Meldungen am Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 09.02.: Inzidenz-Wert in Sachsen seit Oktober 2020 erstmals wieder unter 100

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Apotheker nimmt Rachenabstrich
Bildrechte: MDR/Stefanie Reinhardt

Meldungen vom Folgetag

20:20 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Liveticker zu Corona-Themen aus Sachsen für heute. Wir sind am Mittwoch an gleicher Stelle für Sie da. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend. Bleiben Sie gesund!

20:08 Uhr | Tagespflege in Boxdorf mit Hygienemaßnahmen

Trotz der Corona-Pandemie versuchen die Mitarbeiter der ASB-Tagespflege in Boxdorf bei Moritzburg eine relativ normale Betreuung anzubieten. Wie Betriebsleiterin Kerstin Wunderlich mitteilte, werden die Patienten der Tagespflege am Morgen zu Hause abgeholt und abends wieder heimgefahren. Den meisten helfe das dabei allem, die Einsamkeit zu Hause zu überwinden. Damit der Betrieb weiterlaufen kann, müssten viele Hygienemaßnahmen umgesetzt werden, so Wunderlich.

19:57 Uhr | Winterwetter bremst Impfungen aus

Die Wetterlage wirkt sich auch auf die Impfungen im Freistaat aus. Während sich die Lieferung von Nachschub verzögert, konnten viele Impfwillige ihren Termin witterungsbedingt nicht wahrnehmen.

19:45 Uhr | Weißflog vermisst klare Linie bei Corona-Politik

Nach Monaten des Stillstands wächst Unmut und Existenzangst im Tourismus. Olympiasieger und Hotelbesitzer Jens Weißflog kämpft wie viele seiner Branche mit der Pandemie. Im Gespräch mit MDR SACHSEN fordert er klare Aussichten und plädierte dafür, Betroffene in Diskussionen über künftige Strategien einzubeziehen.

19:36 Uhr | Nachwuchsprobleme beim Dresdner Kreuzchor

Die Corona-Krise treibt den Verantwortlichen des Dresdner Kreuzchores die Sorgenfalten auf die Stirn. Wegen der Pandemie ist es besonders schwierig, neue Talente aufzuspüren.

19:28 Uhr | Abschläge für Überbrückungshilfe III im Februar

Unternehmen und Selbstständige sollen bereits in diesem Monat die ersten Abschläge aus der sogenannten Überbrückungshilfe III bekommen. Das geht aus einer Vorlage für die morgigen Bund-Länger-Gespräche hervor. Bei der Hilfe handelt es sich um eines der Unterstützungsprogramme des Bundes in der Corona-Pandemie. Empfänger müssen einen starken Umsatzrückgang ihrer Geschäfte nachweisen. Dann können sie einen gestaffelten Zuschuss zu ihren Fixkosten erhalten, der laut Bundeswirtschaftsministerium nicht zurückgezahlt werden muss.

19:17 Uhr | Inzidenz-Wert in Sachsen seit Oktober 2020 erstmals wieder unter 100

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert auf 100.000 Einwohner für ganz Sachsen liegt sachsenweit erstmals seit Oktober 2020 wieder unter 100. Er hat einen Wert von 95 erreicht. Die Inzidenz-Werte in allen sächsischen Landkreisen liegen deutlich unter 150. Die höchste Inzidenz hat der Vogtlandkreis mit 137, am niedrigsten ist dieser Wert in Chemnitz mit 64.

Sachsens Gesundheitsämter haben am Dienstag 331 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Nach einer Woche sinkender Zahlen ist das wieder ein leichter Anstieg. Im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung wurden seit gestern 89 Todesfälle gemeldet, die Gesamtzahl steigt damit in Sachsen auf 6.947.

19:08 Uhr | Fördermittel für Kulturschaffende in Dresden ab sofort online

Die Stadt Dresden hat ein Internetportal für Kulturschaffende eingerichtet. Damit können Fördermittelanträge künftig wesentlich einfacher gestellt werden. Das Portal auf der Internetseite der Stadt ist so gestaltet, dass Antragstellende Schritt für Schritt begleitet werden. Das Amt für Kultur und Denkmalschutz bietet am 15. Februar ab 17:30 Uhr einen Online-Workshop zum neuen Fördermittelportal an. Eine Anmeldung im Voraus ist erforderlich, so die Stadt.

