Meldungen am Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 02.03.: Pilotprojekt für Impfungen in Hausarztpraxen

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Patienten bekommt in einer Hausarztpraxis eine Schutzimpfung.
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Meldungen des Folgetags

21:49 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Corona-Ticker aus Sachsen für heute. Am Mittwoch sind wir wieder für Sie da. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und bleiben Sie gesund!

21:41 Uhr | Nordsachsen drohen erneut Schulschließungen

Dem Landkreis Nordsachsen stehen offenbar erneut Schulschließungen bevor. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte bei einer Videokonferenz am Dienstagabend: "Wir diskutieren Schulschließungen für Nordsachsen ab nächster Woche." Grund sei die hohe Inzidenz von deutlich über 100.

21:31 Uhr | Mehr Tests für Vogtland und Nordsachsen

Das Infektionsgeschehen im Vogtlandkreis soll vor allem mit Hilfe von Schnelltests unter Kontrolle gebracht werden. Bei einer "Vogtlandkonferenz" kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping am Abend an, 40.000 zusätzliche Tests aus Beständen des Freistaates ins Vogtland zu geben und 20.000 nach Nordsachsen.

21:01 Uhr | Pilotprojekt für Impfungen in Hausarztpraxen

Laut Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping sollen in den nächsten Tagen rund 40 Arztpraxen in ganz Sachsen am Pilotprojekt für das Impfen in Hausarztpraxen teilnehmen. Der Start sei für Freitag oder Montag geplant, sagte Köpping bei einer Pressekonferenz am Dienstagabend. Demnach soll hauptsächlich der Impfstoff von Moderna zum Einsatz kommen, da über 80-Jährige geimpft werden sollen. Wie genau die Abrechnung erfolge, werde noch geklärt, so Köpping. Das Problem sei, dass Hausärztinnen und Hausärzte nicht für Corona-Impfungen zugelassen seien und deshalb eine Abrechnung nicht über die Krankenversicherung erfolgen könne. Man hoffe aber auf baldige Zulassung aller Hausärzte durch das Bundesgesundheitsministerium, hieß es.

Impfung
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20:13 Uhr | Fußball-Verband hofft auf Hilfsgelder für Regionalliga

Der Nordostdeutsche Fußball-Verband kämpft um staatliche Millionenhilfen für seine Regionalligisten. "Wir haben berechnet, dass 85 bis 86 Prozent der Spieler dem Profi-Bereich zuzuordnen sind. Die verdienen mit dem Fußball ihr Geld", sagte Verbandspräsident Hermann Winkler der "Lausitzer Rundschau". Für die meisten Vereine sei Regionalliga-Fußball ohnehin ein hartes Geschäft. Er hoffe darauf, dass Clubs wie Energie Cottbus oder Lok Leipzig von den 200 Millionen Euro schweren Coronahilfen des Bundes profitieren könnten.

19:58 Uhr | Delitzscher Bürgermeister will Impfungen vor Ort

Der Oberbürgermeister von Delitzsch, Manfred Wilde, fordert Corona-Impfungen vor Ort. Delitzsch sei 70 Kilometer vom Impfzentrum des Landkreises entfernt. Rund 5.000 Menschen in der Stadt und ihren Ortsteilen seien älter als 70 Jahre. Viele von ihnen könnten das Online-Impfportal nicht bedienen oder scheiterten an der Telefon-Hotline des Freistaates. Wilde kritisierte, in Nordsachsen seien seit Beginn der Impfkampagne Ende Dezember noch nicht einmal fünf Prozent der Menschen geimpft worden. Zugleich bot er das Delitzscher Bürgerhaus als Behelfs-Impfzentrum an.

