Bundesinnenministerium Keine Kontrollen mehr an Grenze zu Tschechien

Stationärer Kontrollpunkt in Reitzenhain an der Grenze zu Tschechien.
Der stationäre Kontrollpunkt in Reitzenhain an der Grenze zu Tschechien geht am Donnerstag außer Betrieb. Bildrechte: Harry Härtel

Die in der Corona-Krise eingeführten stationären Grenzkontrollen zu Tschechien sind in der Nacht zum Donnerstag eingestellt worden. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, wurde die Regelung nicht verlängert. Zur Begründung hieß es, die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Tschechien sei zuletzt deutlich gesunken. Notwendige Kontrollmaßnahmen im Grenzraum würden im Rahmen einer intensiven Schleierfahndung sichergestellt.

Quarantänezeit und Testpflicht gelten weiter

Trotz des Wegfalls der Grenzkontrollen gelten weiter die Regeln für Hochinzidenzgebiete mit Testpflicht und Quarantänezeiten, betonte das sächsische Sozialministerium auf Anfrage von MDR SACHSEN. Die Corona-Einreiseverordnung des Bundes und die Sächsische Corona-Quarantäneverordnung hätten Bestand. Mal schnell zum Tanken über die Grenze fahren, gehe nicht, wie Christian Meinhold von der Bundespolizei betont. "Tanken und Zigaretten kaufen stellen keinen triftigen Grund dar."

Zwei Monate lang kontrollierte die Bundespolizei an den deutsch-tschechischen Grenzübergängen. Insgesamt wurden mehr als 200.000 Einreisende aus Richtung Tschechien überprüft. Jeder Zehnte von ihnen wurde zurückgewiesen. Meist fehlte ein Corona-Schnelltest.

Touristisches Reisen nicht möglich

Tschechien gilt seit dem 28. März als sogenanntes Hochinzidenzgebiet. Wegen der hohen Corona-Zahlen warnt das Auswärtige Amt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Nachbarland. Da auch die deutschen Infektionszahlen hoch sind, ist die Einreise nach Tschechien derzeit nur mit einem negativen Corona-Test, Quarantänezeiten und aus triftigem Grund möglich, wie etwa Berufstätigkeit oder medizinische Behandlungen. Außerdem verlangt die tschechische Regierung vor dem Grenzübertritt das Ausfüllen eines Online-Formulars.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 14. April 2021 | 19:00 Uhr

4 Kommentare

Frank 1 vor 3 Wochen

Habe mir gerade die aktuellen Infektionszahlen im Nachbarland angeschaut. Mein Vertrauen in die Kompetenz unserer politisch Verantwortlichen und ihrer alternativlos beratenden "Experten" ist am absoluten 0-Punkt.

Harry20 vor 4 Wochen

Wenn man auf der A4/A17 unterwegs ist hat man nicht wirklich den Eindruck, dass die Einreisen beschränkt sind. Am Ende macht ein alleiniger deutscher Lockdown wenig Sinn, da wir ja dringend auf die Arbeitskräfte aus unseren östlichen Nachbarländern angewiesen sind. Und diese Strömen in Massen jede Woche an die Arbeitsplätze in Deutschland! Der Rubbel muss rollen!!!

Die Wahrheit 2021 vor 4 Wochen

Grenze auf und wir in Dresden bleiben daheim. Sinnloser gehts nicht mehr. Chaos hoch 100. Peinlich.

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