Meldungen am Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 10.11.: Mehr als 1.100 Neuinfektionen in Sachsen

Von Montag bis Freitag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Ein Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe nimmt für einen Corona-Test einen Abstrich von einer Frau.
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20:45 Uhr | Tickerende

Für heute beenden wir unseren Ticker zur Corona-Lage in Sachsen. Am Mittwoch sind wir an gewohnter Stelle wieder für Sie da. Wir wünschen Ihnen einen guten Abend. Bleiben Sie gesund.

20:32 Uhr | 30 Corona-Fälle in der JVA Dresden

In der Justizvollzugsanstalt Dresden (JVA) hat es die ersten Corona-Fälle gegeben. Bisher sind zwei davon per Labortest und 28 im Schnelltest bestätigt, teilte die JVA am Dienstagabend mit. "Von den positiv bestätigten Personen zeigen derzeit nur wenige leichte Erkältungssymptome, die meisten haben keine Symptome", hieß es. Um weitere Ansteckungen in der Anstalt zu vermeiden, seien die Abläufe im Gefängnisalltag erheblich eingeschränkt worden. Hofgang im Freien sei weiter möglich. Die Gefangenen müssten dabei aber Masken tragen. Beschäftigungsmöglichkeiten seien vorübergehend eingeschränkt, zwingend notwendige Betriebe für die Anstalt würden aufrechterhalten. Besuche würden vorübergehend ausgesetzt.

20:13 Uhr | Krise in Sachsens schwarz-rot-grüner Koalition

Nach der "Querdenken"-Kundgebung in Leipzig knirscht es in Sachsens schwarz-rot-grüner Regierung. Die Koalitionspartner aus CDU, Bündnis 90/Die Grünen und SPD haben unterschiedliche Auffassungen über die Bewertung der Ereignisse vom vergangenen Sonnabend.

19:25 Uhr | Oberwaltungsgericht begründet Entscheidung zur "Querdenken"-Demo

Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hat seine Entscheidung gegen eine Verlegung der "Querdenken"-Demonstration in Leipzig begründet. Die vorgesehene Versammlungsfläche war demnach groß genug für 16.000 Teilnehmer.

19:22 Uhr | Lebenshilfe Delitzsch sammelt keine Altkleider mehr

Die Lebenshilfe Delitzsch stellt ihren Geschäftszweig mit Altkleidern ein. Wie Geschäftsführerin Frauke Seifert mitteilte, hat der Verein für die Kleider zuletzt immer weniger Geld bekommen.

Dieses Jahr durch Corona hat es sich aber leider so entwickelt, dass wir einerseits leider zeitweise nicht entsorgen konnten und andererseits fünf Monate auf die Vergütung der Leistungen aus dem zweiten Quartal warten mussten. Seit Juni ist noch die Kurzarbeit dazugekommen.

Frauke Seifert Geschäftsführerin der Lebenshilfe Delitzsch

Zwei Mitarbeiter mit Behinderung verlieren so ihre Vollzeitstelle bei der Lebenshilfe Delitzsch.

19:08 Uhr | Initiative "Leere Stühle" startet Gutscheinaktion

Die Mitglieder der Initiative "Leere Stühle" wollen den Restaurants, Kneipen und Cafés helfen, den Winter zu überstehen. Dazu hat die Initiative nach eigenen Angaben eine Gutscheinaktion ins Leben gerufen.

Es handelt sich um Gutscheine für Unternehmen, die normalerweise im Dezember eine Weihnachtsfeier für ihre Mitarbeiter veranstaltet hätten. Durch Corona fallen diese Feiern nun wahrscheinlich aus. Wir wollen die Firmen animieren, das geplante Budget für die Feier in Gastronomie-Gutscheine für Mitarbeiter und Kunden zu verwandeln.

Initiative "Leere Stühle"

18:57 Uhr | CVAG schließt Mobilitätszentrum

Die Chemnitzer Verkehrs AG (CVAG) hat ihr Mobilitätszentrum in der Innenstadt vorrübergehend geschlossen. Laut des Unternehmens ist ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Da noch nicht sicher sei, ob er auch andere im Team angesteckt habe, habe man vorsorglich die Servicestelle geschlossen. Anfragen und Probleme der Kunden werden bis auf Weiteres telefonisch oder per E-Mail bearbeitet, so das Unternehmen.

