Seit Montag gültig Neue Corona-Regeln nach den Herbstferien für Sachsens Kitas und Schulen

Nach den Herbstferien gelten an Sachsens Schulen zwei Wochen lang spezielle Maßnahmen gegen Corona in sogenannten Schutzwochen. Bei der Maskenpflicht sollte sich manches ändern. Was genau und wie es nach diesen zwei Wochen Schule weitergehen soll, erklärt MDR SACHSEN in der Übersicht.

Schülerinnen und Schüler einer sechsten Klasse der Max-Planck-Schule Kiel warten in ihrem Klassenzimmer auf den Unterrichtsbeginn nach den Herbstferien und tragen dabei einen Mund-Nasen-Schutz.
Nach den Herbstferien zurück in die Schule: In Sachsen gelten bis Mitte November zwei Schutzwochen für alle in Schulen. Bildrechte: dpa

Zwei Schutzwochen: Das gilt ab 1. November

  • In der ersten Schulwoche vom 1. bis 7. November gilt die Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen für Schüler und schulisches Personal.
  • Wie bisher gibt es in Grundschulen im Unterricht keine Maskenpflicht.
  • Auf dem Schulgelände besteht für alle die Maskenpflicht weiter.
  • Hinzu kommt eine dreimalige Testpflicht pro Woche (in der Zeit vom 1. bis 14. November). Das gilt als Vorsichtsmaßnahme, weil nach den Ferien mehr Urlaubsrückkehrer in die Schulen kommen.
  • Wichtig: Vollständig Geimpfte oder Genesene müssen sich nicht testen.

Das gilt ab 8. November 2021

Ab der zweiten Schulwoche hatte das Kultusministerium vorgesehen, die Maskenpflicht im Unterricht für Schülerinnen, Schüler und das schulische Personal an weiterführenden Schulen aufzuheben. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen wurde das aber nicht möglich. Die Maskenpflicht bleibt bestehen. Nach der in der Sächsischen Corona-Schutzverordnung wurde der für die Vorwarnstufe festgelegte Schwellenwerte zur Bettenauslastung mit Corona-Erkrankten in den Kliniken erreicht oder überschritten.

  • Die Testpflicht als Infektionsschutz bleibt bestehen. Nach den zwei Schutzwochen finden ab 15. November Tests wieder zweimal wöchentlich statt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis oder in der kreisfreien Stadt über 10 liegt.
  • Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz unter 10, reicht einmal wöchentlich ein Testnachweis.

Diese Ausnahmen gibt's für die Maskenpflicht

Auf dem Schulgelände besteht Maskenpflicht. Es gibt aber Ausnahmen für Schülerschaft, Schul- und Hortpersonal und in Kitas:

  • auf dem Außengelände von Schulen, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird
  • in Horten innerhalb der Gruppenräume
  • auf dem Außengelände von Grund- und Förderschulen sowie Horten
  • im Sportunterricht
  • beim Essen und Trinken im Schulgebäude
  • bei der Abnahme von Tests
  • für Schülerinnen und Schüler bei einer Prüfung am Sitzplatz, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird
  • für Schülerinnen und Schüler während schriftlicher Leistungsnachweise am Sitzplatz, wenn der Mindestabstand eingehalten wird
  • keine Maskenpflicht bei Sitzungen der Schulkonferenz, bei Gremien der Eltern- und Schülermitwirkung
  • Maskenpflicht entfällt bei Eltern-Lehrer-Gesprächen, wenn 1,5 Meter Mindestabstand eingehalten wird
  • Maskenpflicht entfällt in Gebäuden von Kindertageseinrichtungen und Einrichtungen der Kindertagespflege für Sitzungen von Gremien der Elternmitwirkung, bei Beratungsgesprächen zwischen Eltern und dem Personal oder der Kindertagespflegeperson, wenn der Mindestabstand jeweils eingehalten wird.

Schüler betreten die Integrierte Gesamtschule (IGS) Kronsberg. In Niedersachsen beginnt nach den Herbstferien am Montag wieder der Schulunterricht.
Nach den Herbstferien gilt für Sachsens Schülerinnen und Schüler wieder Präsenzunterricht. Zudem gelten spezielle Regeln gegen Corona-Infektionen. Bildrechte: dpa

Was ist mit Masken- und Testverweigerern?

