Meldungen am Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 19.01.: Bislang 23 Schüler bei Schnelltests positiv auf Covid-19 getestet

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Junge Leute stehen in einer Bildungseinrichtung nach einem Corona-Test an.
Im Berufsschulzentrum "Konrad Zuse" in Hoyerswerda wurden gestern Schnelltests für Schüler und Lehrer aus verschiedenen Regionen des Kreises Bautzen angeboten. Bildrechte: Lausitznews.de

21:24 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Ticker für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse. Bleiben Sie gesund. #miteinanderstark

20:02 Uhr | Weiter viele Neuinfektionen in Sachsen

Die Gesundheitsämter in Sachsen haben 1.051 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind 290 Fälle mehr als gestern und 902 weniger als am Dienstag vergangener Woche. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz erreicht wieder der Landkreis Mittelsachsen den höchsten landesweiten Wert, gefolgt vom Vogtlandkreis und dem Landkreis Meißen.

19:15 Uhr | Kretschmer: Keine FFP2-Maskenpflicht in Bus und Bahn

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte dem MDR SACHSENSPIEGEL, der Lockdown werde bis zum 14. Februar verlängert. Das sei bei den Beratungen der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Kanzlerin Angela Merkel vereinbart worden. Im ÖPNV soll laut Kretschmer keine FFP2-Maskenpflicht kommen. Es müssten demnächst jedoch medizinische Einwegmasken getragen werden. In Sachsen sollen die übrigen aktuellen Regeln weitestgehend bestehen bleiben.

Arbeitgeber sollen Homeoffice überall da ermöglichen, wo es geht: "Wir wollen etwas mehr Homeoffice erreichen. Je mehr Menschen von zu Hause aus arbeiten, desto weniger Kontakte gibt es", so Kretschmer.

18:47 Uhr | Spende an Klinikum Oberlausitzer Bergland für Sauerstoff-Geräte in

Das Klinikum Oberlausitzer Bergland mit den Standorten Zittau und Ebersbach-Neugersdorf hat heute eine Spende für die Anschaffung von modernen Sauerstoff-Atemgeräten erhalten. Das teilte die Klinik mit. Die insgesamt mehr als 34.000 Euro kamen vom Rotary-Club Dreiländereck und der Sparkasse.

In den neuen Geräten wird mit einem speziellen Verfahren Sauerstoff erwärmt und befeuchtet, um damit die Atemnot bei Corona-Patienten zu lindern und zu behandeln.

17:00 | Programmtipp: Dienstags direkt beschäftigt sich mit Ausbildung in Corona-Zeiten

Tausende Auszubildende sitzen in Sachsen derzeit auf dem Trockenen. In geschlossenen Betrieben können sie keine Praxiserfahrung mehr sammeln, müssen aber dennoch ihre Prüfungen absolvieren. Wie kommen Auszubildende durch die Corona-Pandemie? Wie blicken Ausbildungsbetriebe im Handwerk auf den Lockdown? Darüber sprechen Fachleute mit Praxiserfahrung und ein Azubi-Vertreter heute bei Dienstags direkt im Sachsenradio ab 20 Uhr.

16:49 Uhr | Musikstiftung hilft Studierenden in Not

Die Ernst von Siemens Musikstiftung unterstützt sächsische Musikstudenten auch in der zweiten Welle der Corona-Pandemie. Wie die Hochschule für Musik und Theater in Leipzig mitteilte, überwies die Stiftung nach 56.800 Euro im Juli 2020 nun 70.500 Euro. Das Geld sei für Studierende gedacht, die durch die Pandemie in Not gerieten.

Die Dresdner Musikhochschule erhält aus dem Sonderprogramm in diesem Jahr 40.300 Euro. Die Vergabe werde nach Bedürftigkeit organisiert, hieß es. Einmalig könnten maximal 500 Euro pro Studentin oder Student ausgezahlt werden, teilte die Lehranstalt mit. Die in der Schweiz ansässige Stiftung hilft den 43 staatlichen Musikhochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz in der Krise und errechnet die Höhe der Zuwendung prozentual aus der Anzahl der Studierenden, hieß es.