19:24 Uhr | Leipziger Zoodirektor fordert "Ende der Gleichmacherei"

Der Verband der Zoologischen Gärten fordert vor der morgigen Beratung der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten ein Ende der Gleichmacherei. Jörg Junhold, Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten und Direktor des Zoos in Leipzig, sagte, er halte es für "absolut enttäuschend und unverständlich", wenn man weiterhin mit dem Einzelhandel und den Museen in einen Topf geworfen werde.

"Wie will man denn begründen, dass in unseren Freiluftanlagen, zu denen wir den Zugang streng regulieren können, angeblich dieselbe Ansteckungsgefahr wie in Geschäften oder Einkaufszentren herrscht? Das entbehrt doch jeder fachlichen Grundlage", so Junhold. Einen Ausflugstourismus in geöffnete Läden und Märkte aufgrund mangelnder Alternativen könne niemand wollen. Die Zoos seien vorbereitet.

19:09 Uhr | Chemnitzer Friedenstag ohne Rahmenprogramm

Der 20. Chemnitzer Friedenstag findet an diesem Freitag coronabedingt nur im kleinen Rahmen statt. Geplant ist eine Gedenkstunde auf dem Städtischen Friedhof, allerdings nur mit begrenzter Teilnehmerzahl, wie der Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze am Dienstag ankündigte. Zudem würden Informationen und weitere Themen rund um den Gedenktag digital angeboten. "Die Umstände der Pandemie zwingen uns, den Tag anders zu organisieren", sagte Schulze. Größere Präsenzveranstaltungen seien aktuell nicht möglich, auch wenn der Friedenstag ein Jubiläum feiert.

Chemnitz erinnert jedes Jahr am 5. März an die Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg und die zahlreichen Kriegsopfer. Vertreter der Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag wollen aber trotz Pandemie wie in den Jahren zuvor auf dem Neumarkt präsent sein.

18:51 Uhr | Inzidenz im Vogtland steigt weiter

Die Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen haben am Dienstag insgesamt 564 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind gut 100 Fälle mehr als vor einer Woche. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt weiterhin in vier Landkreisen bei 100 und darüber. Dies sind die Landkreise Bautzen, Nordsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Am höchsten ist die Inzidenz weiterhin im Vogtlandkreis. Dort liegt der Wert bei 262. Am niedrigsten ist er in Leipzig mit 58.

Im Zusammenhang mit Covid-19 wurden darüber hinaus seit gestern 37 Todesfälle gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl in Sachsen auf 7.916.

18:38 Uhr | Grimma sucht Helferinnen und Helfer für Impfzentrum

Die Stadt Grimma sucht freiwillige Helfer für das geplante Impfzentrum in der Muldentalhalle. Wie Stadtsprecher Sebastian Bachran MDR SACHSEN sagte, sollen diese als sogenannte "Impflotsen" den älteren Menschen unter anderem vor der Halle helfen, sich zurechtzufinden. Geplant sei ein Willkommenszelt, in welchem die Impflotsen die Besucher in Empfang nehmen und mit ihnen ins Gespräch kommen sollen. Interessierte können sich bei der Freiwilligen-Zentrale in Grimma melden. Das Impfzentrum soll Mitte März den Betrieb aufnehmen.

18:25 Uhr | Protest gegen geschlossene Schulen und Kitas im Vogtland

In Plauen haben am Nachmittag mehrere hundert Menschen gegen die Schließung von Kitas und Schulen im Vogtlandkreis protestiert. Nach Informationen von MDR SACHSEN versammelten sich etwa 500 Eltern und ihre Kinder auf dem Theaterplatz. Da dies die zugelassene Teilnehmerzahl überstieg, forderte die Polizei die Menschen mehrfach auf, den Abstand einzuhalten. Zu der Aktion hatte der Colorido-Verein aufgerufen, der sich für ein besseres Miteinander stark macht. Im Vogtlandkreis ist der Inzidenzwert bis heute laut RKI auf 262 gestiegen, deshalb musste die Öffnung der Bildungseinrichtungen zurückgenommen werden.

Demo gegen Schulschließungen in Plauen
Viele Eltern nahmen ihre Kinder mit zur Kundgebung in Plauen. Die Polizei rief mehrmals zum Abstand halten auf. Bildrechte: MDR/Bernd Schädlich

18:10 Uhr | Senckenberg-Gesellschaft zeigt online Vorträge für häusliches Lernen

Das Senckenberg-Museum für Naturkunde in Görlitz und die Senckenberg-Gesellschaft haben Ideen für die häusliche Lernzeit gesammelt. Auf der Internetseite der Gesellschaft stehen Vorträge und Präsentationen zu Umweltschutz, Biodiversität und Forschungsprojekten zum Anschauen bereit. Damit wolle man das Lernen zu Hause erleichtern, hieß es.

17:24 Uhr | IHK-Umfrage: Mehrheit der Unternehmen sieht Grenzschließung kritisch

Die Einreisebestimmungen an der tschechischen Grenze haben gravierende Auswirkungen auf die Unternehmen im IHK-Bezirk Dresden. Das geht laut IHK Dresden aus einer Umfrage hervor, an der sich im Februar insgesamt 113 Unternehmen mit mehr als 12.000 Beschäftigen beteiligt haben. Laut der Umfrage lehnt die Mehrheit der Befragten die Grenzschließung für Pendler ab. Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen würden die Maßnahme als unverhältnismäßig bewerten, so die IHK. Rund elf Prozent fänden sie notwendig.

Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden, forderte die Landesregierung auf, die Einreiseregeln zu überprüfen. "Ohne verbindliche Aussagen der Politik zur Gültigkeitsdauer der Beschränkungen mangelt es den Unternehmen nicht nur an Planungssicherheit, es werden auch teils irreparable betriebliche Schäden in Kauf genommen", so Haman. Insgesamt beschäftigten die befragten Betriebe knapp 1.000 tschechische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, hieß es.

17:03 Uhr | Übersterblichkeit auch im Januar über Durchschnitt

In Sachsen sind im Januar im Vergleich zu früheren Jahren überdurchschnittlich viele Menschen gestorben. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts gab es im ersten Monat des Jahres 2.930 Todesfälle. Das sind rund 57 Prozent mehr als im Durchschnitt der Januar-Monate 2017 bis 2020. Die sogenannte Übersterblichkeit lag im Freistaat damit mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Dort pendelte sich der Wert bei 20 Prozent ein.

16:46 Uhr | Kita in Bautzen muss wieder schließen

Die erst am Montag neu eröffnete Kindertagesstätte "Purzelbaum" in Bautzen muss schon wieder schließen - zumindest teilweise. Wegen einer Corona-Infektion bleibt ein Teil der Kita am Schützenplatz von heute bis einschließlich 15. März geschlossen, teilt die Stadtverwaltung mit. Das Gesundheitsamt habe für die Erzieherinnen und die von ihnen betreuten Kinder Quarantäne angeordnet.

16:17 Uhr | Lehrerverband fordert Schnelltests an Schulen

Der Sächsische Lehrerverband fordert die Durchführung regelmäßiger Corona-Tests an den Schulen im Freistaat. Wie der Verband am Dienstag mitteilte, appelliere man ebenfalls an die Schülerinnen und Schüler sowie an deren Eltern, vorhandene Testmöglichkeiten an den Schulen immer zu nutzen. Alle Personen in den Schulen sollten sich regelmäßig testen lassen, hieß es.

Viele Schulen würden bereits regelmäßige Schnelltests anbieten, die auch während der Unterrichtszeit durchgeführt werden könnten. "Regelmäßige Tests sind ein Schlüssel für mehr Sicherheit im Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen. Sie dienen der Eindämmung des Infektionsgeschehens und sind eine Voraussetzung für weitere Öffnungsszenarien", sagt Jens Weichelt, Landesvorsitzender des Sächsischen Lehrerverbandes. Wer nicht bereit sei, sich kontinuierlich testen zu lassen, könne auch nicht auf eine verlässliche Aufrechterhaltung des Schulbetriebs hoffen, geschweige denn auf weitere Öffnungsschritte, so Weichelt.

