiter müssten dann nicht täglich pendeln, hätten weniger Kontakte, ein geringeres Infektionsrisiko und könnten ihren wichtigen Aufgaben etwa in Kliniken oder Pflegeheimen weiter besser nachkommen.

Nach Ministeriumsangaben arbeiten mehr als 10.000 Grenzgänger aus Polen sowie mehr als 9.000 aus Tschechien in Sachsen. Die Förderung beginnt am Montag, 14. Dezember. Das Pendlerprogramm war bereits im ersten Lockdown aufgelegt worden. Von März bis Ende Mai wurden damit insgesamt rund 1.500 Pendler unterstützt und mehr als 2,1 Millionen Euro gezahlt. Die wurden für mehr als 55.000 Übernachtungen ausgegeben.

Die Liste der systemrelevanten Berufe in Sachsen finden Sie hier in der Übersicht.

Quelle: MDR/kk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 13.12.2020 | ab 16:00 Uhr in den Nachrichten

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