Fragen und Antworten Neue Quarantäneregeln seit 25. April in Sachsen

Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, muss zu Hause bleiben - das gilt auch weiterhin. Seit dem 25. April ist in Sachsen aber neu geregelt, wie lange sich Infizierte absondern müssen. Auch für enge Kontaktpersonen gibt es neue Regeln. MDR SACHSEN hat die wichtigsten Änderungen zusammengefasst.

In ein Klingelschild wurden die Worte häusliche Quarantäne einmontiert
Die Quarantänezeit bei einer Corona-Infektion wurde erneut verkürzt: Inzwischen können Menschen nach einem positiven Testergebnis teilweise schon nach dem fünften Tag das Haus wieder verlassen. Bildrechte: dpa

Die neuen Quarantäneregeln auf einen Blick

  • Bei positivem Corona-Schnelltest müssen Sie zu Hause bleiben und dürfen die Wohnung oder das Haus nur verlassen, um zum Arzt zu gehen oder einen PCR-Test zu machen.
  • Bei Covid-Symptomen und einem noch offenen Ergebnis des PCR-Tests müssen Sie ebenfalls zu Hause bleiben und dürfen Ihre Unterkunft nur für einen Termin beim Arzt verlassen.
  • Auf einen positiven Schnelltest folgt zwingend ein PCR-Test. Bis zum Ergebnis gilt Quarantäne. Ein negatives PCR-Testergebnis beendet diese.
  • Jeder muss bei positivem PCR-Testergebnis mindestens fünf Tage in Quarantäne – egal ob geimpft oder genesen und unabhängig von Symptomen.
  • Wer ohne Maske und Mindestabstand Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte, muss nicht in Quarantäne.

Was tun bei Verdacht auf eine Corona-Infektion?

Ist der Schnelltest positiv, muss ein PCR-Test gemacht werden. Ohne Krankheitssymptome kann dieser bei einer Teststelle durchgeführt werden. Mit Krankheitssymptomen muss ein Arzt aufgesucht werden. Mit Ausnahme dieser beiden Wege darf die Wohnung nicht verlassen werden, sie gelten als Verdachtsperson. Zu Personen im eigenen Haushalt sollte möglichst Abstand gehalten werden. Ist das PCR-Testergebnis dann negativ, kann die Wohnung wieder verlassen werden.

Ein Mann läuft an einem Testzentrum für das Corona-Virus vorbei
Bei Quarantäne darf die Wohnung aus zwei Gründen verlassen werden: für einen Test oder einen Arztbesuch. Bildrechte: dpa

Was tun bei einem positiven PCR-Testergebnis?

Wer einen positiven PCR-Test hat, muss zu Hause bleiben - es sei denn, ein Arztbesuch steht an. Grundsätzlich gilt, dass Sie Ihre Unterkunft erst wieder verlassen dürfen, wenn Sie 48 Stunden symptomfrei sind. Bei der Symptomfreiheit zählen der Geruchs- und Geschmacksverlust nicht mit, da diese häufig über mehrere Wochen bestehen. Die Zeit der sogenannten Absonderung endet frühestens am fünften, spätestens am zehnten Tag. Es muss kein zusätzlicher Test durchgeführt werden, um die Quarantäne zu beenden. Ausnahmen gelten für Menschen in der Pflege, medizinischen Versorgung oder Eingliederungshilfe.

Abgesehen davon sollten enge Kontaktpersonen umgehend informiert werden. Wer mit anderen Menschen in einer Wohnung oder in einem Haus lebt, sollte sich (wenn möglich) von diesen fernhalten. Das positive PCR-Testergebnis sollten Sie zwingend aufbewahren, denn es gilt als Nachweis für die Absonderung für den Arbeitgeber und ist notwendig für das Genesenenzertifikat.

Müssen geimpfte Personen mit positivem Testergebnis auch in Quarantäne?

Ja, auch ohne Symptome muss jeder mit einem positiven Test in Quarantäne. Auch geimpfte und genesene Menschen können sich wieder mit Covid-19 anstecken. Der Immunschutz wehrt insbesondere die Virusvariante Omikron nicht immer ab.

Wann muss eine enge Kontaktperson in Quarantäne?

Wenn eine Person mit einer positiv getesteten Person zusammenlebt (ein Hausstand), muss sie nicht mehr in Quarantäne. Gleiches gilt für Personen, die eine mit Corona infizierte Person getroffen haben. Dies gilt unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus der Kontaktperson. Wer Symptome feststellt, sollte sich aber umgehend testen lassen und gilt als Verdachtsperson.

Was muss ich als enge Kontaktperson beachten?

Das Sozialministerium empfiehlt, dass sich enge Kontaktpersonen in den folgenden Tagen besonders vorsichtig verhalten, so wenig Menschen wie möglich treffen, Maske tragen, auf Krankheitssymptome achten und selbst einen Corona-Test in Erwägung ziehen. Von Treffen mit älteren oder kranken Menschen wird abgeraten. Wer Symptome feststellt, sollte sich umgehend testen lassen und gilt als Verdachtsperson.

Was gilt für die Freitestung bei Personen, die im medizinischen Bereich arbeiten?

Wer in der Pflege, der medizinischen Versorgung oder der Eingliederungshilfe arbeitet, braucht einen negativen Test, um wieder arbeiten zu können. Das gilt allerdings nur, wenn die Absonderungszeit nicht die vollen zehn Tage dauern soll. Nach dem Ablauf des zehnten Tages entfällt automatisch auch die Nachweispflicht für ein negatives Testergebnis.

Quelle: MDR (al/kp)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 25. April 2022 | 05:00 Uhr

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