Maskenpflicht an einer Schule
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15:54 Uhr | Polizei ermittelt nach Protesten am Montag in Dresden

Nach Protesten am Montagabend in Dresden gegen die Anti-Corona-Maßnahmen ermittelt die Polizei gegen mehrere Teilnehmende. Eine 55 Jahre alte Frau habe auf der Versammlung am Altmarkt ein Plakat mit verfassungswidrigen Symbolen gezeigt, teilte die Polizeidirektion am Dienstag mit. Zudem sei ein Ermittlungsverfahren gegen einen 47 Jahre alten Redner der Versammlung eingeleitet worden.

15:19 Uhr | Jobcenter muss keine Kosten für FFP2-Masken übernehmen

Hartz-IV-Bezieher haben nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden keinen Anspruch auf zusätzliches Geld vom Jobcenter für den Kauf von FFP2-Masken. Ein Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz in dieser Sache sei abgelehnt worden, teilte das Gericht am Dienstag mit.

Ein alleinstehender Arbeitsloser hatte verlangt, dass ihm zum Schutz vor dem Coronavirus monatlich zwölf FFP2-Masken bezahlt werden. Er habe jedoch nicht nachweisen können, dass "unabweisbarer, besonderer Bedarf besteht", so das Gericht. Eine absolute Pflicht zum Tragen einer Maske mit höheren Schutz sei in der sächsischen Corona-Schutzverordnung nur für wenige Ausnahmen etwa in der ambulanten Pflege vorgeschrieben. Dies träfe für den Antragsteller jedoch nicht zu. Der Beschluss des Dresdner Gerichts kann nicht angefochten werden.

Das Sozialgericht Karlsruhe hatte Mitte Februar entschieden, dass Hartz-IV-Empfängern monatlich 129 Euro mehr zum Arbeitslosengeld II gezahlt werden müssen. Dies solle zur Deckung des Mehrbedarfs für Corona-Schutzmasken dienen.

14:58 Uhr | Pilotprojekt zur Öffnungsstrategie in Augustusburg

Augustusburg möchte mit seinem Pilotprojekt für eine mögliche Öffnungsstrategie am 14. März starten. Das teilte Bürgermeister Dirk Neubauer in einer Video-Pressekonferenz mit. Neubauer hatte das Projekt am Montag mit Ministerpräsident Michael Kretschmer und den zuständigen Ministerien besprochen. Laut Neubauer befürwortet Kretschmer das Projekt und hat die Ministerien gebeten, die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.

Bei dem Pilotprojekt sollen jeder Bürger und jede Bürgerin und auch eine limitierte Anzahl an Gästen mit einem negativen Schnelltest eine digitale Eintrittskarte erhalten, die drei Tage gültig ist und danach mit einem weiteren Schnelltest erneuert werden kann. Mit dieser Eintrittskarte könnten dann Geschäfte und Gaststätten besucht werden, natürlich unter Einhaltung von Hygienekonzepten.

14:31 Uhr | Ministerpräsident Kretschmer: Heime zu spät geschlossen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat bei der Bewältigung der Corona-Pandemie in Pflegeheimen Fehler eingestanden. "Wir haben einen Fehler mit den Erfahrungen aus dem Frühjahr 2020 gemacht", sagte Kretschmer der "Leipziger Volkszeitung". Damals seien die Heime geschlossen gewesen und die Bewohner hätten sehr unter der Einsamkeit gelitten. Dies habe sich auf keinen Fall wiederholen sollen. "Nachdem klar wurde, wie bösartig das Virus in den Heimen wütet, haben wir das geändert", sagte Kretschmer. Aber das Betretungsverbot und die Pflicht zu Schnelltests seien zu spät gekommen. Nun gehe es darum, aus diesen Fehlern zu lernen. Seit Beginn der zweiten Corona-Welle sind in Sachsen mehr als 1.600 Menschen in Pflegeheimen gestorben und damit so viele wie in keinem anderen Bundesland.

