Einzelhandel Liebe deine Innenstadt: Kampagne wirbt fürs Einkaufen im Ort

Frau mit Einkaufstasche
Bildrechte: imago images / Westend61

Mit einer neuen Kampagne will das sächsische Wirtschaftsministerium den Einzelhandel stärken und ein Veröden der Innenstädte verhindern. Die Aktion heißt #JetztLokalHandeln und ist am Montag von Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) vorgestellt worden. "Die Corona-Krise hat vielen Menschen deutlich gemacht, wie wichtig der Einzelhandel vor Ort ist. Wir wollen mit der Kampagne die besondere Bedeutung des Handels unterstreichen und auf die wichtige Rolle der Kunden und ihre Verantwortung gegenüber der Region und dem lokalen Einzelhandel aufmerksam machen", so Dulig.

Wie traurig die Straßenzüge und Innenstädte ohne uns Händler wären, möchte man sich gar nicht vorstellen.

Kathrin Dostlebe Inhaberin eines Spielwarenladens in Dresden

Kundschaft zählt und erzählt

Bei #JetztLokalHandeln handelt es sich um eine Werbe-Kampagne in verschiedenen Medien unter dem Dach Standortkampagne "So geht sächsisch." Quasi als Beweis sollen Kundinnen und Kunden ihre Gesichter zeigen und persönliche Geschichte erzählen. Absicht: Die Vorteile des stationären Handels gegenüber dem Onlinehandel aufzuzeigen und auf Beratung, Anprobe, Testen, Wohlfühlen, Auswählen und das Fehlen zeitraubender Retourenabwicklung hinzuweisen, kündigten die Kampagnen-Macher an. Die Beiträge werden in Anzeigen sächsischer Wochenblätter, im Fahrgastfernsehen und in sozialen Medien zu sehen sein.

Mir liegt auch persönlich viel daran, dass der Handel schnell wieder öffnet und der Einkauf möglich wird - beim Händler um die Ecke oder im Lieblingsgeschäft in der Innenstadt. Wer regionale Produkte kauft und Lieferangebote nutzt, unterstützt aktiv den sächsischen Handel und damit unsere Heimat.

Martin Dulig Sächsischer Wirtschaftsminister (SPD)

Schon seit Jahren ändert sich das Kauf- und Freizeitverhalten der Bundesbürger. In vielen Innenstädten sinken die Kundenfrequenzen. Die Corona-Krise hat auch die Probleme des stationären Einzelhandels verschärft. Viele Händlerinnen und Händler wissen nicht mehr weiter: Laut einer Umfrage des Deutschen Handelsverbandes sieht sich mehr als die Hälfte der Händler von der Insolvenz bedroht.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 08.03.2021 | 19:00 Uhr

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