Beschluss Lockdown bis 7. März verlängert - Friseure dürfen früher öffnen

Haare schneiden beim Friseur
Friseure dürfen ab dem 1. März auch in Sachsen unter Auflagen wieder öffnen. Bildrechte: imago images/Cavan Images

Friseurbetriebe können bei strikter Einhaltung von Hygiene-Auflagen ungeachtet der Lockdown-Verlängerung am 1. März auch in Sachsen wieder öffnen. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten am Mittwoch bei ihrer Videokonferenz bundeseinheitlich vereinbart. Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte MDR SACHSEN, Sachsen habe sich im Freistaat ursprünglich für eine Öffnung in der kommenden Woche ausgesprochen. Das sei bei den heutigen Beratungen jedoch abgelehnt worden.

Lockdown bis 7. März verlängert

Zudem haben sich Bund und Länder darauf verständigt, den Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bis zum 7. März zu verlängern. Wie aus dem entsprechenden Beschlusspapier hervorgeht, wird es für die Öffnung der Schulen keine bundesweit einheitliche Regelung geben. Der Bund wollte Öffnungen von Schulen und Kitas an das Erreichen einer Wocheninzidenz von 50 knüpfen. Mit ihrem Vorschlag hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht bei den Ländern durchsetzen können, sagte sie am Abend in Berlin.

Kretschmer verteidigt Schulöffnungen

Ministerpräsident Kretschmer verteidigte die gestern angekündigten Öffnungen der Schulen und Kitas unter Corona-Auflagen ab dem 15. Februar. Die psychische Gesundheit von Kindern sei ein wichtiges Schutzgut und die solle durch die Öffnung gewährleistet werden.

Wenn es nicht funktioniert, wenn die Infektionszahlen wieder steigen, dann werden wir sehr klar und konsequent die Sache wieder zurückfahren.

Michael Kretschmer Ministerpräsiden Sachsen

Neben den Lehrerinnen und Lehrern sollen sich auch Erzieherinnen und Erzieher laut dem Ministerpräsidenten auf das Coronavirus testen lassen können.

Lockerungen ab Inzidenz von 35

Der Corona-Gipfel hat sich nach Angaben von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ( CDU ) darauf verständigt, dass erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 weitergehende Lockerungen des Lockdowns etwa im Handel oder für die Gastronomie beschlossen werden sollen. Über solche Lockerungen solle dann im März beraten werden, sagte Kretschmer am Mittwochabend in Dresden am Rande der Gespräche. Bisher galt als politisches Ziel für Lockerungen eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50.

Beantragung der Überbrückungshilfe III nun möglich

Am Mittag hat das Bundeswirtschaftsministerium zudem die Beantragung der Überbrückungshilfen III freigeschaltet. Wirtschaftsverbände hatten heftig kritisiert, dass die Hilfen noch nicht ausgezahlt werden, und außerdem das komplexe System kritisiert. Die Bundesregierung hat dieses nun vereinfacht. Zur Umsetzung der Hilfen gab es dem Vernehmen nach über einzelne Punkte lange Debatten zwischen Finanz- und Wirtschaftsministerium.

Die ersten Abschlagszahlungen mit Beträgen von bis zu 400.000 Euro sollen demnach ab dem 15. Februar starten.

Quelle: MDR/kh/dpa/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 10.02.2021 | 19:00 Uhr

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