Meldungen am Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 3.11.: Weitere 21 Menschen mit Corona-Infektion gestorben

Von Montag bis Freitag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

21:55 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Ticker zu Corona-Themen in Sachsen für heute. Ab Mittwochfrüh sind wir wieder für Sie da. Gute Nacht und bleiben Sie gesund!

21:43 Uhr | Oberwiesenthal bringt digitale Registrierung auf den Weg

Die Stadt Oberwiesenthal arbeitet an einem digitalen Registriersystem für Urlauber. Dies soll die zeitaufwendige Kontaktnachverfolgung vereinfachen und somit Tourismus auch in Coronazeiten ermöglichen.

Wie es heute aus dem Rathaus hieß, sollen Urlauber künftig ihre Daten nur einmal online eingeben müssen. Sie erhalten dann einen sogenannten QR-Code, der überall im Ort per App ausgelesen werden kann. Sollte es einen Infektionsfall geben, kann die Gesundheitsbehörde schnell und ohne großen personellen Aufwand sämtliche Kontakte zurückverfolgen. Die Idee stammt von einem regionalen IT-Unternehmer, der das System kostenlos zur Verfügung stellen will.

21:12 Uhr | Hotelübernachtung bei Anti-Corona-Demo?

Während touristische Übernachtungen in Sachsen bis Ende November untersagt und nur Geschäftsreisen erlaubt sind, haben Corona-Skeptiker, die am Sonnabend zu einer Demonstration nach Leipzig anreisen wollen, offenbar eine Lücke entdeckt. Die Teilnahme an einer angemeldeten, genehmigten Versammlung zähle nicht zu "touristischen Zwecken", teilte das Sozialministerium Sachsen mit. Personen, die in einem Hotel übernachten wollten, um an einer solchen Versammlung teilzunehmen, dürften damit auch beherbergt werden. Das sorgt für Diskussionen bei den Beherbergungsbetrieben.

20:06 Uhr | Vogtland sucht Freiwillige für Altenpflege

Der Pflegesektor im Vogtlandkreis braucht Unterstützung. Wie es aus dem Landratsamt heute hieß, arbeitet die Branche wegen Corona derzeit am Limit. In ambulanten und stationären Bereichen stehe oft nur noch ein Bruchteil der Pflegerinnen und Pfleger zur Verfügung.

Daher werden nun Freiwillige gesucht. Diese sollen einfache Aufgaben im Pflege- und Betreuungsbereich übernehmen, wie Alltagsbegleitung, Hauswirtschaft und Pflegehilfe. Interessenten können sich ab sofort beim Pflegenetzwerk des Vogtlandkreises melden.

19:29 Uhr | Weitere 21 Menschen mit Corona-Infektion gestorben

In Sachsen sind innerhalb eines Tages 1.049 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie. Die größten Zuwächse gab es im Erzgbirgskreis, im Landkreis Nordsachsen und im Landkreis Görlitz.

Nach Angaben der Behörden sind aktuell fast 9.200 Menschen in Sachsen mit dem Coronavirus infiziert. Etwas mehr als 200 werden auf Intensivstationen behandelt. Die Zahl der Menschen, die an oder mit Corona starben, stieg seit gestern um 21 auf insgesamt 360.

19:04 Uhr | Weitere Corona-Fälle beim DHfK

Beim Handball-Bundesligisten SC DHfK Leipzig gibt es mittlerweile neun Corona-Infektionsfälle. Das teilte der Verein heute mit. Deshalb können die Spiele gegen Aufsteiger Tusem Essen am 12. November und bei Balingen-Weilstetten am 14. November nicht wie geplant stattfinden. Ausweichtermine stehen noch nicht fest. Wegen der Corona-Fälle muss mehr als die Hälfte des Kaders vom SC DHfK Leipzig bis mindestens Mitte November in Quarantäne bleiben.

18:40 Uhr | Musikschulen fordern ihre Öffnung

Musikschulen in Sachsen sollen von den jüngsten Corona-Einschränkungen ausgenommen werden. Das hat der Verband der Musikschulen gefordert. Eine Sprecherin sagte dem MDR, Kontinuität im Unterricht sei hier genauso wichtig wie bei den allgemeinbildenden Schulen, die weiterhin offen sind.

