Pandemie Diese Corona-Regeln gelten bis zum 9. Mai in Sachsen

In Sachsen gelten seit dem 1. April neue Corona-Regeln. Das hat das sächsische Kabinett beschlossen. Hinzu kommen die Ende April vom Bundestag beschlossenen Maßnahmen in der Neufassung des Infektionsschutzgesetzes. MDR SACHSEN fasst die aktuellen Regeln der sächsischen Corona-Schutzverordnung zusammen. Sie gilt vorerst bis einschließlich 9. Mai.

Junge Frauen mit Maske sitzen auf einer Bank
Bildrechte: imago images/Westend61

Alkoholverbot

  • aufgehoben bei 7-Tage-Inzidenz unter 100


Wiedereinführung unter folgenden Bedingungen:

  • dreitägige Überschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in einem Landkreis oder einer kreisfreien
  • Inkrafttreten am zweiten darauffolgenden Werktag
  • kein Ausschank und Konsum in der Öffentlichkeit
  • Abgabe von alkoholhaltigen Getränken nur in mitnahmefähigen und verschlossenen Behältnissen


Ausgangssperre

  • täglich von 22 Uhr bis 5 Uhr des Folgetags
  • gültig ab dreitägiger Überschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 100 in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt; Inkrafttreten am übernächsten Tag
  • Aufhebung bei Unterschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 100 in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an fünf aufeinander folgenden Werktagen, Außerkrafttreten am übernächsten Tag


Ausnahmefälle zum Verlassen der Wohnung:

  • Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben und Eigentum
  • Weg zur Arbeit und zum Arzt
  • Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts
  • unaufschiebbare Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen oder Minderjähriger
  • Begleitung Sterbender
  • Versorgung von Tieren
  • bis Mitternacht für allein ausgeübten Sport, aber nicht in Sportanlagen


Besuche in Heimen, Kliniken und Co.

Ein Schild weist den Weg in den Besucherbereich des DRK Pflege- und Betreuungszentrums "Tor zur Altstadt".
Bildrechte: dpa

Regeln für folgende Einrichtungen*:

  • Alten- und Pflegeheime
  • ambulant betreute Wohngemeinschaften
  • Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen
  • Krankenhäuser und Rehakliniken
  • stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe


Das sind die Voraussetzungen:

  • genehmigtes Hygienekonzept der Einrichtung (mit Regelung zur Besucheranzahl und Kontaktnachverfolgung)
  • negativer Corona-Test für Besucher (tagesaktueller Schnelltest; Test vor Ort; PCR-Test, nicht älter als 48 Stunden)
  • FFP2-Maskenpflicht (oder vergleichbarer Standard) für Besucher und Personal
  • Ausnahmen für Sterbebegleitung möglich


*Einrichtungen müssen Besuchsmöglichkeiten aufrechterhalten. Entsprechende Regeln dafür sind der aktuellen regionalen Infektionslage anzupassen und müssen in einem angemessenen Verhältnis zwischen dem Schutz der versorgten Personen und deren Persönlichkeits- und Freiheitsrechten stehen. Hygienekonzepte dürfen nicht zur vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen.


Click & Meet

  • möglich wenn 7-Tage-Inzidenz unter 150
  • fest begrenzter Zeitraum
  • ein Kunde pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche
  • tagesaktueller Negativ-Test für Kunden erforderlich
  • Kontaktdatenerhebung
  • Aufhebung bei dreitägiger Überschreitung des Schwellenwerts ab übernächstem Tag


Familie und Freunde (Kontaktbeschränkungen)

Grundsätzlich gilt:

  • Kontakte zu Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf das absolut nötige Minimum reduzieren
  • Zahl der zulässigen Kontakte möglichst konstant und klein halten
  • Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen halten


Regeln bei Inzidenz unter 100 (in der Öffentlichkeit und privat):

  • Zusammenkünfte mit Personen des eigenen Hausstandes, der Partnerin oder des Partners und Personen, für die ein Sorge- und Umgangsrecht besteht
  • Zusammenkünfte mit maximal fünf Personen aus zwei Hausständen
  • Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit


Regeln bei dreitägiger Inzidenz über 100 (in der Öffentlichkeit und privat):

  • Zusammenkünfte mit Personen des eigenen Hausstandes, der Partnerin oder des Partners und Personen, für die ein Sorge- und Umgangsrecht besteht
  • Zusammenkünfte mit maximal einer weiteren Personen eines anderen Hausstandes
  • Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit
  • Inkrafttreten nach dreitägiger Überschreitung des Schwellenwerts ab übernächstem Tag
  • Außerkrafttreten nach Unterschreitung des Schwellenwerts an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen am übernächsten Tag


Empfehlungen:

  • regelmäßige Händehygiene
  • Vermeidung des Hand-Gesicht-Kontakts
  • regelmäßiges Lüften in geschlossenen Räumen
  • Nutzung der Corona-Warn-App
  • Tragen medizinischer Masken im öffentlichen Raum
  • Verzicht auf Reisen, Besuche und Einkäufe (vor allem wenn Landes- oder Bundesgrenze überschritten würden)
  • Verzicht auf Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr


Gastronomie

"Geschlossen" steht auf einem Schild an der Tür eines Restaurants.
Bildrechte: dpa

Schließen müssen:

  • Gaststätten
  • Bars
  • Kneipen


Ausnahmen:

  • Kantinen und Mensen (wenn Verzehr am Arbeitsplatz nicht möglich ist)
  • Abhol- und Lieferservice (Abholung zwischen 22 Uhr und 5 Uhr nicht möglich)
  • Lockerungen im Bereich Außengastronomie bei 7-Tage-Inzidenzen unter 100 möglich


Geöffnete Geschäfte

  • Lebensmittelhandel
  • Getränkemärkte
  • Reformhäuser
  • Babyfachmärkte
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Drogerien
  • Optiker und Hörgeräteakustiker
  • Tankstellen
  • Zeitungsverkauf
  • Buchhandlungen
  • Blumenfachgeschäfte
  • Tierbedarfs- und Futtermittelmärkte
  • Gartenmärkte
  • Großhandel
  • Bestatter
  • Sparkassen und Banken
  • Poststellen
  • Reinigungen und Waschsalons
  • Wertstoffhöfe
  • Kfz- und Fahrradwerkstätten sowie einschlägige Ersatzteilverkaufsstellen


Es gelten folgende Regeln:

  • Erstellung eines Hygienekonzepts
  • Einhaltung der Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln
  • Maskenpflicht
  • Kontaktdatenerhebung (Ausnahme für Groß- und Einzelhandelsgeschäfte, Läden und Verkaufsstände sowie Liefer- und Abholservice)
  • Begrenzung der Kundenzahl (bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche ein Kunde pro zehn Quadratmeter, auf Flächen darüber hinaus zusätzlich ein Kunde pro 20 Quadratmeter)
  • Testpflicht für Beschäftigte und Selbstständige mit direktem Kundenkontakt


Geöffnete Dienstleistungsangebote

  • Friseur
  • Fußpflege
  • Fahr-, Boots- und Flugschulen
  • Musikschulen
  • Integrationskurse


Es gelten folgende Regeln:


Geschlossene Einrichtungen und verbotene Angebote

Geschlossenes Kino, Anzeige BIS BALD BLEIBEN SIE GESUND UND ACHTEN SIE AUFEINANDER
Bildrechte: imago images/Michael Weber

  • Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen (Ausnahmen u.a. für Schulungen zur Pandemiebekämpfung oder pflegende Angehörige)
  • Freibäder, Hallenbäder, Kurbäder, Thermen (Ausnahmen für Rehabilitationseinrichtungen und berufsbedingte Ausbildung/Prüfung)
  • Dampfbäder, Dampfsaunen, Saunen, Solarien und Sonnenstudios
  • Fitnessstudios (Ausnahme für medizinisch notwendige Behandlungen)
  • Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen
  • Freizeit-, Vergnügungsparks
  • botanische und zoologische Gärten, Tierparks (Ausnahme für Außenbereiche, Negativ-Test für Besucher erforderlich)
  • Volksfeste, Jahrmärkte, Wintermärkte, Spezialmärkte
  • Diskotheken, Tanzstätten
  • Messen, Tagungen und Kongresse
  • Museen und Gedenkstätten
  • Musikschulen und Musikunterricht durch freiberufliche Musikpädagogen (Ausnahme für Einzelunterricht)
  • Volkshochschulen
  • Kinos
  • Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte, Musiktheater
  • Clubs und Musikclubs
  • Bibliotheken (Ausnahmen für Medienausleihe, Fachbibliotheken, Bibliotheken der Hochschulen, Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek, Deutsche Nationalbibliothek)
  • Einrichtungen der Kinder- und Jugenderholung
  • Zirkusse
  • Prostitutionsstätten, Prostitutionsveranstaltungen, Prostitutionsvermittlungen, Prostitutionsfahrzeuge
  • sonstige Veranstaltungen, Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung und Unterhaltung dienen
  • Betriebe im Bereich der körpernahen Dienstleistung (Ausnahmen für medizinisch notwendige Behandlungen)
  • Baumärkte


Alle aufgelisteten Einrichtungen und Angebote können trotz der Schließung/des Verbots Onlineangebote zur Verfügung stellen. Versand, Lieferung und Abholung vorbestellter Waren im Ladengeschäft sind möglich (Click & Collect).


Homeoffice

  • Arbeitgeber müssen Homeoffice / mobiles Arbeiten anbieten, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen
  • Voraussetzung: Büroarbeit oder vergleichbare Tätigkeiten
  • Beschäftigte haben Angebot anzunehmen, wenn keine Gründe entgegenstehen


Kirche und Religion

Zusammenkünfte zum Zwecke der Religionsausübung ohne Kontaktbeschränkungen sind erlaubt unter folgenden Bedingungen:

  • Erstellung von Hygienekonzepten, angepasst an die Infektionslage (z. B. Onlineangebote, Reduzierung der Teilnehmerzahl, Dauer der Zusammenkünfte)
  • Verzicht auf gemeinschaftlichen Gesang
  • Maskenpflicht (Ausnahme für vortragende Person und bei ritueller Aufnahme von Speisen und Getränken)
  • Einhaltung des Mindestabstands
  • Eheschließungen und Beerdigungen im engsten Familienkreis mit maximal 20 Personen und Mindestabstand (bei mehr als zehn Personen brauchen alle einen tagesaktuellen negativen Corona-Test)
  • Prozessionen abhängig vom regionalen Infektionsgeschehen möglich, Erlaubnis durch kommunale Behörden


Kita

Regeln bei Inzidenz unter 165 (je Landkreis / Stadt)

  • eingeschränkter Regelbetrieb mit festen Gruppen und Bezugspersonen
  • kein Zutritt in Gebäude ohne negativen Corona-Test (nicht älter als drei Tage)
  • keine Testpflicht für betreute Kinder und deren Begleitperson beim Bringen/Abholen
  • Betretungsverbot der gesamten Einrichtung für Corona-Infizierte, Personen mit typischen Krankheitssymptomen (Fieber ab 38 Grad Celsius, Durchfall, Erbrechen, Geruchsstörungen, Geschmacksstörungen, Husten) und Personen mit Kontakt zu Corona-Infizierten
  • gemeinschaftlicher Gesang nur im Freien
  • Dokumentation aller betreuenden und betreuten Personen zur Kontaktnachverfolgung
  • Maskenpflicht vor der Einrichtung und für Personal, wenn es keine Kinder betreut


Regeln bei Inzidenz über 165 (je Landkreis / Stadt)

  • Schließung aller Einrichtungen, auch Kindertagespflege
  • Notbetreuung möglich
  • gültig ab dreitägiger Überschreitung des Schwellenwerts am übernachsten Tag
  • Aufhebung nach Unterschreitung des Schwellenwerts an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen am übernächsten Tag


Mund-Nasen-Bedeckung

FFP2-Schutzmaske und Alltagsmaske auf einem Tisch
Zu den medizinischen Gesichtsmasken zählen sogenannte OP- und FFP2-Masken. Bildrechte: imago images / Christian Ohde

