Meldungen am Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 26.01.: Motorsportevents im Erzgebirge fallen aus

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Ein Sportwagen fährt auf einer nassen Rennstrecke.
Bildrechte: Erzgebirgsrallye/Denny Michel

Meldungen vom Folgetag

21:31 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Ticker für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse. Bleiben Sie gesund.

21:20 Uhr | Leipziger Busse und Bahnen fahren bald wieder öfter

In Leipzig fahren ab Donnerstag Busse und Bahnen wieder im Zehn-Minuten-Takt. Wie die Verkehrsbetriebe mitteilten, reagiert man damit auf Wünsche vieler Kunden. Zudem könnten mit der Regelung Fahrgäste auf weitere Fahrzeuge verteilt und somit nötige coronabedingte Abstände eingehalten werden. Die Nachtbusse fahren weiter wie bisher - Grund, so die LVB, ist die derzeit geltende nächtliche Ausgangssperre.

20:32 Uhr | Erfahrungsberichte aus dem Homeoffice

Homeoffice - das ist für einige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schon seit dem Frühjahr 2020 Realität. Und selbst in Betrieben, in denen das mobile Arbeiten bisher nicht möglich war, hat es seit Beginn der Corona-Pandemie ein Umdenken gegeben. Doch das Arbeiten von zu Hause bringt längst nicht nur Vorteile mit sich. MDR SACHSEN hat sich einige Arbeitsplätze daheim genauer angesehen.

19:54 Uhr | 66.000 Euro für Auerbacher in Schwierigkeiten

Das Ergebnis der Versteigerung seiner Siegertrophäe von der Vierschanzentournee machte Auerbachs Oberbürgermeister und Ex-Skispringer Manfred Deckert sprachlos. 12.750 Euro waren dabei zusammengekommen. Mit dem Geld will Deckert Menschen unterstützen, die durch die Corona-Pandemie finanzielle Schwierigkeiten haben. Jetzt muss er neu planen: Dank eines hessischen Unternehmers und anderer Spender hat Deckert nun mehr als 66.000 Euro zur Verfügung.

19:17 Uhr | Neuinfektionen weiter rückläufig - 104 Todesfälle

Innerhalb eines Tages wurden bei den Gesundheitsämtern in Sachsen 104 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Wie die Ämter mitteilten, stieg die Zahl der Toten damit auf insgesamt 5.961. Die Zahl der Neuinfektionen ging erneut zurück, bis zum Abend wurden 779 Fälle gemeldet. Die Inzidenz - also die Zahl der Ansteckungen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner - liegt derzeit in Sachsen bei 177.

18:48 Uhr | Kommunen hadern mit Reformplänen

Die Geldsorgen der sächsischen Kommunen haben nicht in erster Linie mit der Corona-Pandemie zu tun. Das wurde heute im Landtag bei einer Anhörung zu einer geplanten Reform des Finanzausgleichgesetzes deutlich, das den Geldstrom zwischen Kommunen, Landkreisen und Freistaat regelt.

18:16 Uhr | Motorsportevents im Erzgebirge fallen aus

Im Erzgebirge fallen in diesem Jahr mehrere Motorsportereignisse coronabedingt ins Wasser. Wie der veranstaltende Chemnitzer Verein AMC mitteilte, betrifft das die 58. ADAC Rallye Erzgebirge, die 9. ADAC Rallye Erzgebirge Historic sowie alle Test- und Einstellfahrten. Die Pandemie mache eine vernünftige Planung unmöglich, hieß es. Die Rallye Erzgebirge sollte ursprünglich im April steigen. Ob sie zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird, steht noch nicht fest.

