Meldungen am Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 29.12.: Reiserückkehrer müssen demnächst Corona-Test vorlegen

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Corona-Test
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Tickerende

MDR SACHSEN beendet für heute den Corona-Ticker. Am Mittwoch berichten wir weiter über die aktuelle Lage im Freistaat. Bleiben Sie gesund und uns gewogen.

21:09 Uhr | Vogtland-Tourismus zieht düstere Jahresbilanz

Der Tourismusverband Vogtland zieht ein negatives Fazit des Corona-Jahres 2020. Viele Betriebe seien durch die massiven Beschränkungen in ihrer Existenz bedroht, sagte Andreas Krauß, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Vogtland. "Wir gehen von Rückgängen von 60 bis 70 Prozent bei den Übernachtungen aus, sowohl im Sächsischen als auch im Thüringer Vogtland." Es seien alle touristischen Leistungsträger betroffen - ob die Gastronomie, Hotellerie, Pensionen, die Kultur- und Freizeiteinrichtungen, die Kurbäder und die Wintersportbetriebe.

Auch Abhol- und Lieferservice, virtuelle Angebote oder Gutscheinverkäufe seien derzeit nur ein Tropfen auf den heißen Stein, so Krauß. Der Tourismus im Vogtland erwirtschafte in üblichen Jahren etwas mehr als eine halbe Milliarde Euro Bruttoumsatz, hieß es. Etwa 14.000 Menschen lebten von den Gästen, die das Vogtland besuchen.

19:25 Uhr | Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen Gesundheitsamt Corona-Test vorlegen

Einreisende aus ausländischen Risikogebieten müssen in Sachsen ab 11. Januar dem Gesundheitsamt einen Corona-Test vorlegen. Dieser darf höchstens 24 Stunden vor Einreise gemacht worden sein oder muss spätestens 48 Stunden nach Einreise nachgereicht werden. Die Kosten für den Test müssen die Reisenden selbst tragen, sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping. Danach müssen sich die Rückkehrer für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben und können sich nach frühestens fünf Tagen frei testen lassen. Das bedeutet, mit einem negativen Testergebnis kann die Quarantäne vorzeitig beendet werden.

18:13 Uhr | Lausitzer Seenland kommt vergleichsweise glimpflich durchs Corona-Jahr

Die Tourismusregion Lausitzer Seenland ist bislang vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen. Wie der Tourismusverband mitteilte, wurden bis September im Brandenburger Teil des Seenlandes nur knapp vier Prozent weniger Übernachtungen als im Vorjahr gezählt. Ähnlich sehe es im sächsischen Teil des Lausitzer Seenlandes aus. Zum Vegleich: In ganz Sachsen gingen die Übernachtungszahlen um etwa 30 Prozent zurück.

Das Seenland habe dabei von mehr inländischen Touristen profitiert, die vor allem Campen und Radfahren wollten, so eine Sprecherin des Tourismusverbandes. Dennoch hatten Gastronomiebetreiber und Veranstalter durch Corona-Beschränkungen Einnahmeausfälle zu verkraften.

17:20 Uhr | Gut 2.500 Neuinfektionen in Sachsen

Am heutigen Tag sind in Sachsen 2.521 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. 163 Menschen sind mit oder an einer Corona-Infektion gestorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz hat im Vogtlandkreis mit 798 einen Spitzenwert erreicht. Am niedrigsten liegt sie weiterhin in der Stadt Leipzig (228). Die Zahl der aktiven Fälle im Freistaat ist auf 35.309 gesunken. Sie hatte an Heiligabend ihren bisherigen Höchstwert erreicht (38.889).