18:51 Uhr | Zahl verschuldeter Menschen sinkt

Die Zahl der überschuldeten Verbraucher ist 2020 nochmals zurückgegangen. Auch die Corona-Pandemie, die für viele Menschen harte Einschnitte bedeutete, konnte den Trend nicht umkehren.

18:44 Uhr | Mehr als 1.100 Neuinfektionen in Sachsen

Die Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen meldeten am Dienstag insgesamt 1.115 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit haben sich seit dem Beginn der Pandemie 28.868 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. 14.870 von ihnen sind rechnerisch wieder genesen. Zudem sind heute sieben Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19 Erkrankung gemeldet worden. Damit steigt deren Zahl auf 432.

18:18 Uhr | FSV Zwickau in Kurzarbeit

Der FSV Zwickau kehrt angesichts der aktuellen Geisterspiele und Corona-Beschränkungen wie im Frühjahr zur Kurzarbeit zurück. Die FSV-Geschäftsstelle bleibt daher für Besucher geschlossen.

18:07 Uhr | Zwickauer Weihnachtsmarkt und Bergparade abgesagt

Der Zwickauer Weihnachtsmarkt wird dieses Jahr nicht stattfinden. Darauf haben sich die Stadt und der Veranstalter "Kultour Z" geeinigt. Unter derzeitigen Bedingungen sei der Weihnachtsmarkt nicht durchzuführen, hieß es. Auch die Zwickauer Bergparade fällt aus.

Wir haben gekämpft bis zum Schluss, waren auf zahlreiche Kompromisse vorbereitet, nun ist es jedoch unumgänglich, die Reißleine zu ziehen.

Matthias Rose Geschäftsbereichsleiter

Dennoch sollen am 23. November die Lichter am Weihnachtsbaum auf dem Hauptmarkt angezündet werden. Auch ein Schwibbogen, die Zwickauer Pyramide und die Schaukrippe sollen in der Altstadt zu sehen sein.

17:49 Uhr | Größtes Infektionsrisiko in Restaurants und Fitnessstudios

Forscher haben die Daten von mehreren Millionen Handynutzern in den USA ausgewertet und Bewegungsprofile erstellt. Das größte Corona-Risiko geht demnach von Restaurants und Fitness-Studios aus.

17:43 Uhr | Bautzener Landrat Michael Harig negativ getestet

Der Corona-Test von Landrat Michael Harig ist nach Angaben des Landratsamtes negativ.

Auch für Vize-Landrat Udo Witschas sei aufgrund eines positiven Kontaktes eine Quarantäne ausgesprochen und ein Test bei ihm durchgeführt worden. Er arbeite nun im Home-Office. Eine Amtsärztin sei ebenfalls positiv getestet worden, hieß es vom Landratsamt.

17:22 Uhr | Sachsen verschärft nach "Querdenken"-Demo Regeln für Versammlungen

Nach der "Querdenken"-Demonstration in Leipzig am Wochenende verschärft Sachsen die Regeln für Versammlungen. Wie Innenminister Roland Wöller mitteilte, sind künftig unter freiem Himmel nur stationäre Versammlungen mit maximal 1.000 Teilnehmern erlaubt. Diese müssen die Maskenpflicht und Mindestabstände zueinander einhalten. Größere ortsfeste Versammlungen können demnach in Ausnahmefällen erlaubt werden, allerdings müssen dann zusätzliche Auflagen erfüllt werden, um das Infektionsrisiko zu reduzieren. Diese und weitere Änderungen sollen am Freitag in Kraft treten.

17:12 Uhr | Neuer Rekord-Doppelhaushalt in Sachsen

CDU, Grüne und SPD in Sachsen haben sich auf die Eckwerte für den nächsten Doppelhaushalt verständigt. Dabei wurde trotz der Corona-Krise nach langer Diskussion eine Rekordsumme beschlossen.