Symbolbild weist auf Besuchsverbot hin - alte Frau mit Rollator geht Gang in einem Pflegeheim entlang
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14:02 Uhr | Sächsische IHKs fordern Öffnung des Einzelhandels Mitte März

Die Industrie- und Handelskammern haben Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer aufgefordert, sich für eine komplette Öffnung des Einzelhandels ab dem 15. März einzusetzen. Dies sei notwendig, um Wettbewerbs- und Standortnachteile zu beenden, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der sächsischen Kammern. In allen an Sachsen angrenzenden Bundesländern gäbe es jetzt oder bald bereits Lockerungen für Händler, trotz teilweise höherer Inzidenzwerte. Die Kammern begründen ihre Forderung unter anderem damit, dass mittlerweile mehrere Gutachten dem stationären Einzelhandel ein geringes Infektionsrisiko bescheinigten. Bei einer Fortsetzung des Lockdowns sei ein Großteil der Gewerbetreibenden zum Aufgeben gezwungen, hieß es in der Mitteilung.

13:51 Uhr | Bildungsgewerkschaft fordert Schulschließung ab Inzidenz von 100

Angesichts steigender Infektionszahlen begrüßt die Bildungsgewerkschaft GEW Sachsen die Ankündigung von Ministerpräsident Kretschmer, bei Schulen und Kitas nicht weiter zu lockern. Wie die Gewerkschaft mitteilte, halte man es für erforderlich, weiterführende Schulen mindestens bis Ostern geschlossen zu halten. Ab einer Inzidenz von 100 im Landkreis sollten Kitas und Schulen sofort schließen, hieß es.

Uschi Kruse, Landesvorsitzende der GEW Sachsen sagte, man wünsche sich dringend Lockerungen. Diese seien zu Beginn der 3. Welle allerdings nicht verantwortbar. "Mit den Testungen und Impfungen für Beschäftigte an Schulen und Kitas sind wir endlich einen Schritt vorangekommen. Beides steht für Pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte allerdings noch nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung", so Kuse. Weitere Öffnungen und das bedingungslose Festhalten an geöffneten Kitas, Grund- und Förderschulen in Sachsen wäre laut Kruse fatal.

13:28 Uhr | RB Leipzig umgeht drohende Quarantäne

Das Champions League-Rückspiel zwischen RB Leipzig und dem FC Liverpool wird anscheinend ebenfalls in Budapest stattfinden. Das berichtet die britische Zeitung "Times". Demnach sollen sich die Mannschaften von Julian Nagelsmann und Jürgen Klopp wieder im Ferenc-Puskas-Stadion treffen. Das Spiel ist für den 10. März geplant. Hintergrund des erneuten Ortswechsels ist offenbar die drohende Quarantäne für die Leipziger Spieler, wenn sie von einem Spiel aus England zurückkehrten.

13:07 Uhr | Grimma sucht Impflotsen

Die Stadt Grimma sucht freiwillige Helfer für das geplante Impfzentrum in der Muldentalhalle. Wie Stadtsprecher Sebastian Bachran MDR SACHSEN sagte, sollen diese als sogenannte "Impflotsen" den älteren Menschen bereits vor der Halle helfen, sich zurechtzufinden. Geplant sei ein Willkommenszelt: Dort sollen die Impflotsen die Besucher in Empfang nehmen und mit ihnen ins Gespräch kommen.

Interessierte können sich bei der Freiwilligenzentrale in Grimma melden. Das Impfzentrum soll Mitte März den Betrieb aufnehmen.

