Lockdown Sachsen erwägt Corona-Lockerungen ab 15. Februar

Bis 14. Februar ist in Sachsen das Öffentliche Leben durch den Lockdown lahmgelegt. Doch wie geht es ab dem 15. weiter? Die Landesregierung ist noch in der Abstimmung über einen Perspektivplan - nächste Woche soll es mehr Klarheit geben. Was fest steht: Damit Lockerungen möglich werden, muss der Inzidenzwert unter 100 sinken.

Leiterin einer Grundschule, bindet einem Schüler am Eingangstor der Schule einen Mundschutz an.
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Wie geht es nach dem 14. Februar in Sachsen weiter, wann öffnen wieder Schulen, Kitas und Geschäfte? Wann wird die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben? Diese Fragen kann die Sächsische Regierung bis heute noch nicht beantworten. Immerhin erwägt Sachsen erste Corona-Lockerungen im aktuellen Lockdown ab dem 15. Februar. Vize-Regierungschef Martin Dulig und Gesundheitsministerin Petra Köpping sagten nach der Kabinettskonferenz in Dresden, die schrittweise Öffnung von Schulen und Kitas stehe genauso auf der Tagesordnung wie Einkaufen nach dem Prinzip "Click and Collect" oder die Öffnung von Friseurläden.

Voraussetzung für Lockerung: Inzidenz unter 100

Die Nachverfolgbarkeit von Infektionen sei das entscheidende Kriterium. Für Lockerungen müsse der Inzidenzwert, also die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, bei unter 100 liegen - mit "einer sicheren Perspektive nach unten". Köpping brachte auch eine Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre ins Gespräch. In jedem Fall wolle die Regierung die Expertise von Wissenschaftlern einholen.

Perspektivplan soll nächste Woche kommen

Derzeit arbeite die Regierung an einem konkreten Perspektivplan, ähnlich wie ihn Schleswig-Holstein und Niedersachsen vorgelegt hatten. Der Plan soll in der nächsten Woche nach der Ministerpräsidentenkonferenz am 10. Februar vorgelegt werden. Neben den Ergebnissen der Bund-Länder-Beratungen seien zudem die Verbreitung der Corona-Mutationen, die Situation in Nachbarländern und die Lage in den Gesundheitsämtern wichtige Faktoren.

Laut Köpping hat eine Perspektivplanung nicht nur Schritte für eine Öffnung aufzuzeigen. Man müsse auch schnell reagieren, wenn Infektionen wieder zunehmen. "Wir sollten in Sachsen vorsichtig bleiben." Derzeit liege der Inzidenzwert in Sachsen bei 120,9. Das sei ein guter Abwärtstrend, so Köpping. Bundesweit liege Sachsen damit aber immer noch an der elften Stelle.

Quelle: MDR/kb/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 02.02.2021 | 19:00 Uhr

54 Kommentare

Anita L. vor 50 Wochen

"zu dem MP Kretschmer noch fröhlich einlud, als Tschechien die höchsten Inzidenzen in Europa / weltweit hatte und Sachsen die beste Situation in ganz Deutschland."

Welche Zeit war das genau?

Anita L. vor 50 Wochen

"Da wo es möglich ist kann man lockern, aber in Landkreisen wo die Zahlen hoch sind und die Krankenhäuser voll sollte man nicht Lockern."

Das schrieben Sie gestern unter diesen Artikel (3.2.21, 9:27 Uhr). Beißt sich das nicht mit Ihrem neuen Kommentar?

Matthi vor 50 Wochen

Sachsen erwägt Lockerung, dann passt es ja ganz gut, Corona-Fälle in Tschechien überschreiten Millionen-Marke. Die Frage ist dann wann sind die Sächsischen Krankenhäuser wieder überlastet.

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