18:49 Uhr | Leipziger Querdenker-Demo wahrscheinlich für Anstieg der Infektionszahlen verantwortlich

Die Großdemonstrationen der sogenannten Querdenker im November 2020 in Leipzig haben höchstwahrscheinlich zur zweiten Coronawelle beigetragen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Forschenden des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim (ZEW) sowie der Berliner Humboldt-Universität (HU). Für ihre Analysen verglichen sie den Anstieg von Inzidenzen in Gebieten, von denen aus ein Busangebot zur Demonstration bestand.

17:25 Uhr | Handelsverband begrüßt "Click & Collect" und fordert weitere Öffnung

Der Handelsverband Sachsen hat die vom Einzelhandel schon lange geforderte Einführung des Abholsystems "Click & Collect" begrüßt und zugleich weitere Lockerungen gefordert. Es ermögliche nicht annähernd die Umsätze wie bei geöffneten Läden, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes, René Glaser, am Dienstag.


Für den Handel sei es zumindest eine Möglichkeit, mit den Kunden wieder in Kontakt zu treten, so Glaser. Die Händler verfügten über sichere und kontaktlose Konzepte, etwa mit gestaffelten Zeitfenstern für die Abholung, kontaktloser Übergabe an Abholschaltern oder bargeldloser Bezahlung.

Zugleich verweist der Verband darauf, dass für viele von der Schließung betroffene Unternehmen die Situation "sehr ernst und extrem angespannt" sei. Mit jedem weiteren Tag verschärfe sich die Lage, so Glaser. Der Handel fordert daher unter Einhaltung der Hygieneregeln weitere Lockerungen auch bei einem Inzidenzwert über 50 und eine schnelle Öffnungsperspektive. Zudem mahnte Glaser wirksame Wirtschaftshilfen an.

Es herrscht akute Finanznot.

René Glaser Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes

Bisher habe der Einzelhandel aus den Hilfsprogrammen keine oder nur eine sehr geringe Unterstützung erhalten.

16:26 Uhr | Gewerkschaft NGG fordert 1.200 Euro Kurzarbeitergeld pro Monat

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert ein Mindest-Kurzarbeitergeld von monatlich 1.200 Euro. Laut Volkmar Heinrich, Geschäftsführer der NGG-Region Dresden-Chemnitz, haben die aktuellen Schließungen ähnlich gravierende Auswirkungen wie der Lockdown im Frühjahr vergangenen Jahres. Damals meldeten laut NGG 744 gastgewerbliche Betriebe in Dresden Kurzarbeit an. Das seien 72 Prozent aller Betriebe der Branche in der Stadt. Die Zahl der kurzarbeitenden Köchinnen, Kellner und Hotelangestellten stieg auf 7.513, so eine Auswertung der Bundesagentur für Arbeit im Auftrag der NGG.

Die Beschäftigten wissen nicht mehr, wie sie noch ihre Miete bezahlen sollen. Letzte Reserven sind längst aufgebraucht. Und es könnten noch Monate vergehen, bis Lokale und Hotels wieder öffnen.

Volkmar Heinrich Geschäftsführer der NGG-Region Dresden-Chemnitz

16:00 Uhr | Hat gekippte Ausgangssperre Folgen für Sachsen?

Nachdem der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim die nächtliche Ausgangssperre in Baden-Württemberg gekippt hat, diskutiert auch Sachsens Kabinett darüber, ob das Folgen für den Freistaat hat. "Wir müssen sehen, ob es Parallelen gibt und prüfen, ob es in der neuen Corona-Schutzverordnung beachtet werden muss", sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) nach der Kabinettsrunde am Dienstag. Die Juristen des Innenministeriums hätten das Thema auf dem Tisch. Piwarz geht davon aus, dass die Ausgangsbeschränkungen auch in der Bund-Länder-Schalte am Mittwoch diskutiert werden.

In Sachsen gilt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ab 22 Uhr. Diesen Freitag soll eine neue Coronaschutzverordnung für die Zeit nach dem 14. Februar vorgestellt werden.

15:40 Uhr | Versammlungen in Görlitz und Bautzen

Die Polizeidirektion Görlitz hat zwischen Montag- und Dienstagmorgen 20 Verstöße gegen die geltende Corona-Schutzverordnung registriert und geahndet. Unter anderem sei es auf dem Kornmarkt in Bautzen zu einer Versammlung mit knapp 50 Personen gekommen, bei der 17 Verstöße gegen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes festgestellt worden sind. Acht von ihnen konnten laut Polizei ein Befreiungsattest vorlegen.