Die öffentlichen Musikschulen hätten geprüfte Hygienekonzepte, nach denen Präsenzunterricht einzeln und auch in Kleingruppen möglich sei, sagte die Sprecherin. Sachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen hatten Musikschulen im Zuge des Teil-Lockdowns geschlossen. Nur Online-Unterricht ist hier erlaubt. In Thüringen und Sachsen-Anhalt bleiben die Einrichtungen dagegen geöffnet.

18:08 Uhr | Individualsportarten in Hallen möglich

Anlagen des Amateur- und Freizeitsports dürfen laut sächsischem Sozialministerium zur Ausübung von Individualsportarten geöffnet werden. Zu diesen Sportarten, die zumeist allein ausgeübt werden, zählten beispielsweise Leichtathletik, Tennis, Golf und Turnen, hieß es. Maßgeblich sei, dass es sich um keinen Mannschaftssport handle. Des Weiteren dürften Sportwettkämpfe in Individualsportarten ohne Publikum stattfinden, so auch im Tennis.  Ebenso sei ein organisiertes Training erlaubt.

17:39 Uhr | Bischof Stäblein ruft zu Besonnenheit auf

Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein, hat dazu aufgerufen, den aktuellen Teil-Lockdown mit Besonnenheit zu meistern. Die Einschnitte seien zwar für alle hart und für Menschen, die in der Kultur oder in der Gastronomie arbeiten, besonders hart, erklärte Stäblein. In einer Situation, in der der Ton ruppiger werde und Aggressionen zunähmen, sei es jedoch wichtig, besonnen zu bleiben.

Ein Aufruf des Bischofs zu Solidarität und Besonnenheit wurde den Angaben zufolge heute an die rund 1.200 Gemeinden der Landeskirche verschickt. Bei vielen Menschen spüre er Erschöpfung, betonte der Bischof. Wichtig sei nun, den Konflikt nicht anzuheizen, sondern für ein friedliches Miteinander zu werben, wo immer dies möglich sei.

17:09 Uhr | Geändertes Vorgehen im Landtag

Unter Corona-Bedingungen und mit geänderter Tagesordnung sollen die Plenarsitzungen des Sächsischen Landtages am 4. und 5. November 2020 stattfinden. Darauf hat sich das Präsidium des Sächsischen Landtages in einer Sondersitzung verständigt. "Die gewählten Abgeordneten müssen über die Entwicklung der Corona-Pandemie und die Maßnahmen der Staatsregierung diskutieren und die Gelegenheit haben, Beschlüsse dazu zu fassen", so Landtagspräsident Matthias Rößler.

16:44 Uhr | Stumme Künstler im Netz

Am Montagabend um Punkt acht Uhr haben zahlreiche Künstler und Veranstalter in Deutschland unter dem Hashtag #SangUndKlanglos Fotos und Videos von sich gepostet. Der kreative Protest sollte auf die prekäre Situation der Kulturschaffenden aufmerksam machen, die sich durch einen erneuten Lockdown weiter verschärft. Auch Sachsen schlossen sich dem Protest an.

16:03 Uhr | Schockanrufe in der Oberlausitz

Mit Schockanrufen haben Kriminelle in den vergangenen Tagen in der Oberlausitz versucht, zum Teil beträchtliche Geldsummen zu ergaunern. Rund 20 Fälle wurden der Polizei aus den Landkreisen Bautzen und Görlitz gemeldet. Angeblich sei ein naher Verwandter an Corona erkrankt und brauche dringend ein teures Medikament zum Überleben, das selbst bezahlt werden müsse - so die Masche der Betrüger. Vor allem ältere Menschen wurden angerufen und um Überweisungen von bis zu 75.000 Euro gebeten.

Die Polizei warnt dringend davor, derartigen Anrufern Vertrauen zu schenken und sich auf Geldzahlungen einzulassen.

15:22 Uhr | Nossener Bürgermeister empfiehlt Briefwahl

Vor der Bürgermeisterwahl in Nossen hat Amtsinhaber Uwe Anke darauf hingewiesen, die Möglichkeit der Briefwahl zu nutzen. Dadurch bestehe ein geringeres Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Am kommenden Sonntag steht in Nossen der zweite Wahlgang an. Gerald Rabe geht für die CDU ins Rennen, Christian Bartusch für die SPD.