16:01 Uhr | Landkreis Zwickau erlässt neue Allgemeinverfügung

Nach dem Vogtlandkreis hat auch der Landkreis Zwickau eine neue Allgemeinverfügung zur Eindämmung der Corona-Pandemie erlassen. Demnach müssen sich Personen sofort in Quarantäne begeben, die einen positiven PCR- oder Schnelltest hatten beziehungsweise aufgrund eines begründeten Verdachts zur Testung mussten. Die Quarantäne endet frühestens nach zehn Tagen, wenn die Person keine Symptome gezeigt hat oder ein negativer Test vorliegt.

15:44 Uhr | 23 Schüler positiv auf Covid-19 getestet

Von 12.190 Schülern an gut 400 Schulen in Sachsen liegen die Ergebnisse der freiwilligen Corona-Tests vor. Laut Kultusministerium sind 23 Schüler positiv auf Covid-19 getestet worden. Das sind 0,19 Prozent der getesteten Schüler. 38 Prozent der Schüler hatten das Angebot der Tests angenommen. Darüber hinaus hätten sich bislang 3.745 Lehrkräfte und Pädagogen testen lassen, hieß es. Davon wurden den Angaben zufolge acht Personen positiv getestet. Das entspricht einer Infektionsrate von 0,21 Prozent.

Natürlich hätte ich mir eine höhere Teilnahme am freiwilligen Testangebot gewünscht. Aber die hohe Zahl von fast 16.000 getesteten Personen liefert dennoch ein gutes Bild für die Schulen. Die festgestellte Infektionsrate ist erfreulich niedrig.

Christian Piwarz | Kultusminister in Sachsen

Seit gestern können rund 50.800 Schülerinnen und Schüler der Abschluss- und Vorabschlussklassen an 643 Schulen wieder in den Unterricht und sich mit einem Antigen-Schnelltest auf Covid-19 freiwillig testen lassen. Noch liegen nicht von allen Schulen die Ergebnisse vor.

15:30 Uhr | Condor verschiebt Rückkehr nach Leipzig/Halle

Die Rückkehr der Condor zum Flughafen Leipzig/Halle verzögert sich. Eine Sprecherin der Fluggesellschaft sagte am Dienstag auf Anfrage von MDR SACHSEN, der Beginn der Flüge von Leipzig zu den Kanarischen Inseln Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria sowie nach Hurghada in Ägypten werde aufgrund der aktuellen coronabedingten Entwicklungen auf den 19. Februar verschoben.

Anfang Januar hatte Condor die Aufnahme der Flüge für Ende Januar geplant. Aktuell starten und landen planmäßig keine Passagierflugzeuge in Leipzig/Halle. Dafür boomt das Frachtgeschäft am mitteldeutschen Airport.

15:13 Uhr | THW plant Logistikzentrum am Flughafen Nobitz

Eines der bundesweit vier neuen Logistikzentren des Technischen Hilfswerks kommt nach Ostthüringen. Die neue Einrichtung in Altenburg/Nobitz werde auf ganz Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt ausstrahlen, glaubt Volkmar Vogel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnnenministerium. Die zentrale Lage mit Anbindung an die Städte Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Jena und Gera sei ein wichtiger Entscheidungsgrund gewesen. Der Flughafen Nobitz, von dem zwischen 2003 und 2011 auch Linienflüge abhoben, befindet sich unweit der Landesgrenze zu Sachsen.

Wir haben mit Altenburg/Nobitz einen intakten Flughafen mit den entsprechenden logistischen Voraussetzungen, wie einer daran angeschlossenen Gewerbefläche und deren Außenbereiche.

Volkmar Vogel | Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnnenministerium

15:01 Uhr | Grimma sorgt sich um finanzielle Folgen der Pandemie

Der Oberbürgermeister von Grimma, Matthias Berger, sorgt sich um die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für den städtischen Haushalt. Momentan würden 3,5 Millionen Euro aus den Schlüsselzuweisungen des Freistaates fehlen. Dennoch konnte Grimma im vergangenen Jahr alle größeren Bauvorhaben wie geplant fortsetzen, darunter die Oberschule Böhlen oder den Glasfaserausbau.

