Meldungen am Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 20.04.: Sachsen will Bundes-Notbremse zustimmen

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (li.) und Staatskanzleichef Oliver Schenk (re.)
Ministerpräsident Michael Kretschmer (li.) und Staatskanzleichef Oliver Schenk. (Archivbild) Bildrechte: imago images/ photothek

Meldungen des Folgetags

20:25 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Corona-Liveticker für heute. Wir sind am Mittwoch wieder für Sie da und wünschen Ihnen einen schönen Abend. Bleiben Sie gesund!

20:05 Uhr | Neues Infektionsschutzgesetz: Sächsischer Landtag debattiert Für und Wider

Der Sächsische Landtag hat am Dienstag über die für Mittwoch geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes des Bundes debattiert. In der Sondersitzung scheiterte die AfD-Fraktion nach hitziger Diskussion mit ihrem Antrag. Die Oppositionspartei forderte die Staatsregierung dazu auf, den Entwurf zum neuen Infektionsschutzgesetz auf seine Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz prüfen zu lassen.

18:42 Uhr | Indische Corona-Variante in Sachsen nachgewiesen

Die indische Variante des Corona-Virus ist erstmals in Sachsen nachgewiesen worden. Das hat das Robert-Koch-Institut auf MDR-Anfrage bestätigt. Unklar ist weiterhin, wo die Variante nachgewiesen wurde. Das RKI erklärte, die indische Variante B.1.617 stehe derzeit unter Beobachtung. Möglicherweise könnten Geimpfte und Genesene vor einer Ansteckung mit dieser Variante weniger gut geschützt sein. Für eine Einstufung als "besorgniserregend" fehle bislang aber die entsprechende Gewissheit.

18:18 Uhr | Drei Landkreise mit 7-Tage-Inzidenzwert über 300

Am Dienstag erreicht Sachsen laut Robert-Koch-Institut einen Inzidenzwert von 221. Acht von zehn sächsischen Landkreisen weisen eine 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von über 200 auf. Im Landkreis Zwickau (323), dem Erzgebirgskreis (324) und dem Landkreis Mittelsachsen (315) liegt der Wert sogar über 300. Am niedrigsten sind die Inzidenzen in den kreisfreien Städten Dresden (121) und Leipzig (135).

Die Gesundheitsämter in Sachsen haben am Dienstag 1.465 Corona-Neu-Infektionen gemeldet. In den sächsischen Krankenhäusern werden auf Normalstationen aktuell 1.239 Covid-19-Patienten behandelt. Im Zusammenhang mit Covid-19 wurden 26 neue Todesfälle gemeldet. Damit sind 8.876 Menschen in Sachsen an oder mit Corona verstorben.

17:53 Uhr | Sachsen will Bundes-Notbremse zustimmen

Sachsen will trotz Kritik den geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes zustimmen. Das teilte Staatskanzleichef Oliver Schenk am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden mit. "Als Staatsregierung akzeptieren wir das Gesetz und sehen die Notwendigkeit, angesichts der hohen Inzidenzwerte - vor allem steigender Auslastung in Krankenhäuser - zu einem bundeseinheitlichen Handeln zu kommen".

Dennoch sei man mit einigen Einzelregelungen nicht einverstanden, sagte Schenk. Diese wolle Sachsen in einer Protokollnotiz auch festhalten. Als Kritikpunkte nannte er unter anderem die Regelungen zur nächtlichen Ausgangssperre und die Konsequenzen für Schulen und Kitas, wenn die Wocheninzidenz den Wert von 100 übersteigt.

17:39 Uhr | Impfangebot für sächsische Landtagsabgeordnete

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat ein Impfangebot für den Sächsischen Landtag unterbreitet. Die Erstimpfung soll am 22. und 23. April erfolgen, die Zweitimpfung am 13. und 14. Mai, wie der Landtag am Dienstag mitteilte. Neben den Abgeordneten erhalten die Mitarbeiter der Landtagsverwaltung, die Polizei des Parlaments sowie die Richter des Sächsischen Verfassungsgerichtshofes und auch die Mitarbeiter der Fraktionen ein Impfangebot.

