Meldungen am Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 23.03.: 1,2 Millionen Tests pro Woche für Schulbetrieb nötig

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Schülerinnen und Schüler des Ehrenfried-Walther-von-Tschirnhaus-Gymnasiums lassen sich freiwillig von Mitarbeitern des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) in der Sporthalle auf das Coronavirus testen.
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Meldungen des Folgetages

22:15 Uhr | Tickerende

Für heute beenden wir unseren Corona-Ticker. Ab morgen früh erhalten Sie hier wieder wie gewohnt aktuelle Informationen zur Corona-Lage in Sachsen. Wir wünschen Ihnen allen noch einen schönen Rest-Abend und eine gute Nacht!

22:06 Uhr | Kretschmer: "Der Unmut und die Erschöpfung sind groß"

Ministerpräsident hat in einem Interview mit MDR SACHSEN erklärt: "Der Unmut und die Erschöpfung sind groß, gerade dies führe jedoch dazu, dass sich das Infektionsgeschehen beschleunige. Die Pandemie habe durch die Mutationen ein neues Tempo gewonnen, die Belegung der 1.300 Corona-Betten wird laut Prognosen "unausweichlich" sein.

21:45 Uhr | Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in fast allen Landkreisen über 100

Das Robert-Koch-Institut meldet am Dienstag für ganz Sachsen eine Inzidenz von 156. Das liegt ein wenig unter dem Wert vom Montag. Wir haben die aktuellen Zahlen für Sie.

20:58 Uhr | Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Bautzen nehmen Lockerungen vorerst nicht zurück

Trotz überschrittener Grenzwerte halten die Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Bautzen an den Lockerungen fest. In einer Mitteilung des Landratsamtes Pirna erklärte Landrat Michael Geisler, ein ständiger Wechsel solle vermieden werden. Jetzt warte der Landkreis ab, "welche Regeln künftig in Sachsen gelten sollen". Geisler sagte: "Die Steigerung der Infektionszahlen im Landkreis ist nicht auf die vorgenommenen Lockerungen zurückzuführen. Der derzeitige Schwerpunkt des Infektionsgeschehens liegt in den Schulen und Kindertageseinrichtungen. Der Landkreis erhofft sich aufgrund der kommenden Ferien eine Entspannung in diesem Bereich."  Einzelhandelsgeschäfte weiterhin öffnen, Individualsport und einige körpernahe Dienstleistungen sowie die Öffnung einiger öffentlicher Einrichtungen wie Kulturstätten finden weiterhin statt.

Der Landkreis Bautzen hat nach Bekanntgabe der verschärften Corona-Regeln durch die sächsische Regierung am Montag bislang auf eine neue Allgemeinverfügung verzichtet. Zukünftige Maßnahmen will Landrat Harig am Mittwoch in einer Video-Schalte mit Ministerpräsident Michael Kretschmer abstimmen. Auch im Landkreis Bautzen liegt laut RKI die 7-Tage-Inzidenz bei 116,8 und damit drei Tage in Folge über dem laut Corona-Schutz-Verordnung vorgegebenen Grenzwert.

19:53 Uhr | 1,2 Millionen Tests pro Woche für Schulbetrieb nötig

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Kultusminister Christian Piwarz (CDU) stellen sich in einer Online-Diskussion den Fragen von Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Vertretern der Lokalpolitik. "Pro Woche Schulbetrieb brauchen wir rund 1,2 Millionen Tests", erklärte Piwarz zum Auftakt der Diskussion. Ziel sie die Schulen am 12. April wieder zu öffnen. Die Selbsttests seien eine gute Lösung, die "völlig unproblematisch" sind. Piwarz verwies auf die skeptische Stimmung bei den Tests, das mache die Situation nicht einfacher.

Schülerinnen und Schüler des Ehrenfried-Walther-von-Tschirnhaus-Gymnasiums lassen sich freiwillig von Mitarbeitern des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) in der Sporthalle auf das Coronavirus testen.
Können Corona-Tests die Situation an den Schulen verbessern? Und wenn ja wie viel? Darüber machen sich gerade Politiker und viele Eltern Gedanken Bildrechte: dpa

Thomas Grünewald vom Klinikum Chemnitz erklärte zur Einordnung: "Wir erleben die zweitschwerwiegendste Pandemie, die wir in den letzten 140 Jahren hatten." Jeder 500. Sachse sei an einer Corona-Erkrankung gestorben. Aktuell sei eine besorgniserregende Dynamik zu erleben. "Die Fälle sind massiv von 60 auf 98 Fällen innerhalb von fünf Arbeitstagen gestiegen. Mittlerweile liege das Durchschnittsalter bei 58 Jahren.

