Wochenendbilanz Pfingsten im Freien - Sachsen genießen Frühlingsstimmung

Nach ersten Lockerungen in Leipzig, dem Landkreis Leipzig, Dresden und dem Vogtlandkreis atmen die Sachsen auf und teilweise draußen durch. Das war am Pfingstwochenende zu sehen. Biergärten und Außengastronomie waren gut besucht. Und dort, wo die Regeln noch strenger waren, flüchteten Biergartenfans zu den Nachbarn hinter der Landesgrenze.

Zwei Menschen sitzen bei gutem Wetter in einem Biergarten und stoßen mit einem Bier an
Am Pfingstwochenende waren die Plätze in der Außengastronomie bei den Sachsen sehr begehrt. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Trotz wechselhaften Wetters haben am Pfingstwochenende viele Sachsen die jüngsten Corona-Lockerungen für einen Restaurantbesuch genutzt. Laut der aktuellen Corona-Schutzverordnung ist dieser im Freien oder auch in manchen Landkreisen noch gar nicht möglich. Dresden hatte vor Pfingsten die Regeln lockern können, weil die Zahl der Neuinfektionen gesunken war. In der Altstadt waren die Plätze vor Restautrants begehrt und Gäste ließen sich dort unter anderem Eis und Kuchen schmecken. Auch in Leipzig waren die Biergärten und Freisitze etlicher Cafés und Restaurants bis in die Abendstunden bevölkert.

Feiern in der Dresdner Neustadt

In der Dresdner Neustadt nutzten Hunderte Menschen nach einem Reporterbericht die Lockerungen für ausgelassene Feiern. Straßenbahnen hätten es an der Ecke Rothenburger-/Louisenstraße schwer gehabt, durch die Menschenmenge zu kommen. Zu Verstößen gegen Corona-Regeln konnte die Polizeidirektion Dresden am Sonntag keine Auskunft geben. Beamte waren für Kontrollen vor Ort.

In den Abendstunden haben sich Menschen in einer Straße versammelt
Hunderte Menschen feierten nach Reporterangaben am Sonnabend in der Dresdner Neustadt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Hochbetrieb an den Grenzübergängen

Offensichtlich nutzten etliche Bewohner in den Grenzregionen das verlängerte Wochenende für einen Ausflug zum Einkaufen oder einen Restaurantbesuch in den Nachbarländern Polen und Tschechien. An den Grenzübergängen habe es verstärkten Reiseverkehr gegeben, informierte die Bundespolizeidirektion Pirna auf Anfrage. Größere Staus gab es nicht. Während die Biergärten im Erzgebirge geschlossen waren, habe kurz hinter der Grenze auf tschechischer Seite Hochbetrieb geherrscht.

Präsenz-Gottesdienste zu Pfingsten geplant

Unterdessen wollen Sachsens Christen ihre Gottesdienste wieder verstärkt in Präsenz feiern - allerdings gibt es zu Pfingsten weiterhin Einschränkungen etwa bei der Gottesdienstdauer und den Abständen. Etliche Gemeinden planten zudem Gottesdienste unter freiem Himmel.

Quelle: MDR/al/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 23. Mai 2021 | 19:00 Uhr

4 Kommentare

sonocke vor 35 Wochen

In der Neustadt zeigte sich einmal mehr das Totalversagen von Polizei und Ordnungsamt. An abgebildeter Kreuzung zur Rothenburger Straße:
Freitag - Massenauflauf ohne jeglichen Abstand von Hunderten. Extreme Störung der Nachtruhe bis 4h morgens, ehe eine Massenschlägerei mit 40 Beteiligten, eingeworfenen Glasscheiben, eingetretenen Türen ein Trümmerfeld mit Bergen von Müll und Fäkalien hinterließ. Erst nach Notrufen von Anwohnern zeigten sich zwei Streifenwagen.

Samstag - ... das gleiche Bild. Scheiben und Türen waren bereits eingetreten, Spiegel von Autos abgetreten, viele Farbschmierereien an Gebäuden unter Denkmalschutz etc... Die Nacht wiederholte sich - ohne Polizei - während das Ordnungsamt lieber an der Elbe Einzelne mit Grill vertrieb, die niemanden störten.
Sonntag - BePo zeigte übertriebene Präsenz bis nach Mitternacht. Ein- zweihundert Dresdner verbrachten angenehm friedlich die hereinbrechende Nacht. Die Polizei ging, die Ausschreitung der letzten Tage kam um 1h zurück.

Rain Man vor 35 Wochen

Auf der ganzen Welt ist die Pandemie praktisch vorbei und Geschichte! Keine Einschränkungen, kein Maskenzwang, gar nichts! Nur Merkel-Deutschland versucht die inszenierte Pandemie am Leben zu erhalten.

Arbeitende Rentnerin vor 35 Wochen

Hoffentlich erweist sich die Grenzöffnung nicht als Bumerang, während bei uns sogar die Kleinstläden noch zu sein müssen, drängeln sich über der Grenze die Leute ohne jede Regel, dann aber wieder die Leute im Erzgebirge beschimpfen, trifft auch die, die zu Hause bleiben, anstatt mal endlich Erz auch durchzuimpfen, hat im Vogtland doch auch geklappt, muss die Politik aber wollen.

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