17:02 Uhr | Weihnachtsbaum schmückt nun Markt in Annaberg-Bucholz

Auf dem Markt in Annaberg-Buchholz ist am Dienstag ein Weihnachtsbaum aufgestellt worden. Die 27 Meter hohe Fichte stammt von einem Privatgrundstück im Stadtteil Buchholz und soll mit rund 800 Lampen geschmückt werden.

16:32 Uhr | Landkreis Meißen plant Quarantänebescheide für betroffene Einrichtungen

Der Landkreis Meißen plant für einzelne betroffene Einrichtungen, wie zum Beispiel Pflegeheime, zukünftig Allgemeinverfügungen zur Quarantäne der Bewohnerinnen und Bewohner sowie des betroffenen Personals zu erlassen. Laut Ulrike Thieme vom zuständigen Gesundheitsamt können ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so entlastet werden, da sie so keine Vielzahl einzelner Quarantänebescheide mehr erstellen müssen.

16:21 Uhr | Weniger Auszubildende durch Corona-Pandemie

In Sachsen haben in diesem Jahr weniger Jugendliche eine Ausbildung begonnen. Die Industrie- und Handelskammer verzeichnete knapp 10.000 abgeschlossene Verträge. Das ist ein Rückgang von rund sieben Prozent.

15:30 Uhr | Studierende fordern Neugestaltung der Überbrückungshilfen

Die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) hält die aktuellen Finanzhilfen des Bildungsministeriums für Studierende für nicht ausreichend. Sie fordern daher verlässliche Hilfen für die Dauer das aktuellen Wintersemesters. Die zuschussbasierte Studierendenhilfe von maximal 500 Euro sei bei durchschnittlichen monatlichen Ausgaben von etwa 819 Euro zu gering.

Für Studierende, die im November ihren Nebenjob verloren haben, gibt die allgemeine wirtschaftliche Lage auch in den Folgemonaten wenig Anlass zu Optimismus. Eine Neuauflage der Überbrückungshilfen allein für den Monat November ist daher eine Alibi-Lösung. Das Bildungsministerium würde die Studierenden damit zum wiederholten Male im Stich lassen.

Paul Senf Sprecher der KSS

14:59 Uhr | Corona-Hilfen für Kultur bis Ende 2021 und jetzt auch für Klubs

Sachsen verlängert und erweitert sein Corona-Soforthilfeprogramm für Kultureinrichtungen. Wie Kulturministerin Barbara Klepsch mitteilte, gilt die Förderrichtlinie für Härtefälle nun bis zum 31. Dezember 2021. Außerdem sind jetzt auch Einzelpersonen antragsberechtigt, die Musik-Klubs und Spielstätten betreiben. Die CDU-Politikerin erklärte, die Pandemie werde auch im kommenden Jahr für große Unsicherheiten im Kulturbereich sorgen. Zudem stoße inzwischen die Eigeninitiative vieler Betreiber zum Kompensieren ihre Einnahmeverluste an ihre Grenzen. Hier wolle der Freistaat helfen.

Die Unterstützung beträgt bis zu 10.000 Euro. Wird mit einem Liquiditätsplan ein höherer Bedarf nachgewiesen, sind es bis zu 50.000 Euro. Für Bearbeitung der Anträge und Auszahlung der Mittel ist die Sächsische Aufbaubank zuständig.

14:02 Uhr | Corona-Krise trifft Depressive besonders hart

Die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie machen Menschen mit Depressionen deutlich mehr zu schaffen als anderen. aut einer Umfrage der Deutschen Depressionshilfe berichtet fast die Hälfte der Betroffenen von massiven Einschränkungen bei ihrer Behandlung, zum Beispiel durch ausgefallene oder verschobene Termine. Zudem ist unter depressiven Menschen zwar die Angst vor einer Ansteckung nicht höher als in der gesamten Bevölkerung. Den sogenannten Lockdown jedoch 74 Prozent der psychisch Erkrankten als belastend - deutlich mehr als in der Allgemeinheit (59 Prozent).

13:15 Uhr | Gedenkveranstaltungen auf den Städtischen Friedhöfen in Leipzig abgesagt

Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens müssen Gedenkveranstaltungen auf den Städtischen Friedhöfen in Leipzig abgesagt werden. Das Amt für Stadtgrün und Gewässer bittet um Verständnis für diese mit den Kirchgemeinden einvernehmlich getroffene Entscheidung. Die Friedhöfe sind zum Gedenken, Erinnern und Innehalten geöffnet.