Der Landtag gehört laut Coronavirus-Impfverordnung als Verfassungsorgan des Freistaates zum Personenkreis mit erhöhter Priorität beim Anspruch auf eine Schutzimpfung.

16:30 Uhr | Corona bremst Verkehr aus

Die Corona-Pandemie hat das öffentliche Leben insgesamt, am deutlichsten jedoch den Verkehr lahmgelegt. Die Lockdown-Maßnahmen machten viele Wege unnötig. Die stark veränderte Verkehrsbelastung wird auch in den zehn größten Städten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sichtbar, allerdings nicht überall gleich.

15:45 Uhr | Hygieneregeln für Abiturprüfungen

Für die Abiturprüfungen in Sachsen gelten in diesem Jahr Hygienevorgaben und Abstandsregeln. Wie das Kultusministerium am Dienstag mitteilte, müssen sich die Schülerinnen und Schüler vorab testen. Während der Prüfungen müssten jedoch keine Masken getragen werden. Gegebenenfalls würden die Schüler auf mehrere Räume verteilt, um den Anforderungen des Infektionsschutzes zu genügen. Laut Ministerium legen in diesem Jahr 10.667 Abiturienten die Prüfungen ab. Um Nachteile auszugleichen, sieht das Ministerium unter anderem 30 Minuten mehr Zeit für sämtliche Prüfungen sowie das mögliche Ausweichen auf einen Zweittermin vor. Die Zweit- und Drittkorrekturen finden an der jeweiligen Schule statt.

14:56 Uhr | Sachsen stehen erneute Schulschließungen bevor

Kultusminister Christian Piwarz kritisierte erneut die angekündigten bundesweiten Regeln für Kindereinrichtungen und Schulen. Das Eingreifen des Bundes nannte er "problematisch". Sollte am Donnerstag die Bundes-Bremse beschlossen werden, dann gelten ab Freitag strengere Hygieneschutzmaßnahmen, die sich an 7-Tage-Inzidenzwerten von 165 orientieren. Werde dieser Grenzwert überschritten, müssen Kitas und Schulen schließen bzw. wieder in den Distanzunterricht gehen.

Mit Stand vom Montag lagen laut Piwarz nur die Städte Dresden und Leipzig sowie der Landkreis Leipzig unter dem Inzidenzwert 165. Dort könnten Schulen und Kindereinrichtungen geöffnet bleiben. Die Landkreise Meißen und Görlitz liegen aktuell unter einer 7-Tage-Inzidenz von 200.

14:37 Uhr | Sachsen gibt Impfungen für gesamte Priorisierungsstufe 3 frei

In Sachsen können sich beim Hausarzt ab sofort auch alle Menschen impfen lassen, die der Priorisierungsgruppe 3 gemäß Impfverordnung des Bundes angehören. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, können ab Mittwoch, 18 Uhr, Termine in den Impfzentren gebucht werden.

Mit der Priorisierungsgruppe 3 sind nun unter anderem auch Menschen impfberechtigt, die im Lebensmitteleinzelhandel und in der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind oder Mitglieder von Verfassungsorganen sind. Auch Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, sind impfberechtigt. Die komplette Aufstellung der ab morgen Impfberechtigten gibt es auf der Internetseite des Freistaates.

14:23 Uhr | Sachsen hebt Impfpriorisierung für Astrazeneca in Praxen komplett auf

In Sachsen können sich ab sofort alle Bürger in Arztpraxen mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden mitteilte, ist damit die Impfpriorisierung für diesen Impfstoff komplett aufgehoben. Es gibt allerdings Bedingungen: Die Impfung darf in den am Impfprogramm beteiligten Praxen nur nach einer ausführlichen Beratung erfolgen. Sowohl der Arzt als auch der impfwillige Bürger müssen zustimmen. Bisher wurde der Impfstoff nur Menschen im Alter ab 60 Jahren verabreicht.

