Notfallverordnung Welche Corona-Regeln gelten Weihnachten und Silvester in Sachsen?

Seit dem 13. Dezember gilt eine neue Corona-Notfallverordnung in Sachsen. Darin gibt es auch Sonderregelungen für die Feiertage. Wegen der schnellen Ausbreitung von Omikron gibt es eine Anpassung zum 28. Dezember. MDR SACHSEN hat zusammengefasst, was zu Weihnachten und Silvester gilt.

Eine Frau mit Weihnachtsmütze, sitzt alleine auf der Couch.
Auch das zweite Weihnachten in der Corona-Pandemie wird von Kontaktbeschränkungen geprägt sein. Bildrechte: Colourbox.de

In der neuen sächsischen Corona-Notfallverordnung, die am 13. Dezember in Kraft getreten ist, gibt es einige spezielle Regelungen für die Feiertage. Andere Regeln gelten für den gesamten Verordnungszeitraum und werden auch Weihnachten und Silvester nicht gelockert.

Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte

Kontaktbeschränkungen gelten durchgängig bis zum 9. Januar. Wenn mindestens eine ungeimpfte beziehungsweise nicht genesene Person an einem Treffen teilnimmt, ist das Treffen auf einen Haushalt plus eine weitere Person beschränkt. Bei Treffen von ausschließlich geimpften und genesenen Personen dürfen sich maximal zehn Personen treffen (bisher waren 20 Personen erlaubt). Auch zu Weihnachten und Silvester gelten keine Ausnahmen. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr werden nicht mitgezählt.

Beerdigungen dürfen unter 3G-Bedingungen mit maximal 20 Personen stattfinden.

Hotelübernachtungen eingeschränkt möglich

Touristische Übernachtungen sind ebenfalls bis zum 9. Januar nicht erlaubt. Allerdings kann aus sozialen Zwecken, wie zum Beispiel dem Verwandtenbesuch über die Feiertage, in Hotels unter 2G-Bedingungen übernachtet werden.

Lockerung der Ausgangsbeschränkung für Gottesdienste

In den Zeiträumen vom 24. bis 26. Dezember sowie vom 31. Dezember bis 1. Januar wird die Ausgangsbeschränkung in Hotspots gelockert. Dann ist das nächtliche Verlassen der Wohnung für ungeimpfte und nicht genesene Personen erlaubt, um Gottesdienste zu besuchen. Diese dürfen ihre Unterkunft sonst nur in Ausnahmefällen verlassen. Die nächtliche Ausgangsbeschränkung gilt in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz über 1.000 liegt.

Silvester ist Böllerverbot

Feuerwerk und Böllern ist in diesem Jahr sachsenweit auf öffentlichen Plätzen verboten. Auch das Mitführen von Feuerwerkskörpern außerhalb der Wohnung ist nicht erlaubt. Das Verbot gilt für Feuerwerkskörper der Kategorie F2, zu denen zum Beispiel Böller, Raketen und Batterien gehören. Außerdem gilt ein bundesweites Verbot für den Verkauf von Feuerwerkskörpern. Silvesterfeiern auf öffentlichen Plätzen sind laut neuer Verordnung ebenfalls verboten.

Das sächsische Oberverwaltungsgericht hat am 23. Dezember entschieden, dass es prinzipiell erlaubt ist, Feuerwerk in der eigenen Unterkunft, also auf dem Balkon oder im Garten, abzubrennen. Das durch die Bundesregierung beschlossene Verkaufsverbot von pyrotechnischen Erzeugnissen sei allerdings nicht Teil des Verfahrens gewesen.

Quelle: MDR(al)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 12. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

Mehr aus Sachsen

Nach starken Schneefällen, Tauwetter und anhaltendem Regen ist die Mulde in der Nacht zum Montag (14.02.2005) bei Bad Düben über die Ufer getreten. 2 min
Bildrechte: dpa
2 min 14.08.2022 | 09:00 Uhr

Solidarität wird während des Hochwassers 2002 ganz groß geschrieben - ob Sandsäcke schleppen oder Unterschlupf anbieten. Tobias Stammberger ist am 14. August 2002 in Bad Düben und spricht mit den Einheimischen.

MDR SACHSEN Mi 14.08.2002 10:00Uhr 01:55 min

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/leipzig/delitzsch-eilenburg-torgau/audio-hochwasser-bad-dueben-102.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio