Pandemie Neue Corona-Regeln: 2G-Veranstaltungen ohne Begrenzungen möglich

In Sachsen gelten ab dem 21. Oktober neue Corona-Regeln. MDR SACHSEN fasst die aktuellen Regeln der sächsischen Corona-Schutzverordnung zusammen.

Auf einer Mundschutzmaske liegt das Wappen von Sachsen.
Mit der neuen Corona-Schutzverordnung lockert Sachsen unter anderem die Besucherbegrenzung für Großveranstaltungen. Bildrechte: dpa

Das sächsische Kabinett hat am Dienstag eine neue Corona-Schutzverordnung beschlossen, die vom 21. Oktober bis zum 17. November gilt. Die Verordnung sieht unter anderem vor, Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besucherinnen und Besuchern ohne Begrenzung zu ermöglichen, wenn die 2G-Regeln eingehalten werden können. Bei solchen Veranstaltungen kann bis zum Erreichen der sogenannten Vorwarnstufe auf Regeln wie Kontakterfassung und Besucher-Höchstgrenzen verzichtet werden. Notwendig ist allerdings ein genehmigtes Hygienekonzept. Auch mit Erreichen der Vorwarn- oder Überlastungsstufe sind die Veranstaltungen laut Kabinett weiterhin möglich. Sofern die Veranstaltung in Flanier- und Verweilbereiche aufgeteilt werden, könne in den Flanierbereichen auf Kontakterfassung, 3G-Regelung und Maskenpflicht verzichtet werden.

Damit wäre es beispielsweise für Fußballclubs wie Dynamo Dresden und RB Leipzig möglich, ihre Stadien wieder komplett zu füllen, wenn die Zuschauer geimpft oder genesen sind. Mit der neuen Verordnung werden auch Weihnachtsmärkte und Bergparaden ermöglicht.

Änderungen beim 2G-Modell

Weitere Änderungen sieht die neue Schutzverordnung beim 2G-Optionsmodell vor. Sofern sich die Veranstalter für dieses Modell entscheiden, entfällt laut Kabinett die bisherige Begrenzung auf 5.000 Besucher und die Pflicht zur Kontakterfassung. Es können zudem ungeimpfte Personen teilnehmen, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder für die die STIKO aus medizinischen Gründen keine Impfempfehlung vorgelegt hat. Sie benötigen jedoch einen tagesaktuellen Negativtest und gegebenenfalls ein medizinisches Attest.

Änderungen bei der Vorwarnstufe

Bisher galt die Vorwarnstufe, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 650 Betten auf der Normalstation mit Coronapatienten belegt sind - oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.
Mit der neuen Schutzverordnung gilt die Vorwarnstufe bereits sobald die Bettenbelegung (auf Normalstation oder Intensiv) erreicht ist.

Zusätzlich zu den Änderungen bei Großveranstaltungen und dem 2G-Modell hat das Sächsische Kabinett auch einige Änderungen für Schulen und Kitas auf den Weg gebracht. So entfällt zum Beispiel die Maskenpflicht im Klassenraum ab dem 8. November.

Definition 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen Der Wert beschreibt die Anzahl, der ans Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelten Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in Krankenhäuser pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Der Wert wurde in die Vorwarnstufe und in die Überlastungsstufe der neuen Verordnung eingearbeitet.

Definition Vorwarn- und Überlastungsstufe Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn 650 Betten auf der Normalstation oder 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung die 5+2-Regel.

In der aktuellen Corona-Schutzverordnung wird auch die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" als Kenngröße genannt. Sie ist aber nicht ausschlaggebend für das Eintreten der Vorwarn- und Überlastungsstufe.

Quelle: MDR/dpa/kh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 19. Oktober 2021 | 15:00 Uhr

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