14:55 Uhr | Mediziner rechnet mit abnehmender Impfskepsis

Eine Frau lässt sich Impfen, Weimar, Thüringen.
Bildrechte: imago images/Jacob Schröter

Experten wie der Dresdner Mediziner Harald Schmalenberg rechnen schon in nächster Zeit mit wachsendem Zuspruch für die Corona-Schutzimpfung. "Die Skepsis vieler Menschen wird abnehmen, wenn sie die Verträglichkeit des Impfstoffes bei bereits geimpften Personen wahrnehmen", sagte er. Schmalenberg ist kommissarischer Medizinischer Direktor am Städtischen Klinikum Dresden und koordiniert dort die Covid-19-Impfung.

Ihm zufolge haben sich bisher etwa 20 Prozent der 4.108 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Klinikum Dresden impfen lassen. Bei den 839 Mitarbeitern habe es nur in sehr wenigen Fällen Nebenwirkungen wie leicht erhöhte Temperatur gegeben, häufiger seien vorübergehende leichte Schmerzen an der Einstichstelle gewesen. "Zu schweren Impfreaktionen kam es in keinem Fall", so der Mediziner.

14:47 Uhr | Schnelltest-Zentrum öffnet in Zittau

Morgen startet in Zittau ein "Corona-Antikörper-Schnelltest-Center" in der Lisa-Tetzner-Straße 24. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Dort erhalten Firmen und Privatpersonen nach vorheriger Anmeldung im Internet die Möglichkeit der Schnelltestung. Das Ergebnis liege dann etwa 15 Minuten nach dem Test vor. Das neue Zittauer Schnelltest-Zentrum ist Montag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr geöffnet. Die Testkapazität reicht für bis zu 300 Personen pro Stunde.

14:23 Uhr | CDU-Landtagsabgeordneter fordert Grenzschließungen

Der sächsische CDU-Landtagsabgeordnete Marko Schiemann hat eine vorübergehende Schließung der Grenzen zur Tschechischen Republik und Polen gefordert, um das Coronavirus einzudämmen. Besonders in Tschechien seien die Inzidenzraten die höchsten in Europa, begründete er am Dienstag seinen Vorstoß. "Da an den Grenzübergängen von Sachsen keine lückenlosen Personenkontrollen erfolgen, konnte bisher nicht garantiert werden, dass die gültigen Regelungen aus der sächsischen Corona-Quarantäneverordnung eingehalten werden", sagte er.

Ausnahmen für den Grenzübertritt dürfe es nur für getestete Berufspendler und Warenverkehr geben: "Wir dürfen den Fehler vom Herbst mit offenen Grenzen nicht wiederholen."

14:16 Uhr | Patientenschützer für Auslagerung gesunder Heimbewohner

Patientenschützer verlangen von der Politik eine Kehrtwende beim Schutz von Pflegeheimbewohnern. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die heiminterne Trennung von Infizierten und Nichtinfizierten sei gescheitert. Daher müssten Heimbewohner mit negativem PCR-Test künftig an einen sicheren Ort verlegt werden. Brysch kritisierte, auch die diskutierten Lockdown-Verschärfungen seien zum Schutz der Heime völlig unzureichend.

Es dürfe nicht sein, dass je nach Region bis zu 90 Prozent der Covid-Toten Pflegeheimbewohner seien.

14:10 Uhr | 300 Mitarbeiter im Dresdner Gesundheitsamt mit Corona-Aufgaben betraut

Das Dresdner Gesundheitsamt will mit einer massiven Aufstockung des Personals die Corona-Pandemie besser in den Griff bekommen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sind seit Mitte Januar fast 300 Mitarbeiter mit Corona-Aufgaben befasst. Vor der Pandemie arbeiteten nur zehn im Infektionsschutz.