14:47 Uhr | Ausfallfonds für Filmbranche

Das sächsische Kabinett hat am Dienstag einen coronabedingten Ausfallfonds für Kino-, Serien- und TV-Produktionen beschlossen. Für betroffene Firmen in Sachsen würden drei Millionen Euro bereitgestellt, sagte Regierungssprecher Ralph Schreiber am Nachmittag in Dresden.

14:23 Uhr | Weihnachtsmarkt in Leipzig abgesagt

Der Verwaltungsstab der Stadt Leipzig hat heute entschieden, dass es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt geben wird. Ganz ohne Markt bleibt die Innenstadt aber nicht - die Wochenmärkte laden weiter bis zum 23. Dezember und nach der Weihnachtspause ab Januar 2021 zum Bummeln und Kaufen ein, heißt es in einer Mitteilung. Auch soll ein Weihnachtsbaum auf dem Augustusplatz aufgestellt werden.

Augustusplatz mit Gewandhaus, City-Hochhaus, Augusteum und Paulinum der Universität, Krochhochhaus in Leipzig, Sachsen.
Bildrechte: imago/Seeliger

13:30 Uhr | TU Dresden ruft Mitarbeiter zur Unterstützung des Gesundheitsamtes auf

Die Technische Universität Dresden hat ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgerufen, sich für die Unterstützung des Dresdner Gesundheitsamtes zu melden. Wie ein Sprecher der TU sagte, benötige das Gesundheitsamt dringend Hilfe bei der Kontaktnachverfolgung von positiv getesteten Personen. Als Dienststelle des Freistaates sei man dem Ruf gefolgt und habe die Mitarbeitenden gebeten, sich freiwillig zu melden. Die nächsten zwei Wochen sollen die Meldungen dann gesammelt und dem Freistaat übermittelt werden. Wie eventuelle Freiwillige dann eingesetzt und geschult werden, müsse man abwarten.

13:21 Uhr | Laut Studie: deutlich mehr Kinder mit Antikörpern gegen Corona

Forschende des Helmholtz-Zentrums München haben durch breit angelegte Antikörpertests gezeigt, dass im Frühjahr und Frühsommer deutlich mehr Kinder Antikörper gegen das Coronavirus im Blut hatten als bisher bekannt. Wie das Team um Annette-G. Ziegler im Fachblatt Cell berichtet, fanden sie allein im April bei 0,87 Prozent der getesteten Kinder Antikörper gegen Corona. Das Bayerischen Landesamt für Ernährung und Gesundheit hatte in einer anderen Studie aber nur bei 0,17 Prozent der 0 bis 18-Jährigen eine Infektion registriert. Die Corona-Quote war damit bei den Forschern fünf Mal höher als die der Ämter.

Insgesamt hatte das Forschungsteam zwischen Januar und Juli rund 12.000 Blutproben von Kindern im Alter von einem bis 18 Jahren genommen. Bei den positiv Getesteten fanden sie keine Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen. 35 Prozent der Kinder, in deren Familien Angehörige Corona hatten, hatten auch Antikörper im Blut. 

13:01 Uhr | Väter bleiben zur Betreuung kranker Kinder öfter daheim

Die Väter in Sachsen nehmen bundesweit einen Spitzenplatz bei der Betreuung ihrer kranken Kinder ein. Das geht aus einer heute veröffentlichen Umfrage der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Hannover hervor. Demnach nahm im Freistaat im ersten Halbjahr 2020 etwa ein Drittel der Väter frei, um den kranken Nachwuchs zu betreuen. Im gesamten Jahr 2019 waren es 26 Prozent.

Wegen der Corona-Krise stehen gesetzlich versicherten Eltern derzeit 15 Tage zur Betreuung ihres Kindes zur Verfügung. Davor waren es zehn Tage. Alleinerziehende könne sich derzeit 30 Tage von der Arbeit befreien lassen. Zuvor waren es 20.