17:12 Uhr | Mittelsachsen erlässt Verbot für Silvesterfeuerwerk

Der Landkreis Mittelsachsen hat heute eine Allgemeinverfügung erlassen. Nach dieser ist es vom 31. Dezember 0 Uhr bis 1. Januar 24 Uhr verboten, jegliches Feuerwerk ab Kategorie 2 im öffentlichen Raum und auf öffentlich zugänglichen Privatgrundstücken zu zünden. Das Landratsamt teilte mit, damit sollen Ansammlungen von Menschen vermieden werden und die an der Belastungsgrenze arbeiteten Kliniken geschützt werden. Ausgenommen von der Regelung seien unter anderem Wunderkerzen und sogenannte Tischfeuerwerke, die auch im geschlossenen Raum verwendet werden können.

16:56 Uhr | Städte- und Gemeindebund: Böllerverkaufsverbote reichen nicht aus

Verkaufsverbote für Böller alleine reichen aus Sicht des Städte- und Gemeindebundes nicht aus. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte dem MDR, eine Ansammlung von Feiernden auf öffentlichen Plätzen gelte es zu vermeiden. Allerdings müssen Böllerverbote von den Kommunen begründet werden, so Landsberg. Deshalb gibt es einen Flickenteppich bei den Regeln. In Chemnitz und Dresden ist Silvesterknallerei verboten, Görlitz und Leipzig verbieten die Böllerei in bestimmten Zonen. Dennoch erwartet Gerd Landsberg eine eher ruhige Silvesternacht in den Städten.

16:19 Uhr | Tafeln funktionieren in der Corona-Krise wieder

Die Tafeln in Sachsen haben die Corona-Krise bisher gut gemeistert. Das sagte der Sprecher des Landesverbandes, Karltheodor Huttner, MDR SACHSEN. Nur im Frühjahr habe die Ausgabe zeitweise eingestellt werden müssen. Inzwischen sei dank staatlicher Hilfe und vieler Geldspenden Schutzausrüstung wie Trennwände und Arbeitskleidung angeschafft worden. Keine der 44 Tafeln in Sachsen sei dauerhaft geschlossen worden, betonte Huttner.

Kommende Woche nehme sogar eine neue Ausgabe in Coswig die Arbeit auf, kündigte Huttner an. Durch die Corona-Krise würden zwar mehr Menschen die Tafeln nutzen. Auf der anderen Seite seien von Firmen aber auch deutlich mehr Lebensmittel bereitgestellt worden.

15:15 Uhr | Polizei in Zittau ahndet Corona-Verstöße

Im Zittauer Stadtgebiet haben gestern Polizeibeamte Bürger gestoppt, die ohne triftigen Grund ihre Wohnung verlassen hatten. Drei Personen im Alter zwischen 35 und 57 Jahren hatten ihre Autos in Polen betankt. Sie müssen sich laut Polizei nun in Quarantäne begeben und Kontakt zum Gesundheitsamt aufnehmen. Außerdem droht ihnen ein Bußgeld.

In Seifhennersdorf waren zwei Männer aus dem tschechischen Varnsdorf kommend mit zwei Autos nach Deutschland eingereist. Ein Fahrzeug hatte sie in Tschechien gekauft. Da einer der Männer abgelaufene Personaldokumente hatten, wird gegen ihn wegen unerlaubter Einreise ermittelt. Außerdem müssen beide Männer in häusliche Quarantäne. Gegen sie wurde ferner ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz eröffnet.

14:52 Uhr | Nur Kräutergarten am Kloster Marienstern offen

Das Ernährungs- und Kräuterzentrum des Klosters Marienstern hat mit seinem Klostergarten der Corona-Krise getrotzt. Dort seien zwischen Pfingsten und Saisonende mehr Gäste gezählt worden als in den Jahren zuvor, sagte Peter Neunert vom Christlich-Sozialen Bildungswerk. Veranstaltungen mussten hingegen wegen der strengen Corona-Regeln abgesagt werden. Lediglich ein einziger Kräutersonntag im August war möglich. Laut Neunert stieß dieser auf reges Interesse bei regionalen Händlern und Besuchern.

