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Bildung

Kultusministerium legt Corona-Fahrplan für Sachsens Schulen vor

Stand: 15. Januar 2021, 11:51 Uhr

Mit einem Bündel an Maßnahmen will das sächsische Kultusministerium pandemiebedingte Nachteile für Schüler ausgleichen. Wie die Behörde mitteilte, sollen Abschlussklassen im laufenden Schuljahr deutlich mehr Zeit für die Prüfungsvorbereitungen und die Prüfungen selbst erhalten. Die Zahl der Prüfungsthemen wird verringert. Außerdem ist mehr Unterricht in den Prüfungsfächern vorgesehen. Bei den Terminen für die Abschlussprüfungen können die Schüler wählen.

Noten zu Gunsten der Kinder an Grundschulen

Abwahl von Fächern an den Oberschulen

Freiwilliges Wiederholungsjahr möglich

Den Schülerinnen und Schülern sollen trotz widriger Umstände kurz- und langfristig keine Nachteile entstehen. Die Gesundheit der Schüler und ihre berufliche Entwicklung stehen an erster Stelle. Niemand soll fürchten, seinen Schulabschluss später nicht anerkannt zu bekommen. Wir lassen die Schüler nicht im Stich.

Christian Piwarz (CDU) | Kultusminister von Sachsen

Mehr Zeit bei den Abiturprüfungen

Ab nächste Woche Präsenzunterricht für Abschlussklassen

Am Montag startet in Sachsen der Präsenzunterricht für die Abschlussklassen. Das gilt für Förderschulen, die nach den Lehrplänen für die Oberschule unterrichtet werden, Oberschulen, Gymnasien, Fachoberschulen, Berufliche Gymnasien, Abendgymnasien und Kollegs. Bevor die Jugendlichen an die Schulen zurückkehren, können sie sich einmalig und kostenlos mit einem Schnelltest auf das Coronavirus untersuchen lassen. Aus Infektionsschutzgründen kann der Unterricht in geteilten Klassen stattfinden, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden können. Die Berufsschulen sollen auf Grund der hohen Schülerzahlen noch nicht starten, heißt es aus dem Kultusministerium.

Kritik vom Philologenverband

Der Philologenverband Sachsen hält die Rückkehr zum Präsenzunterricht angesichts der Corona-Lage im Freistaat für zu früh. Stattdessen fordert er eine Verschiebung der Prüfungen. Angesichts der zeitlichen Spielräume des langen Schuljahres sei das möglich, erklärte der Vorsitzende des Philologenverbands Sachsen Thomas Langer.

Dass Schüler nur in ihren Prüfungsfächern unterrichtet werden, entspreche nicht den Zielen einer vertieften Allgemeinbildung und Studierfähigkeit, kritisierte Langer. "Unsere Abiturientinnen und Abiturienten wollen keinen Corona-Stempel auf ihrem Abitur", fügte er hinzu.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSENMDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.01.2021 | ab 12:00 Uhr in den Nachrichten

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