12:54 Uhr | Basketballspiel der Chemnitzer Niners abgesagt

Das für Sonntag geplante Basketball-Bundesligaspiel der Chemnitzer Niners gegen die Hamburg Towers fällt aus. Dem Antrag der Chemnitzer auf eine Verlegung der Partie habe die Liga BBL zugestimmt. Nach einem positiven Corona-Test in den Reihen der Chemnitzer, muss das Team noch bis Sonnabend in Quarantäne. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

12:22 Uhr | Lockdown soll bis 28. März verlängert werden

Bund und Länder wollen die Corona-Beschränkungen grundsätzlich bis zum 28. März verlängern. Das geht aus der Beschlussvorlage für den morgigen Bund-Länder-Gipfel hervor. Allerdings sollen Kontaktbeschränkungen teilweise gelockert werden. Auch seien schrittweise Öffnungen in Handel, Kultur und Sport geplant. Begleitet werden soll das durch eine starke Ausweitung von Impfungen und Tests. Man wolle herausfinden, ob durch mehr Tests und eine bessere Nachvollziehbarkeit der Kontakte Öffnungsschritte vorgezogen werden könnten. Allen sollen ein oder zwei kostenlose Schnelltests pro Woche angeboten werden.

11:41 Uhr | Dehoga will klaren Plan für Öffnung von Hotels und Gaststätten

Der Landesverband Sachsen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) erwartet einen klaren Fahrplan für die Wiedereröffnung der Betriebe der Branche. "Die Maßnahmen sollten bundeseinheitlich sein und die Perspektiven für Gastronomie und Hotellerie gleichermaßen gelten", sagte heute in Dresden Axel Klein, Hauptgeschäftsführer des Dehoga Sachsen. Es müssten konkrete, nachvollziehbare Kriterien genannt werden, was, wann und wie wieder möglich sein werde, so Klein vor den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch.

11:12 Uhr | Corona-Massenschnelltest in Radeberg wird verlängert

Der Corona-Massenschnelltest in Radeberg im Landkreis Bautzen wird auf Grund der großen Nachfrage verlängert. Wie das Gesundheitsamt mitteilte, stehen für morgen und Donnerstag weitere Termine zur Verfügung. Die Anmeldung erfolgt online.

10:58 Uhr | Dresdner Ärztin soll Impfstoff gestohlen haben

Eine Dresdner Ärztin steht im Verdacht, mehrere Dosen des Corona-Impfstoffs von Biontech gestohlen zu haben. Wie ein Polizeisprecher MDR SACHSEN bestätigte, soll die Frau den Wirkstoff beim Einsatz eines mobilen Impfteams entwendet haben. Laut Sächsischer Zeitung handelt es sich um fünf Impfstoff-Päckchen mit je sechs Impfdosen im Wert von 500 Euro. Die Frau offenbarte sich nach der Tat selbst dem Leiter des Impfzentrums. Dieser erstattete Anzeige.

Zwei Impfdosen, Impfspritze und der Eintrag der ersten und zweiten Corona-Impfung in einem Impfpass
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10:50 Uhr | Mehr Arbeitslose im Februar

Erstmals seit Jahren ist die Arbeitslosigkeit in Sachsen in einem Februar wieder gestiegen. Wie die Landesarbeitsagentur mitteilte, waren rund 140.500 Männer und Frauen ohne Job. Das sind etwa 1.500 mehr als im Januar. Üblicherweise sinkt die Arbeitslosigkeit im Februar, wie Agenturchef Klaus-Peter Hansen MDR SACHSEN sagte.

09:48 Uhr | Virtuelle Messe zum Maschinenbau

In Leipzig beginnen heute die Messen "Intec/Z connect". Vertreten sind Unternehmen der Metallbearbeitungs- und Zulieferindustrie. Während der zweitägigen Veranstaltung präsentieren unter anderem Unternehmen aus dem Werkzeugmaschinenbau, Spezialisten für Automatisierungslösungen und Anbieter von Präzisionswerkzeugen ihre Neuheiten digital auf der virtuellen Expo.