14:19 Uhr | Uniklinikum Leipzig impft medizinisches Personal

Das Uniklinikum Leipzig hat mit der Impfung des besonders gefährdeten medizinischen Personals gegen das Coronavirus begonnen. Wie das Krankenhaus mitteilte, verfügt das interne Impfzentrum auch über eine Lagerlogistik und versorgt darüber die anderen Krankenhäuser in Leipzig und den benachbarten Landkreisen. In der Liebigstraße seien dafür Räume umgebaut worden, in denen sonst Studenten unterrichtet werden.

Das Impfzentrum umfasse Anmeldebereiche, vier Impfplätze sowie Bereiche für die Nachbeobachtung. Zu den Impfteams gehören Ärzte der Uniklinik, Medizin- und Pharmaziestudenten sowie pensionierte Ärzte. Insgesamt sollen zunächst 600 Mitarbeiter geimpft werden.

13:19 Uhr | Betrüger bieten Corona-Schutzimpfung an

Kaum, dass die Corona-Schutzimpfungen in Sachsen angelaufen sind, versuchen offenbar Betrüger, Gewinn daraus zu schlagen. Wie die Polizei mitteilte, erhielt in Treuen ein 44-Jähriger gestern Nachmittag Besuch von zwei Unbekannten. Die Männer gaben sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aus und erklärten, bei ihm eine Corona-Schutzimpfung durchführen zu wollen. Die Männer trugen weiße Jacken und hatten einen silberfarbenen Koffer bei sich.

Der 44-Jährige ging jedoch nicht darauf ein und wies die Unbekannten ab. Die Polizei vermutet, dass die mutmaßliche Schutzimpfung ein Trick sein könnte, um in fremde Wohnungen zu kommen und rät zur Vorsicht.

12:44 Uhr | Gericht bestätigt Verkaufsverbot für Feuerwerk

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das bundesweite Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk bestätigt. Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass nach langjähriger Erfahrung damit zu rechnen sei, dass unsachgemäßer Gebrauch zu akut behandlungsbedürftigen Verletzungen führe. Das Krankenhauspersonal werde aber durch die Corona-Pandemie bereits stark beansprucht.

Das Verkaufsverbot greife zwar in die Berufsfreiheit der Pyrotechnikhersteller ein. Das Ziel, eine weitere Belastung der Kliniken zu verhindern, wiege aber schwerer. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte den Verkauf von Silvesterfeuerwerk deutschlandweit untersagt.

12:10 Uhr | 24 Anzeigen wegen Ausflug zum Fichtelberg

Trotz der aktuellen Corona-Schutzverordnung kommen weiter Ausflügler zum Fichtelberg. Laut Polizei wurden gestern 24 Anzeigen aufgenommen. Die Betroffenen hätten sich ohne triftigen Grund auf Sachsens höchstem Berg aufgehalten oder seien aus größerer Entfernung angereist.

Sport und Bewegung im Freien sind in Sachsen aber derzeit nur im Umkreis von 15 Kilometern um den eigenen Wohnort erlaubt. Dennoch waren schon am langen Weihnachtswochenende zahlreiche Tagestouristen nach Oberwiesenthal gekommen. Die Polizei wird nach eigenen Angaben weiter verstärkt in dem Wintersportgebiet kontrollieren. Zudem sind alle Skipisten und Rodelstrecken geschlossen.

11:28 Uhr | Individuelle Impftermine noch nicht möglich

Aktuell können noch keine individuellen Termine für die Impfzentren in Sachsen vergeben werden. Das teilte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit. Hintergrund sei, dass Sachsen derzeit nicht genügend Impfstoff zur Verfügung stehe, erklärte DRK-Sprecher Kai Kranich. Bisher seien etwa 29.000 Impfdosen eingetroffen.

Es werde jetzt zuerst in den Pflegeheimen und Kliniken geimpft. Rein rechnerisch würden für alle Heimbewohner und Mitarbeiter in Pflegeheimen und Krankenhäusern mehr als 290.000 Impfdosen benötigt. Das DRK erreichten im Moment viele Anfragen nach individuellen Impfterminen.