12:39 Uhr | Modellrechnung zu Sterbezahlen prognostiziert hunderte Corona-Tote pro Woche

Das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation hat eine neue Modellrechnung vorgelegt, wonach die Zahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorbenen Personen in den beiden kommenden Wochen auf 500 bis 800 Tote pro Woche steigen könnte. Die Gruppe um Forscherin Viola Priesemann errechnete dazu die altersbezogene Fallsterblichkeit aus den bislang beobachteten Krankheitsverläufen. Demnach verzehnfache sich die Sterblichkeit bei einer Infektion mit Sars-CoV-2 alle 20 Lebensjahre. Ab dem 82. Lebensjahr sterbe jeder zehnte Erkrankte. Dabei hänge die Entwicklung der Sterbezahlen der der Neuinfektionen etwa zwei Wochen hinterher.

12:15 Uhr | Stadtverwaltung: Keine generelle Maskenpflicht in Leipzigs Innenstadt

In Leipzig gilt ab sofort die Maskenpflicht nicht mehr in der gesamten Innenstadt. Wie Martina Menge-Buhk von der Stadtverwaltung MDR SACHSEN sagte, reagiert die Stadt damit auf die neue Corona-Schutzverordnung des Freistaates Sachsen. Man wolle eine einheitliche Linie mittragen. Die sächsische Verordnung sieht eine generelle Maskenpflicht in Stadtzentren nicht vor. Ein Mund-Nase-Schutz ist jedoch an Haltestellen, in Bahnhöfen und Fußgängerzonen, auf Wochenmärkten und an Außenverkaufsständen vorgeschrieben.

11:59 Uhr | Forschende entwickeln Lüftungssystem für Schulen aus dem Baumarkt

Max-Planck-Forschende aus Mainz haben ein einfaches Lüftungssystem für Schulen entwickelt. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen haben mit einfachen Teilen aus dem Baumarkt eine Lüftungsanlage konstruiert, die in beinahe jedem Klassenraum mit geringem Aufwand installiert werden kann und nur etwa 200 Euro kostet. Die Anlage blase bis zu 90 Prozent der Aerosole aus Klassenräumen ins Freie, hieß es. Damit könne das Ansteckungsrisiko minimiert werden.

11:36 Uhr | Staatliche Kunstsammlungen Dresden stellen digital aus

Die Museen und Institutionen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bleiben gemäß der Corona-Schutzverordnung des Freistaates Sachsen geschlossen. Allerdings bleiben die Online-Angebote erhalten, wie der Verein "Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden" mitteilte. Die Angebote im Internet würden es ermöglichen, zu Hause zu bleiben und trotzdem an Ausstellungen und Veranstaltungen teilzuhaben. Angeboten werden Onlinetouren, Veranstaltungen und ein Panoramarundgang.

10:26 Uhr | Theater- und Tanzfestivals "euro-scene Leipzig" fällt aus

Das 30. Jubiläum des Theater- und Tanzfestivals "euro-scene Leipzig" fällt aus. Eigentlich sollte die Veranstaltung heute beginnen. "Dass genau einen Tag vor der geplanten Festivaleröffnung der Beschluss der Bundesregierung, alle Veranstaltungen zu untersagen, in Kraft tritt, ist sowohl für die Compagnien als auch für das Publikum sehr tragisch", so die Veranstalter. Alle Eintrittspreise für bereits bezahlte Karten würden zurückerstattet. Eine Verschiebung des Jubiläumsfestivals in seiner Gesamtheit sei aufgrund der neuen Festivalleitung ab 2021 nicht möglich. Inwieweit einige Programmpunkte in kommende Festivals übernommen werden können, soll aber geprüft werden.

09:18 Uhr | Kai Grebasch vom Stadtmarketing Zittau über den besonderen Umgang mit der Corona-Lage

Die Zittauer Stadtverwaltung will gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt der Corona-Lage trotzen und ruft zum Zusammenhalt auf. So sollen zum Beispiel Kunden motiviert werden, in den Restaurants der Stadt Essen zu bestellen. Kai Grebasch vom Stadtmarketing Zittau erzählt, was hinter der Aktion steckt.

08:41 Uhr | Planbare Behandlungen im Klinikum Görlitz werden verschoben

Im Klinikum Görlitz werden derzeit 29 Corona-Patienten stationär versorgt. Vier liegen auf der Intensivstation, drei von ihnen müssen beatmet werden. Wie das Klinikum weiter mitteilte, müssen derzeit wieder planbare Behandlungen und Operationen verschoben werden. Eine gesamte Etage im Hauptgebäude stehe als Infektionsstation zur Verfügung. Die Notfallversorgung könne das Klinikum unverändert gewährleisten.