Die traditionellen Andachten der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinden auf den Städtischen Friedhöfen Sellerhausen, Kleinzschocher, Ostfriedhof sowie die weltliche Gedenkfeier in der Hauptkapelle auf dem Südfriedhof am Totensonntag fallen aus.

13:00 Uhr | "Querdenken"-Demo beschäftigt auch den Leipziger Stadtrat

Die aus dem Ruder gelaufene "Querdenken"-Demonstration vom vergangenen Wochenende wird morgen auch den Leipziger Stadtrat beschäftigen. Die Fraktionen der Linken, Grünen und der SPD haben jeweils dringliche Anfragen eingereicht. Darin wollen sie von der Stadtverwaltung unter anderem wissen, wie die Lage vorab eingeschätzt wurde, mit welchen Teilnehmerzahlen gerechnet wurde und warum die Versammlung trotz massenhafter Verstöße gegen die Demo-Auflagen erst nach mehr als zwei Stunden aufgelöst wurde.

Der Leipziger Stadtrat tagt am Mittwochnachmittag wegen der verschärften Corona-Lage nicht im Rathaus, sondern in der größeren Leipziger Kongresshalle

12:47 Uhr | 170 Schulen mit Corona-Fällen - Unterricht läuft

Trotz einer steigenden Zahl von festgestellten Corona-Infektionen läuft an den meisten Schulen in Sachsen der Unterricht weiter. Nach Angaben des Kultusministeriums waren in den vergangenen sieben Tagen 170 Schulen im Freistaat betroffen. Das entspreche einer Quote von 12,4 Prozent. Eine Schule musste vorübergehend wegen Corona geschlossen werden. Ingesamt hätten sich in der Zeit 75 Lehrer und 130 Schüler mit dem Coronavirus infiziert - rund 1.100 Mädchen und Jungen befänden sich in Quarantäne.

11:59 Uhr | Corona-Ambulanz an Leipziger Uni-Klinik wieder geöffnet

Am Universitätsklinikum Leipzig steht ab sofort die Corona-Ambulanz wieder zur Verfügung. Grund sind nach Angaben des Klinikum die steigenden Zahlen an Corona-Neuinfektionen. Geöffnet hat die Testambulanz montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr und sonnabends von 8 bis 12 Uhr. Eine Terminvereinbarung ist laut Uniklinik nicht nötig. Getestet würden Menschen mit Covid-19-Symptomen, Personen ohne Symptome, die nachweisbar Kontakt zu infizierten Personen hatten, sowie Personen, die über die Corona-Warn-App informiert wurden.

Ebenfalls wieder geöffnet ist die zahnmedizinische Notfallambulanz für Covid-19-Patienten.

11:51 Uhr | Schüler an Förderschule erkrankt: Drei Klassenstufen nach Hause geschickt

An der Förderschule in Leipzig-Engelsdorf ist ein Corona-Fall aufgetreten. Der betroffene Schüler war bereits zuhause, heute morgen habe der Vater die Schule informiert, sagte ein Sprecher vom Landesamt für Schule und Bildung. Da der Schüler jedoch Kontakt zu den 5., 6. und 7. Klassen hatte, seien diese Klassen und ihre Lehrer heute vorsorglich nach Hause geschickt worden. Das Gesundheitsamt entscheide die weitere Strategie.

11:06 Uhr | OVG Bautzen: Demo-Verlegung war nicht ideologisch

Nach der "Querdenken"-Demonstration hat der Präsident des Oberverwaltungsgerichts Bautzen, Erich Künzler, Vorwürfe einer ideologischen Entscheidung zurückgewiesen. Das Gericht hatte die Weisung der Stadt kassiert, die Demonstration an den Stadtrand zu verlegen. Erich Künzler sagte dem MDR, Richter seien in ihrer Entscheidungsfindung unabhängig. Er sehe zudem keine Anzeichen für eine coronaskeptische Haltung am Oberverwaltungsgericht.