11:12 Uhr | Polens Skispringer doch bei Vierschanzentournee

Die polnischen Skispringer dürfen nun doch beim Auftakt der Vierschanzentournee starten. Das teilten die Veranstalter mit. Das Team war gestern nach einem positiven Corona-Test bei Springer Klemens Muranka von der Qualifikation und dem Wettkampf in Oberstdorf ausgeschlossen worden.

Zwei weitere Testreihen bei ihm und der gesamten Mannschaft fielen aber negativ aus. Das zuständige Gesundheitsamt hob daraufhin die Quarantäne auf. Durch die Teilnahme der Polen wird es heute Nachmittag keine K.o.-Duelle, sondern einen normalen ersten Durchgang mit allen 62 Tournee-Teilnehmern geben.

10:48 Uhr | Weniger Verkehr auf Sachsens Straßen

Der Corona-Lockdown im Frühjahr hat sich deutlich auf den Verkehr ausgewirkt. Wie das Landesamt für Straßenbau- und Verkehr (Lasuv) mitteilte, haben die Dauerzählstellen an den Straßen im Zeitraum von Januar bis September einen Rückgang des täglichen Verkehrs um 10 bis 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Das sei auf allen Straßenklassen zu beobachten gewesen. Auf den Autobahnen in Sachsen sei die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke um rund 14 Prozent zurückgegangen, so Rosalie Stephan vom Landesverkehrsamt.

10:21 Uhr | Höhere Auslastung im Krematorium Leipzig

Das Krematorium in Leipzig ist derzeit höher ausgelastet als in den Monaten davor. Jedoch sei der Anstieg nicht im bedenklichen Bereich, es seien ausreichend Kapazitäten vorhanden. Das teilte David Quosdorf von der Leipziger Stadtverwaltung mit. Es gebe auch ausreichend Kühlmöglichkeiten für die Verstorbenen - gleich, ob eine Infektion mit dem Coronavirus vorliege oder nicht. Das Krematorium Leipzig äschert im Monat etwa 300 Verstorbene ein.

09:57 Uhr | OB von Auerbach versteigert Siegertrophäe

Der Oberbürgermeister von Auerbach im Vogtland, Manfred Deckert, versteigert auf der Internetauktionsplattform Ebay eine Trophäe aus seinen Tagen als aktiver Sportler. Es handelt sich um die Siegertrophäe der Vierschanzentournee in Form eines Adlers. Deckert hatte den Pokal im Winter 1981/82 gewonnen. Der Erlös der Auktion soll Menschen zugutekommen, die durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Not geraten sind. Am Dienstag lagen die Gebote bei mehr als 8.000 Euro. Die Versteigerung läuft im Internet bis 6. Januar.

09:25 Uhr | Sächsische Kommunen schnallen Gürtel enger

Die Corona-Pandemie macht den Kommunen in Sachsen zu schaffen. Sie sehen für das kommende Jahr wenig Spielraum für Investitionen und Leistungen über ihre Pflichtaufgaben hinaus. Der Geschäftsführer des sächsischen Städte- und Gemeindetages, Michael Woitschek, sagte, erhebliche Mindereinnahmen und deutliche Ausgabensteigerungen schränkten die Handlungsfähigkeit ein. Schon jetzt sei klar, dass Kommunalunternehmen wie Personennahverkehr und Bäder starke Verluste hinnehmen müssten. Belastbare Zahlen zur Auswirkung der Krise auf die Kassen der Städte und Gemeinden könne er aber erst im kommenden Jahr nennen.

Das sächsische Finanzministerium sieht die Lage deutlich entspannter. Bund und Freistaat hätten den Kommunen 382 Millionen Euro für entgangene Steuereinnahmen überwiesen - und dazu noch 147,5 Millionen Euro für pandemiebedingte Mehrausgaben. Damit wären Mindereinnahmen nahezu vollständig aufgefangen worden. Und auch kommendes Jahr könnten die Kommunen mit Hilfe rechnen, so das Ministerium.