Hier gilt die Pflicht zum Tragen einer einfachen Mund-Nasen-Bedeckung:

  • im öffentlichen Raum unter freiem Himmel wenn sich Menschen begegnen
  • auf Flächen, die dem Sport und Spiel gewidmet sind (6 bis 24 Uhr, Ausnahme für Kinder unter zehn Jahren)
  • in Fußgängerzonen, auf Wochenmärkten und an Außenverkaufsständen (6 bis 24 Uhr)


Hier gilt die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken:


  • an Haltestellen und in Bahnhöfen
  • vor dem Eingangsbereich von sowie in Groß- und Einzelhandelsgeschäften und Läden sowie auf den dazugehörigen Parkplätzen und Parkhäusern
  • in Arztpraxen und Kliniken (Ausnahme im Behandlungsraum, wenn Art der Leistung es nicht zulässt, sowie für stationäre Patienten am Sitzplatz beim Essen und auf ihren Zimmern)
  • für Zusammenkünfte in Kirchen und auf den für die Religionsausübung bestimmten Gebäuden von Religionsgemeinschaften
  • in Beherbergungsbetrieben
  • in öffentlichen Verwaltungen
  • in Banken, Sparkassen, Versicherungen
  • vor und in gastronomischen Einrichtungen, auch bei Abholung von Speisen und Getränken
  • in Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen (Ausnahmen u.a. in Musik- und Tanzhochschulen, beim Einzelunterricht an Musikschulen)
  • bei Friseuren und Fußpflegen (für Kunden und Dienstleister)
  • in Kraftfahrzeugen, die mit Personen aus unterschiedlichen Hausständen besetzt sind mit Ausnahme des Fahrers oder der Fahrerin
  • für Handwerker und Dienstleister in und vor den Räumlichkeiten der Auftraggeber, sofern dort andere Personen anwesend sind
  • in Gerichten und Staatsanwaltschaften (Aufhebung durch Vorsitzenden im Gerichtsaal möglich)
  • in Arbeits- und Betriebsstätten
  • vor sowie in Schulen und Kitas für ausgewählte Personengruppen
  • in Arbeits- und Betriebsstätten


Hier gilt die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken* (oder vergleichbar, ohne Atemventil):

  • in öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Taxi, ...)
  • für die Beschäftigten ambulanter Pflegedienste
  • beim Besuch von Tagespflegeeinrichtungen
  • bei richterlichen Anhörungen
  • für Personal und Besucher in Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen


*Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren müssen nur einen einfachen medizinischen Mundschutz tragen.

Ausnahmen:

  • bei der "Fortbewegung ohne Verweilen" (z. B. Radfahren) und sportlicher Betätigung
  • für Kinder unter sechs Jahren
  • für Menschen mit Behinderung, die nicht zum Masketragen in der Lage sind
  • für gehörlose und schwerhörige Menschen und Personen, die mit ihnen kommunizieren, sowie Begleitpersonen
  • Befreiung durch ein ärztliches Attest


Bei Verstößen droht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 60 Euro. Personen, die ohne Ausnahmegenehmigung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, dürfen öffentliche Verkehrsmittel nicht nutzen.

Wo muss ich keine Maske tragen?

Wer beispielsweise alleine im Wald spazieren geht, muss dort keine Maske tragen. Sobald man anderen Menschen begegnet, wird es aber wieder Pflicht. Daher sollte man immer eine Maske dabei haben.