17:39 Uhr | Aufatmen bei der Chemnitzer Parkeisenbahn

Die Chemnitzer Parkeisenbahn hat ihre finanzielle Talsohle durchschritten. Laut Parkbahnchef Matthias Dietel konnte dank zahlreicher Spenden fast die Hälfte des coronabedingten Finanzloches von 60.000 Euro gestopft werden. Das mache Mut und sei zugleich ein Zeichen der Wertschätzung. Dennoch müssten diverse Instandsetzungsarbeiten nun warten, bis sich die finanzielle Situation noch weiter stabilisiert habe.

17:18 Uhr | Teststation ab morgen am Grenzübergang Klingenthal

Der Rettungszweckverband Südwestsachsen hat kurzfristig eine Corona-Schnellteststation am Grenzübergang Klingenthal installiert. Sie soll ab morgen 6 Uhr betriebsbereit sein.

Der Bedarf sei da, sagte der Chef des Rettungszweckverbandes Südwestsachsen, Jens Leistner. Zahlreiche Unternehmen in der Region beschäftigten Grenzpendler und diese müssten sich nun zweimal pro Woche einem Schnelltest unterziehen. Am Montag hatte man, was die Anzahl der Testpersonen betrifft, schon erste Erfahrungen in Markneukirchen sammeln können. Da kamen über 100 Grenzpendler zum Test. Im Testzentrum Klingenthal werden ab morgen neben Schnelltests auch PCR-Tests angeboten. 

17:02 Uhr | Dynamo Dresden ohne Kauczinski in Mannheim

Fußballdrittligist Dynamo Dresden wird heute beim Auswärtsspiel in Mannheim von Co-Trainer Heiko Scholz betreut. Chef-Trainer Markus Kauczinski befindet sich weiter im Krankenhaus. Der 50-Jährige teilte mit, nach Rücksprache mit seinen Ärzten werde er nicht nach Mannheim reisen. Es gehe ihm aber soweit gut. Wann Kauczinski das Krankenhaus verlassen kann, steht noch nicht fest. Erst vor wenigen Tagen hatte er eine Corona-Infektion überstanden.

16:50 Uhr | Unterricht ab 8. Februar für Abschlussklassen der Berufsschulen

Sachsen will ab dem 8. Februar auch die Berufsschulen für die Abschlussklassen öffnen. Das kündigte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) nach einer Sitzung des Kabinetts an. Überall dort, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann, soll der Unterricht in geteilten Klassen stattfinden.

Wie es für die anderen Schüler nach dem geplanten Lockdownende am 14. Februar weitergeht, ist noch nicht entschieden. Die Abschlussklassen an Oberschulen und Gymnasien konnten bereits vergangene Woche zurückkehren.

16:32 Uhr | Erfolgreiches Geschäftsjahr für Wohnmobilhandel

Die Niese Caravan GmbH in Frauenstein hat nach eigenen Angaben durch die Corona-Pandemie mehr Einnahmen verzeichnet. Das Jahr 2020 sei für das Unternehmen eines der erfolgreichsten überhaupt gewesen. Niese Caravan vermietet und verkauft Wohnmobile und Wohnwagen.

16:06 Uhr | Covid-19 auf dem Totenschein

Corona hat unbestritten die Zahl der Sterbefälle in Sachsen ansteigen lassen. Aber unter welchen Umständen wird die Infektion oder Erkrankung auf dem Totenschein vermerkt? Ein Überblick zu den gesetzlichen Vorschriften.

15:30 Uhr | Wie sich das Einkommen in der Pandemie verändert hat

Die Entwicklungsorganisation Oxfam hat in ihrem internationalen Bericht "das Ungleichheitsvirus" festgestellt: Die Pandemie verschärfe die sozialen Unterschiede auf dem Globus. Wer vorher arm war, sei jetzt noch ärmer. Wer vorher reich war, sei möglicherweise sogar noch reicher geworden. Trifft das auch auf den Sozialstaat Deutschland zu?

