Leipzig und Dresden Trotz Corona Live-Musik bei Picknick-Konzerten möglich

Bei Picknick-Konzerten kann man endlich wieder Livemusik erleben – auf Picknickdecken mit 1,5 Metern Abstand. Im Juni und Juli sollen in dieser Form Künstler in Dresden und Leipzig auftreten. Bereits 2020 war das Konzept auf viel Gegenliebe bei den Besuchern gestoßen.

Menschen sitzen auf einer Wiese vor einer Bühne.
Picknickdecken und Livemusik: Bei den Picknick-Konzerten 2020 spielte zum Beispiel Thees Uhlmann in Dresden. Bildrechte: MDR/Pia Uffelmann

Auf Live-Musik musste in der Corona-Pandemie lange verzichtet werden. Doch die Organisatoren der sogenannten Picknick-Konzerte haben eine Lösung gefunden: Konzerte auf der Picknickdecke unter freiem Himmel und mit Abstand. Zahlreiche Künstler treten in dieser Form im Sommer in Dresden und Leipzig auf. Mit dabei sind zum Beispiel Giant Rooks, Von wegen Lisbeth, Nura und Antilopen Gang. Spielorte sind in Sachsen die Agra-Messe in Leipzig sowie die Flutrinne in Dresden. Deutschlandweit finden die Konzerte in 14 Städten statt.

"Die Gäste kommen mit ihrer eigenen Decke und eigenen Getränken und Essen platzieren sich auf der Wiese", erklärt Johannes Jung, Projektleiter bei Landstreicher-Konzerte. Die Decken werden dabei in markierten Bereichen ausgebreitet, damit der Mindestabstand eingehalten werden kann. Die Konzerte können dann im Sitzen und ohne Maske genossen werden. Campingstühle sind nicht erlaubt, damit auch die hinteren Picknicker etwas auf der Bühne sehen können.

Mit dem Picknickkorb zum Konzert

"Wir wollten das Konzept konsequent durchziehen, also nicht nur auf der Decke sitzen, sondern auch was Nettes dazu essen und trinken", so Jung. Jeder Gast dürfe sich sein Picknick selbst mitbringen. "Und das hat den Vorteil, dass wir damit keine Schlangenbildung an den Gastronomieständen erzeugen." Die Konzerte sollen so pandemiekonform wie möglich sein, so dass die Gäste im Idealfall gar keine Bewegung während der Veranstaltung erzeugen.

Ausgelassenes Tanzen ist leider bei den Konzerten nicht erlaubt. "Es gibt Künstler, da passt das sehr gut. Da hat niemand das Bedürfnis, aufzustehen oder nur sehr spät", sagt Jung. "Das Konzept beruht schon darauf, dass man sitzen bleibt auf der Decke." Mitsingen sei aber erlaubt und auch das beliebte bewegen im Sitzen, das sogenannte Sitztanzen.

1.000 Tickets pro Konzert

Die Tickets müssen vorab gekauft und online mit einem zusätzlichen Check-In vor den Konzerten aktiviert werden. Damit soll die Kontaktnachverfolgung möglich gemacht werden, ohne Datenaufnahme am Einlass. Zusätzlich müssen die Besucher am Einlass einen tagesaktuellen negativen Corona-Test nachweisen.

1.000 Tickets pro Konzert können aktuell verkauft werden. Einige Veranstaltungen sind bereits ausverkauft. Aber möglicherweise werden die Ticketmengen noch einmal erhöht. "Wir prüfen gerade, ob man die Flächen in Leipzig und Dresden erweitern kann, also ohne unser Hygienekonzept zu gefährden", sagt Jung. "Wenn das funktioniert, dann würden wir dann noch mal Karten im Vorverkauf geben."

Picknick-Konzerte waren 2020 erfolgreich

Bei der Auswahl der Künstler und Künstlerinnen habe es kein konkretes Konzept gegeben, so Jung. "Wir haben auch versucht, das divers zu halten und den Anteil an Frauen, Bands oder Künstlergruppen mit weiblichen Anteil mit einzubinden", sagt er. "Aber das ist tatsächlich echt schwierig, da die passenden Gruppen zu finden." Am Ende sei es mehr darum gegangen, welche Künstler Lust hatten, ein Picknick-Konzert zu spielen.

Bereits 2020 haben die Picknick-Konzerte in Dresden und Leipzig stattgefunden. "Wir hatten schon Zweifel daran, ob das funktioniert. Also ob das vom Grundkonzept stimmig und schlüssig ist, dass die Leute sitzen bleiben, dass die Leute mit mehr Abstand zur Bühne auf einer größeren Fläche auch Spaß haben und genug sehen", erzählt Jung. "Die Konzerte haben angefangen und dann kam noch der Abendhimmel dazu und die Stimmung war insgesamt toll."

Quelle: MDR/al

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