Teilweise kam es zu emotionalen Szenen. "Für uns ist es eine Frage von Prioritäten. Kinder dürfen in den Baumarkt, zum Frisör und nach Mallorca fliegen – doch nicht in die Schule. Hier sind die Prioritäten falsch gesetzt", erklärte eine Mutter fast unter Tränen.

19:45 Uhr | Erneut Hunderte bei Demo gegen Corona-Politik im Erzgebirgskreis

Vor dem Landratsamt in Annaberg-Buchholz im Erzgebirgskreis haben erneut mehrere Hundert Menschen gegen die Corona-Regeln demonstriert. Bis zu 550 Teilnehmer hätten sich an dem angemeldeten Protest am Dienstagabend beteiligt, teilte die Polizei mit. Der Veranstalter habe die Versammlung gegen 18 Uhr nach etwa einer Stunde beendet. Störungen oder Straftaten gab es laut Polizei nicht. Schon am Montag hatten Hunderte Menschen in Annaberg-Buchholz und in weiteren Städten Sachsens gegen die coronabedingten Einschränkungen demonstriert.

19:09 Uhr | Teils heftige Kritik an Verschärfung der Corona-Regeln

Die angekündigten Verschärfungen der Corona-Regeln vor Ostern in Sachsen sind teilweise heftig kritisiert worden. "Wieder werden die freien Tage für einen 'harten' Lockdown genutzt, nachdem lange mit Öffnungen experimentiert wurde", kritisierte Rico Gebhardt, Vorsitzender der Linksfraktion im Sächsischen Landtag. "Während eine Ferienwohnung in Sachsen nicht nutzbar ist, sind Flüge nach Mallorca möglich und es wird ernsthaft darüber diskutiert, ob man die Heimkehrenden testen sollte." Natürlich müssten die Reisenden auf eigene Kosten getestet werden.

Der AfD-Fraktionsvorsitzende im Sächsischen Landtag, Jörg Urban, hält die getroffenen Regelungen für die Bürger im Freistaat für unzumutbar: "Sie entbehren jeder nachvollziehbaren Grundlage und machen die Menschen krank." Es gebe "keinen wissenschaftlichen Beleg für die Wirksamkeit eines Ferienverbots", erklärte Urban. Wenn Familien wanderten, habe das keinen Einfluss auf das Infektionsgeschehen. Die jüngsten Proteste zeigten, dass bei vielen Menschen der Geduldsfaden gerissen sei.

18:10 Uhr | Alltagshelden – Ein Jahr in der Pandemie

Ein bisschen "Alltagsheld" und "Alltagsheldin" steckt mittlerweile in fast jedem und in fast jeder. Doch wie geht es den Menschen, die seit Beginn der Pandemie für das Weiterfunktionieren des neuen Alltags arbeiten – und das trotz Lockdown und Infektionsgefahr, weil es gar nicht anders geht? Darüber sprechen wir bei Dienstags direkt: Die Radiosendung beginnt um 20 Uhr bei MDR SACHSEN.

18:01 Uhr | Chemnitz baut Kapazitäten für Corona-Schnelltests weiter aus

Die Stadt Chemnitz baut die Kapazitäten für die Corona-Schnelltests weiter aus. Wie Oberbürgermeister Sven Schulze sagte, werden spätestens ab Donnerstag drei Testcontainer in der Innenstadt zur Verfügung stehen, darunter am Jacobikirchplatz. Zudem wurden die Öffnungszeiten der Corona-Ambulanz in der Hermann-Pöge-Straße erweitert. Sie würde über Ostern nicht geschlossen. Schließtag geben.

17:54 Uhr | Kaffeetafel kommt Erzgebirge Aue teuer zu stehen

Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue kommt ein wiederholter Verstoß gegen die Vorschriften des Hygienekonzepts teuer zu stehen. Weil sich beim Punktspiel Anfang März gegen Hannover 96 mehr Personen als erlaubt im Zuschauerbereich aufgehalten hatten und im VIP-Bereich zudem ein Vereinsjubiläum inklusive Kaffeetafel gefeiert worden war, belegte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Sachsen mit einer Geldstrafe von 15.000 Euro. Aue musste bereits zu Jahresbeginn wegen Missachtung der Corona-Vorschriften 4.000 Euro an den DFB überweisen. Im Januar hatten bei der Begegnung mit Fortuna Düsseldorf 40 bis 50 Anhänger auf der Tribüne eng zusammen gestanden und dabei teilweise auch nicht den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz getragen. Die Regelverstöße bei Aues Duell mit Hannover waren durch Medienberichte publik geworden. Der Klub kann bis Mittwoch Einspruch gegen das Urteil einlegen, nachdem er das ursprünglich im Einzelrichterverfahren festgelegte Strafmaß in Höhe von 20.000 Euro nicht akzeptiert hatte.