15:07 Uhr | Sachsen setzt auf bessere Masken und mehr Homeoffice

Die sächsische Landesregierung hat am Dienstag neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beschlossen. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sagte, man habe die Corona-Schutzverordnung in einigen Punkten angepasst. Die neuen Regeln sollen am Donnerstag in Kraft treten und zunächst bis zum 14. Februar gelten.

14:59 Uhr | Jugendklubs in Zwickau bieten Schülerhilfe an

Drei Jugendklubs und ein Freizeitzentrum in Zwickau bieten ab morgen persönliche Lernhilfen für Schüler an. Wie die Stadtverwaltung auf ihrer Internetseite mitteilte, müssen sich Interessenten vorab telefonisch oder per Mail anmelden. Zudem gelte eine generelle Maskenpflicht. Geplant seien Einzelkontakt-Stunden.

Die Beschäftigten in den Kinder- und Jugendfreizeitstätten seien überzeugt, dass Angebote mit sozialem Kontakt wichtig seien. Nur so könne Kindeswohlgefährdungen vorgebeugt werden.

14:38 Uhr | Trotz Corona-Pandemie: Chemnitzer FC schließt Saison mit Überschuss ab

Die Corona-Pandemie und fehlende Zuschauereinnahmen haben auch beim Chemnitzer FC zu Verlusten geführt. Wie das Unternehmen mitteilte, konnte die Drittligasaison 2019/20 dennoch mit einem Überschuss beendet werden. Bei einem Jahresumsatz von rund 5,5 Millionen Euro betrage dieser knapp 200.000 Euro.

Das positive Ergebnis steht dabei dem Trend der 3. Liga entgegen. Von den 20 Clubs erzielten 13 einen Fehlbetrag.

Stadion - An der Gellertstraße
Bildrechte: imago images/Picture Point

13:52 Uhr | Mehr Erwerbslose in Sachsen

Durch die Corona-Pandemie ist die Zahl der Erwerbstätigen in Sachsen im vergangenen Jahr gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes waren es 24.000 weniger als 2019. Das entspreche in etwa dem bundesdeutschen Schnitt. Betroffen waren demnach vor allem gering Beschäftigte und Selbstständige.

Ein weitaus größerer Rückgang sei durch die Regelungen zur Kurzarbeit verhindert worden. Einzige Branche mit einem Beschäftigungszuwachs war laut Statistik das Gesundheits- und Sozialwesen.

13:23 Uhr | Broschüre zum Wirken Rechtsextremer in der Corona-Pandemie erscheint

Das Kulturbüro Sachsen legt eine Broschüre zum Wirken Rechtsextremer in der Corona-Pandemie auf. Die Publikation "Abstand halten gegen rechts! - Corona & die extreme Rechte - Entgegnungen einer kritischen Zivilgesellschaft" soll an diesem Donnerstag erscheinen, teilte der Verein mit. Die Analysen sind unterlegt mit Beispielen aus dem Raum Leipzig, hieß es.

Im Schatten der Proteste von Querdenken sowie zahlreichen Verschwörungserzählungen um die Corona-Pandemie versucht die Rechte, eigene Themen und Inhalte zu setzen und erhofft sich so eine breitere Akzeptanz ihrer Ideologie.

Kulturbüro Sachsen

Ziel sei es, etwa Massenmobilisierungen und kleinere Proteste von Corona-Leugnern für sich zu nutzen und davon politisch zu profitieren, erklärte das Kulturbüro.

13:13 Uhr | Mitarbeiter und Bewohner von 16 Seniorenheimen im Kreis Görlitz geimpft

Im Landkreis Görlitz sind bisher Bewohnerinnen, Bewohner und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von 16 Seniorenheimen geimpft worden. Das teilt das DRK in Löbau mit. In elf weiteren Einrichtungen werden demnach die Impfteams in den nächsten Tagen erwartet. Insgesamt gibt es im Landkreis Görlitz 80 Altenpflegeeinrichtungen mit rund 4.000 Bewohnern.

