Meldungen am Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 16.02.: Wocheninzidenz in Sachsen steigt weiterhin

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Eine junge Frau in Schutzkleidung betrachtet einen Corona-Schnelltest
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20:51 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Corona-Ticker aus Sachsen für heute. Wir wünschen eine gute Nacht und sind am Mittwoch wieder für Sie da. Bleiben Sie gesund!

20:22 Uhr | Bundesinnenministerium sieht keine größeren Probleme bei Corona-Grenzkontrollen

Das Bundesinnenministerium sieht keine größeren Probleme bei den am Sonntag begonnenen Corona-Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol. "Dass es zu Beginn der Maßnahmen zu logistischen Schwierigkeiten kommt, ist völlig normal, das wird aber in den nächsten Tagen schnell gelöst sein", sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, am Dienstag. Vor allem bei der Einreise aus Tschechien kam es am Montag zeitweise zu langen Staus. Am Dienstag war die Situation entspannter.

19:47 Uhr | Wenig Beteiligung an Click & Collect in Dresden

Einzelhändler und Kunden im Raum Dresden zeigen sich über den Abholservice Click & Collect nur mäßig erfreut. Das Management der Altmarktgalerie Dresden spricht von einer Perspektivlosigkeit für die Händler. Dort hatten sich gestern nur zwölf von knapp 200 Geschäften an dem Abholservice beteiligt. Heute sind es nicht wesentlich mehr, wie das Management erklärte. In Pirna erklärten Kunden in einer Umfrage, der Service sei zu wenig und allenfalls eine Übergangslösung.

19:09 Uhr | Fasching in der Pandemie - das Thema bei Dienstags direkt

In der Sendung "Dienstags direkt" bei MDR SACHSEN - das Sachsenradio geht es am Abend um Fasching und Karneval in der Corona-Pandemie. Aktuell fristet schon die zweite Faschingssaison ein Schattendasein. Und die Konsequenz ist nicht nur, dass den Narren ihre Party genommen wird, sondern für viele ein Stück Kultur damit auf der Strecke bleibt. 

18:43 Uhr | Wocheninzidenz steigt weiterhin

Die 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner im Freistaat ist auch am zweiten Tag in Folge leicht angestiegen. Mit einem Wert von 76 liegt sie leicht oberhalb des gestrigen Wertes von 73 und dem Wert von Sonntag (71). Die Inzidenz-Werte fast aller sächsischen Landkreise liegen nach wie vor unter 150. Einzig der Vogtlandkreis liegt mit 160 darüber.

Sachsens Gesundheitsämter haben am Montag 455 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung wurden seit gestern 40 Todesfälle gemeldet. Die Gesamtzahl steigt damit in Sachsen auf 7.285.

18:31 Uhr | Mehrere Landkreise mit Lockerungen und neuer Allgemeinverfügung

Landkreise und kreisfreie Städte mit weniger Neuinfektionen können Ausgangssperren und den 15-Kilometer-Radius aufheben. Voraussetzung ist die Unterschreitung der 7-Tages-Inzidenz auf unter 100. Der Großteil der Sachsen kann sich in dieser Woche über erste Lockerungen freuen. Die Städte Chemnitz und Dresden, der Erzgebirgskreis sowie die Landkreise Bautzen, Görlitz, Nordsachsen und Meißen haben die Beschränkungen bereits aufgehoben. Dass die Lockerungen aber auch flüchtig sein können, zeigt das Beispiel Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

18:09 Uhr | Zahl der Sterbefälle in Sachsen bleibt überdurchschnittlich

In Sachsen sind bis Mitte Januar im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich mehr Menschen gestorben. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts starben in der zweiten Januarwoche insgesamt 1.822 Menschen: Das sind 54 Prozent mehr Todesfälle als im Vergleichszeitraum in den vier vorangegangenen Jahren. Damit lag die Übersterblichkeit in Sachsen mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt, wo in der zweiten Januarwoche 22 Prozent mehr Todesfälle verzeichnet wurden. Im Vergleich zum Dezember, als mehr als doppelt so viele Menschen wie in den Vorjahren in Sachsen starben, ging die Zahl der Todesfälle aber deutlich zurück.