14:20 Uhr | Sächsisches Kabinett einigt sich zu Härtefallprogramm

Ab Anfang Mai können Unternehmerinnen und Unternehmer Hilfen beantragen, für die bislang keines der bereits aufgelegten Hilfspakete geeignet war. Bund und Land Sachsen stellen insgesamt 75 Millionen Euro für diese Härtefälle bereit, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Bis zu 100.000 Euro als Zuschuss zu den Fixkosten könnten Selbstständige beantragen. Allerdings müssten sie pandemiebedingt von Insolvenz bedroht sein. Dulig rechnet nicht mit massenhaft Anträgen. Aber: „Jeder Einzelfall ist die Hilfen wert.“

Die Anträge sollen über die Sächsische Aufbaubank abgewickelt werden. Derzeit werde die Plattform programmiert. Die Härtefallhilfen sollen laut Ministerium einen Leistungszeitraum Juni 2020 bis Juni 2021 umfassen.

13:42 Uhr | Neues Corona-Testzentrum im Leipziger Gewandhaus

Im Leipziger Gewandhaus wird ein Corona-Testzentrum eröffnet. Da das Konzerthaus derzeit kein Publikum empfangen dürfe, habe sich die Direktion dazu entschlossen, Flächen für das Testzentrum zur Verfügung zu stellen, hieß es. "Wir möchten aktiv mithelfen, die Pandemie einzudämmen und mit diesem Schritt die Testmöglichkeiten in Leipzig erhöhen", sagte Gewandhausdirektor Andreas Schulz am Dienstag. Er hoffe, die zentrale Lage des Hauses helfe, dass viele Menschen das Angebot nutzen. In dem Zentrum könnten sowohl kostenlose Schnelltests als auch PCR-Tests gemacht werden. Dafür müssten Termine gebucht werden. Das Testzentrum soll am Donnerstag öffnen.

13:15 Uhr | Muldentaler Radlertour Ende Mai vorerst abgesagt - Ersatztermin wird geprüft

Die Muldentaler Radlertour ist wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Es werde aber geprüft, ob die Veranstaltung statt Ende Mai an einem Termin im September möglich sein wird, teilte der Landkreis Leipzig heute mit. Die Radlertour wird seit 1998 veranstaltet. Es ist eine Sternfahrt von rund 15 größeren Radfahrer-Gruppen, die jedes Jahr ein anderes Ziel in der Region Leipzig ansteuern.

13:00 Uhr | Polizei ermittelt gegen Corona-Kritiker - Beamter in Freiberg attackiert

Auch am gestrigen Abend hat die Polizeidirektion Chemnitz mehrere Einsätze aufgrund angezeigter Versammlungen sowie bekanntgewordener Ansammlungen und sogenannter Spaziergänge von Kritikern der Corona-Maßnahmen durchgeführt. In Chemnitz, im Landkreis Mittelsachsen sowie im Erzgebirgskreis kamen nach Polizeiangaben mehrere hundert Menschen zusammen. Die Polizei stellte dutzende Verstöße gegen die Sächsische Corona-Schutzverordnung und mehreren Straftaten fest.

In Freiberg hätten 120 Personen "die direkte Konfrontation mit der Polizei" gesucht, hieß es. "Diese äußerst aggressiv auftretende Gruppe vermittelte unmissverständlich den Eindruck, die körperliche Auseinandersetzung mit den Polizisten zu suchen." Um zu deeskalieren, seien die Beamten zunächst auf Abstand gegangen. "Allerdings warfen einige Personen aus der aggressiven Gruppe heraus Steine auf Polizeifahrzeuge und die Einsatzkräfte." Die Polizei habe die Gruppe daraufhin aus einem Park gedrängt und Platzverweise ausgesprochen. Ein Polizist sei durch einen geworfenen Stein verletzt worden. Gegen den mutmaßlichen Angreifer wird ermittelt.

12:00 Uhr | Corona-Inzidenz geht in Sachsen zurück

In Sachsen ist die Rate der Corona-Neuinfektionen zurückgegangen. Laut Robert Koch-Institut liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei knapp 221. Gestern lag sie noch bei 237. Bundesweit sank der Wert ebenfalls leicht auf 162,4. Drei Landkreise in Sachsen liegen weiter über der 300er-Marke: Das sind der Erzgebirgskreis, der Landkreis Zwickau und der Landkreis Mittelsachsen. Die niedrigsten Inzidenzen haben Dresden und Leipzig.

