Corona-Pandemie Sachsen will Regelstudienzeit erneut verlängern

Studierende mit Mund- und Nasenmaske sitzen in einem Hörsaal
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Sachsen will wegen der Corona-Pandemie die individuelle Regelstudienzeit erneut verlängern. Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow erklärte, Studierende brauchten Klarheit für das bevorstehende Sommersemester. Es zeichne sich ab, dass Studieren wegen der Corona-Pandemie weiterhin mit Einschränkungen verbunden sei. Deshalb ließe sich bei einem Teil das Studium nicht in der Regelstudienzeit absolvieren. Sie beträgt in Deutschland für Bachelor-Studiengänge meist sechs Semester. Derzeit bereite man die rechtlichen Voraussetzungen für eine Verlängerung vor.

BAföG-Leistungen ebenfalls verlängert

Laut Ministerium soll die neue Verordnung nach der rechtlichen Prüfung zur Anhörung an die Vertretungen der Studierenden und an die Rektorenkonferenz freigegeben werden. Danach werde sich der Wissenschaftsausschuss des Landtages damit befassen. Mit der Verlängerung wird auch finanzielle Unterstützung geregelt: "Studierende, die BAföG beziehen, müssen also nicht befürchten, dass ihnen eine Auszahlung der Unterstützungsleistung des Bundes wegen einer pandemiebedingten Überschreitung der Förderungshöchstdauer verwehrt wird", teilte das Ministerium mit.

Bereits im Dezember hatte Sachsen das Hochschulfreiheitsgesetz angepasst und damit zunächst den Weg für die Verlängerung der Regelstudienzeit für das Sommersemester 2020 und das Wintersemester 2020/21 frei gemacht.

Quelle: MDR/kb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR AKTUELL | 26.03.2021 | 15:30 Uhr in den Nachrichten

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