Saisonarbeiter

Regelungen für folgende Betriebe:

  • mehr als zehn Beschäftigte
  • Beschäftigung von Saisonarbeitern aus dem Ausland für mindestens drei Wochen
  • Unterbringung der Saisonarbeiter in Gemeinschaftsunterkünften


Das muss beachtet werden:

  • Anmeldung der Saisonarbeiter bei Behörden durch Betrieb 14 Tage vor Arbeitsbeginn
  • Nachweis eines negativen PRC-Tests bei Arbeitsbeginn, Durchführung maximal 48 Stunden vor Anreise


Schule (Inzidenz unter 100)

Lehrerin mit Mund- und Nasenschutz begrüßt Schüler
Bildrechte: dpa

Allgemeine Regeln:

  • Aussetzung der Schulbesuchspflicht für alle Schularten (wer nicht am Präsenzunterricht teilnimmt, muss zu Hause lernen)
  • Testpflicht für alle Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen sowie Lehrer, sonst Zutrittsverbot (Tests nicht älter als drei Tage)
  • Maskenpflicht ab Klasse 5 (Ausnahmen u.a.: auf dem Außengelände und im Sportunterricht bei Mindestabstand, beim Essen und Trinken, in Förderschulen)
  • Betretungsverbot für Corona-Infizierte, Personen mit typischen Krankheitssymptomen (Fieber ab 38 Grad Celsius, Durchfall, Erbrechen, Geruchsstörungen, Geschmacksstörungen, Husten) und Personen mit Kontakt zu Corona-Infizierten
  • gemeinschaftlicher Gesang nur im Freien
  • Dokumentation aller Personen, die länger als 15 Minuten ein Schulgebäude betreten, zur Kontaktnachverfolgung
  • Reinigung regelmäßig genutzter Oberflächen, Geräte und Räume
  • regelmäßiges Lüften, spätestens 30 Minuten nach Unterrichtsbeginn
  • Verbot von Schulfahrten


Präsenzunterricht in Prüfungsfächern für Abschlussklassen und -jahrgänge folgender Schulen:

  • Förderschulen
  • Oberschulen
  • Fach- und Fachoberschulen
  • Abendschulen (Oberschule und Gymnasium)
  • Berufs- und Berufsfachschulen
  • Gymnasien (Jahrgangsstufen 11 und 12)
  • Beruflichen Gymnasien (Jahrgangsstufen 12 und 13)
  • Abendgymnasien (Jahrgangsstufen 11 und 12)
  • Kollegs (Jahrgangsstufen 11 und 12)


Eingeschränkter Regelbetrieb für Grundschulen und Förderschulen:

  • feste Klassen und Bezugspersonen in festgelegten Räumen


Regelungen für weitere Schulformen und -klassen:

  • Präsenzunterricht mit maximal der Hälfte der Schüler einer Klasse (höchstens 16 Personen)
  • Wechselmodell


Schule (Inzidenz über 100)

Regeln bei dreitägiger Überschreitung der Inzidenz 100 (je Landkreis / Stadt):

  • gültig ab übernächstem Tag nach Schwellenwertüberschreitung
  • Wechselunterricht, auch an Grundschulen
  • zwei wöchentliche Corona-Tests für Teilnehmende am Präsenzunterricht
  • Lockerung nach Unterschreitung der Inzidenz von 100 an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen am übernächsten Tag


Regeln bei dreitägiger Überschreitung der Inzidenz 165 (je Landkreis / Stadt):

  • gültig ab übernächstem Tag nach Schwellenwertüberschreitung
  • kein Präsenzunterricht
  • Lockerung nach Unterschreitung der Inzidenz von 100 an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen am übernächsten Tag


Ausnahmen:

  • für Abschlussklassen (einschließlich Grundschule) und Förderschulen
  • keine Schulschließung bei Inzidenz über 165, aber Wechselunterricht


Sport

  • Schließung aller Sportanlagen und -einrichtungen für den Amateur- und Freizeitsport, einschließlich Skianlagen
  • kontaktloser Individualsport alleine, zu zweit und mir Angehörigen des eigenen Hausstands möglich


Ausnahmen:

  • für Profi- und Spitzensport sowie sportwissenschaftliche Studiengänge
  • für Kinder unter 14 Jahren in Gruppen bis zu fünf Personen (kontaktloser Sport im Freien, Trainer brauchen Negativ-Test)


Tests (verpflichtend)