12:00 Uhr | Polizisten erhalten Impfstoff, damit dieser nicht verfällt

Im Impfzentrum Dresden sind am 19. Januar 200 Polizisten außerplanmäßig gegen Corona geimpft worden. DRK-Sprecher Kai Kranich bestätigte entsprechende Beobachtungen eines MDR-Zuschauers. Es habe sich um eine Ausnahme gehandelt, so Kranich. Er nannte technische Probleme bei der Terminvergabe als Ursache. Demnach waren an dem besagten Tag 200 Impfdosen in Dresden, Pirna und Kamenz übrig, weil weniger impfwillige Senioren zu den Terminen erschienen, als im System hinterlegt waren.

Damit der aufgetaute und in die Spritzen aufgezogene Impfstoff nicht verfällt, wurde den Beamten die Impfung kurzfristig angeboten. Diese "pragmatische Lösung" sei die "absolute Ausnahme", so der DRK-Sprecher. Zwischen zwei und sieben Impfdosen seien üblicherweise am Tagesende übrig, die ebenfalls an Polizeibeamte verimpft werden und somit nicht verfallen.

11:46 Uhr | Unangemeldete Demonstration in Groitzsch ruft Polizei auf den Plan

Die Polizei ist gestern wegen einer unangemeldeten Versammlung nach Groitzsch bei Borna ausgerückt. Wie die Beamten mitteilten, protestierten dort rund 50 Menschen gegen die geltenden Bestimmungen zum Infektionsschutz. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trugen den Angaben zufolge dabei keine Mund-Nasen-Bedeckungen und hielten keine Sicherheitsabstände ein. Beim Eintreffen von Einsatzkräften der Polizeidirektion Leipzig und der sächsischen Bereitschaftspolizei habe sich der Aufzug aufgelöst.

Einer der Versammlungsteilnehmer erhielt eine Anzeige wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. Ein Polizeibeamter wurde dabei leicht verletzt, blieb aber weiterhin dienstfähig. Im Zusammenhang mit der Versammlung wurden 13 Ordnungswidrigkeiten wegen der Verstöße gegen die Sächsische Corona-Schutzverordnung erstattet.

11:10 Uhr | Tanzen mit Hygieneabstand: The Saxonz zeigen, wie das geht

Breakdance mit Hygieneabstand geht. Das beweisen die Tänzer der Crew "The Saxonz" mit ihren Online-Kursen. Die Kids proben zu Hause, die Profis zeichnen dafür Lehrvideos in ihrem neuen Studio in Radebeul auf. Dennoch sehnen sich beide Seiten danach, endlich wieder gemeinsam trainieren, gegeneinander zu batteln und vor allem wieder auftreten zu können.

10:47 Uhr | Dresdner E-Sport-Verein startet Corona-Hilfsaktion

Der Dresdner E-Sport-Verein "404 Multigaming" startet eine Spendenaktion, um von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen im Dresdner Raum unter die Arme zu greifen. Vor allem die vom Verein betriebene E-Sport-Bar Level 44 in Dresden stehe aufgrund fehlender Einnahmen vor dem Aus, so der Verein. Sie sei deutschlandweit einmalig.

Mit einem 44 Stunden langen Livestream-Event sollen nun Spenden gesammelt werden. Geplant sei am kommenden Wochenende eine Liveübertragung von verschiedenen Inhalten auf der Streamingplattform Twitch.tv. Dabei soll es neben Spielen auch eine Kochshow und einen Beitrag der FH Dresden zu Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten in der Szene geben, hieß es.