17:37 Uhr | Sachsen will Modellprojekte trotz hoher Inzidenzwerte ermöglichen

Sachsen will die Möglichkeiten für örtliche Modellprojekte zu Öffnungen in der Gastronomie und im Tourismus vereinfachen. Schon ab Donnerstag soll die Inzidenz-Abhängigkeit gestrichen werden. Sozialministerin Petra Köpping erklärte am Dienstag, dass diese Projekte wissenschaftlich begleitet werden und Aufschluss darüber geben sollen, wie weitere Öffnungen sinnvoll durchgeführt werden können. "Die Projekte sind gut vorbereitet und gut durchdacht", sagte sie. "Die Kommunen haben das sehr lange vorbereitet."

Relevant ist die Änderung unter anderem für Augustusburg und Oberwiesenthal. Dort wurden bereits seit vielen Wochen Modellprojekte zu Öffnungsszenarien geplant. Die Organisatoren sind eigenen Aussagen zufolge hoffnungsvoll, dass sie ihre Projekte zu Ostern starten können. Dazu müssen noch einige Details geklärt werden. Aufgrund der hohen Inzidenzzahlen lagen die Projekte bislang auf Eis.

17:25 Uhr | Impfzentrum in Limbach-Oberfrohna

In Limbach-Oberfrohna startet am Mittwoch ein temporäres Impfzentrum im großen Saal der Stadthalle. Mobile Impfteams des DRK sollen dort solange im Einsatz sein, bis die Hausarztpraxen in die Impfungen einsteigen. Die Terminvergabe erfolgt über die Stadt. "Ich freue mich, dass wir ab morgen ein mobiles Impfteam in der Stadthalle haben, das auch die 80-Jährigen impfen kann, die bislang noch keinen Termin bekommen hatten." Auch in Zukunft wolle die Stadt so schnell wie möglich impfen. Deswegen greife sie auf das bewährte Prinzip zurück: das DRK kümmere sich um die Impfprozedur, die Stadt übernehme weiter die Einladungen zu den Impfterminen.

17:15 Uhr | Crottendorf erhält Schnelltestzentrum

Das Crottendorfer Räucherkerzenland wird ab Donnerstag zum Corona-Schnelltestzentrum. Dafür hat Geschäftsführer Mirko Paul 16 Mitarbeiter aus der Kurzarbeit geholt und zu Testern ausbilden lassen. "Die Mitarbeiter sind seit November in Kurzarbeit, auch im ersten Lockdown mussten wir schließen", sagte Paul. "Also haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, die Mitarbeiter wieder zu beschäftigen." Die Gemeinde Crottendorf habe Räume zur Verfügung gestellt und dem Bürgermeister ein Testzentrum vorgeschlagen. Getestet wird von Montag bis Samstag. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

17:00 Uhr | Astrazeneca: Neue Tests zeigen 79 Prozent Schutz

Astrazeneca hat seinen Impfstoff noch einmal an 39.000 Versuchsteilnehmern in Nord- und Südamerika getestet. Die Schutzwirkung betrage demnach 79 Prozent. US-Behörden haben aber Zweifel.

16:42 Uhr | Versammlungsverbot vom 1. bis 5. April

Über die Osterfeiertage wird es in Sachsen von Gründonnerstag bis einschließlich Ostermontag ein Versammlungsverbot geben. Das erklärte Ministerpräsident Michael Kretschmer. "Wir werden in Sachsen mit den Kirchen sprechen und die Situation analysieren." Er habe ein großes Verantwortungsbewusstsein wahrgenommen und "keinen Zweifel, dass die Situation mit der gleichen Umsicht geregelt wird, wie es die Zeit für uns verlangt." Ob und wie das traditionelle Osterreiten stattfinden könne, darüber müsse gesprochen werden.

Ich finde es richtig, die Tage um Ostern zu nutzen, um diese Welle zu brechen. Es gibt wenige Länder, die das Brechen der Welle so sehr brauchen wie das Land Sachsen.

