Corona-Statistik Wocheninzidenz in Sachsen wieder leicht gestiegen

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen ist leicht gestiegen, bleibt aber unter der 40er-Marke. Die Landeshauptstadt Dresden weist weiter den höchsten Inzidenzwert in Sachsen aus. Knapp 40 Menschen müssen auf einer Intensivstation behandelt werden.

Hände halten Röhrchen mit Aufschrift Corona
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen ist wieder leicht gestiegen. Bildrechte: Colourbox.de

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen ist im Vergleich zum Vortag leicht gestiegen. Am Donnerstagmorgen meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) einen sachsenweiten Wert von 38,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Es wurden 354 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Ein weiterer Mensch ist laut RKI-Statistik mit oder an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben.

Höchste Infektionsrate im Erzgebirgskreis

Sachsen rangiert bei der Wocheninzidenz weiter deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, der bei 76,3 liegt. Dieser bundesweite Wert sinkt seit einigen Tagen leicht. Innerhalb Sachsens ist der Inzidenzwert im Erzgebirgskreis (52,1) am höchsten. Am niedrigsten ist die Inzidenz in den Landkreisen Görlitz und Leipzig mit jeweils knapp unter 20.

Schärfere Vorschriften im Vogtland und der Sächsischen Schweiz

In den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und im Vogtlandkreis wird am heutigen Donnerstag in vielen Bereichen die 3G-Regel in Kraft gesetzt. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss im Restaurant oder beim Frisör einen negativen Corona-Test vorzeigen.

Andere Landkreise haben bereits verschärft

In mehreren Landkreisen in Sachsen wurden bereits ab Mittwoch die Corona-Regeln wieder verschärft. Das betrifft Meißen, das Erzgebirge und Mittelsachsen. Die Zahl der Neuinfektionen lag dort seit mehreren Tagen über der 35er-Inzidenz-Marke.

Weiter 39 Menschen mit Covid-19 auf der Intensivstation

Die Inzidenz der Neuinfektionen war bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen. Künftig sollen daneben weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. In den sächsischen Kliniken werden derzeit 93 Covid-Patienten auf Normalstation behandelt. Laut Intensivregisiert liegen 39 weitere Patientenmit einer schweren Corona-Infektion auf einer Intensivstationen. 18 von ihnen sind so schwer erkrankt, dass sie beatmet werden müssen. (Stand: 16.09.2021, 06:19)

Vorwarn- und Überlastungsstufe Laut aktueller Corona-Schutzverordnung werden die Corona-Regeln in Sachsen in zwei Schritten verschärft. Zusätzlich zu den Inzidenzwerten gilt die Belegung von Krankenhausbetten als Maßstab. Die sogenannte Vorwarnstufe ist erreicht, wenn 650 Krankenhausbetten der Normalstationen oder 180 Krankenhausbetten der Intensivstationen mit an Covid-19-Erkrankten belegt sind.

Die Überlastungsstufe greift, sobald mindestens 1.300 Krankenhausbetten der Normalstationen oder 420 Krankenhausbetten der Intensivstationen mit an Covid-19-Erkrankten belegt sind.

Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung die 5+2-Regel: Wenn eine der beiden Stufen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wurde, treten die entsprechenden Regelungen gemäß Corona-Schutzverordnung am übernächsten Tag in Kraft.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 16. September 2021 | 19:00 Uhr

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