09:03 Uhr | 110 Verstöße gegen Corona-Verordnung in Oberlausitz

Die Polizei hat in der vergangenen Woche in den Landkreisen Bautzen und Görlitz zahlreiche Einsätze im Zusammenhang mit der Sächsischen Corona-Schutzverordnung registriert. Dabei waren rund 140 Beamte im öffentlichen Raum bei Kontrollen präsent und überwachten mehrere angemeldete und nicht angemeldete Versammlungen. Im Zeitraum zwischen Mittwoch und Sonntag wurden 110 Verstöße registriert, teilte die Polizei mit. Des Weiteren erteilten die Beamten über 50 Platzverweise und sprachen über 90 Verwarnungen wegen des fehlenden Mund-Nasenschutzes aus.

08:22 Uhr | Dresdner Busse und Bahnen fahren seltener

Wegen des Corona-Lockdowns haben die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) ihren Fahrplan weiter ausgedünnt. Alle Straßenbahnen und die 60er-Buslinien sind nur noch im 15-Minuten-Takt unterwegs. Der neue Takt soll laut DVB so lange bleiben, bis die Einschränkungen des öffentlichen Lebens ganz oder teilweise wieder aufgehoben sind. Weitere Reduzierungen seien nicht geplant.

Auch im Dresdner Umland macht sich der Lockdown beim Nahverkehr bemerkbar. Laut Verkehrsverbund Oberelbe entfallen die Verstärkerzüge bei der S3 zwischen Dresden und Tharandt. Der regionale Nachtbusverkehr bleibt bis auf die Silvesternacht ausgesetzt.

08:08 Uhr | Viele Einzelhändler kulant bei Umtauschfristen

Viele Einzelhändler wollen wegen des Lockdowns beim Umtausch oder bei der Rückgabe von Geschenken kulant sein. Das erklärte die Verbraucherzentrale Sachsen auf Anfrage des MDR. Demnach wird vielfach ein Umtausch ermöglicht, auch wenn die Frist wegen der geschlossenen Geschäfte abgelaufen ist. Dazu erklärte "Finanztip", Textilhändler böten 100 Tage Umtausch an, bei anderen Händlern beginne das 14-Tage-Umtauschrecht mit der Wiederöffnung der Läden. Nach Angaben des Handelsverbands Deutschland liegt die Umtauschquote bei fünf Prozent.

07:33 Uhr | Schwierige Lage im Zittauer Krankenhaus

Rund 80 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr werden bis Mitte Januar das medizinische Personal im Klinikum Oberlausitzer Bergland unterstützen. Die Corona-Situation in der Zittauer Einrichtung ist weiterhin dramatisch. Bereits vor zwei Wochen sorgte Mathias Mengel, der Ärztliche Leiter des Krankenhauses, bundesweit für Schlagzeilen. Er hatte öffentlich gesagt, dass Ärzte in seinem Klinikum wegen knapper Kapazitäten schon mehrfach die Triage anwenden mussten, also entscheiden, welchen Patienten bevorzugt medizinisch geholfen wird. Gestern bekräftigte er seine Äußerung.

07:19 Uhr | "dambern" ist erzgebirgisches Mundartwort des Jahres

Das erzgebirgische Mundartwort 2020 ist gekürt. Das Rennen machte der Begriff "dambern", was so viel bedeutet wie "nutzlos Zeit verbringen". Vom Erzgebirgsverein hieß es, das Wort passe gut in die aktuelle Corona-Zeit, wo die Leute zu Hause festsitzen.

Der Erzgebirgsverein sucht jährlich gemeinsam mit der Tageszeitung "Freie Presse" das beliebteste Mundartwort. Voriges Jahr wurde der Begriff "Lorks" als Bezeichnung für minderwertige Dinge zum Sieger gewählt.

07:01 Uhr | Sorbisches Folkloreensemble mit nur einem Auftritt

Das Sorbische Folkloreensemble Schleife blickt auf ein sehr schwieriges Jahr zurück. Wie die Vorsitzende Stephanie Bierholdt sagte, ist die Vereinstätigkeit im Kirchspiel Schleife so gut wie zum Erliegen gekommen. Nur einen Auftritt konnte das Ensemble verbuchen.