Michael Kretschmer Ministerpräsident Sachsen

16:33 Uhr | Oberverwaltungsgericht bestätigt Testpflicht an Schulen

Schülerinnen und Schüler in Sachsen dürfen die Schulen weiter nur betreten, wenn sie einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können. Das hat das Sächsische Oberverwaltungsgericht entschieden. Es lehnte damit mehrere Eilanträge gegen das Zutrittsverbot ab. Die Richter erklärten, die Maßnahme sei verhältnismäßig, weil es keine andere Möglichkeit zum Verhindern von Ansteckungen in den Schulen gebe, die genauso wirksam wäre. Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit werde ebenfalls nicht verletzt, weil die Schüler sich selbst testen könnten. Die Testpflicht gilt für alle Schüler ab der fünften Klasse und für Lehrkräfte.

16:18 Uhr | Stadt Dresden bereitet Ruhetag für den 1. April vor

Die Stadt Dresden bereitet den für Gründonnerstag beschlossenen Ruhetag vor. "Allerdings ist der rechtliche Rahmen, von Bund und Ländern noch nicht abschließend definiert worden", sagte Sprecher Kai Schulz. "Insofern können wir noch nicht alle berechtigten Fragen beantworten." Sollte der 1. April wie ein Sonn- und Feiertag behandelt werden, müssten alle Behördentermine verschoben werden. "Dann nehmen wir schnellstmöglich mit allen Betroffenen Kontakt auf und bieten neue Termine an", sagte Schulz weiter. Auch Kitas und Horte würden in diesem Fall am 1. April geschlossen. "Wir bitten um Verständnis, dass wir als Kommune bisher auch nur das wissen, was über die Medien kommuniziert wird", erklärte Sprecher Schulz. "Es wird ein paar Arbeitsstunden brauchen, bis wir abschließend sagen können, wie genau wir mit dem 1. April umgehen." Sobald es Klarheit gebe, werde informiert.

Ein Brautpaar macht Seifenblasen
Was passiert mit Hochzeiten am 1. April? Müssen geplante Eheschließungen in Dresden und in Sachsen abgesagt werden? Diese und viele weitere Fragen müssen die Kommunen jetzt klären. Bildrechte: imago/imagebroker

15:50 Uhr | Findlingspark Nochten schließt wieder

Der Findlingspark Nochten muss nach einer Woche wieder schließen. "Aufgrund der Pandemie-Entwicklung hat der Findlingspark seit heute wieder geschlossen", erklärte die Leag via Twitter.

15:22 Uhr | EMA kündigt Inspektion der Sputnik-Impfstoffproduktion in Russland an

Die Europäische Arzneimittelagentur entsendet Experten nach Russland, um die Produktionsstätten des Covid-Impfstoffs Sputnik V zu inspizieren. Wie die EMA weiter mitteilte, werden auch Kliniken, in denen der Impfstoff verwendet wird, besucht. Die Inspektion sei für Mitte April vorgesehen. Die EMA hatte Anfang März ein spezielles Prüfverfahren für Sputnik V begonnen. Dabei werden Testergebnisse geprüft, auch wenn noch nicht alle Daten vorliegen und noch kein Zulassungsantrag gestellt wurde. Ob und wann der russische Impfstoff für die EU zugelassen wird, steht laut EMA noch nicht fest.

Zwei Ampullen mit dem Sputnik-V-Impfstoff auf einer Handfläche
Bildrechte: imago images/ZUMA Wire

15:17 Uhr | Landessynode holt Herbsttagung digital nach

Die Synode der evangelischen Landeskirche Sachsens holt ihre wegen Corona verschobene Herbsttagung 2020 an diesem Wochenende digital nach. Das im März 2020 neugewählte Kirchenparlament berät mit seinen 80 Mitgliedern über mehrere wichtige Gesetze, darunter den landeskirchlichen Haushalt für 2021. Zudem gibt Landesbischof Tobias Bilz seinen ersten Bericht vor der 28. Landessynode. In einer Sitzung am 16. April sollen dann die Wahlen der Synodenmitglieder aus der Kirchenleitung und der Vertreter in der EKD-Synode und der VELKD-Generalsynode nachgeholt werden - wahrscheinlich ebenfalls digital. Die Landessynode ist die Vertretung der 560 Kirchgemeinden und Kirchspiele und gesetzgebendes Organ der evangelischen Landeskirche Sachsens. Sie tagt in der Regel zweimal im Jahr - im Frühjahr und im Herbst.