10:22 Uhr | Zwönitz beendet an Mariä Lichtmess die Weihnachtszeit per Livestream

Zwönitz
Zwönitz erstrahlt noch bis 2. Februar in weihnachtlichem Glanz. Bildrechte: MDR/promovie/Oliver Kaufmann

Die Zwönitzer beenden die Weihnachtszeit zu Mariä Lichtmess am 2. Februar in diesem Jahr digital. Die Stadtverwaltung teilte mit, auf der Homepage der Erzgebirgskommune werde das traditionelle "Licht aus" als Livestream übertragen. Zuvor werde der Zwönitzer Nachtwächter die Gäste am Bildschirm noch einmal auf einen kleinen Rundgang über den festlich geschmückten Zwönitzer Markt mitnehmen. Die Stadt gehört zu den Gemeinden, wo Weihnachtsschmuck und Lichterbögen bis 2. Februar stehenbleiben und die Pyramiden sich bis zu diesem Tag drehen. Üblicherweise kommen viele Gäste zum Abschluss der Weihnachtszeit in die Stadt.

Gastronomen bieten den Angaben zufolge das Lichtmess-Essen aus Hirsebrei und Bratwurst in diesem Jahr zum Abholen an.

10:00 Uhr | Achtung Pendler: In Thüringen gelten ab heute neue Corona-Regeln

In Thüringen gilt seit heute eine neue Corona-Schutzverordnung. Ab sofort müssen in Bussen und Bahnen, beim Einkaufen, bei Versammlungen und in Arztpraxen medizinische Masken getragen werden. Das Pflegepersonal in Altenheimen soll jetzt dreimal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. Eine Erleichterung gibt es für Familien mit Kindern bis sechs Jahren. Sie dürfen die Betreuung zusammen mit einer anderen Familie organisieren. Der Lockdown wurde bis zum 14. Februar verlängert. In Sachsen-Anhalt gilt seit gestern eine neue Corona-Schutzverordnung. In Sachsen will die Regierung heute eine neue Verordnung beschließen.

09:53 Uhr | Bundesministerin Karliczek fordert zusätzliche Bildungsangebote

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat an die Bundesländer appelliert, Schülerinnen und Schülern wegen des Unterrichtsausfalls zusätzliche Lernangebote zu machen. Die CDU-Politikerin sagte den Funke-Medien, es sei damit zu rechnen, dass während der Schulschließungen Rückstände aufgebaut würden. Deshalb müssten alle Länder Programme vorbereiten, wie Kinder das Versäumte nachholen könnten. Das betreffe vor allem diejenigen, die unter schwierigen sozialen und finanziellen Bedingungen aufwüchsen. Konkret schlug Karliczek Lernangebote in den Ferien vor. Sie sagte den Ländern dafür finanzielle Hilfe zu.

09:18 Uhr | Welche Nebenwirkungen von Corona-Impfungen bisher bekannt sind

So langsam kommen die Impfungen gegen Corona in Gang. Zugleich steigt die Sorge vor Nebenwirkungen. MDR Wissen hat sich einen Überblick verschafft, was bisher zu Nebenwirkungen bekannt ist.

08:50 Uhr | Corona reißt Lücken in den Gemeindehaushalt von Moritzburg

Im Haushalt der Gemeinde Moritzburg werden in diesem Jahr rund 800.000 Euro fehlen. Das sagte Bürgermeister Jörg Hänisch nach der ersten Lesung des Entwurfs gestern Abend im Gemeinderat. Den stärksten Rückgang mit 400.000 Euro gab es bei der Einkommenssteuer. Der Rückgang ist Ausdruck der bundesweiten Situation infolge der Corona-Pandemie, so Hänisch. Die Einkommensteuer für die Gemeinden kommt aus dem Topf der Finanzämter. Im Haushaltsentwurf müssen nun Ausgaben gestrichen werden. Beschlossen werden soll der Haushalt im März. Überraschend stabil blieben in Moritzburg bislang die Einnahmen aus der Gewerbesteuer.

Moritzburg als Ausflugsort ist besonders von den Einschränkungen im Tourismus- und Gastronomiebereich betroffen.

