Fördermittel Sachsen gibt zwei Millionen Euro zur Erforschung des Coronavirus

Die Grafik zeigt ein wissenschaftliches genaues Modell der neuen Coronavirus Sars-CoV-2 ein eine hohen Auflösungsstufe, bei der sogar einzelne Atome des Virus erkennbar sind.
Die Grafik zeigt ein wissenschaftliches genaues Modell des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 in einer hohen Auflösungsstufe, bei der sogar einzelne Atome des Virus erkennbar sind. Bildrechte: Visual Science

Sachsen unterstützt weitere Forschungsprojekte zum Coronavirus. Wie das Wissenschaftsministerium mitteilte, gab der Haushaltsausschuss des Landtages knapp zwei Millionen Euro dafür frei.

Damit wird den Angaben zufolge ein Projekt zur Erforschung der Infektionsrate in der Bevölkerung unterstützt. Es besteht die Annahme, dass derzeit viele Corona-Fälle nicht in der Statistik erfasst sind, weil diese Infizierten entweder keine oder untypische Symptome hatten. Weil der tatsächlich infizierte Bevölkerungsanteil aber als Schlüsselparameter für die Prognose der weiteren Pandemie-Entwicklung gilt, wollen das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig (UFZ) und die Technische Universität Dresden flächendeckend das Abwasser untersuchen.

Konzentration von Coronaviren im Abwasser messen

Die Wissenschaftler hoffen, durch den Nachweis von Coronaviren im Abwasser frühzeitig regionale Hotspots erkennen zu können. Das UFZ mit dem Projektleiter Prof. Georg Teutsch und Experten der TU Dresden wollen in den kommenden Monaten mit vielen kommunalen Abwasserbetrieben in Deutschland zusammenarbeiten.

Netzwerk für Präventionsmaßnahmen

Des Weiteren soll mit den Geldern des Freistaates ein sächsisch-bayerisches Forschungsnetzwerk unterstützt werden. Das befasst sich unter anderem mit der Entwicklung von geeigneten Präventionsmaßnahmen.

Die Ansätze der Forscher verfolgten einen ganz konkreten Nutzen für jeden Einzelnen, betonte Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow. "Es geht um nicht weniger als unser aller Gesundheit und konkrete Wege mit einer Pandemie, wie wir sie derzeit erleben, umzugehen."

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.07.2020 | 19:00 Uhr in den Nachrichten

Mehr aus Sachsen