Corona-Statistik Drei Landkreise mit verschärften Regeln - Inzidenz in Sachsen stagniert

Wiebke Bunzenthal, Gesundheits- und Krankenpflegerin, steht mit einer Infusion auf der Corona-Intensivstation im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden hinter einer Glastür.
Knapp die Hälfte der Corna-Patienten auf sächsischen Intensivstationen muss derzeit beatmet werden. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Die 7-Tage-Inzidenz in Sachsen bleibt auf einem ähnlichen Niveau wie in den vergangenen Tagen. Am Dienstagmorgen meldete das Robert-Koch-Institut einen sachsenweiten Wert von 40,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Insgesamt wurden seit Montag 54 neue Corona-Infektionen bestätigt (Stand 14.09.2021, 03:16 Uhr).

Höchste Infektionsrate in Zwickau

Im Vergleich mit dem Rest des Landes ist die Neuinfektionsrate im Freistaat gering: Der Bundesdurchschnitt liegt weiter bei 82. Innerhalb Sachsens weisen der Landkreis Zwickau (58) und die Stadt Dresden (56) das höchste Infektionsgeschehen auf, obwohl die Werte im Vergleich zum Vortag leicht gesunken sind. Am niedrigsten ist die Inzidenz im Landkreis Nordsachsen und im Landkreis Leipzig mit jeweils 23.

Schärfere Vorschriften ab Mittwoch in weiteren Landkreisen

In mehreren Landkreisen in Sachsen werden ab Mittwoch die Corona-Regeln wieder verschärft. Das betrifft Meißen, das Erzgebirge und Mittelsachsen. Die Zahl der Neuinfektionen liegt dort jeweils seit fünf Tagen über der 35er-Inzidenz-Marke. In vielen Bereichen tritt dann auch die 3G-Regel in Kraft. Wer nicht geimpft oder genesen ist, braucht im Restaurant oder beim Frisör einen negativen Corona-Test. Unterhalb der 35er-Marke liegen derzeit nur noch die Landkreise Görlitz, Bautzen, Leipzig und Nordsachsen.

32 Menschen mit Covid-19 auf der Intensivstation

Die Inzidenz der Neuinfektionen war bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen. Künftig sollen daneben weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. In den sächsischen Kliniken werden derzeit 84 Covid-Patienten auf der sogenannten Normalstation behandelt. 35 weitere Patienten liegen mit einer Corona-Infektion auf Intensivstationen (Stand 13.9.2021, 12 Uhr). Laut DIVI-Intensivregister sind 16 Menschen so schwer erkrankt, dass sie beatmet werden müssen. (Stand: 14.09.2021, 07:19)

Vorwarn- und Überlastungsstufe Laut aktueller Corona-Schutzverordnung werden die Corona-Regeln in Sachsen in zwei Schritten verschärft. Zusätzlich zu den Inzidenzwerten gilt die Belegung von Krankenhausbetten als Maßstab. Die sogenannte Vorwarnstufe ist erreicht, wenn 650 Krankenhausbetten der Normalstationen oder 180 Krankenhausbetten der Intensivstationen mit an Covid-19-Erkrankten belegt sind.

Die Überlastungsstufe greift, sobald mindestens 1.300 Krankenhausbetten der Normalstationen oder 420 Krankenhausbetten der Intensivstationen mit an Covid-19-Erkrankten belegt sind.

Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung die 5+2-Regel: Wenn eine der beiden Stufen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wurde, treten die entsprechenden Regelungen gemäß Corona-Schutzverordnung am übernächsten Tag in Kraft.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 14. September 2021 | 19:00 Uhr

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