17:36 Uhr | Testzentrum am Grenzübergang Klingenthal öffnet länger

Das Corona-Testzentrum am Grenzübergang Klingenthal erweitert seine Öffnungszeiten. Wie der zuständige Rettungszweckverband Südwestsachsen mitteilte, öffnet die Einrichtung ab sofort auch sonnabends. Damit reagiere man auf den gestiegenen Bedarf. Hintergrund sei die neue Einreiseverordnung des Bundes. Sie schreibt Berufspendlern so genannter systemrelevanter Berufe eine tägliche Testpflicht vor.

Schnelltest-Station am Grenzübergang Klingenthal
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17:22 Uhr | Vorbereitungen für OB-Wahl in Plauen

In Plauen sind die Vorbereitungen für die Oberbürgermeisterwahlen im Juni angelaufen. Ab kommenden Dienstag können die Kandidatenvorschläge in der Stadtverwaltung eingereicht werden. Organisatorisch wird sich aufgrund der Corona-Maßnahmen einiges ändern. Wahlleiterin Nadja Friedländer-Schmidt sagte, man habe unter Corona-Bedingungen komplett die Pflegeheime als Wahllokale herausgenommen. "Wir haben eine umfassende Umstrukturierung der Wahlbezirke vorgenommen. Bei der letzten Wahl 2019 hatten wir 64 allgemeine Wahlbezirke und die haben wir jetzt auf 46 zusammengelegt. Wir wollen natürlich ganz besonders auf die Briefwahl aufmerksam machen, dass so wenige wie möglich in die Wahllokale vor Ort gehen."

17:13 Uhr | Keine zusätzlichen Pausen bei Amazon

Der Versandhändler Amazon muss seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wegen der Maskenpflicht bei der Arbeit keine zusätzlichen Pausen gewähren und vergüten. Das hat das Arbeitsgericht in Leipzig am Dienstag entschieden. Die Gewerkschaft Verdi hatte gefordert, dass die Beschäftigten nach jeweils zwei Stunden Arbeit mit Maske eine Pause machen oder eine Arbeit verrichten können, bei der keine Maskenpflicht besteht. Verdi-Vertreter Jörg Lauenroth-Margo sagte MDR SACHSEN, er sei "enttäuscht und erboßt" über die Entscheidung des Richters.

16:58 Uhr | Bisher 25 Beschwerden wegen Homeoffice-Regeln

In Sachsen hat es bisher 25 Beschwerden zu der in der Corona-Arbeitsschutzverordnung verankerten Pflicht zum Homeoffice gegeben. Jeder Beschwerde werde nachgegangen, sagte eine Sprecherin des sächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am Dienstag. Meist erfolge zunächst eine telefonische oder schriftliche Kontaktaufnahme. Kommt der Arbeitgeber seinen Verpflichtungen nicht nach, könne das Anbieten von Homeoffice angeordnet werden. Falls danach Termine nicht eingehalten werden, könne ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden. Bisher sei jedoch noch kein Fall bekanntgeworden, in dem eine solche Anordnung erlassen werden musste, hieß es.

16:44 Uhr | Keine Elternbeiträge im Februar in Grimma

In der Gemeinde Grimma müssen Eltern für Februar keine Beiträge für die Betreuung von Kindern in Krippe, Kindergarten, Hort oder Tagespflege zahlen. Wie die Stadt mitteilte, werden keine Lastschrifteinzüge genommen. Der Beitrag werde mit der Zahlung vom vergangenen Dezember verrechnet. Eltern, die einen Dauerauftrag eingerichtet haben oder selbst einzahlen, sollten die Zahlung für den Februar aussetzen, sofern sie im Dezember den Beitrag voll gezahlt haben. Etwaige Überzahlungen werden verrechnet, hieß es. Für Eltern, die eine Notbetreuung in Anspruch genommen haben, gelte die Regelung nicht.