Zu einer ähnlichen Versammlung mit 100 Personen soll es in Görlitz gekommen sein. Hier kontrollierte die Polizei vier Menschen ohne Mund-Nasen-Schutz. Alle konnten ein Attest vorlegen.

15:23 Uhr | Weniger Kinder in Mittelsachsen in Notbetreuung

Laut Landratsamt Mittelsachsen besuchten bis zum 3. Februar 27,5 Prozent der Kinder im Landkreis Kita und Hort. Das seien 1,5 Prozent weniger als zum letzten Erhebungszeitpunkt am 27. Januar. Die Spanne reiche dabei von rund sieben bis 50 Prozent in den Einrichtungen. Die Zahl der Anmeldungen für die Notbetreuung in Krippe und Kindergarten sei auf 40 Prozent gestiegen. Im Hortbereich sank die Quote um die Hälfte auf rund sieben Prozent, so das Landratsamt.

14:52 Uhr | Kita- und Grundschulöffnung ab Montag

Ab dem 15. Februar sollen Grundschulen und Kitas im Freistaat wieder öffnen. Das hat Kultusminister Christian Piwarz angekündigt. Endgültig beschlossen wird der Fahrplan am kommenden Freitag in einer erneuten Kabinettssitzung. Zuvor wird sich das Kabinett am Mittwoch nach den Bund-Länder-Beratungen mit einer neuen Corona-Schutz-Verordnung befassen.

14:16 Uhr | Polizei ahndet hunderte Vergehen nach verbotener "Querdenken"-Demo

Die Polizeidirektion Dresden ermittelt derzeit wegen der verbotenen "Querdenken"-Demonstration im Dezember 2020 in Dresden. So seien mittlerweile 51 Strafverfahren und 544 Ordnungswidrigkeiten eingeleitet worden. Anlass für die Strafverfahren seien in erster Linie falsche Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht, die den Beamten vorgezeigt worden waren. Bei den Ordnungswidrigkeiten gehe es ebenfalls um Verstöße gegen die Maskenpflicht sowie gegen die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, so die Polizei.

Der Dresdner Ableger der "Querdenken"-Bewegung hatte für den 12. Dezember eine Demonstration mit 4.000 Teilnehmern angemeldet. Sie wurde von den Gerichten bis hin zum Bundesverfassungsgericht verboten. Dennoch reisten etliche Anhänger an. Die Polizei verhinderte mit einem Großaufgebot eine Versammlung.

Demo Querdenken Dresden Dezember
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

13:57 Uhr | Kleine Lockerung für Einzelhandel

Sachsen führt ab kommenden Montag das sogenannte Click-and-Collect-System im Einzelhandel ein. Künftig können auch im Freistaat Kundinnen und Kunden online Waren bestellen und dann am Geschäft abholen. Geschäftsöffnungen soll es nicht geben. Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) rief den Einzelhandel dazu auf, das Abholen pandemiegerecht und kontaktlos zu organisieren. Er verwies auf Vergabe von Abgabeterminen, Drive-In-Möglichkeiten oder räumliche Agrenzungen, dass sich keine Menschengruppen bilden.

13:26 Uhr | Kretschmer will langsam aus dem Lockdown

Ministerpräsident Michael Kretschmer hat Hoffnungen auf schnelle und umfassende Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Sachsen gedämpft. Man bewege sich auf dünnem Eis, sagte der CDU-Politiker bei einer Online-Fragestunde mit mehreren Hundert zugeschalteten Bürgern und Vertretern aus Kultur, Tourismus, Pflege, Schule, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft. Kretschmer hatte zu der dreistündigen Diskussionsrunde eingeladen, um vor den Bund-Länder-Gesprächen am Mittwoch über mögliche Wege aus dem Lockdown öffentlich zu diskutieren. Zugeschaltet waren auch die Kabinettsmitglieder.

12:38 Uhr | Hellersiedlung lädt zum Skilanglauf ein

Sachsens größte Kleingartenanlage - die Hellersiedlung in Dresden – lädt zum Skilanglauf ein. "Die Hellersiedlung versteht sich als Naherholungsgebiet für die Dresdnerinnen und Dresdner. Viele unserer Besucher haben sich inzwischen die Bretter angeschnallt und nutzen unsere weitläufige Kleingartenanlage für einen Skiausflug", sagt Ramon Himburg, 1. Vorsitzender der Hellersiedlung. Durch die Größe des Gebiets und die Vielzahl der Wege sei das Einhalten von Abstandsregeln kein Problem. Gerade für Skiausflüge mit Kindern eigne sich das eher ebene Gelände auf dem Heller.