08:27 Uhr | Keine Barbarafeiern in der Lausitz

Der Bergbausanierer LMBV verzichtet in diesem Jahr auf eine Barbarafeier. Wegen der Corona-Pandemie fällt die Veranstaltung aus, teilte das Unternehmen mit. Die Feier war für den Tag der Heiligen Barbara am 4. Dezember geplant. Dort sollte eigentlich das 25-jährige Bestehen des Bergbausanierers gefeiert werden. Eine für September geplante Veranstaltung zum Jubiläum hatte die LMBV bereits absagen müssen.

08:09 Uhr | Wie geht es weiter mit der sächsischen Kulturbranche? Sachsens Kulturministerin Klepsch im Gespräch

Im November sind alle sächsischen Theater, Kinos und Konzerthäuser wieder geschlossen. Der zweite Lockdown trifft die Kulturbranche hart. Aber bleibt es bei den angekündigten vier Wochen? Im Gespräch mit MDR SACHSEN zeigt Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) Verständnis für die Sorgen der Kulturschaffenden. Es sei jetzt wichtig, zügig Hilfsprogamme aufzulegen. "Die Einschränkungen sind schmerzhaft", so Klepsch. Die wahren Verluste werde man erst im nächsten Jahr spüren.

07:45 Uhr | Proteste gegen Corona-Politik auch in der Region Dresden

In mehreren Orten der Region Dresden wurde am Montagabend gegen die bestehenden Corona-Schutzmaßnahmen protestiert. Nach Angaben von Polizei und Reportern versammelten sich in Riesa, Pirna, Großenhain, Sebnitz und Meißen hunderte Menschen auf den Marktplätzen oder an den Rathäusern, um gegen die Maskenpflicht und die Pflicht, Mindestabstände einzuhalten, zu protestieren.

Die meisten Menschen kamen demnach in Riesa zusammen. Dort sei es zu Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung des Freistaates gekommen, hieß es. Die Polizei habe 13 entsprechende Anzeigen aufgenommen.

07:22 Uhr | Landkreis Bautzen bittet Bundeswehr um Hilfe

Der Landkreis Bautzen hat die Bundeswehr um Hilfe gebeten, damit die Nachverfolgung von Corona-Kontaktdaten bewerkstelligt werden kann. Wie das Landratsamt mitteilte, sollen die Soldatinnen und Soldaten ab Mitte der Woche ihre Arbeit aufnehmen. Außerdem komme Unterstützung durch Beschäftigte des Freistaates und von 55 Mitarbeitenden aus anderen Fachämtern des Landratsamtes. Auch sie sollen das Gesundheitsamt unterstützen.

07:01 Uhr | Kein Striezelmarktaufbau in Dresden

Aufgrund des teilweisen Lockdowns beginnt heute nicht wie ursprünglich vorgesehen der Aufbau der Striezelmarktes in Dresden. "Wir haben noch nicht darüber entschieden, ob ein Weihnachtsmarkt stattfindet", sagte Karl Schuricht von der Stadtverwaltung. Dies erfolge frühestens in zwei Wochen, wenn in Berlin über das weitere Vorgehen neu entschieden wird. Die aktuelle Verordnung, die bis Ende November in Sachsen gilt, verbietet Weihnachtsmärkte.

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund eines redaktionellen Fehlers wurde die erste Version dieses Tickereintrags mit einer veralteten Pressemitteilung erstellt. Darin hieß es, der Aufbau des Striezelmarktes würde heute beginnen. Das ist nicht korrekt. Wir bitten Sie dies zu entschuldigen.

06:32 Uhr | Rekordzahl an Intensivpatientinnen und -patienten erwartet

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft erwartet für die kommenden Wochen eine Rekordzahl an Intensivpatientinnen und -patienten. Denn die Zahl der Corona-Infektionen steige und mit Sicherheit würden einige Erkrankungen auch kritisch verlaufen. Zwischen fünf und acht Prozent aller COVID-19-Patienten und Patientinnen benötigen eine intensivmedizinische Behandlung. Verschlechtert sich deren Zustand, müssen sie in ein künstliches Koma versetzt werden, um künstlich beatmet zu werden. Ab hier steige der Pflege- und Betreuungsaufwand von Covid-19-Patienten enorm, erklärte Anke Messner, die sächsische Landesvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste (DGF).