16:37 Uhr | Große Mehrheit der Eltern schicken Kinder in die Schule

Die Wiedereröffnung der Grundschulen in Sachsen haben die Eltern mit großem Interesse angenommen. Lediglich 3,72 Prozent der Eltern haben ihre Kinder coronabedingt oder aus anderen Gründen abgemeldet und sie von der Schulpflicht befreit, wie der Sprecher des Landesamts für Schule und Bildung, Roman Schulz, am Dienstag mitteilte. "Die hohe Zahl der Eltern, die ihre Kinder in die Grundschule schicken, sehen wir mit Respekt und Demut", so Schulz. Dies sei ein riesiger Vertrauenszuschuss für die Schulen.

Leiterin einer Grundschule, bindet einem Schüler am Eingangstor der Schule einen Mundschutz an.
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16:24 Uhr | Keine Lockerungen in Sächsischer Schweiz mehr

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat die Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen wieder aufgehoben. Der maßgebliche Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sei am Dienstag überschritten worden, teilte das Landratsamt in Pirna mit. Damit sei der Landkreis gemäß der Sächsischen Corona-Schutzverordnung verpflichtet, die Lockerungen der 15-Kilometer-Beschränkungen für Einkäufe, Sport und Freizeit sowie der Ausgangssperre aufzuheben. Die Maßnahmen treten demnach am Mittwoch um 6 Uhr in Kraft. Der Landkreis hatte erst am Sonntag die Lockerungen verfügt.

16:05 Uhr | Corona-konforme Hunderettung in Waltersdorf

Eine Hundehalterin aus Tschechien hat sich am Dienstag bei den Beamten der Polizei in Waltersdorf bei Großschönau gemeldet. Ihr Hund Edy war ausgebüxt und über die Grenze gelaufen. Laut GPS-Halsband war das Tier in Waltersdorf unterwegs. Wegen der Einreisesperre aufgrund der verschärften Corona-Regeln konnte die Halterin ihren Hund aber nicht einfach selbst zurückholen. Die Beamten retteten das Tier dann corona-konform.

15:40 Uhr | Güterverkehr nach Tschechien läuft problemlos

Der Schienen-Güterverkehr zwischen Tschechien und Deutschland läuft trotz der neuen Grenzkontrollen ohne größere Probleme. Allein auf der Route durch das sächsische Elbtal würden diese Woche knapp 200 Güterzüge erwartet, so viele wie sonst auch, sagte die Bahn-Verantwortliche für Güterverkehr, Sigrid Nikutta. Ein Zug transportiere die Fracht von über 50 Lkw mit einem Lokführer. Das beschleunige die Abfertigung. Jeder Lokführer werde vor Fahrtantritt auf das Coronavirus getestet und habe das Ergebnis dabei.

15:22 Uhr | Corona-Einsatzteam im Vogtland unterwegs

Im Vogtlandkreis hat das Corona-Einsatzteam seine Arbeit aufgenommen. Wie das Landratsamt mitteilte, waren die Mitarbeiterinnen aus dem Gesundheitsamt zum Wochenstart in Oelsnitz unterwegs. Bei der Kreisentsorgungs GmbH Vogtland testeten sie einen Großteil der Mitarbeiter auf Corona. Den Angaben zufolge fielen sämtliche Schnelltests negativ aus. Das Corona-Einsatzteam können Unternehmen anfordern, die Verdacht auf ein erhöhtes Infektionsgeschehen haben.

15:09 Uhr | Geisterticket-Aktion des FSV Zwickau geht weiter

Der FSV Zwickau hat schon mehr als 12.000 Geistertickets für das Sachsenderby am Samstag gegen Dynamo Dresden verkauft. Damit ist das Stadion ausverkauft, wie der Verein am Montag mitteilte. Dennoch soll die Aktion weitergehen. Der Pressesprecher des FSV Zwickau, Daniel Sacher, sagte, man habe sich dazu entschieden, in dieser schwierigen Spielzeit auch der SG Dynamo Dresden etwas zurück zu geben. Dynamo habe Zwickau in der Vergangenheit auch schon oft unter die Arme gegriffen. "Das heißt, wir werden 10 Prozent der Gesamteinnahmen aus dieser Ticketaktion an die SG Dynamo weitereichen. Gleichzeitig können wir auch nochmal erwähnen, warum unser Geisterticket 5,10 Euro kostet. Wir erheben den sogenannten Kulturgroschen, das heißt in diesem Fall gehen 10 Cent pro verkauftem Ticket an kulturelle und soziale Einrichtungen in Zwickau und Dresden", so der Sprecher.