In dieser schwierigen Zeit braucht es immer wieder solche kleinen Glücksmomente. So kommen wir alle gut durch den Lockdown.

Ramon Himburg 1. Vorsitzender Hellersiedlung

Die Hellersiedlung ist von der gleichnamigen Haltestelle aus mit den Straßenbahnlinien 7 und 8 erreichbar und frei zugänglich.

Garten- und Wintersportfreund Ralph Mutze dreht gern seine Langlaufrunden durch die Hellersiedlung.
Garten- und Wintersportfreund Ralph Mutze dreht gern seine Langlaufrunden durch die Hellersiedlung. Bildrechte: Cornelia Mutze

12:29 Uhr | Kritik an Lernsax

Heute ist erneut die sächsische Lern- und Lehrplattform Lernsax flächendeckend ausgefallen. Es handle sich dabei um das mindestens fünfte Mal innerhalb eines Monats, dass die Plattform stundenlang nicht erreichbar ist, kritisierten Schüler und Auszubildende der Jungen Sozialen in Sachsen (JSAG). Lernsax sei für Schüler und Schülerinnen in Zeiten des Homeschoolings die einzige Möglichkeit, mit ihren Lehrkräften in Kontakt zu bleiben und Aufgaben zu erhalten, erklärte Emily Pfeiffer von der Landeskoordination. "Dass die Plattform so schlecht funktioniert, ist inakzeptabel!"

Kultusminister Christian Piwarz (CDU) erklärte, dass es sich heute bei Lernsax um ein technisches Problem im Mailserver gehandelt habe. "Das ist nach 40 Minuten behoben worden. 11:30 Uhr habe ich die Rückmeldung bekommen, dass wieder 63.000 Nutzer zeitgleich online waren", so Piwarz.

12:02 Uhr | Dicke Luft an der Dresdner Semperoper

An der Dresdner Semperoper ist ein Streit um den Umgang mit den Corona-Schutzmaßnahmen entbrannt. Chefdirigent Christian Thielemann hatte Intendant Peter Theiler in einem Interview vorgeworfen, seine Arbeit zu behindern. Theiler reagierte daraufhin deutlich und sprach von "völligen Fehldarstellungen und mangelnder Einsicht".

11:33 Uhr | Polizei kontrolliert an der polnischen Grenze

In Görlitz haben umfangreiche Kontrollen an der Grenze zu Polen begonnen. Im Fokus stehen Berufspendler. Pendler nach Deutschland müssen einmal pro Woche einen negativen Corona-Schnell-Test vorweisen. Ansonsten droht neben einem Bußgeld von 60 Euro die Quarantäne. Zudem soll mit den Kontrollen der kleine Grenzverkehr zum Einkaufen, Tanken oder wegen Dienstleistungen erschwert werden.

10:46 Uhr | Über die Herkunft der Triage in der Medizin

Das Coronavirus kann das Krankenhauspersonal im Notfall zu schweren Entscheidungen zwingen: Welchen Patienten zieht man vor? Wen kann man wirklich retten? Über die Debatte zur Triage und ihre Geschichte.

10:28 Uhr | Leipzig gibt Geld für digitale Kulturprojekte

Beim Leipziger Kulturamt können wieder Anträge auf die Förderung von nichtkommerziellen Kleinprojekten der freien Kunst und Kultur gestellt werden, die im Internet, Fernsehen oder Radio veröffentlicht werden sollen. Wie die Stadt informierte, stehen dafür rund 20.000 Euro zur Verfügung. Als Kleinprojekte gelten Vorhaben mit Gesamtkosten von maximal 1.500 Euro.

Wegen der Corona-Pandemie steht das kulturelle Leben still. Digitale Projekte seien eine Möglichkeit, um Kunst und Kultur trotzdem zeigen und wahrnehmen zu können, so das Kulturamt.

10:07 Uhr | Kamenzer Lessingtage verschoben

Die Kamenzer Lessingtage werden erstmals seit Bestehen verschoben. Geplant sei, die Veranstaltungsreihe im Mai und Juni durchzuführen, teilte das Lessingmuseum mit. Die 53. Auflage steht unter dem Motto "Vereinnahmung, Verfolgung, Verführung" und widme sich der Literatur und Kunst während der Nazizeit. Zudem werde eine Ausstellung mit Arbeiten von Armin Müller-Stahl vorbereitet. Die Kamenzer Lessingtage finden normalerweise im Januar und Februar statt.

09:46 Uhr | Boom beim kontaktlosen Bezahlen

Die Verbraucher in Deutschland haben in Geschäften noch nie so häufig bargeldlos bezahlt wie im vergangenen Jahr. Das Unternehmen Euro Kartensysteme zählte knapp 5,5 Milliarden Transaktionen mit der Girocard. Das waren rund eine Milliarde Geldtransfers mehr als 2019.

Einen besonderen Schub gab es demnach beim kontaktlosen Bezahlen. Dabei wird die Karte nur noch an ein Lesegerät gehalten und bei geringen Beträgen muss keine Geheimzahl mehr eingegeben werden. Gerade in der Pandemie komme diese Zahlweise dem Wunsch von Kunden und Handel nach Abstand und Hygiene entgegen, so Euro Kartensysteme.

09:12 Uhr | Vorwurf sächsischer Erzieher: Fühlen uns ungerecht behandelt

Sachsens Erzieherinnen und Erzieher haben in Hörerfragen an MDR SACHSEN kritisiert, dass sie nicht wie Lehrer einmal wöchentlich getestet werden - obwohl sie auch mit Kindern arbeiten, teilweise viel näher und intensiver als Lehrer. Sie fühlten sich als Personal zweiter Klasse, so der Vorwurf. "Ja, das ist ein Ärgernis", stimmte Kultusminister Christian Piwarz zu, verwies jedoch auf die Arbeitgeber der Erzieher.

Wir haben als Land der kommunalen Ebene viel Geld zur Verfügung gestellt. Man kann das auch für Tests nehmen.

Christian Piwarz Sächsischer Kultusminister (CDU)

Der Freistaat zahle die Tests für die Lehrerschaft aus dem Budget für Arbeitsschutz von Lehrerinnen und Lehrern. Die Arbeitgeber der Erzieher, beispielsweise Kommunen, müssten für die Tests aufkommen. Die Diskussion darüber sei in Sachsen noch zu keinem guten Ergebnis gekommen, meinte Piwarz. "Da müssen wir noch die Diskussion führen."

08:53 Uhr | Mutiertes Corona-Virus breitet sich im Erzgebirgskreis aus

Das mutierte Coronavirus der britischen Variante breitet sich weiter im Erzgebirgskreis aus. Laut zuständigem Gesundheitsamt wurden vier neue positive Befunde bestätigt. Damit seien bislang fünf Fälle der britischen Mutation durch Labore bestätigt worden. Eine Person mit einer solchen Infektion ist gestorben. Die Infizierten und deren Kontaktpersonen seien in Quarantäne.

Auch im Vogtland und im Kreis Görlitz sind bereits mehrere Infektionen durch die britische Mutation nachgewiesen worden.

07:59 Uhr | Piwarz: Kitas und Grundschulen zuerst öffnen

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hat sich dafür ausgesprochen, bei Lockerungen zuerst Kitas und Grundschulen zu öffnen. In der gestrigen Sitzung der Kultusminister aller Bundesländer seien sich die Minister grundsätzlich über die Öffnungspriorität einig gewesen. Nur der Zeitpunkt der Öffnung sei unterschiedlich bewertet worden. Manche Bundesländer hätten erst noch Faschingsferien geplant, sagte Piwarz im Gespräch mit MDR SACHSEN.

Gleichzeitig sprach sich der sächsische CDU-Politiker gegen eine bundeseinheitliche Regelung aus. Die Länder sollten ihre Strategien zwar gemeinsam absprechen, aber auch auf ihre länderspezifischen Schulsysteme und die Infektionslage schauen.

07:31 Uhr | Colditz hilft Senioren bei Impfterminen

Die Stadt Colditz hat jetzt eine Koordinierungsstelle für die Vergabe von Corona-Impfterminen. Unterstützt werden sollen Menschen, die älter als 80 Jahre sind. Alle, die sich noch nicht für die Terminvergabe registriert haben und Hilfe brauchen, können sich telefonisch bei der Impfkoordinationsstelle melden. Diese ist wochentags von 9 bis 16 Uhr erreichbar.

06:59 Uhr | Firma entwickelt Frühwarnsystem für Infektionen

Mit einer sogenannten Protectwatch hat eine Firma aus Neumark im Vogtland ein Frühwarnsystem für Infektionen entwickelt. Das System überwacht permanent die Körpertemperatur. Damit könne man auch eine Corona-Infektion noch vor einem Test erkennen, so Entwickler Thomas Krause. Man habe bereits mehrere Magen-Darm-Fälle erkannt, einen leichten Grippeverlauf sowie mehrere Corona-Fälle, sieben Tage vor den deutlich auftretenden Krankheitssymptomen.

Das Gesamtsystem hat wirklich die Stärke, dass es die Abwehrreaktion des Körpers erkennt. Und der Körper reagiert bei fast jeder Infektion sofort.

Thomas Krause Entwickler

Laut Firmenangaben sind bisher gut 100 Uhren im Einsatz. Zudem bereitet die Berufsakademie Plauen zwei wissenschaftliche Studien vor.

06:35 Uhr | Dresden bittet um Fotos für virtuelle Menschenkette

Die Stadt Dresden hat zur Teilnahme an der virtuellen Menschenkette am 13. Februar aufgerufen. In einer Mitteilung bittet sie, Fotos von sich im Internet hochzuladen. Diese sollen am 76. Jahrestag der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg auf die Fassaden markanter Altstadtgebäude projiziert werden. Nach Rathausangaben haben bisher mehr als 100 Bürger ein Bild eingereicht.

05:55 Uhr | Corona-Tests in Kita Märchenland in Bad Düben

In Bad Düben werden heute Vormittag in der Kita Märchenland Kinder und deren Kontaktpersonen auf Corona getestet. Der Test sei freiwillig, sagte Oberbürgermeisterin Astrid Münster. In der Einrichtung war die britische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden - bei einem Kind, dass dort die Notbetreuung besucht hatte. Weil weitere Kinder Symptome zeigten, wird nun nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt getestet. Die Ergebnisse soll es morgen geben.

05:40 Uhr | Keine Covid-Intensivbetten im Landkreis SSOE frei

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge befinden sich derzeit 101 positiv auf das Coronavirus getestete Menschen in Krankenhäusern. Von ihnen werden 22 intensivmedizinisch versorgt. Derzeit sind alle für Corona-Patienten in den Krankenhäusern im Landkreis vorgesehenen Intensivbetten belegt.

Ärzte und Ärztinnen auf der Intensivstation.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

05:20 Uhr | Sachsen zahlt 28,6 Millionen Euro Zuschuss für Corona-Prämien

Bis Ende vergangenen Jahres haben Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen insgesamt rund 57,2 Millionen Euro als Corona-Prämienzuschuss für Beschäftigte in der Altenpflege überwiesen. In Sachsen flossen etwa 28,6 Millionen Euro, in Sachsen-Anhalt 15,3 und in Thüringen 13,3. Das teilten die Sozialministerien der Bundesländer dem MDR mit. Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine Corona-Prämie von bis zu 1.500 Euro, abhängig von Art und Umfang ihrer Tätigkeit.

05:00 Uhr | Wie weiter mit Schulen und Kitas?

Sachsens Kabinett will heute über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) will anschließend die aktuellen Pläne für Kitas und Grundschulen vorstellen. Bisher hatte die Regierung den 15. Februar für erste vorsichtige Lockerungen in Aussicht gestellt, wenn es die Infektionszahlen zulassen. Aktuell liegt der Freistaat immer noch über dem Bundesdurchschnitt.

Kultusminister Piwarz zu Gast im Hörfunkprogramm von MDR SACHSEN Sachsens Kultusminister Christian Piwarz ist heute zu Gast bei MDR SACHSEN. Im Morgenprogramm des Sachsenradios wird er ab 07:30 Uhr Fragen zum weiteren Vorgehen in Kitas und Schulen beantworten.

Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) berichtet voraussichtlich zudem über den aktuellen Stand der Wirtschaftshilfen für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen. Die Eckpunkte für die neue Corona-Schutzverordnung will die Regierung dann am Donnerstag vorstellen und dafür die Bund-Länder-Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch abwarten. Die aktuelle Schutzverordnung in Sachsen ist noch bis zum 14. Februar gültig.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09.02.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 09.02.2021 | 19:00 Uhr

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