Spaziergänger vor dem Binnenleuchtturm am Ufer des Großteich in Moritzburg
Bildrechte: dpa

07:30 Uhr | Grünen-Fraktionschefin Schubert kritisiert Fehlerkultur der Landesregierung

Franziska Schubert
Sachsens Grünen-Fraktionschefin Franziska Schubert Bildrechte: Bündnis90/Die Grünen/Dirk Hanus

Die Fraktionschefin der Grünen im Sächsischen Landtag, Franziska Schubert, hat das Corona-Management und die Fehlerkultur der Landesregierung kritisiert. Sie schrieb in einem Gastbeitrag für die "Sächsische Zeitung", es sei keine Schande, klar zu sagen, dass auch fragwürdige Entscheidungen getroffen worden seien. Selbstkritik von Politik sei Ausdruck von zeitgemäßer Souveränität, erklärte die Grünen-Politikerin.

Sie betonte, auch bei der eigenen mitregierenden Partei habe es Fehleinschätzungen gegeben. Die Politik in Sachsen brauche jetzt den Mut, das Gelernte zu reflektieren und sich selbst zu korrigieren.

07:22 Uhr | Stadtgutscheine helfen im Vogtland Ladenbesitzern

Trotz geschlossener Läden boomt im Vogtland das Geschäft mit sogenannten Stadtgutscheinen. Sowohl in Auerbach als auch in Reichenbach sind die von den Gewerbevereinen angebotenen Gutscheine mehr nachgefragt worden als jemals zuvor. Auerbachs City Manager Uwe Prenzel sagte: "Den Auerbacher Gutschein gibt es seit 2017." Im Corona-Jahr sei der höchste Umsatz mit dem Auerbach-Geschenkgutschein erreicht worden.

Prenzel erkennt darin eine "gewisse Solidarität mit den geschlossenen Geschäften". Zudem hätten Betriebe das Budget für ausgefallene Weihnachtsfeiern in die regionalen Gutscheine investiert.

07:08 Uhr | Leipziger Polizei ahndet knapp 400 Corona-Verstöße

Die Leipziger Polizei hat in der vergangenen Woche insgesamt 382 Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung festgestellt und geahndet. In den meisten Fällen waren es unzulässige Gruppenbildungen oder fehlende triftige Gründe beim Verlassen der Wohnung, wie die Beamten jetzt mitteilten. Einen größeren Einsatz gab es demnach bereits am Freitagabend in der Leipziger Käthe-Kollwitz-Straße, wo etwa 14 Jugendliche auf dem Dach eines Einkaufsmarktes eine Party feierten. Den 16- bis 18-Jährigen drohen Bußgelder.

06:33 Uhr | Köpping: Verpflichtende Corona-Tests für Pflegeheime

In sächsischen Pflegeheimen sollen alle Bewohner und Mitarbeiter zweimal pro Woche verpflichtend auf eine Corona-Infektion getestet werden. Das sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping gestern bei MDR um 4. Die Pflegeeinrichtungen sollen hierbei die Hilfe der Bundeswehr in Anspruch nehmen, so die SPD-Politikerin.

Heute berät das sächsische Kabinett über eine angepasste Corona-Verordnung. Laut Köpping werde sich für die Sachsen aber wenig ändern. Der Aktionsradius um die eigene Wohnung soll auch bei Sinken des Inzidenzwertes unter 200 vorerst bis Anfang Februar auf 15 Kilometer eingeschränkt bleiben - sofern kein triftiger Grund dagegen spricht. Ferner sind ab Donnerstag FFP2- oder alternativ medizinische Einwegmasken in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht.

06:15 Uhr | Grimma hilft Senioren beim Buchen eines Impftermins

In Grimma erhalten ab heute Einwohner über 80 Jahre Hilfe bei der Anmeldung zur Corona-Schutzimpfung. Viele kämen mit der Online-Registrierung nicht zurecht, sagt Oberbürgermeister Matthias Berger. Die Stadt habe deshalb zusammen mit der Diakonie, dem Landschaftspflegeverband Muldenland und dem Lions Club eine Koordinierungsstelle eingerichtet. Jeden Werktag von 9 bis 17 Uhr vermitteln Helfer telefonisch die Anmeldung im Impfportal des Freistaates Sachsen und koordinieren die Impftermine, wenn wieder Impfstoff zur Verfügung steht. In Ausnahmefällen wollen die Lions auch hilfsbedürftige Senioren zum Impfzentrum fahren.