  • für Pflegepersonal in Alten- und Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten und Tagespflegeeinrichtungen (dreimal wöchentlich, Empfehlung für tägliche Testung)
  • Empfehlung für sonstiges Pflegepersonal (z. B. in Kliniken, möglichst zweimal wöchentlich)
  • für Beschäftigte und Selbstständige mit direktem Kundenkontakt (zweimal wöchentlich, kostenlose Bereitstellung durch Arbeitgeber)
  • für Lehrer, Erzieher und Schüler (zweimal wöchentlich)
  • Kunden und Besucher geöffneter Einrichtungen und Betriebe (Nachweis mit Selbstauskunft)


Tests (freiwillig)

  • einmal wöchentliches Angebot für Beschäftigte, die nicht im Homeoffice sind (kostenlose Bereitstellung durch Arbeitgeber, sofern Tests verfügbar sind und Beschaffung zumutbar ist)
  • für Privatperson zur tagesaktuellen Nutzung geöffneter Einrichtungen/Angebote oder für Besuche in Pflegeeinrichtungen

Was ist ein Selbsttest?

Ein Selbsttest ist ein Antigenschnelltest. Er kann durch Privatpersonen selbstständig durchgeführt werden und muss vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen sein. Ein negatives Testergebnis ist durch eine Selbstauskunft nachzuweisen. Bei einem positiven Testergebnis muss ein PCR-Test durchgeführt werden.

Was ist ein Schnelltest?

Ein Schnelltest ist ein Antigenschnelltest. Er wird von fachkundigem Personal durchgeführt und muss vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen sein. Bei einem positiven Testergebnis wird ein nachträglicher PCR-Test empfohlen und die Person muss in Quarantäne.

Was ist ein PCR-Test?

Mithilfe eines PCR-Tests wird die Erbsubstanz des Virus in einem Labor nachgewiesen. Bei einem positiven Testergebnis muss die Person in Quarantäne.


Tourismus

Verboten sind:

  • Busreisen
  • Übernachtungen (mit Ausnahme von Übernachtungen aus notwendigen beruflichen, sozialen oder medizinischen Anlässen)


Es sind abweichende Regelungen bei Modellprojekten möglich.


Versammlungen laut Versammlungsgesetz

Erlaubt unter folgenden Bedingungen (Inzidenzwert unter 200 laut RKI):

  • maximal 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • nur ortsfest unter freiem Himmel
  • medizinische Mund-Nasen-Schutz-Pflicht für alle Teilnehmenden, einschließlich Versammlungsleiter/-leiterin und Ordner
  • Einhaltung des Mindestabstands zwischen allen Personen


Ab fünf Tagen andauernder Überschreitung des Inzidenzwertes von 200 Neuinfektionen (laut RKI):

  • maximal 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • nur ortsfest unter freiem Himmel
  • medizinische Mund-Nasen-Schutz-Pflicht für alle Teilnehmenden, einschließlich Versammlungsleiter/-leiterin und Ordner
  • Einhaltung des Mindestabstands zwischen allen Personen


Ab fünf Tagen andauernder Überschreitung des Inzidenzwertes von 300 Neuinfektionen (laut RKI):

  • maximal zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • nur ortsfest unter freiem Himmel
  • medizinische Mund-Nasen-Schutz-Pflicht für alle Teilnehmenden, einschließlich Versammlungsleiter/-leiterin und Ordner
  • Einhaltung des Mindestabstands zwischen allen Personen


Versammlungen mit mehr als den in der Verordnung angegebenen Personenzahlen können im Einzelfall genehmigt werden, wenn es aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.


Lockerungsmöglichkeiten durch Städte und Landkreise

... bei einer Inzidenz unter 100 (laut RKI)

Wird die 7-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner im Freistaat Sachsen und im jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt an fünf Tagen in Folge unterschritten, kann der Landkreis oder die kreisfreie Stadt Folgendes erlauben:

