Corona-Schutzimpfung Sachsen unterbreitet Impfangebote an Schulen auf dem Land

Sachsen will zum Schuljahresstart Impfangebote an Schulen auf dem Land unterbreiten. Zugleich betonte das Kultusministerium, es werde keinerlei Druck zum Impfen ausgeübt. Schutzimpfungen sind ab zwölf Jahren möglich. Wer in einer Großstadt oder nahe an einem Impfzentrum wohnt, soll die nächsten Wochen noch dorthin fahren oder gehen, um sich impfen zu lassen.

Eine junge Frau impft eine junge Patientin.
Mit Impfangeboten an Schulen sollen junge Leute erreicht werden, aber auch Lehrkräfte und Eltern. Bildrechte: dpa

Nach den Sommerferien wird Sachsen an den Schulen freiwillige Impfangebote gegen das Coronavirus unterbreiten. Das sächsische Kultus- und das sächsische Gesundheitsministerium teilten gemeinsam mit, das Angebot richte sich nicht nur an alle Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren an Schulen in den Landkreisen. Auch deren Eltern, das gesamte an diesen Schulen tätige pädagogische als auch nichtpädagogische Personal sowie sonstige Interessenten an den Schulen könnten sich impfen lassen. Die Aktion soll ab 13. September starten, Schulbeginn ist am 6. September. Zuvor erfolge in der ersten Unterrichtswoche eine anonyme Abfrage der Impfbereitschaft, hieß es.

Die Schülerinnen und Schüler an Schulen in den Kreisfreien Städten (Dresden, Chemnitz, Leipzig) könnten das Impfangebot in den dortigen Impfzentren annehmen, weshalb hier grundsätzlich keine mobilen Teams eingesetzt würden, so die Ministerien. Dies gelte grundsätzlich auch für Schülerinnen und Schüler an Schulen in anderen Städten mit guter Erreichbarkeit der Impfzentren mittels Bus oder Bahn. Laut Gesundheitsministerium sollen Schülerinnen und Schüler für den Impftermin im Impfzentrum unterrichtsfrei bekommen.

Terminabstimmung richtet sich nach Zahl der Interessenten

Das kostenlose und freiwillige Angebot auf dem Lande wird in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz durch mobile Impfteams bereitgestellt. Bei ausreichendem Interesse würden die Impftermine an Vor- und Nachmittagen wochentags vorrangig an ausgewählten Stützpunktschulen durchgeführt, hieß es. Wochenendtermine könnten im Einzelfall ebenfalls abgestimmt werden. Impftermin und Impfort werden der Schule mitgeteilt, sobald die Anzahl der impfwilligen Personen feststeht.

Von dort erfolge dann eine Information an die Schülerinnen und Schüler. "Melden sich an einer Schule rund 80 Impfwillige, kommt – abhängig von den freien Kapazitäten der mobilen Impfteams des DRK – auch eine Impfung direkt an der jeweiligen Schule in Betracht", erklärten die Ministerien. Darüber hinaus sei es möglich, dass Schulen freiwillige Impfaktionen vor Ort anbieten können, wenn zugelassenen Ärzte dafür zur Verfügung stehen. Grundsätzlich angedacht ist, auch Zweitimpftermine auf diesen Wegen vor Ort anzubieten.

Piwarz: Kein Druck durch Schulen

Kultusminister Christian Piwarz betonte zugleich, das Angebote bleibe freiwillig. Die Schulen würden "sehr sensibel vorgehen, damit kein Druck entsteht". Auch eine angemeldete Person könne jederzeit ihre Bereitschaft, sich impfen zu lassen, zurücknehmen.

Gesundheitsministerin Petra Köpping sagte, der Freistaat wolle "möglichst viele unterschiedliche und flexible Impfangebote unterbreiten, um so viele Menschen wie möglich zu erreichen". Dazu gehörten auch Kinder und Jugendliche, die sich impfen lassen möchten.

Impfen ist unser Weg aus der Pandemie. Es geht um Deinen und Ihren Schutz, der auch der ganzen Gesellschaft hilft.

Petra Köpping Gesundheitsministerin in Sachsen

Generelle Impfempfehlung ab zwölf Jahren

Die Ständige Impfkommission und die Sächsische Impfkommission empfehlen die Impfungen gegen das Coronavirus für Kinder ab zwölf Jahre. Für geimpfte und genesene Personen bestehen keine Testverpflichtungen mehr. Das gilt auch für den Schulbereich. Kinder und Jugendliche können auch beim Kinder- und Hausarzt impfen lassen, auch ohne Organisation durch die Schulen. Weiterhin gibt es spezielle Familientage in den Impfzentren.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 30. August 2021 | 11:00 Uhr

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