Philipp Hosiner gegen Davy Frick
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14:35 Uhr | Sachsenweit bisher 82 Menschen mit Corona-Mutation infiziert

Bei 82 Menschen in Sachsen ist inzwischen eine mutierte Coronavirus-Variante nachgewiesen worden. Laut Gesundheitsministerin Petra Köpping ist vor allem die sogenannte britische Variante dominant. Labore hätten sie in 63 Fällen nachgewiesen. Fünf Mal sei die südafrikanische Mutation bestätigt worden. Die Zuordnung der restlichen 14 Mutationen sei noch nicht geklärt. Besonders von den Mutationen betroffen sei das Vogtland. Hier wurde den Angaben zufolge eine Mutation des Coronavirus bei 29 Menschen festgestellt.

14:21 Uhr | Sächsisches Kabinett beschließt Ausnahmen für Grenzpendler

Das sächsische Kabinett hat weitere Ausnahmen für Grenzpendler aus Tschechien beschlossen. Nach Angaben von Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) gelten Ausnahmen für die Einreise in folgenden Bereichen:

  • Polizeivollzugsbeamte, die aus einem Einsatz zurückkehren
  • Wasser- und Abwasserversorgung
  • Energieversorgung und Abfallwirtschaft
  • Transport- und Verkehrswesen
  • Apothekenwesen
  • Pharmawirtschaft
  • Bestattungswesen
  • Ernährungswirtschaft
  • Informationstechnik
  • Telekommunikationswesen
  • Labore in medizinischen Einrichtungen

Bisher waren lediglich Ausnahmen für Pflegepersonal, Beschäftigte bei der Nutztierhaltung, Arbeitnehmer im Güterverkehr und Durchreisende aus nicht-touristischen Gründen vorgesehen. Alle anderen Einreisenden aus Tschechien müssen sich 14 Tage in Quarantäne begeben.

Voraussetzung für die Einreise nach Deutschland ist ein negativer Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist. Außerdem muss eine Bestätigung vom Arbeitgeber mitgeführt werden, dass die Beschäftigten die Aufrechterhaltung des Betriebs sichern. Zusätzlich müssen Pendler auch eine digitale Einreiseanmeldung mit sich führen.

14:03 Uhr | Sparkassenverband rechnet nicht mit großer Insolvenz-Welle

Der Ostdeutsche Sparkassenverband rechnet in der Region nicht mit einer großen Welle an Unternehmens-Insolvenzen. "Die Liquidität der Unternehmen bietet noch keine Anzeichen, um von flächendeckend drohenden Insolvenzen zu sprechen", sagte Verbandsgeschäftsführer Wolfgang Zender bei der Präsentation der Geschäftszahlen für 2020. "Es wird Insolvenzen geben, wir haben einen Bug aus dem letzten Jahr. Aber ich bin überzeugt, dass wir keine große Insolvenzwelle bekommen werden", sagte Verbandspräsident Michael Ermrich. Über Kredite, Stundungen und staatliche Zuschüsse sei die mittelständische Wirtschaft zumindest aktuell mit ausreichend Eigenkapital ausgestattet.

Der Ostdeutsche Sparkassenverband vertritt 45 Sparkassen in den vier Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt

13:40 Uhr | Noch nicht alle Pflegeheimbewohner geimpft

In Sachsen haben noch immer nicht alle Pflegeheimbewohner die erste Corona-Impfung bekommen. Das geht aus Recherchen des MDR hervor. Laut sächsischem Gesundheitsministerium gab es bisher in 642 von insgesamt rund 1.000 Einrichtungen einen ersten Impftermin. Als Grund wurden Lieferschwierigkeiten der Hersteller genannt. Auf dem Corona-Gipfel am 5. Januar war beschlossen worden, dass bis Mitte Februar alle Pflegeheimbewohner ein erstes Impfangebot haben sollten.