14:49 Uhr | Deutschlands führende Virologen diskutieren auf Virologenkongress

Das Coronavirus hat die Welt und unser Leben nach über zwölf Monaten noch immer fest im Griff. Wie lässt sich die Pandemie besiegen? Deutschlands führende Virologen diskutieren zu ihrer Jahrestagung über einen Ausweg aus der Pandemie. MDR WISSEN überträgt die Podiumsdiskussion zum Abschluss des Kongresses am 26. März um 19.30 Uhr. Stellen Sie hier ihre Fragen:

Über Ostern sollen in Sachsen besonders strenge Corona-Regeln gelten. Das haben Ministerpräsident Michael Kretschmer und Sozialministerin Petra Köpping am Dienstag angekündigt. Entsprechend des Bund-Länder-Beschlusses werden auch im Freistaat der 1. und 3. April zu Ruhetagen erklärt. In dieser Zeit dürfen keine Geschäfte öffnen. Eine Ausnahme gilt am Ostersonnabend für Supermärkte. Zudem gibt es von Gründonnerstag bis einschließlich Ostermontag ein Versammlungsverbot. Nach den Feiertagen soll es neue inzidenzunabhängige Lockerungen geben. Allerdings nur in Verbindung mit mehr Tests, wie Köpping betonte. Für die Gastronomie und Hotellerie sind vorerst keine Lockerungen geplant.

13:20 Uhr | Johanniter bieten Firmen und Verwaltungen Hilfe bei Schnelltests an

Die Johanniter bieten gegen Gebühr Kommunen, Verbänden, Vereinen, Einrichtungen und Unternehmen professionelle Hilfe beim Durchführen von Corona-Schnelltests an. Diese könnten betriebsinternen Strukturen angepasst werden, hieß es. Neben den Tests würde auch die Datenverwaltung übernommen. Im Fall eines positiven Ergebnisses wären umgehende PCR-Kontrolltests möglich. Einrichtungen, die selbst testen wollen, können ihre Tester von den Johannitern online oder vor Ort schulen lassen.

Die Hilfsorganisation betreibt in Dresden das zentrale Testzentrum, das seit Anfang der Woche nach Umzug von der Messe im Kulturpalast arbeitet.

Der Schriftzug "Die Johanniter" steht  an einem Fahrzeug.
Die Johanniter helfen auf Wunsch bei Corona-Schnelltest. Bildrechte: dpa

13:15 Uhr | Handelsverband Sachsen befürchtet Ansturm auf Supermärkte

Der Handelsverband Sachsen hat vor einem enormen Kundenansturm auf Supermärkte in der kommenden Woche gewarnt. Der Gründonnerstag sei seit Jahrzehnten einer der Tage im Jahr, an denen der Lebensmitteleinzelhandel am stärksten von Kunden frequentiert werde, sagte Hauptgeschäftsführer René Glaser. Müssen die Geschäfte wie von Bund und Ländern geplant an dem Tag coronabedingt schließen, sei an den übrigen vier Verkaufstagen mit viel größeren Kundenzahlen zu rechnen - vor allem am Mittwoch und Sonnabend.

Vor diesem Hintergrund wird das angestrebte Ziel von Kontaktminimierungen nicht nur verfehlt, sondern ins Gegenteil verkehrt.

René Glaser Handelsverband Sachsen

13:10 Uhr | FDP-Politiker Herbst: Verlängerter Lockdown kommt "Kapitulationsserklärung" gleich

Die Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April und die Verschärfung der Corona-Maßnahmen über Ostern kommen nach Ansicht des Dresdner FDP-Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst einer "Kapitulationsserklärung" gleich. Deutschland sei in Sachen Corona ein "gescheiterter Staat", der eine intelligente Pandemiebekämpfung bis heute nicht hinbekomme, kritisierte Herbst. Andere Länder machten längst vor, wie man mit Impfen, Testen und digitalisierter Kontaktverfolgung dem Virus wirkungsvoll begegnen könne.

Wenn Deutschland bereits eine funktionierende Teststrategie hätte und mit Hochdruck impfen würde, könnte man über die Sinnhaftigkeit einer fünftägigen Atempause noch reden. So wird der Effekt aber verpuffen. Und nach dem 18. April wird der Lockdown einfach wieder verlängert werden.

Torsten Herbst FDP-Bundestagsabgeordneter aus Dresden

13:00 Uhr | Deutsch-tschechisches Kulturprojekt "Musica non grata" wird online fortgesetzt

Das deutsch-tschechische Kulturprojekt "Musica non grata" wird Corona-bedingt mit einer Reihe von Online-Konzerten fortgesetzt. Im Fokus stehen Komponisten, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Den Anfang macht an diesem Mittwoch um 17.00 Uhr eine Aufführung mit Werken von Bohuslav Martinu. Im April folgen dann Konzerte, die den Komponisten Hans Krasa und Pavel Haas gewidmet sind, die beide im deutschen KZ Auschwitz ermordet wurden.