11:27 Uhr | Zwickauer Landrat fordert Impffreigabe für alle nach Vogtland-Vorbild

Der Zwickauer Landrat Christoph Scheurer setzt sich für die Aufgabe der Impfpriorisierung und damit die sofortige Freigabe der Corona-Schutzimpfung für alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises ein. "Jeder Geimpfte trägt zur Entspannung der Situation bei", so der CDU-Politiker. Das besonders betroffene Vogtland habe bereits positive Erfahrungen mit der Freigabe für alle impfgeeigneten Altersgruppen gemacht. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinke im vogtländischen Dreiländereck (Bayern/Sachsen/Thüringen) mittlerweile. Gleichzeitig stieg sie im Landkreis Zwickau innerhalb einer Woche von 254,6 auf aktuell 377,5. Scheurer: "Grund dafür ist auch und vor allem die Nähe zum Vogtland."

Landrat Zwickau Christoph Scheurer
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Entscheidung, ob die Impfung für alle freigegeben wird, muss den Angaben zufolge im sächsischen Sozialministerium getroffen werden. "Ich bin optimistisch, dass das angesichts unseres dramatischen Infektionsgeschehens passiert. Wir verzeichnen im Landkreis schon knapp 1.000 Menschen, die seit Beginn der Pandemie an oder mit Corona gestorben sind", so der Landrat.

09:17 Uhr | Mittelsächsische Kultursommer soll in abgespeckter Version stattfinden

Der Mittelsächsischer Kultursommer steigt in diesem Jahr in einer abgespeckten Version. Wie die Ausrichter mitteilten, soll es 34 Veranstaltungen an mehr als 20 verschiedenen Standorten geben. Dies seien angesichts der Hygieneauflagen vor allem kleinere Events mit viel Platz und unter freiem Himmel. Dazu gehört beispielsweise das Lichtenwalder Parkfest. Auch zwei auf der Seebühne Kriebstein geplante Konzerte und ein Kindertheaterstück sollen stattfinden.

Verzichten müssen die Miskus-Besucher in diesem Jahr aber auf fünf Großveranstaltungen, darunter die "Performance zum Stein" am Rochlitzer Berg und die "Burg der Märchen" auf Burg Kriebstein. Im vergangenen Jahr war der Mittelsächsische Kultursommer coronabedingt fast komplett ins Wasser gefallen.

08:56 Uhr | Zeitung: Landkreis Zwickau stockt Gesundheitsamt auf

Wegen der hohen Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Zwickau, die seit einer Woche über 300 liegt, hat das Gesundheitsamt des Landkreises das Personal wieder aufgestockt. Die Lokalausgabe der "Freien Presse" schreibt mit Verweis auf die Kreisverwaltung, derzeit seien 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sogenannten Corona-Teams für die Kontaktverfolgung zuständig oder in anderer Form für das Gesundheitsamt tätig. Dadurch könne gewährleistet werden, dass positiv Getestete und ihre Kontaktpersonen binnen 48 Stunden kontaktiert werden. Ende März lag nach Angaben der Zeitung die Anzahl der Mitarbeiter für diese Aufgaben noch bei 226.

08:40 Uhr | Weiter Diskussion für und wider Testpflicht von Geimpfen

In der Debatte um eine Befreiung von Testpflichten für geimpfte Menschen wollen die mitteldeutschen Länder bundeseinheitliche Regelungen. Das sächsische Sozialministerium erklärte auf Anfrage von MDR AKTUELL, man prüfe zwar, vollständig geimpfte Personen mit negativ getesteten gleichzustellen. Da dies aber Auswirkungen etwa auch auf Einreise-Bestimmungen nach Deutschland hätte, sei ein einheitliches Vorgehen von Bund und Ländern sinnvoll.