Die zusätzlichen Mitarbeiter kommen beispielsweise aus anderen Ämtern der Verwaltung, von der Hochschule Meißen oder wurden von der Bundeswehr abkommandiert. Sie sollen nun bei der Kontaktnachverfolgung, der Quarantäne-Kontrolle und der Beratung von Pflegeeinrichtungen helfen.

13:56 Uhr | Sachsen zeigt auf digitaler Grüner Woche Karpfenproduktion und mobile Hühnerhaltung

Bei der rein digitalen Internationalen Grünen Woche am 20. und 21. Januar will sich Sachsen mit Karpfenproduktion, Käseherstellung und Hühnerhaltung in mobilen Ställen präsentieren. Zudem will das Landwirtschaftsministerium nach eigenen Angaben noch Vermarktungswege für regionale Erzeugnisse aus Sachsen vorstellen. Zudem bietet das sächsische Programm einen virtuellen Rundgang durch die aktuelle Sonderausstellung "Future Food. Essen für die Welt von morgen" des Deutschen Hygiene Museums Dresden.

Eigentlich ist die Grüne Woche in Berlin eine beliebte Verbrauchermesse, bei der üblicherweise viele Produkte probiert werden und Gespräche mit Erzeugern geführt werden können.

13:21 Uhr | Tierpark Hirschfeld dank Patenschaften wohl auf

Während der Corona Pandemie erhält der Tierpark Hirschfeld überwältigenden Zuspruch. 180 Tierpatenschaften konnten laut der Parkleitung im Jahr 2020 abgeschlossen werden. Auch Gutscheine und Tierfutterspenden helfen durch die Krise.

13:09 Uhr | Kaum Verstöße an deutsch-tschechischer Grenze

Die Bundespolizei hat vergangenes Wochenende die Einhaltung der aktuellen Corona-Schutzverordnung entlang der deutsch-tschechischen Grenze kontrolliert. Nach Angaben des Pressesprechers der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf, Michael Engler, sind insgesamt 921 Personen kontrolliert worden. 697 von ihnen hätten eine digitale Einreiseanmeldung vorweisen können. In 18 Fällen seien Mängel festgestellt worden, die an die jeweils zuständigen Gesundheitsämter übermittelt worden seien. Die restlichen Personen seien von etwaigen Pflichten zum Mitführen einer Anmeldung befreit gewesen, so Engler.

Grenzkontrollen der Bundespolizei an deutsch-tschechischer Grenze
Bei heutigen Kontrollen in Görlitz seien laut Michael Engler keine Verstöße festgestellt worden. Bildrechte: Danilo Dittrich

13:01 Uhr | Händlerproteste in Freiberg

In Freiberg haben Händlerinnen und Händler sowie Gewerbetreibende gestern erneut auf ihre existenzbedrohende Lage aufmerksam gemacht. Mit Plakaten und Aufstellern vor ihren Geschäften forderten sie staatliche Unterstützung, ähnlich der November- und Dezemberhilfen für das Gastgewerbe.

Es ist wichtig und notwendig, weil die Händer wirklich über ganz, ganz viele Wochen das alles mitgetragen haben, im Frühjahr mitgetragen haben. Aber schlußendlich geht es auch um Familien, geht es um Einkommen, um Hilfen, die fließen müssen. Ich mag mir eine Innenstadt ohne unseren wunderbaren Einzelhandel einfach nicht vorstellen. Wir  haben jetzt Wintergeschäft und wenn bis Frühjahr geschlossen bleibt, werden viele Händler wirklich erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten  bekommen.

Sven Krüger Freibergs Oberbürgermeister

Auch in Mittweida und Annaberg-Buchholz demonstrierten Händlerinnen und Händler. Der Werbering Annaberg schickte zudem im Namen der Innenstadthändler einen Protestbrief an Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD).

12:24 Uhr | Polnische Gastronomen widersetzen sich dem Lockdown

Viele polnische Hotels und Restaurants haben in den letzten Tagen trotz Verbot ihre Türen geöffnet. Während die Unternehmer ihren "Aufstand" als ersten Erfolg bezeichnen, gibt die Regierung Entwarnung: Massenöffnungen blieben bislang aus.

