Pandemie Sachsen hebt Maskenpflicht an Schulen auf

In Sachsen gelten ab dem 21. Oktober neue Corona-Regeln für Schulen und Kitas. MDR SACHSEN fasst die aktuellen Regelungen für Sie zusammen. Sie gilt bis einschließlich 17. November und sieht unter anderem die Aufhebung der Maskenpflicht ab dem 8. November vor.

Ein Mund- und Nasentschutz liegt im Unterricht auf einem Weltatlas.
Mit der neuen Corona-Schutzverordnung lockert Sachsen unter anderem die Maskenpflicht an Schulen. Bildrechte: dpa

Das sächsische Kabinett hat eine neue Corona-Schutzverordnung für Schulen und Kitas beschlossen, die vom 21. Oktober bis zum 17. November gilt. Die Verordnung sieht unter anderem vor, dass ab dem 8. November in allen Schulklassen am Sitzplatz und im Unterricht keine Maskenpflicht mehr besteht. Das gelte sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für das Personal. In der ersten Schulwoche vom 1. bis 7. November bleibt die Maskenpflicht an weiterführenden Schulen bestehen. Ebenfalls bestehen bleibt die Maskenpflicht im Schulgebäude ab einer Wocheninzidenz von 35. Die Maskenpflicht im Unterricht setze erst wieder ein, wenn die Vorwarnstufe erreicht ist, so das Kabinett.

Weitere Schutzmaßnahmen für Schulstart

Für die ersten zwei Schulwochen vom 1. bis zum 14. November gelten laut Kabinett zusätzliche Regelungen. So müssen sich Schülerinnen und Schüler sowie das Schulpersonal, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, in den ersten zwei Wochen nach den Ferien dreimal auf das Coronavirus testen lassen. Nach dem 14. November werden Tests zweimal die Woche durchgeführt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis oder der kreisfreien Stadt oberhalb dem Wert von 10 liegt. Liegt sie darunter, reicht es, einmal wöchentlich einen Testnachweis zu erbringen.

Weitere Maßnahmen möglich

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) erklärte, dass zeitlich begrenzte Schulschließungen oder Wechselunterricht für betroffene Schulen angeordnet werden können, sofern sich das Infektionsgeschehen nicht unter Kontrolle halten lässt. Sachsenweite Schulschließungen sind in der Verordnung weiterhin nicht vorgesehen.

Wir nehmen die Lage weiter ernst, aber wir müssen auch wieder ein Stück zurück zur Normalität mit Augenmaß.

Christian Piwarz (CDU) Kultusminister Sachsen

Christian Piwarz
Christian Piwarz hält an der Testpflicht als Infektionsschutz fest. So habe man einen guten Überblick über das Infektionsgeschehen an Schulen, so der CDU-Politiker. Bildrechte: dpa

Zusätzlich zu den Änderungen an Kitas und Schulen hat das Sächsische Kabinett auch einige Änderungen für Großveranstaltungen und das 2G-Modell auf den Weg gebracht. So werden zum Beispiel Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besucherinnen und Besuchern ohne Begrenzung möglich, wenn die 2G-Regeln eingehalten werden können.

Definition Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn 650 Betten auf der Normalstation oder 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung die 5+2-Regel.

In der aktuellen Corona-Schutzverordnung wird auch die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" als Kenngröße genannt. Sie ist aber nicht ausschlaggebend für das Eintreten der Vorwarn- und Überlastungsstufe. Die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" beschreibt die Anzahl der ans Robert-Koch-Institut übermittelten Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in Krankenhäuser pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Quelle: MDR/kh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 19. Oktober 2021 | 06:00 Uhr

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