Internetnutzer hatten Vorwürfe wegen eines Artikels in den "Sächsischen Verwaltungsblättern" erhoben. In der Redaktion sitzt unter anderem der Richter, der über die Leipziger Demonstration entschieden hatte. In dem Artikel wird Covid-19 unter anderem als nicht schlimmer als eine Grippe verharmlost. Auch hieß es, es gebe keine Folgeschäden.

10:45 Uhr | Landesärztekammerchef an Corona erkrankt - Ärzteversammlung online

Der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck, ist gestern Abend positiv auf Covid-19 getestet worden und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Aktuell zeigt er nach Angaben der Kammer leichte Erkältungssymptome, wird aber seine Amtsgeschäfte von zu Hause aus weiterführen. Die für morgen geplante Kammerversammlung, das Parlament der sächsischen Ärzte, wird wie vorgesehen online stattfinden. Bodendieck sagte: "Eine Verschiebung der Kammerversammlung kommt in der aktuellen Lage für mich nicht in Frage. Die sächsischen Ärzte müssen sich über die weiteren Maßnahmen in der Corona-Pandemie abstimmen und offene Fragen klären."

Die 101 sächsischen Vertreter könnten morgen auch regionale Probleme der medizinischen Versorgung offen ansprechen, für die man dann gemeinsam Lösungen finden könne.

09:00 Uhr | Leipziger Virologe Liebert dämpft Euphorie um neuen Impfstoff

Der Leipziger Virologe Uwe G. Liebert dämpft die Euphorie um den neuen Impfstoff. Die Entwicklung sei vielversprechend, dennoch stünden noch Erkenntnisse mit vielen Teilnehmern aus. Der Fachmann erwartet eine sogenannte Notzulassung in den USA zum Jahresbeginn und wenig später in Europa. Bei MDR SACHSEN erklärt Liebert, wie eine Impfkampagne anlaufen könnte.

08:30 Uhr | Experte: Sachsens Flughäfen haben trotz Corona-Krise Überlebenschance

Wirklich profitabel haben die Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle auch vor der Cornapandemie nicht gearbeitet. Nun liegt der Passagierverkehr in Klotzsche und Schkeuditz fast brach. Dennoch räumt Rüdiger Kiani-Kreß, Luftfahrtexperte der "Wirtschaftswoche", beiden Airports eine Überlebenschance ein. Leipzig/Halle profitiere insbesondere vom Frachtgeschäft, Dresden als touristisches Ziel für Osteuropäer. Mit Eröffnung des neuen Berliner Flughafens ist allerdings die Konkurrenz vor allem der Billigflieger näher gerückt. Und auch Prag ist ein zunehmend beliebter Flughafen bei den Sachsen.

08:03 Uhr | Bautzner Landrat und Görlitzer OB üben Dienstgeschäfte in Quarantäne aus

Der Bautzener Landrat Michael Harig hat sich nach Kontakt zu einer später positiv auf das Coronavirus getesteten Person gestern vorsorglich in Quarantäne begeben. Das Ergebnis seines Corona-Tests steht noch aus. Harig leidet derzeit unter keinen Symptomen, so das Landratsamt. Er führt die Amtsgeschäfte bis 17. November im Homeoffice. Auch der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu hat sich nach Kontakt mit einer infizierten Person in Quarantäne begeben. Ihm gehe es gesundheitlich gut und auch er werde seine Amtsgeschäfte ebenfalls von zu Hause aus fortführen, hieß es aus der Stadtverwaltung.

07:40 Uhr | Zeitungen: Staatsregierung plant Beschränkungen beim Versammlungsrecht

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer tritt dafür ein, bei Demonstrationen während der Corona-Pandemie nur noch höchstens 1.000 Teilnehmer zuzulassen. Das werde er dem Kabinett vorschlagen, sagte der CDU-Politiker in einem Gespräch mit der "Sächsischen Zeitung". Veranstaltungen in der Größenordnung der Querdenken-Demonstration am Wochenende seien in dieser Pandemie unverantwortlich. Die Beschränkung der Teilnehmer ermögliche es der Polizei dann auch, die Auflagen durchzusetzen. Laut Informationen der "Freien Presse" stünde "sogar ein grundsätzliches Versammlungsverbot mit potenziellen Ausnahmeregelungen" zur Debatte. Das Kabinett will sich in einer Videoschalte am Vormittag dazu verständigen.