Das DRK Sachsen teilte am Montag mit, dass der letzte Termin in den sachsenweit insgesamt 1.034 priorisierten Einrichtungen voraussichtlich Mitte März stattfinden werde. Dann sollen alle Erst- und Zweitimpfungen in diesen Einrichtungen durch die mobilen Teams durchgeführt sein.

13:03 Uhr | Neues System, bekannte Regeln

Seit Montag können Kunden auch in Sachsen Waren bestellen und am Geschäft abholen. Rechtsanwalt Michael Hummel von der Verbraucherzentrale Sachsen weist darauf hin, dass neben den Hygienevorschriften auch weiterhin die üblichen Vertragsregeln für Käufer und Verkäufer gelten. Das umfasse das gesetzliche Rückgaberecht, aber auch die Kundenpflichten. Heißt: Mit der Bestellung der Ware telefonisch oder online besteht ein abgeschlossener Kaufvertrag. Wer seine Ware nicht abholt, muss trotzdem zahlen, denn dem Verkäufer steht das Geld zu.

12:34 Uhr | Bald kostenfreie Corona-Schnelltests für alle?

Ab 1. März soll jeder Bundesbürger ein Anrecht auf kostenlose Corona-Schnelltests bekommen. Dies sehe eine Erweiterung der Nationalen Teststrategie vor, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dem Kabinett vorlegen will, berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Via Twitter begründete Spahn den Plan damit, dass es mittlerweile ausreichend viele Antigen-Schnelltests gebe. Die Kosten bezahle der Bund.

12:01 Uhr | 40 Corona-Gegner in Leipzig unterwegs

Eine Gruppe von bis zu 40 Menschen hat sich am Montagabend in Leipzig versammelt und gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Die Teilnehmenden hatten zum großen Teil keinen Mund-Nasen-Schutz getragen, teilte die Polizei. Als die Beamten in der Grimmaischen Straße eintrafen, zerstreute sich die Gruppe. Sechs Personen konnten festgestellt werden. Gegen sie wurden Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzmaßnahmen gestellt.

11:50 Uhr | Sicher filmen in "Görliwood"

In Görlitz hat eine neue Einrichtung zur Filmförderung ihre Arbeit aufgenommen. Das Filmbüro soll das sichere Produzieren von Filmen in Pandemiezeiten ermöglichen, teilte die Sächsische Staatskanzlei mit. Die Maßnahme werde durch Steuergelder mitbezahlt und vorerst bis zum Ende 2021 unterstützt. Nachdem mehrere erfolgreiche Kinoproduktionen in der Neißestadt entstanden, trägt Görlitz den Spitznamen "Görliwood".

11:34 Uhr | Verlängerung der strengen Einreiseregeln?

Die strengen Einreiseregeln für Menschen aus sogenannten Virusvariantengebieten sollen voraussichtlich um zwei Wochen verlängert werden. Darüber will das Bundeskabinett am Mittag entscheiden. Das Verbot war zunächst nur bis zum 17. Februar verhängt worden. Es betrifft Länder, in denen sich mutierte Varianten des Coronavirus bereits stark verbreitet haben. Aus diesen Gebieten dürfen derzeit fast nur noch Deutsche und Ausländer mit Wohnsitz in der BRD einreisen. Für medizinisches Personal, Transit-Passagiere und den Warenverkehr gibt es Sonderregeln.

Am Sonntag waren auch Tschechien und Südtirol in diese Kategorie gekommen, was stationäre Kontrollen an Grenzabschnitten zur Folge hatte.