Auch Thüringen verfolgt nach den Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums das Ziel einer bundesweit einheitlichen Regelung. Sachsen-Anhalt hat in seiner aktuellen Landesverordnung bereits einen Schritt zur Gleichstellung gemacht. In Schulen entfällt demnach eine Testpflicht für jene, die einen vollen Impfschutz haben. Im Entwurf zum neuen Infektionsschutzgesetz hatten sich Union und SPD bereits auf eine solche Regelung geeinigt.

07:23 Uhr | Corona-Warn-App bekommt "Check-In"-Funktion

Ein Mobiltelefon mit geöffneter Corona Warn App und der Anzeige Erhöhtes Risiko
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Die Corona-Warn-App des Bundes bekommt eine Check-In-Funktion. Die Macher der App erklärten, damit sollten vor allem risikoreiche Begegnungen in Innenräumen besser erfasst werden. Bisher würden nur Begegnungen mit Abstand von zwei Metern und weniger als Risiko-Kontakte registriert. Bei geschlossenen Räumen reiche das aber nicht aus. App-Nutzer könnten ähnlich wie bei der verbreiteten Luca-App einchecken, indem sie einen QR-Code scannten. Außerdem könnten sie für eigene Veranstaltungen einen solchen Code erstellen. Diese Neuerungen werden in einem Update bis spätestens Mittwoch angeboten.

Die Warn-App soll außerdem noch vor den Sommerferien die Möglichkeit bekommen, ein digitales Impf-Zertifikat anzuzeigen.

07:11 Uhr | Eltern gehen in Oschatz gegen Test- und Maskenpflicht auf die Straße

In Oschatz haben gestern Abend mehrere hundert Eltern gegen den "Test- und Maskenzwang" an sächsischen Schulen demonstriert. Sie forderten nach einem Bericht der "Oschatzer Zeitung" das Recht der Kinder auf freie Bildung und freie Entfaltung der Persönlichkeit - ohne Einschränkungen.

07:07 Uhr | Studien belegen Wirksamkeit von Ausgangssperren

Die Ausgangssperre ist offenbar ein wirksames Mittel, um Corona-Zahlen zu senken. Eine Untersuchung der Universität Oxford in mehreren Regionen Europas ergab, dass die nächtliche Ausgangssperre den R-Wert um zehn bis 20 Prozent reduziert. Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen eine infizierte Person ansteckt. Der Wissenschaftler des Complexity Science Hub in Wien, Peter Klimek, sagte dem MDR, man könne die Wirksamkeit von Ausgangssperren aber nicht isoliert von anderen Faktoren betrachten. Juristen unter anderem von der Universität Jena äußerten zudem Zweifel an der Verhältnismäßigkeit von Ausgangssperren.

07:02 Uhr | Streit um neuen Grenzwert für Schulschließungen

Der sächsische Kultusminister Christian Piwarz hat die geplante Verschärfung des Inzidenz-Grenzwertes für Schulschließungen kritisiert. Die Koalition hatte sich geeinigt, Schulen schon ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 statt erst von 200 zu schließen. Piwarz sagte der Zeitung "Die Welt", nach diesem Maßstab dürften die Schulen wohl bis zum Sommer nicht mehr öffnen. Er sei entsetzt, dass das Recht der Kinder auf Bildung und Teilhabe keine Gültigkeit mehr haben solle. Der Lehrerverband hält dagegen den abgesenkten Inzidenzwert noch immer für zu hoch.

06:52 Uhr | Rathaus Löbau weiter ohne Publikumsverkehr

Die Stadtverwaltung von Löbau bleibt für den Publikumsverkehr bis Ende Mai geschlossen. Damit soll ein Beitrag zur Senkung der Corona-Infektionszahlen geleistet werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien jedoch zu den üblichen Sprechzeiten in dringenden und nicht aufschiebbaren Angelegenheiten per Telefon und per Email erreichbar, teilte die Stadtverwaltung mit. Der Zugang zu amtlichen Auslegungen im Rathaus am Altmarkt sowie zu ortsüblichen Bekanntmachungen an den Verkündungstafeln ist über den Eingang am Rathaus möglich.