In Leipzig hatten sich am Wochenende rund 20.000 Menschen versammelt, um gegen Corona-Beschränkungen zu protestieren. In der Mehrzahl trugen sie keine Masken und hielten auch keinen Abstand.

06:30 Uhr | Corona-Fälle in zwei Kitas in Nordsachsen

Im Landkreis Nordsachsen gibt es Corona-Fälle in zwei Kindergärten. Wie die "Leipziger Volkszeitung" schreibt, ist in Oschatz eine Kita bis Freitag geschlossen, weil ein Kind und dessen Mutter positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Das Kind sei zuletzt Ende Oktober in der Einrichtung gewesen, hieß es. In Jesewitz hat sich eine Erzieherin in einer Kita mit dem Corona-Virus angesteckt. Sie und viele Kinder seien nun in Quarantäne. Gestern habe es umfangreiche Tests gegeben, berichtet die Zeitung.

06:00 Uhr | Wegen Corona: Lehrlinge und Ausbilder finden schwer zueinander

Die Bundesagentur für Arbeit stellt heute aktuelle Zahlen und Entwicklungen zum diesjährigen Ausbildungsmarkt in Sachsen vor. Schon Mitte September hatten die Vermittler erklärt, die Corona-Krise erschwere dieses Jahr die Suche nach Lehrlingen und Ausbildungsplätzen. Damals waren noch 3.900 Jugendliche in Sachsen ohne Ausbildungsplatz; dem standen 6.300 freie Lehrstellen gegenüber.

Durch die Corona-Pandemie waren unter anderem zahlreiche Ausbildungs- und Berufsmessen abgesagt worden, ebenso wie zahlreiche Praktika in Betrieben.

05:45 Uhr | Polizei ermittelt wegen möglicherweise gefälschten Maskenbefreiungen bei Pegida-Demo

Die Polizei ermittelt nach der Pegida-Demonstration gestern in Dresden gegen mindestens drei Teilnehmer. Sie stehen nach Angaben der Polizei im Verdacht, gefälschte Atteste zur Befreiung der Maskenpflicht vorgezeigt zu haben. Ingesamt seien bei der Veranstaltung 76 solcher Atteste den Beamten bei Kontrollen vorgelegt worden. Zwei Tage nach der umstrittenen "Querdenken"-Demo in Leipzig haben auch Pegida-Redner die von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Maßnahmen kritisiert.

Die Demonstration von Pegida war heftig kritisiert worden, weil sie auf den Jahrestag der Pogromnacht fiel. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 steckten Nationalsozialisten in ganz Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen in Brand und misshandelten, verschleppten und ermordeten jüdische Bürger. "Es ist absolut geschmacklos und geschichtsvergessen, dass an einem Tag wie dem 9. November eine Pegida-Demonstration in Dresden nicht nur abgehalten wird, sondern auch durchgeführt werden darf", erklärte Landesrabbiner Zsolt Balla.

05:30 Uhr | Heinrich-Braun-Klinikum in Zwickau reduziert Patientenaufnahmen

Das Heinrich-Braun-Klinikum in Zwickau muss geplante Krankenhaus-Aufnahmen kurzfristig reduzieren. Als Hauptgrund nennt das Klinikum Personalmangel. Neben dem saisonal bedingten Krankenstand seien immer mehr Mitarbeiter in Corona-Quarantäne. Die Schließung einer Kita in Zwickau ziehe weiter Ausfälle nach sich. Das HBK komme dadurch an seine Kapazitätsgrenzen. - Patienten sollen ab sofort telefonisch darüber informiert werden, ob ihre geplanten Aufnahmen stattfinden oder verschoben werden müssen.

05:16 Uhr | Coronavirus könnte Herz direkt angreifen

Hydroxychloroquin war ein früher Hoffnungsträger gegen Covid-19 - in einer klinischen Studie hat es jetzt versagt. Blutdrucksenker dagegen stellen kein Risiko dar. Aber das Virus könnte das Herz direkt angreifen.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 10.11.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 10.11.2020 | 19:00 Uhr

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