Ene Frau und ein Mann vom Deutschen Roten Kreuz arbeiten an einem Tisch,d er in einem Zelt steht. Die Luft scheint eisekalt am Abend des 15.2.2021 in Reitzenhain an der Grenze zu Tschechien. Die Bundespolizei hatte das DRK um Amtshilfe ersucht, weil sie Verstärkung brauchten beim Schnelltests für Einreisende.
DRK-Helfer arbeiten in der Schnellteststation am Grenzübergang Reitzenhain mit. Die Bundespolizei hatte um Amtshilfe gebeten bei den Schnelltests, die seit Sonntag notwendig sind, wenn Einreisende keinen negativen PCR-Test vorlegen können. Bildrechte: Robert Butter

11:23 Uhr | Jeder Vierte arbeitet im Homeoffice

Ein Viertel der Erwerbstätigen in Deutschland arbeitet coronabedingt von zu Hause aus. Das hat eine Umfrage der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ergeben. Demnach waren Ende Januar 24 Prozent der Befragten vorwiegend oder ausschließlich im Homeoffice tätig. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als im Dezember.

60 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten überwiegend oder ausschließlich im Betrieb. Das sind fünf Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Im Dezember waren die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschärft worden.

11:14 Uhr | Görlitz setzt weiter auf Bundeswehr

Der Landkreis Görlitz hofft auch nach Ende dieser Woche auf Hilfe von der Bundeswehr in Krankenhäusern und bei der Corona-Kontaktnachverfolgung. Der aktuelle Einsatz der Soldatinnen und Soldaten endet am Freitag. Auch für die Zeit danach habe man die Bundeswehr um Unterstützung gebeten, teilte das Landratsamt mit. Die sei aber nur in deutlich geringerem Umfang nötig als bisher, weil die Infektionszahlen zurückgehen. Zurzeit sind im Landkreis 90 Bundeswehrangehörige im Einsatz.

10:21 Uhr | Jung sieht Rückschläge für Integrationsbemühungen

Der Städtetagspräsident und Oberbürgermeister von Leipzig, Burkhard Jung (SPD), hat Rückschläge bei der Integration beklagt - verursacht durch die coronabedingten Schulschließungen. "Es geht nicht alles mit Homeschooling und digitalen Lernformen, um wirklich eine Sprache zu erlernen, um eine Kultur zu verstehen", sagte Jung in einem Interview für den Sender ntv. Er glaube, dass die Integrationsbemühungen einen Rückschlag erlebten. Der Politiker verlangte, dringend in die Offensive zu gehen, um so schnell wie möglich wieder Präsenzunterricht für Integrations- und Sprachkurse anbieten zu können.

09:16 Uhr | Chip-Industrie boomt in der Krise

Wenn sich während der Corona-Krise etwas wirklich gut verkauft hat, dann Elektrogeräte aller Art: Laptops, Smartphones, Fitnessarmbänder, Fernseher. Weltweit arbeiten viele Chipfabriken am Limit. Auch die Hersteller in der Region Dresden spüren den Boom, sagt Frank Bösenberg, Geschäftsführer des Branchenverbandes Silicon Saxony. Die Mikroelektronik-Branche schaue sehr positiv in die Zukunft.

08:59 Uhr | Wieder Wochenmärkte in Leipzig

Ab heute gehen die Leipziger Wochenmärkte wieder in den Normalbetrieb und finden regulär statt. Den Anfang machen die Märkte im Gohlis-Park und im WK 4 in Grünau. Auch der Wochenmarkt in der Innenstadt empfängt wieder Kunden. Dort startete der Normalbetrieb bereits vorigen Freitag. Das Marktamt der Stadt Leipzig betreibt an 15 Standorten insgesamt 21 Wochenmärkte.

08:29 Uhr | Amtshilfe für Bundespolizei in Reitzenhain

Am späten Montagabend hat die Bundespolizei beim Katastrophenschutz des DRK Mittleres Erzgebirge Amtshilfe angefordert. Die Beamten brauchten Hilfe bei den Schnelltests für nach Deutschland einreisende Bürger ohne gültige Corona-Tests. Mit derzeit sechs Kameraden unterstützt das DRK nun die Bundespolizei.