11:41 Uhr | Dynamo zurück im Training

Fußball-Drittligist Dynamo Dresden hat nach einer sechstägigen Arbeitsquarantäne mit Kleingruppentraining und zwei negativen Corona-Testreihen am Dienstag wieder das Mannschaftstraining aufgenommen. Wie der Verein mitteilte, hat das Gesundheitsamt Dresden grünes Licht gegeben. Das Team hatte aussetzen müssen, nachdem Trainer Markus Kauczinski und eine weitere Person des Drittliga-Teams positiv auf Covid-19 getestet worden waren. Daraufhin musste auch das Spiel am vergangenen Samstag gegen den SV Wehen Wiesbaden abgesagt werden.

11:22 Uhr | Offenbar wenige Schulrückkehrer haben sich testen lassen

Seit Montag dürfen Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen an Gymnasien und Oberschulen in Sachsen wieder in die Schule gehen. Wer möchte, konnte sich vorher kostenlos und einmalig auf das Coronavirus testen lassen. Ein Besuch an zwei Schulen in Borna zeigte aber: Von der Möglichkeit, sich testen zu lassen, machten längst nicht alle Gebrauch.

Von den 50.800 Schülerinnen und Schülern, die heute in die Schulen zurück sollten, haben sich lautMinisterpräsident Michael Kretschmer (CDU) 3.500 freiwilligen Tests unterzogen. Davon seien acht oder neun positiv gewesen. Diese mussten sich daraufhin zustätzlich einem PCR-Test unterziehen.

11:13 Uhr | Lehrerverband drängt auf klare Hygieneregeln

Der Deutsche Lehrerverband fordert eine klare Regelung für den Infektionsschutz in Schulen. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte der "Rheinischen Post", er erwarte von Bund und Ländern heute "endlich einen an Infektionszahlen gebundenen Hygienestufenplan für den Schulbetrieb." Dieser müsse regeln, ab welchem Infektionsgeschehen welche Unterrichtsform für welche Altersgruppe möglich sei - also abgestuft Präsenzunterricht, Wechselbetrieb oder Distanzunterricht. Abschlussklassen und die Primarstufe müssten bevorzugt berücksichtigt werden. Zudem forderte Meidinger, Lehrkräfte frühzeitig zu impfen, zumindest über 60-Jährige und Lehrkräfte mit Vorerkrankungen.

Lehrerinnen und Lehrer zählen aktuell zur Kategorie 3 der Impfpriorisierung.

Kategorien 1-3 In dieser Reihenfolge wird geimpft

Wer wann eine Impfung erhält, ist klar geregelt. Insgesamt gibt es drei Kategorien. Derzeit werden Personen aus der ersten Stufe geimpft sowie Personen aus der zweiten Stufe, die zwischen 18 und 64 Jahre alt sind.

Kategorien Impfpriorisierung
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11:06 Uhr | Werdauer Apotheker unterstützt Gewerbeverband

Ein Apotheker aus Werdau unterstützt Händler und Gewerbetreibende in seiner Stadt, die ihre Geschäfte geschlossen halten müssen. Nach eigenen Angaben gibt dieser für jeden Krankenkassencoupon, den die über 60-Jährigen für den Bezug von FFP2-Masken einlösen, zehn Euro an den Gewerbeverbund Werdau weiter. Das entspreche in etwa dem Betrag, den der Apotheker für die Verteilung der Masken von den Krankenkassen erstattet bekäme.

Der Gewerbeverein hat mit dem in Aussicht gestellten Geld schon ein konkretes Projekt auf den Weg gebracht. Wie Vorstandsmitglied Ron Mittag mitteilte, ist damit die Internetseite "kaufinwerdau.de" erstellt worden. Dort sind Firmen gelistet, die online Waren vertreiben oder bei denen man Essen bestellen kann.