Ohne Testnachweis kein Schulbesuch - so fasst das Kultusministerium die Regeln zusammen. Heißt, wenn sich Schülerinnen oder Schüler weder in der Schule testen noch einen Testnachweis vorlegen, können sie nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. "Die Kinder oder Jugendlichen werden nach Hause geschickt und können ihrer Schulbesuchspflicht nicht gerecht werden. Ebenso wird verfahren, wenn Schülerinnen oder Schüler sich weigern, eine Maske zu tragen, ohne dass eine Befreiung von dieser Pflicht vorliegt", erklärt das Kultusministerium. In den Fällen kann eine Verletzung der Schulbesuchspflicht eintreten, was mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren einhergehen kann.

Wenn Kinder nicht zur Schule geschickt werden oder sich weigern, Maske zu tragen oder an Tests teilzunehmen und nach Hause geschickt werden müssen: In diesen Fällen müssen keine Aufgaben für das häusliche Lernen von der Schule bereitgestellt werden.

Kultusministerium Sachsen

Vor den Herbstferien sagte Minister Christian Piwarz MDR SACHSEN, dass etwa 400 Schülerinnen und Schüler den Corona-Test verweigern und deshalb die Schulen nicht betreten durften.

Was passiert in lokalen Corona-Hotspots?

Das Kultusministerium will an jeder einzelnen Schule täglich die Corona-Lage in den Blick nehmen. "So können schulscharf Schutzmaßnahmen wie zeitlich begrenzter Wechselunterricht oder temporäre Schulschließung vom Ministerium angeordnet werden, wenn lokale Ausbrüche stattfinden. "Wir nehmen die Lage weiter ernst, aber wir müssen auch wieder ein Stück zurück zur Normalität mit Augenmaß", meinte Piwarz.

Was, wenn in Sachsen die Krankenhäuser überlastet sind?

  • Sachsenweite Schulschließungen sind in der aktuellen Corona-Schutzverordnung weiterhin nicht vorgesehen.
  • Landesweit soll der Präsenzunterricht erst eingeschränkt werden, wenn die in der Corona-Schutzverordnung festgelegte Überlastungsstufe zur Bettenauslastung mit Corona-Erkrankten in den Kliniken in Sachsen erreicht oder überschritten werden.
  • Erst dann sollen alle Kitas, Grundschulen und Förderschulen in den eingeschränkten Regelbetrieb mit festen Gruppen, Klassen und festen Bezugspersonen in festgelegten Räumen oder Bereichen wechseln.
  • Für Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen würde dann Wechselunterricht stattfinden.
  • Für Einrichtungen der Kindertagespflege soll es bei Überlastung der Kliniken keine Einschränkungen geben.
  • Auch Abschlussklassen sollen in dem Fall weiterhin ihre Schulen besuchen, müssen nicht in den Wechselunterricht.

Was sind Vorwarn- und Überlastungsstufe? - Die Vorwarnstufe greift nach der neuen Verordnung dann, wenn 650 Betten auf den Normalstationen oder 180 Betten auf den Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind.
- Die Bettenbelegung soll künftig eine größere Rolle spielen und allein als kritischer Schwellenwert ausreichen, um schärfere Maßnahmen einzuführen.

Alle Informationen zu den Regeln für Schulen und Kitas finden Sie auch zusammengefasst hier.

Die Schul- und Kita-Coronaverordnung (SchulKitaCoVO) das Kultusministeriums finden Sie hier.

Quarantäne und nun? Wichtig für Familien

Die Politik hat die Bezugsdauer für Kinderkrankengeld erhöht. 2021 stehen pro Elternteil 30 Tage zur Betreuung des eigenen Kindes zur Verfügung, Alleinerziehende erhalten 60 Tage. Bei mehreren Kindern sind es 45 bzw. 90 Tage. "Des Weiteren können die Kind-Krank-Tage nun auch beantragt werden, wenn z. B. aufgrund von Schul- oder Kitaschließungen die Betreuung des Kindes nicht gewährleistet ist oder die Präsenzpflicht in den Schulen aufgehoben wurde", betont die Krankenkasse AOK Plus.

Bei einer Erkrankung des Kindes stellen Eltern den Antrag auf Kinderkrankengeld bei ihrer Krankenkasse, die das Geld auch auszahlt. Weil bei einer Quarantäne vom Arzt oder der Ärztin kein Schein ausgestellt werde, hält die AOK für ihre Versicherten ein Antragsformular bereit. Den Service bieten auch andere Krankenkassen. Infos dazu finden Versicherte auf den Homepages (als Suchwort "Kinderkrankengeld" eingeben).

Quelle: MDR/kk/sächs. Kultusministerium

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 31. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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