07:55 Uhr | DRK zieht Konsequenzen nach Politiker-Impfungen

Jetzt hat auch der Oberbürgermeister von Oschatz (Nordsachsen), Andreas Kretzschmar, zugegeben, schon eine Corona-Impfung erhalten zu haben. Die Collm-Klinik habe sie ihm zum Impfstart am 30. Dezember 2020 angeboten, weil es damals zu wenig Impfwillige gab und die Dosis sonst verfallen wäre, sagte der Lokalpolitiker der Leipziger Volkszeitung und entschuldigte sich dafür.

Das DRK Sachsen will als Konsequenz aus den vorzeitigen Impfungen von Lokalpolitikern, die keine Priorität haben, vorerst nur noch Menschen der obersten Prioritätsgruppe impfen.

Wir werden nur Rettungsdienste, ambulante Pflegedienste oder Praxen anfragen, ob sie restliche Impfdosen bekommen wollen. Dann kann es sein, dass das maximal eine oder zwei Stunden vorher passiert.

Kai Kranich DRK-Sprecher

07:30 Uhr | "Schnudndeggl"-Ansage in City-Bahn Chemnitz

"Setzen Se bidde Ihren Schnudneggl uff": So wirbt Ilse Bähnert alias Kabarettist und Schauspieler Tom Pauls in der Chemnitzer City-Bahn für das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes. Pauls hat vier Spots eingesprochen, die heute vorgestellt werden, kündigte das Unternehmen an. Danach werden die Sprüche auf den vier Linien von Chemnitz nach Stollberg, Hainichen, Burgstädt und Mittweida zu hören sein. Damit wolle man den Menschen ein ernstes Thema mit einem Schmunzeln vermitteln.

Die Bezeichnung Schnudndeggl für Masken in Corona-Zeiten wurde im Tom-Pauls-Theater in Pirna zum sächsischen Wort des Jahres gewählt.

07:00 Uhr | Reiseunternehmer: Kretschmers Osteransage "völlig verfrüht"

Die Kritik an Michael Kretschmers Vorstoß, nicht auf den Osterurlaub 2021 zu setzen, reißt nicht ab. Nachdem sich am Montag bereits sächsische Interessensverbände aus Hotellerie und Gastrobranche dazu geäußert hatten, kritisiert nun auch die Allianz selbständiger Reiseunternehmen (asr) den Vorstoß als "völlig verfrüht und nicht nachvollziehbar".

Nicht Reisen an sich treibt die Infektionen hoch - es kommt immer auf das Verhalten jedes Einzelnen an. Da ist es egal, ob Berlin oder Balearen.

Jochen Szech Verbandspräsident im Interview mit dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland"

Ferienhausurlauber auf einer dänischen Insel oder eine Finca auf Madeira hätten eher weniger Kontakte zu anderen Menschen als bei Osterspaziergängen in Ballungsgebieten. Die Reiseunternehmer würden "eine kontrollierte Wiederaufnahme der internationalen Urlaubsreisen" begrüßen.

06:51 Uhr | Stiko gegen bevorzugte Impfung des Lehrpersonals

Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, sieht keinen Grund, Lehrer bevorzugt zu impfen. "Die Stiko hat ihre Empfehlung auf die Auswertung internationaler Daten und auch die Meldedaten aus Deutschland gegründet. Daraus ergibt sich keine Notwendigkeit die Lehrer jetzt abweichend von der Empfehlung vorzuziehen", sagte der Mediziner der Zeitung "Rheinische Post". Ältere Lehrer und solche mit Vorerkrankungen würden bereits auf dieser Grundlage priorisiert.

Die Impfkommission empfehle aber nur, "die politischen Entscheidungsträger können und dürfen von dieser Empfehlung abweichen", sagte Mertens

06:35 Uhr | Familienstreit in Corona-Zeiten

Die Polizei Zwickau hat in der Innenstadt kurz vor Mitternacht einen Familienstreit beendet und dabei auch mehrere Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung festgestellt. Ein 24 Jahre alter Mann wollte seine ein Jahr jüngere Frau mit einer Flasche schlagen. Der Bruder der Frau ging dazwischen. "Es folgte eine handfeste Auseinandersetzung zwischen den beiden Herren, die mit dem Eintreffen der Polizeibeamten ihr Ende fand", heißt es im Polizeibericht. Die Männer erlitten leichte Verletzungen und wurden von Rettungskräften versorgt.