10:37 Uhr | Livestream des neuen Bildungsangebots #gernelernen

Mit Ausnahme für die Abschlussjahrgänge bleiben die Schulen in Sachsen vorerst geschlossen. Wer sich abseits des Unterrichts ein bisschen Wissen aneignen will, ist bei dem neuen Bildungsangebot #gernelernen der Kinderuni Leipzig und MDR Wissen gut aufgehoben. Das Video zum Livestream können sie auf Youtube nachschauen.

10:24 Uhr | Handwerkskammer fordert klare Terminvorgaben bei Überbrückungshilfen

Die Handwerkskammer Dresden hat vom Bund und vom Land konkrete Vorschläge gefordert, wie die zugesagten Überbrückungshilfen für Betriebe schneller ausgezahlt werden können. Handwerkspräsident Jörg Dittrich fordert eine klare Terminvorgabe vom Bund. Notfalls könne die Kammer die Abwicklung für ihre Betriebe auch selbst übernehmen. Bund und Länder müssten jetzt endlich handeln, statt sich bei Vorschlägen zur Verschärfung des Lockdowns gegenseitig medial zu übertrumpfen, so Dittrich.

Kritik an den schleppenden Auszahlungen gibt es unter anderem auch vom sächsischen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga.

10:09 Uhr | Neues Corona-Testzentrum in Reichenbach im Vogtland

Im vogtländischen Reichenbach wird heute Mittag ein neues Corona-Testzentrum eröffnet. Es ist das fünfte im Vogtland. Wie der Geschäftsführer des Rettungszweckverbands Südwestsachsen, Jens Leistner, mitteilte, befindet sich das neue Testzentrum in der neuen Turnhalle in der Cunersdorfer Straße. Der Verband erhoffe sich damit auch eine Entlastung der Arztpraxen.

Ja, der Bedarf ist da. Besonders durch die neue sächsische Corona-Quarantäne-Schutzverordnung, wo wir jetzt insbesondere den Firmen, die viele tschechische Arbeitnehmer haben, die täglich einpendeln nach Sachsen, unterstützen wollen. Die Reichenbacher sollen das letzte freie Fleckchen im Vogtland, was bisher noch nicht durch ein lokales Testzentrum versorgt wurde, quasi noch abschließen.

Jens Leistne Geschäftsführer des Rettungszweckverbands Südwestsachsen

09:29 Uhr | Länderchefs beraten über weiteres Vorgehen

Die Ministerpräsidentinnen und –präsidenten der Länder beraten heute mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Wie Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) mitteilte, lassen sie sich dabei auch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beraten. Kretschmer hält eine Verlängerung des Lockdowns im Freistaat bis zum 14. Februar für denkbar. Zudem sprach er sich für einen Stufenplan möglicher Lockerungen bis Ostern aus. Die Maßnahmen auch auf die Wirtschaft auszuweiten, lehnte er ab. Das würde den Ruin bedeuten, sagte der CDU-Politiker in der MDR-Sendung "Fakt ist". Deshalb sei in Sachsen nicht geplant, Betriebe zu schließen und den öffentlichen Nahverkehr einzustellen. Alles hänge jedoch vom Verlauf der Pandemie und einer möglichen Verbreitung der Corona-Mutationen in Deutschland ab. 

09:08 Uhr | Kein erneuter Corona-Kündigungsschutz für Mieterinnen und Mieter

Wer im vergangenen Frühjahr wegen der Corona-Pandemie die Miete nicht zahlen konnte, dem durfte trotzdem die Wohnung nicht gekündigt werden. Laut CDU/CSU ist für den aktuellen Lockdown dieser Schutz nicht notwendig. Die Partei verwies dabei auf vereinfachte Beantragung von Hartz-IV-Leistungen und den Hilfsprogrammen für Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Solo-Selbstständige. Durch diese Untersützungsleistungen sei eine Verlängerung des sogenannten Kündigungsmoratoriums nicht notwendig. Kritik an dieser Haltung kommt vom Deutschen Mieterbund, SPD und Grünen.