  • Click & Meet im Einzel- und Großhandel nach vorheriger Terminbuchung für fest begrenzten Zeitraum (maximal ein Kunde pro angefangenen 40 Quadratmetern Verkaufsfläche, unterstützungsbedürftige Personen und Minderjährige zählen nicht mit)
  • Individualsport alleine oder zu zweit und in Gruppen von bis zu 20 Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren im Außenbereich
  • Öffnung von botanischen Gärten, Zoos, Tierparks, Museen, Galerien und Gedenkstätten mit vorheriger Terminbuchung
  • Öffnung weiterer körpernaher Dienstleistungen wie Kosmetik- und Tattoostudios (zweimal wöchentliche Tests für Personal; Kunden brauchen tagesaktuellen Negativtest)

... bei einer Inzidenz unter 100 (laut RKI) nach weiteren 14 Tagen

Hat sich der Inzidenzwert im Freistaat Sachsen und im jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt nach den oben genannten Öffnungsschritten an weiteren 14 Tagen insgesamt nicht erhöht, kann der Landkreis oder die kreisfreie Stadt Folgendes erlauben:

  • Öffnung der Außengastronomie mit vorheriger Terminbuchung (tagesaktueller Negativtest für Kunden, wenn Personen aus mehreren Hausständen an einem Tisch sitzen)
  • Öffnung von Bibliotheken
  • Öffnung von Kinos, Theatern, Opern- und Konzerthäusern, Konzertveranstaltungsorten, Musiktheatern, Musik-, Kunst- sowie Tanzschulen (Besucher brauchen tagesaktuellen Negativtest; Tanzen nur mit festem Tanzpartner/fester Tanzpartnerin erlaubt)
  • kontaktfreier Sport im Innenbereich einschließlich Fitnessstudios und Kontaktsport im Außenbereich (Teilnehmer brauchen tagesaktuellen Negativtest)

Bei Überschreitung der Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen müssen die Lockerungen ab dem zweiten darauffolgenden Werktag aufgehoben werden!

... bei einer Inzidenz unter 50 (laut RKI)

Wird die 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner im Freistaat Sachsen und im jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt an fünf Tagen in Folge unterschritten, kann der Landkreis oder die kreisfreie Stadt Folgendes erlauben:

  • Öffnung des Einzel- und Großhandels mit Kundenzahlbeschränkung
  • kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen (maximal 20 Personen) im Außenbereich
  • Öffnung von Zoos, botanischen Gärten und Tierparks sowie Museen, Galerien und Gedenkstätten ohne Terminvereinbarung

Bei Überschreitung der Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen müssen die Lockerungen ab dem zweiten darauffolgenden Werktag aufgehoben werden!

... bei einer Inzidenz unter 50 (laut RKI) nach weiteren 14 Tagen

Hat sich der Inzidenzwert im Freistaat Sachsen und im jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt nach den oben genannten Öffnungsschritten an weiteren 14 Tagen insgesamt nicht erhöht, kann der Landkreis oder die kreisfreie Stadt Folgendes erlauben:

  • Öffnung der Außenbereiche der Gastronomie ohne Terminvereinbarung und ohne Testpflicht für Gäste
  • Öffnung von Kinos, Theatern, Opern- und Konzerthäusern, Konzertveranstaltungsorten und Musiktheatern ohne Testpflicht für Besucher
  • kontaktfreier Sport im Innenbereich einschließlich Fitnessstudios sowie Kontaktsport im Außenbereich ohne Testpflicht für Teilnehmer

Bei Überschreitung der Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen müssen die Lockerungen ab dem zweiten darauffolgenden Werktag aufgehoben werden!

... bei einer Inzidenz unter 35 (laut RKI)

Wird die 7-Tage-Inzidenz von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner im Freistaat Sachsen oder im jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt an fünf Tagen in Folge unterschritten, kann der Landkreis oder die kreisfreie Stadt Folgendes erlauben:

  • Zusammenkünfte mit Personen des eigenen Hausstandes, der Partnerin oder des Partners und Personen, für die ein Sorge- und Umgangsrecht besteht
  • Treffen mit Angehörigen von zwei weiteren Hausständen mit maximal zehn Personen
  • Kinder unter 15 Jahren zählen nicht mit


Modellprojekte

  • ab 24. April wegen des geänderten Infektionsschutzgesetzes des Bundes nicht mehr möglich

Quelle: MDR/cb

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 23. April 2021 | 19:00 Uhr

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