Rathauschef Berger sagte, viele Ältere in der Stadt hätten kein Internet oder keine familiäre Unterstützung. Hinzu komme, dass manche Einwohner für beide Impfungen insgesamt bis zu 200 Kilometer zurücklegen müssten.

05:55 Uhr | Kamelienblüte in Pillnitz in diesem Jahr ohne Besucher

Rote Blüten der Pillnitzer Kamelie
Blüten der Pillnitzer Kamelie Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die gut 230 Jahre alte und weit über Dresden hinaus bekannte Pillnitzer Kamelie wird in diesem Jahr zur Blütezeit nicht besucht werden können. Die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten teilten auf Anfrage mit, eine Öffnung des Kamelienhauses ist coronabedingt nicht geplant. Auch der Tag der offenen Orangerie im März wird in diesem Jahr nicht stattfinden.

Die Kamelie lockt alljährlich ab Februar Hunderte Blumenfreunde in die Schlosspark von Pillnitz, wo das Teestrauchgewächs im Winter und zeitigem Frühjahr unter Glas rund 35.000 Blüten zeigt. Auch der Heimatverein Königsbrück kann sein Kamelienhaus derzeit nicht für Besucher öffnen, zeigt jedoch die Blüten auf Fotos im Internet.

05:34 Uhr | Oberelbe-Marathon wird auf Juli verschoben

Die 23. Auflage des Oberelbe-Marathons von Königstein nach Dresden wird von dem 25. April auf den 11. Juli 2021 verlegt. Wie der Veranstalter mitteilte, ist angesichts der aktuellen Corona-Lage keine sichere Planung für April möglich. Im vergangenen Jahr musste wegen der Pandemie der Landschaftsmarathon ganz ausfallen. Beim Oberelbe-Marathon nahmen zuletzt rund 5.000 Läuferinnen und Läufer teil.

05:16 Uhr | Paracelsus-Klinik in Adorf geht langsam zum Regelbetrieb über

Die Paracelsus-Klinik in Adorf kehrt ab sofort wieder zum eingeschränkten Regelbetrieb zurück. Wie die Einrichtung mitteilte, entspanne sich die Corona-Lage langsam. Die Stationen könnten mit der Hälfte der normalen Bettenkapazität wieder belegt werden. Vor Aufnahme der Patientinnen und Patienten werde ein PCR-Test durchgeführt. Um Personal und Patienten zu schützen, blieben alle geltenden Hygieneregeln weiterhin bestehen. Das schließe auch ein Besuchsverbot mit ein.

Wegen einer Häufung von Corona-Infektionen war im Dezember ein Aufnahmestopp für Patienten verhängt worden.

05:01 Uhr | MDRfragt zur Corona-Pandemie: Stimmung so schlecht wie nie

Die Stimmung in Mitteldeutschland hat in der Corona-Krise einen Tiefstand erreicht. Knapp ein Jahr nach den ersten Fällen in Deutschland geht es den Menschen so schlecht wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Das ist das Ergebnis der aktuellen Befragung durch das Meinungsbarometer MDRfragt. Demnach gab ein Drittel der mehr als 25.000 Teilnehmenden an, dass es ihnen schlecht bis sehr schlecht gehe.

Zu Beginn der Pandemie waren es rund 20 Prozent, im Sommer sogar nur knapp 10 Prozent. Das Meinungsbarometer hat die Frage zur Stimmung seit März immer wieder gestellt.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.01.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 26.01.2021 | 19:00 Uhr

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