06:20 Uhr | Städtische Bibliotheken in Leipzig bleiben geöffnet

Die Stadtbibliothek und alle Stadtteilbibliotheken in Leipzig bleiben geöffnet. Der Besuch der Bibliotheken dient dabei ausschließlich der Ausleihe und Rückgabe von Medien, teilten die Leipziger Städtischen Bibliotheken mit. Der Aufenthalt sei auf maximal 20 Minuten zu beschränken. Die Serviceangebote vor Ort, wie die Nutzung von Arbeits- und Leseplätzen und die Lern- und Spielangebote für Kinder, seien aber ausgesetzt. In der Bibliothek gelte ein Mindestabstand von 1,5 Metern und die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes. Außerdem müssten die Hände desinfiziert und Kontaktdaten abgegeben werden, hieß es.

06:05 Uhr | Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen in Annaberg und Chemnitz

Mit Taschenlampen und Laternen haben sich am Montagabend Coronagegner in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge zu einer Demonstration versammelt. Viele der laut Polizei rund 150 Teilnehmer trugen keinen Mund-Nasen-Schutz. Ursprünglich war ein Umzug durch die Stadt geplant, dieser wurde jedoch von den Behörden vor Ort untersagt. Auch in Chemnitz gab es zeitgleich eine Corona-Demonstration. In der Stadt nördlich des Erzgebirges nahmen laut Polizei rund 60 Personen an den Protesten teil. Zu Ausschreitungen sei es an beiden Orten nicht gekommen, sagte ein Polizeisprecher.

05:55 Uhr | Tausende Sportvereine in Deutschland zum Stillstand gezwungen

In Deutschland sind derzeit rund 90.000 Sportvereine zum Stillstand gezwungen. Das treffe auch viele Regionalligavereine hart, sagt Hermann Winkler, Präsident des sächsischen Fußballverbandes. Im Interview mit "Sport im Osten" fordert er Unterstützung für die wirtschaftliche Notlage.

05:45 Uhr | Zwickau unterstützt Kulturhäuser und Fußballclub

Die Stadt Zwickau greift dem FSV und zwei Kultureinrichtungen finanziell unter die Arme, um coronabedingte Verluste auszugleichen. Das hat der Stadtrat in seiner letzten Sitzung beschlossen. Demnach wird dem Drittligisten FSV Zwickau die Stadiongrundmiete für die Monate März bis Mai erlassen. Außerdem will die Stadt zumindest einen Teil der weggefallenen Ticketerlöse kompensieren. Die Kultour Z GmbH erhält einen Corona-Zuschuss von 250.000 Euro, das Puppentheater von 52.000 Euro. Beide Kultureinrichtungen leiden unter dem pandemiebedingten Veranstaltungsverbot.

05:15 Uhr | Lockdown in Tschechien wirkt

Im Nachbarland Tschechien gehen die Infektionen mit dem Coronavirus allmählich zurück. Am Sonntag wurden 6.542 Neu-Infektionen gemeldet; die Reproduktionszahl sank erstmals seit Herbstbeginn unter 1.

Das tschechische Gesundheitsministerium wertet dies als Erfolg der strengen Sicherheitsmaßnahmen, zu denen auch eine nächtliche Ausgangssperre gehört. Schulen, Restaurants und die meisten Geschäfte sind geschlossen. Der Corona-Notstand gilt in Tschechien vorerst bis zum 20. November.

05:09 Uhr | Findlingspark Nochten schließt vorzeitig

Der Findlingspark Nochten muss wegen der aktuellen Corona-Verordnung vorzeitig schließen. Dies teilte Simone Beyer vom Förderverein mit. Normalerweise bleibt der Park bis Mitte November geöffnet. Der Kalender mit Motiven des Findlingsparks sowie Gutscheine können telefonisch und online bestellt werden.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.11.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 03.11.2020 | 19:00 Uhr

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