In der Wohnung waren noch zwei andere syrische Familienmitglieder. Weil insgesamt Menschen aus vier verschiedenen Hausständen anwesend waren, wurden neben den Strafanzeigen wegen Körperverletzungsdelikten auch Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen der Corona-Verstöße gestellt.

06:21 Uhr | Sehr viel mehr Grippeimpfungen

Im Herbst 2020 haben sich mehr Bundesbürgerinnen und Bundesbürger gegen Grippe impfen lassen als in den Vorjahren. Mit 1,8 Millionen Impfungen im September 2020 sei ein Anstieg um 165 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet worden, teilte ein Sprecher des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland mit. Auch im vierten Quartal sei deutlich häufiger gegen Grippe geimpft worden - ein Unterschied in Millionenhöhe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, hieß es.

Das Paul-Ehrlich-Institut hatte in dieser Grippe-Saison 25 Millionen Impfdosen gegen die Influenza freigegeben - mehr als in den Jahren zuvor. Der Bund kaufte zusätzliche Dosen, um das Gesundheitswesens in der Corona-Krise vor Mehrbelastungen durch Grippepatienten zu schützen

05:43 Uhr | Grenzsituation Thema im Kabinett

Sachsens Regierung berät heute über die Situation an der sächsisch-tschechischen Grenze. Innenminister Roland Wöller (CDU) will über die Lage an der Grenze informieren. Danach ist am Nachmittag eine Pressekonferenz geplant. Seit zwei Tagen gelten verschärfte Einreiseregeln an den Grenzen zu Tschechien. Seit Sonntag gab es kilometerlange Staus auf tschechischer Seite der Autobahn E55/D8 Prag-Dresden und auf der A17 bis Bahretal. Erst am Montagabend beruhigte sich die Lage.

Das Nachbarland gilt als sogenanntes Virusvarianten-Gebiet. Ausnahmen bei der Einreise gibt es unter anderem für Gesundheitspersonal, Lastwagenfahrer und sonstiges Transportpersonal im Güterverkehr. Ob Sachsen weitere Ausnahmen wegen der Systemrelevanz der Berufe zulassen wird, ist noch unklar.

05:31 Uhr | Geteilte Meinungen über Schulöffnung in Sachsen

Etwa die Hälfte der Menschen in Mitteldeutschland findet die Schulöffnungen in Sachsen richtig. Das hat das MDR-Meinungsbarometer MDRfragt ergeben. Die Öffnung von Kitas und Grundschulen halten 43 Prozent für falsch. 56 Prozent der MDRfragt-Teilnehmenden würden es bevorzugen, wenn beim Thema Schulen bundesweit einheitliche Regeln gelten. 42 Prozent halten die Entscheidungsfreiheit jedes Bundeslandes für richtig.

Eine knappe Mehrheit der MDRfragt-Runde hält die Verlängerung des Lockdowns trotz stetig sinkender Infektionszahlen für angemessen. Aber der Anteil derer, die die aktuellen Maßnahmen für zu hart empfinden, ist im Vergleich zum Januar gestiegen.

Claudia Reiser vom mdrFRAGT-Redaktionsteam 3 min
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05:00 Uhr | Neuer Termin für Lessingtage Kamenz

Die Kamenzer Lessingtage sollen in diesem Jahr vom 11. Mai bis 4. Juli stattfinden. Derzeit würden die neuen Termine mit Künstlern und Wissenschaftlern abgestimmt, sagte Sylke Kaufmann vom Organisationsteam. Normalerweise feiert Kamenz seit 1962 stets im Januar und Februar seinen berühmtesten Sohn, den Dichter Gotthold Ephraim Lessing. Wegen der Corona-Krise musste die 53. Auflage der Lessing-Tage nun erstmals verschoben werden.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/Reuters

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.02.2021 | ab 06:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 16.02.2021 | 19:00 Uhr

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