Auf dem Programm steht zudem Musik des Russen Igor Strawinsky, dessen Werk von den Nazis verfemt war. Weitere Programmpunkte sollen in Zusammenarbeit mit dem tschechischen Nationaltheater folgen. Das auf vier Jahre angelegte Projekt "Musica non grata" wird vom Auswärtigen Amt gefördert. Es war am 30. August mit einem Eröffnungskonzert in der Staatsoper in Prag feierlich gestartet.

12:50 Uhr | Sachsens Kirchen wollen Präsenzgottesdienste zu Ostern

Sachsens Kirchen hoffen nach den jüngsten Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz weiter auf den Kirchgang zum höchsten Fest der Christen. Die meisten Gemeinden der evangelischen Landeskirche planen Präsenzgottesdienste zu Ostern, mit entsprechenden Schutz- und Hygienemaßnahmen, sagte eine Sprecherin. Bund und Länder hatten sich in der Nacht darauf geeinigt, die Religionsgemeinschaften bitten zu wollen, an Ostern auf Präsenzgottesdienste zu verzichten.

Bisher waren die Kirchen davon ausgegangen, zu Ostern Gottesdienste unter Einhaltung der Corona-Regeln abhalten zu können. Sachsens evangelische Landeskirche wartet nun erstmal die "sicherlich zeitnah stattfindenden Gespräche mit dem Freistaat" ab. Das katholische Bistum Dresden-Meissen setzt weiter darauf, dass eine Lösung gefunden wird, die Gottesdienstbesuche möglich macht.

Gläubige entzünden beim Osternachtpontifikalamt im Münster ihre Kerzen.
Ostern ist das höchste Fest der Christen. Ob sie das dieses Jahr mit Gottesdiensten feiern können, ist noch unklar. Bildrechte: dpa

12:36 Uhr | Massentests in Sächsischer Schweiz soll Virusmutationen aufspüren

In der Sächsischen Schweiz sollen noch in dieser Woche groß angelegte, freiwillige Massentests auf das Corona-Virus erfolgen. Das kündigte das Landratsamt in Pirna an. Derzeit gäbe es etwa dreißig bestätigte Fälle einer Infektion mit der südafrikanischen Variante des Coronaviruses – vor allem im Raum Bad Schandau/oberes Elbtal.

Es wird vermutet, dass viele Kinder und Jugendliche das Virus in sich tragen könnten und dies aber nicht auffällt, da sie keine Symptome zeigen. Zuletzt wurden vermehrt Eltern positiv getestet. Über PCR-Tests soll nun herausgefunden werden, ob und um welche Mutation es sich handelt.

11:34 Uhr | Sächsischer Handwerkstag "geschockt und sprachlos" über verlängerten Lockdown

Der Sächsische Handwerkstag hat das Krisenmanagement der politisch Verantwortlichen auf Bundes- und Landesebene zur Bekämpfung der Corona-Pandemie kritisiert. Man sei über den verlängerten Lockdown "geschockt und sprachlos", heißt es in einer Erklärung. "Statt endlich die Hausaufgaben zu machen und konsequent dafür zu sorgen, dass Versäumnisse in der Impfstoffbeschaffung, in der chaotischen Impfbürokratie sowie in einer viel zu lange hinausgezögerten Einbeziehung von Haus-, Fach- und Betriebsärzten beim Impfen endlich der Vergangenheit angehören, konfrontieren Bund und Länder die Bevölkerung mit immer größeren Zumutungen", so der Handwerkstag.

Viele Unternehmer, Beschäftigte, Azubis aus Kleinst- und Kleinbetrieben des Handwerks seien mittlerweile erschöpft und verzweifelt. Zudem stellt der Handwerkstag die Frage: "Wer ersetzt Unternehmen eigentlich Kosten und Umsatzausfälle für die zwischen Gründonnerstag und Karsamstag verordnete 'Ruhepause'"?

10:08 Uhr | TU Dresden: Forschung zu lebensgefährlichen Corona-Verläufen bei Kindern

Corona kann nicht nur für ältere Menschen tödlich verlaufen. In seltenen Fällen mündet Corona auch bei Kindern in einer lebensbedrohlichen Überreaktion des Immunsystems. Die TU Dresden sammelt Daten zu solchen Fällen.