Trotz der Einschnitte blicke das Sorbische Folkloreensemble Schleife jetzt wieder zuversichtlich nach vorn. Die Mitglieder hoffen, dass zukünftig wieder mehr Miteinander der Vereine im Kirchspiel Schleife stattfinden kann. Nach wie vor sucht das Ensemble nach Mitstreitern.

06:24 Uhr | Gesundheitsämter warten auf Bundeszuschuss

Viele Gesundheitsämter warten noch immer auf das vom Bund versprochene Geld für die digitale Ausstattung. Das erklärte der Bundesverband der Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Vorstandsvorsitzende Ute Teichert sagte dem MDR, ihrer Einschätzung nach, sei das Geld noch nicht flächendeckend ausgezahlt worden. In Sachsen wurden nach Angaben des Sozialministeriums bereits rund 2,5 Millionen Euro ausgezahlt.

Der Bund hatte im Mai insgesamt 50 Millionen Euro für die Digitalisierung der 375 Gesundheitsämter in Deutschland zugesichert. Bislang melden viele Ämter die Corona-Infektionszahlen noch per Fax weiter.

05:46 Uhr | Virusmutation seit November in Deutschland

Die neue Coronavirus-Variante aus England ist bereits seit November in Deutschland. Wie das niedersächsische Gesundheitsministerium mitteilte, konnte die Medizinische Hochschule Hannover bei einem Infektionsfall die neue Variante im Nachhinein bestimmen. Der betroffene Patient sei inzwischen gestorben. Tochter und Ehefrau seien ebenfalls infiziert gewesen. Sie hätten die Krankheit aber überlebt.

Vor wenigen Tagen war die neue Variante bei einer Frau in Baden-Württemberg entdeckt worden. Sie hatte sich aber erst im Dezember infiziert. Die Mutation soll ersten Erkenntnissen zufolge deutlich ansteckender sein.

05:31 Uhr | Arbeitslosigkeit frühestens 2022 auf Vor-Corona-Niveau

Sachsens Arbeitsagenturen wollen auch 2021 den Folgen der Corona-Krise am Arbeitsmarkt stark gegensteuern. Frühestens 2022 würden die Arbeitslosenzahlen hierzulande wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen, sagte der Chef der Regionaldirektion, Klaus-Peter Hansen. "Wir reden von der Bewältigung einer Naturkatastrophe."

Zugleich appellierte Hansen an alle, sich an Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln zu halten. Dadurch würden nicht nur Großeltern und Nachbarn vor dem Virus geschützt, es sichere auch den eigenen Arbeitsplatz, wenn die Pandemie eingedämmt werde.

05:23 Uhr | Digitaler Pendleraktionstag im Erzgebirge

Der Pendleraktionstag im Erzgebirge findet heute digital statt. Wegen der Corona-Pandemie sollen über das Internet Pendler, Rückkehrer und interessierte Zuwanderer angesprochen und für die Region interessiert werden. In allen Branchen werden derzeit trotz der Corona-Krise Arbeitskräfte gesucht. 35 Unternehmen nehmen teil und stellen freie Arbeitsstellen vor.

05:07 Uhr | Ab Januar mehr Personal für Kontaktnachverfolgung im Kreis Bautzen

Das Gesundheitsamt des Landkreises Bautzen will 20 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Nachverfolgung von Kontaktpersonen Corona-Infizierter einstellen. Beim Landratsamt seien rund 170 Bewerbungen eingegangen, teilte eine Sprecherin auf Anfrage von MDR SACHSEN mit. Sie würden jetzt gesichtet.

In der ersten Januarwoche seien Bewerbungsgespräche per Videokonferenz geplant. Schon in der zweiten Januarwoche sollen die zusätzlichen Mitarbeiter anfangen. Für das Gesundheitsamt des Landkreises Bautzen arbeiten momentan rund 330 Menschen.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 29.12.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 29.12.2020 | 19:00 Uhr

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