06:20 Uhr | Städtetag: Geplante bundeseinheitliche Notbremse nur befristet

Der Deutsche Städtetag sieht in der geplanten Notbremse des Bundes die Chance, verloren gegangenes Vertrauen der Bevölkerung in die Corona-Politik zurückzugewinnen. Städtetagspräsident Burkhard Jung betonte zugleich, er halte es für wichtig, dass die schärferen Regeln nur vorübergehend gelten sollten. "Das Durcheinander mit unterschiedlichen Lösungen in den Ländern bei der Notbremse hat in den vergangenen Wochen Vertrauen gekostet", sagte der Leipziger Oberbürgermeister.

Wir brauchen jetzt vorübergehend einen gemeinsamen bundeseinheitlichen Rahmen, um dieses Vertrauen zurückzugewinnen. Dabei ist es gut, dass die bundeseinheitliche Notbremse bis Ende Juni befristet werden soll.

Burkhard Jung Städtetagspräsident und OB von Leipzig

Burkhard Jung
Bildrechte: dpa

Klar sei, die Städte könnten erst dann Öffnungsschritte gehen und Modellprojekte vor Ort ausprobieren, wenn die Zahlen wieder sinken,

06:10 Uhr | Beachvolleyball und Tennis in Freital ab sofort möglich

Ab sofort stehen die drei Beachvolleyball-Felder sowie ein Tennisplatz im Freizeitzentrum "Hains" in Freital zum Spielen bereit. Es dürfen nach Angaben der Betreiber in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt maximal fünf Personen aus zwei Haushalten zusammenspielen. Dafür sei kein Negativtest nötig, hieß es. Die Plätze stehen in der Zeit von 8 bis 17 Uhr zur Verfügung.

05:55 Uhr | Landtag befasst sich mit Bundesinfektionsschutzgesetz

Jörg Urban
AfD-Fraktionschef Urban sieht mit der Gesetzesnovelle des Bundes die Länder entmachtet. Bildrechte: dpa

Der Sächsische Landtag befasst sich heute um 15 Uhr mit den geplanten Änderungen am Infektionsschutzgesetz des Bundes. Die Sondersitzung war von der AfD-Fraktion beantragt worden und steht unter dem Titel "Föderalismus erhalten - Nein zum Verlust der Länderkompetenzen durch das Infektionsschutzgesetz". AfD-Fraktionschef Jörg Urban hatte der Bundesregierung vorgeworfen, die Länder entmachten zu wollen.

Mit dem Antrag wird die sächsische Regierung unter anderem aufgefordert, den Gesetzentwurf ergebnisoffen im Bundesrat zu diskutieren und sich um eine Klärung im Vermittlungsausschuss zu bemühen. Zuvor berät das sächsische Kabinett diese Thematik.

05:31 Uhr | Sachsens Abiturienten vor schwieriger Prüfungszeit

Für tausende Abiturienten stehen in den nächsten Tagen die Abschlussprüfungen an. Los geht es mit dem Abitur im Fach Religion an diesem Freitag. Um Nachteile für die Schülerinnen und Schüler in der Corona-Krise auszugleichen, sieht das Kultusministerium unter anderem 30 Minuten mehr Zeit für sämtliche Prüfungen sowie das mögliche Ausweichen auf einen Zweittermin vor. Die Zweit- und Drittkorrekturen finden an der jeweiligen Schule statt. Das soll eine faire Benotung sichern, falls Inhalte coronabedingt nicht ausreichend behandelt werden konnten, heißt es.

Nach Einschätzung des Landesschülerrates waren die Vorbereitungen in den vergangenen Monaten nicht einfach: "Wir mussten uns zum Großteil selber kümmern", sagte Vorsitzende Joanna Kesicka.

05:15 Uhr | Auch junge Menschen durch Long Covid beeinträchtigt

Wer eine Corona-Infektion überstanden hat, gilt in den Statistiken als genesen. Doch viele, und darunter sind auch junge Menschen, leiden noch Monate später an Long Covid. Müdigkeit, Atemnot und Herzbeschwerden belasten sie in ihrem Alltag.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 20. April 2021 | 19:00 Uhr

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