Corona-Schutzverordnung Sachsen lockert bei Maskenpflicht und Großveranstaltungen

In Sachsen liegt die Zahl der Corona-Neuinfektionen unter dem Bundesdurchschnitt. Die Landesregierung ändert deshalb die aktuelle Schutzverordnung noch einmal. So entfällt die Maskenpflicht beim Einkaufen in Läden und Supermärkten bei einer niedrigen Inzidenz. Auch beim Impfen gibt es weitere Erleichterungen. Großveranstaltungen sind bis zu 25.000 Teilnehmern wieder möglich. Bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz greift mit Beginn der Sommerferien eine Testpflicht.

Frau mit Maske Mundschutz Corona-Schutzverordnung
Bildrechte: Panthermedia/Andriy Popov

In Sachsen soll die Maskenpflicht beim Einkaufen bei einer Wocheninzidenz von unter zehn entfallen. Die Regelung greife ab diesem Freitag (16.7.) mit der neuen Landesverordnung, kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping nach der Kabinettssitzung in Dresden an. Ein Mund-Nasen-Schutz muss aber weiter in Bus und Bahn sowie in medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Pflegeheimen getragen werden. Derzeit liegen alle Landkreise und Städte im Freistaat unter dem Schwellenwert von zehn wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Köpping attestierte Sachsen angesichts geringer Inzidenzwerte eine gute Entwicklung - das sei aber keine Selbstverständlichkeit. Die Delta-Variante greife um sich. Im Freistaat gebe es inzwischen 136 Hin- und Nachweise zu dieser Variante. Die Ministerin appellierte an die Bevölkerung, vorsichtig zu bleiben.

Negativ-Test nach Urlaub oder Home-Office

Zudem müssen die Arbeitnehmer nach dem Urlaub bei ihrer Rückkehr an den Arbeitsplatz einen negativen Corona-Test vorlegen. Das gilt für alle, die länger als fünf Tage weg waren - unabhängig vom Aufenthaltsort. Die Regelung greift zu Beginn der Sommerferien in Sachsen zum 26. Juli. Köpping rief dazu auf, die Testpflicht ernst zu nehmen. Unterwegs könne man sich unbemerkt mit dem Virus infizieren und dann am Arbeitsplatz weitergeben. Geimpfte und Genesene müssen keinen Negativtest machen.

Großveranstaltungen mit bis zu 25.000 Zuschauern

Auch für Großveranstaltungen und Fußballspiele hat die Landesregierung die Corona-Schutzverordnung geändert. Dort sind bis jetzt zu 25.000 Zuschauer zugelassen, wenn die Wocheninzidenz unter 35 liegt. Dabei werden geimpfte und getestete Personen mitgezählt. Die Belegung der Veranstaltungsorte soll in der Regel maximal 50 Prozent betragen. Voraussetzungen sind ein tagesaktueller Test (Ausnahme: Vollständig Geimpfte und Genesene) sowie ein Hygienekonzept.

Bei einer Inzidenz ab 50 sind höchstens 5.000 Zuschauer bei Großveranstaltungen oder beim Fußball erlaubt. Fällt die Inzidenz - wie derzeit überall in Sachsen - unter zehn, entfällt bei Großveranstaltungen mit bis zu 5.000 Besucherinnen und Besucher auch die Maskenpflicht.

Rock - Pop - Konzert - Musiker mit Publikum im Scheinwerferlicht
Großveranstaltungen wie Konzerte - jetzt wieder möglich Bildrechte: IMAGO

Impfzentren komplett ohne Terminvergabe

Das Corona-Impfen wird ab Mittwoch leichter. In den Impfzentren fällt dann die Terminvergabe komplett weg. "Sie können einfach ins Impfzentrum gehen und werden geimpft," sagte Ministerin Köpping. Bislang galt die Regelung, dass man sich ab 14 Uhr in den Impfzentren ohne Termin impfen lassen konnte.

Sachsen war zuletzt das einzige Bundesland, das die 50-Prozent-Quote bei den Erstgeimpften noch nicht erreicht hatte. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts haben 49,9 Prozent der Bürger mindestens die erste Impfung erhalten, 40 Prozent sind vollständig geimpft.

Quelle: MDR/kb/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | SACHSENSPIEGEL | 13. Juli 2021 | 19:00 Uhr

Mehr aus Sachsen