10:00 Uhr | Absage aus dem Ministerium: Kein Impfzentrum in Delitzsch

In Delitzsch wird es kein Impfzentrum geben. Das sächsische Sozialministerium hat die Einrichtung eines solchen Zentrums abgelehnt, das hat die Stadt Delitzsch mitgeteilt. Sozialministerin Petra Köpping habe der Stadtverwaltung erklärt, dass dem Einsatz mobiler Impfteams Vorrang zu geben sei. Delitzschs Oberbürgermeister Manfred Wilde hatte Anfang des Monats ein Impfzentrum für die Stadt gefordert und als Ort das Bürgerhaus dafür angeboten. Nach der Absage durch das Sozialministerium sei er "sehr enttäuscht", hieß es aus dem Rathaus.

09:21 Uhr | "Jugend musiziert" wegen des Lockdowns digital

Der Wettbewerb "Jugend musiziert" soll nicht der Corona-Pandemie zum Opfer fallen. Der Sächsische Musikrat bereitet sich deshalb vor und hat 600 Bewerbungsvideos für eine digitale Austragung erhalten. Dennoch gibt es einige Hürden zu nehmen.

09:05 Uhr | Studie: Corona-Lockdown belastet Psyche der Menschen immer mehr

Der zweite Corona- Lockdown hat sich deutlich negativer auf die Bevölkerung ausgewirkt als der erste Lockdown vor einem Jahr. Das ist das Ergebnis einer Studie der Stiftung "Deutsche Depressionshilfe", die in Leipzig vorgestellt wurde. Dazu wurden im Februar mehr als 5.000 Erwachsene befragt. Die Ergebnisse der Studie zeigen vor allem, dass sich die Belastungen durch den zweiten Corona-Lockdown für Menschen mit Depression, aber auch für die Allgemeinheit deutlich erhöht haben, sowohl im beruflichen als auch im familiären Bereich. Zudem hätten die Ängste zugenommen, sich zu infizieren. Depressive Menschen belaste zudem, dass es noch schwieriger geworden sei, Termine bei Psychologen zu bekommen und dass sich keine Selbsthilfegruppen treffen könnten.

Die Studie fand auch heraus, dass mehr Menschen angaben, im letzten halben Jahr einen Suizidversuch begangen zu haben. Um hier gegenzuwirken, sollten sich Betroffene Wochenpläne aufstellen und einen festen Tag-Nacht-Rhythmus einhalten, denn längere Bettzeiten würden zu größerer Erschöpfung und schlechterer Stimmung führen, hieß es in der Studie weiter.

08:10 Uhr | Landestourismusverband fordert strategisches Öffnungskonzept spätestens nach Ostern

Der Landestourismusverband in Sachsen fordert ein strategisches Öffnungskonzept. Die Lage für viele Familienbetriebe in der Tourismusbranche im Freistaat sei sehr bedrohlich, hieß es. Da Fachkräfte abwanderten, sei die Zukunft nachhaltig gefährdet.

07:24 Uhr | Mallorca-Urlauber werden vor Rückkehr getestet

Wer über die Osterfeiertage auf Mallorca Urlaub macht, muss sich vor der Heimreise noch auf der Insel testen lassen. Fluggesellschaften sollen dies künftig für alle Passagiere organisieren. Für Reiserückkehrer aus Mallorca habe Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer bereits ein entsprechendes Abkommen mit den Airlines vereinbart, sagte Kanzlerin Angela Merkel in der Nacht.

Mit staatlichen Geldern gestützte Airlines wie Condor, TUI-Fly und die Lufthansa-Gruppe hatten für die kommenden Tage hunderte zusätzliche Flüge zwischen Deutschland und Mallorca angekündigt. Auch auf Mallorca selbst drohen Einschränkungen. Laut Medienberichten sollen wegen steigender Corona-Zahlen die Innenräume von Cafés, Restaurants und Kneipen auf Behördenanordnung wieder schließen. 

07:01 Uhr | WHO warnt: Impfen allein reicht gegen Corona nicht aus

Die Weltgesundheitsorganisation warnt davor, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auf eine reine Impfstrategie zu setzen. WHO-Krisenkoordinator Michael Ryan sagte in Genf, alle hofften, dass Impfen allein das Problem löse. Das tue es aber nicht. Lockerungen dürfe es erst geben, wenn die Infektionszahlen auf ein sehr niedriges Niveau gesunken seien. Die Corona-Expertin der WHO, Maria Van Kerkhove, bezeichnete die Lage vor allem in Europa als bedenklich. Dort träfen ansteckendere Virusmutationen derzeit auf niedrige Impfraten und eine Corona-Müdigkeit der Menschen. Das sei eine sehr gefährlichere Kombination.