08:51 Uhr | Autokorso der Initiative "Leere Stühle" in Dresden

Die Initiative "Leere Stühle" hat heute zu einem Autokorso durch die Stadt Dresden aufgerufen. Wie die Initiatoren mitteilten, soll mit der Aktion auf die dramatische Situation der Gastronominnen und Gastronomen aufmerksam gemacht werden. Es seien dringend Zukunftslösungen gefragt, um die Branche zu erhalten. Außerdem sei bislang nur ein geringer Teil der im letzten Jahr versprochenen Hilfen zur Existenzsicherung ausgezahlt worden. Auch darauf wollen die Initiatoren hinweisen.

Ein Autokorso angeführt von einem Polizeiwagen
Der Initiative "Leere Stühle" haben sich mittlerweile Tausende Gastronominnen und Gastronomen, Hoteliers sowie Veranstalterinnen und Veranstalter in ganz Deutschland angeschlossen. Bildrechte: Tino Plunert

07:53 Uhr | Weniger Krebstherapien während der Pandemie

Nehmen Menschen während der Corona-Pandemie Krebstherapien weniger in Anspruch? Expertinnen und Experten befürchten schon länger verspätete Krebsdiagnosen und -behandlungen. Eine aktuelle Studie des Helios-Klinikums Berlin-Buch bestätigt das jetzt.

07:47 Uhr | Kritik an mangelnden Impfterminen wächst

Wer in Sachsen einen Impftermin bekommen will, braucht derzeit viel Geduld. Nicht nur weil aufgrund der Lieferengpässe der Impfstoff von Biontech/Pfizer gerade knapp wird. Auch die extra eingerichtete Telefonhotline zur Terminvergabe scheint überlastet zu sein. Das Deutsche Rote Kreuz Sachsen teilte indes mit, dass alle bisher vereinbarten Impftermine sowie alle Zweit-Impfungen weiterhin sichergestellt sind.

07:24 Uhr | Offener Brief aus Großenhain an Wirtschaftsminister Dulig

Der Oberbürgermeister von Großenhain Sven Mißbach und die Wirtschaftsförderer der Stadt haben einen Offenen Brief an den sächsischen Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) geschrieben. Mit eindringlichen Worten bitten sie darum, die Gewerbetreibenden schnell und ausreichend zu unterstützen, weil ihnen das Wasser "bis zum Hals" stehe. Corona-Hilfszahlungen wie die Novemberhilfe würden zu spät ausgezahlt. Wenn eine fünfstellige Summe gebraucht würde, könne eine vierstellige Abschlagszahlung kaum helfen, heißt es.

Am Ende des vierseitigen Offenen Briefes steht eine Einladung des Wirtschaftsministers nach Großenhain.

07:04 Uhr | Einzelhändler in Niesky bangen um ihre Geschäfte

Niesky gehört zu den kleinsten Städten in Sachsen. Groß dagegen sind die Probleme der Händlerinnen und Händler im Ort. Schon vor den Zeiten der Pandemie hatten sie es schwer. Nun befürchten sie, dass ihre Innenstadt noch leerer wird. Deshalb haben sie mit einer Plakat-Aktion auf ihre Lage aufmerksam gemacht.

06:55 Uhr | Starke Nachfrage nach Ehrenamtlichen bei Bürgerstiftung

Immer mehr Menschen nutzen die Vermittlungsplattform für Ehrenamtliche der Dresdner Bürgerstiftung. Laut Ute Meckbach von der Stiftung, ist im Dezember fast 11.000 Mal auf die Internetseite "ehrensache.jetzt" zugegriffen worden. Das seien mehr als doppelt so viele Zugriffe wie im November.

Besonders gut angekommen sind die Inserate aus den Alten- und Pflegeheimen. Die wurden fast 3.000 Mal aufgerufen. Wir hatten für Dresden zwölf Inserate online. Wir freuen uns riesig, dass jedes Heim Hilfe gefunden hat. Ich habe mit den Heimleitern telefoniert. Eine hat berichtet, sie habe innerhalb kürzester Zeit 23 richtig gute Leute gefunden, die mithelfen in dieser angespannten Situation.