06:48 Uhr | Landkreis Leipzig zieht Notbremse und nimmt Lockerungen zurück

Im Landkreis Leipzig werden ab morgen die Corona-Lockerungen zurückgenommen. Der Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche sei an drei Tagen in Folge überschritten worden, teilte das Landratsamt mit. Ab morgen dürfen Tiergärten, Kosmetik- und Tattoostudios sowie Museen und Galerien nicht mehr öffnen. Auch das Einkaufen mit Termin ist nicht mehr möglich. Zudem gelten dann auch wieder strengere Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen sowie Alkoholverbot an öffentlichen Orten.

06:30 Uhr | Lehrer werden von Testverweigerern angefeindet

Eltern in Sachsen, die ihre Kinder nicht testen lassen und trotzdem in die Schule schicken wollen, feinden offenbar immer wieder Lehrer an. Pädagogen berichten von Bedrohung und Beleidigungen, wenn diese die behördlichen Regeln im Freistaat umsetzen. Ein Schulleiter aus dem Erzgebirge berichtet, renitente Eltern stünden offenbar dem Querdenkermilieu nah. Sie seien zwar in der Minderheit, hieß es, aber sehr laut.

05:55 Uhr | Demos gegen Corona-Schutzmaßnahmen in mehreren sächsischen Städten

In mehreren sächsischen Städten haben am Montagabend Menschen gegen die behördlichen Auflagen des Corona-Schutzes demonstriert und dabei mehrfach Hygieneregeln missachtet. Viele Kritiker wandten sich gegen die Schließung von Kitas und Schulen.

05:42 Uhr | Sachsens Unternehmen kritisieren Corona-Testregeln

Sachsens Unternehmen haben bei der Umsetzung der Corona-Testpflicht hohe Kosten und die mangelnde Verfügbarkeit von Schnelltests kritisiert. Darauf verwiesen mehrere Industrie- und Handelskammern (IHK) nach einer Blitzumfrage unter ihren Mitgliedern. Laut IHK Leipzig sind rund 70 Prozent der gut 800 befragten Unternehmen von der seit Mitte März geltenden wöchentlichen Testpflicht für Mitarbeiter mit Kundenkontakt betroffen. Zudem müssen Arbeitgeber seit gestern ihre Mitarbeiter, die nicht im Homeoffice arbeiten, regelmäßig testen lassen. Insgesamt hätten 67 Prozent der Unternehmen angegeben, wegen der mangelnden Verfügbarkeit von Schnelltests Schwierigkeiten zu haben.

Es kann nicht sein, dass der Staat die Unternehmen bei Beschaffung und Kosten für das Testen alleine lässt und damit Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsschutzes auf die Wirtschaft abwälzt.

Kristian Kirpal Präsident der IHK Leipzig

05:32 Uhr | Bund und Länder verlängern Lockdown bis 18. April

Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen haben sich Bund und Länder wie erwartet in der Nacht auf eine Verlängerung des Lockdowns in Deutschland bis zum 18. April geeinigt. Das gab Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin bekannt. Über Ostern sollen die geltenden Corona-Maßnahmen demnach noch einmal verschärft werden. So sollen Geschäfte vom 1. bis zum 5. April geschlossen bleiben. Auch die geltenden, strengen Kontaktregeln werden an den Feiertagen verschärft. Lockerungen für Gastronomie und Tourismus wird es nicht geben.

05:20 Uhr | Zahl der Angriffe auf Journalisten 2020 gestiegen

Die Proteste gegen die Corona-Politik haben zu mehr Gewalt gegen Medienschaffende geführt. Das geht aus der aktuellen Studie des Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) in Leipzig hervor. Seit der Erhebung der Zahlen wurde nun ein neuer Höchstwert erreicht.

05:10 Uhr | Vorstellung neuer Corona-Regeln für Sachsen

Nach dem virtuellen Treffen der Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am Montag möchte Sachsens Regierung am Mittag die neuen Regeln für den Freistaat vorstellen. Der sächsische Länderchef Michael Kretschmer hatte sich mit Verweis auf die wieder steigenden Infektionszahlen im Vorfeld des Gipfels gegen Lockerungen ausgesprochen.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/Reuters

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.03.2021 | ab 07:00 Uhr in den Nachrichten

MDR SACHSENSPIEGEL | 23.03.2021 | 19:00 Uhr

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