Ute Meckbach Stiftungsmitarbeiterin

Seit Dezember ist die Plattform bereits im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge verfügbar, Ende des Monats kommt nun auch der Landkreis Meißen dazu. Auf der Internetseite werden unter anderem ehrenamtliche Helferinnen und Helfer an Pflegeeinrichtungen vermittelt sowie Einkaufshilfen für Menschen, die sich in Quarantäne befinden. 

06:34 Uhr | Neues Schnelltestzentrum in Kodersdorf

Berufspendlerinnen und -pendler, die nach Sachsen einreisen, müssen einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorweisen. An der Raststätte bei Kodersdorf an der Autobahn 4 hat deshalb ein privates Schnelltestzentrum seine Arbeit aufgenommen.

06:16 Uhr | Personelle Aufstockung im Meißner Gesundheitsamt

Der Landkreis Meißen hat das Gesundheitsamt auf 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgestockt. Laut Amtsleiterin Simone Bertuleit funktioniert die Kontaktverfolgung von infizierten Personen dadurch besser.

Wir sind in der Lage innerhalb von 48 Stunden 80 Prozent der Kontakte nachverfolgen zu können. Das gelingt jetzt immer besser. Das war am Anfang bei 500 oder 600 Fällen am Tag kaum möglich. Wir sind besser geworden. Und wir versuchen dann auch Infektionsketten zu unterbrechen. Wir sind auf einem guten Weg und ich denke, dass wir gut durch die Pandemie kommen.

Simone Bertuleit Amtsleiterin

06:05 Uhr | Mehr Kinderkrankentage beschlossen

Die neuen Regeln für das Kinderkranken-Tagegeld können in Kraft treten. Nach dem Bundestag gab auch der Bundesrat in einer Sondersitzung am Montag seine Zustimmung. Die Zahl der Tage pro Elternteil wird von 10 auf 20 verdoppelt. Alleinerziehende erhalten 40 statt 20 Tage. Eltern bekommen das Kinderkrankengeld während der Corona-Pandemie auch dann, wenn das Kind wegen geschlossener Schulen und Kitas zu Hause betreut werden muss.

05:46 Uhr | Ministerpräsident Kretschmer stelllte sich erneut Zuschauerfragen

Die Corona-Infektionen sind in Sachsen immer noch sehr hoch. Beschränkungen zeigen nur leichte Wirkungen und der Impfstart verlief holprig. Wie soll das weitergehen? 700 Zuschauerfragen haben die Fakt ist!-Redaktion und Moderator Andreas F. Rook erreicht. In den Zuschriften zeigte sich viel Umut. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte, viele der Beschränkungen sind Kompromisse. Er gehe davon aus, dass der Lockdown bis zum 14. Februar verlängert wird.

05:16 Uhr | Geringe Teilnahme an freiwilligen Corona-Tests unter Schülern

Von den 50.800 Schülerinnen und Schülern, die am Montag in die Schulen zurück durften, haben 3.500 einen freiwilligen Corona-Test gemacht. Das teilte der sächsische Ministerpräsidenten Michael Kretschmer in der Sendung Fakt ist! aus Dresden mit. Bei allen Tests wären acht oder neun positiv gewesen. Die Betroffenen mussten noch einen PCR-Test machen.

05:04 Uhr | Beschäftigte im öffentlichen Dienst wünschen sich mehr Homeoffice

Unter den Beschäftigten im öffentlichen Dienst gibt es den Wunsch nach mehr Homeoffice. Einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes zufolge klagte jeder Dritte über fehlende Unterstützung durch den Arbeitgeber. Befragt wurden 1.400 Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Diejenigen, die zu Hause arbeiten, müssten zudem oft private Technik nutzen (51 Prozent). Das berichtet das "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wird seitens der Politik verstärkt von Arbeitgebern gefordert, ihren Angestellten Homeoffice zu ermöglichen.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.01.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 19.01.2021 | 19:00 Uhr

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