Über 60 Vorträge sind im Rahmen des Online-Kongresses geplant. Zudem wird auf der Networking-Plattform der direkte Kontakt unter den Teilnehmern hergestellt. An der Online-Veranstaltung beteiligen sich rund 50 Unternehmen.

09:04 Uhr | Deutsch-Sorbisches Volkstheater bereitet Inszenierungen vor

Trotz Pandemie wird beim Deutsch-Sorbischen Volkstheater in Bautzen weiter geprobt, berichtet Sprecherin Gabriele Suschke. So werden vier Puppen- und drei Bühneninszenierungen vorbereitet. Zusätzlich finden Hauptproben mit Technik, Maske und Requisiten statt, um die Schauspieler und Bühnenkünstler auf eine mögliche schrittweise Öffnung der Kulturstätten vorzubereiten. So will man den Zuschauern bei der Wiederöffnung schnell ein breites Repertoire an Vorstellungen anbieten.

Das Deutsch-Sorbische Volkstheater in Bautzen, 2011
Bildrechte: IMAGO

08:28 Uhr | Unternehmer wollen aus dem Lockdown

Der Lockdown hat viele Menschen unverschuldet an den Rand ihrer Existenz gebracht. Die Sorgen werden immer größer. Deswegen hatte die Initiative "Leere Stühle" am Montag in Dresden zu einem öffentlichen Gespräch eingeladen. Den Fragen der Unternehmer musste sich auch Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) stellen.

08:17 Uhr | Massentests in tschechischen Firmen

Tschechien hat verpflichtende Corona-Massentests in allen mittleren und großen Unternehmen angeordnet. Die Regierung von Ministerpräsident Andrej Babis beschloss am Abend, dass innerhalb der nächsten zwei Wochen rund 2,1 Millionen Arbeiter und Angestellte mindestens einmal getestet werden müssen. Danach gelten wöchentliche Intervalle. Ausgenommen sind Kleinbetriebe mit weniger als 50 Beschäftigten.

Tschechien ist von der Corona-Krise besonders hart betroffen. Seit Beginn der Pandemie gab es mehr als 1,2 Millionen bestätigte Infektionen. Die 7-Tage-Inzidenz wird offiziell nicht veröffentlicht. Berechnungen zufolge ist sie aber zehnmal so hoch wie in Deutschland.

07:31 Uhr | Gewerbetreibende sprechen mit Sachsens Regierungschef

Gewerbetreibende, Händler, der Landrat sowie Oberbürgermeister aus Mittelsachsen wollen heute in einer Videokonferenz mit Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) über die Perspektiven für eine Wiedereröffnung der Geschäfte sprechen. Seit mehreren Wochen machen Händler mit verschiedenen Protestaktionen unter anderem in Mittweida, Döbeln und Freiberg auf ihre prekäre Situation aufmerksam.

"Wir wollen keine Bittsteller sein, sondern wir wollen wieder arbeiten, wie 80 Prozent der Bevölkerung auch. Und ich denke, der Handel ist durchaus in der Lage, Hygienebedingungen herzustellen, besser, als es jetzt momentan in den Supermärkten umgesetzt wird", betonte die Vorsitzende des Gewerbevereins in Freiberg, Anke Krause, vor der digitalen Zusammenkunft.

07:04 Uhr | Erinnerungsort für Corona-Tote in Meißen

In Meißen wird heute ein Erinnerungsort für die Verstorbenen in der Corona-Pandemie eröffnet. Ein Team der Johanneskirchgemeinde hat dafür in der St. Urbanskirche einen Raum vorbereitet. Vor dem Altar wurde eine Erinnerungswand geschaffen, an der Angehörige Bilder oder Texte anbringen können.

Der Gedenkort steht jedermann offen. Heute vor einem Jahr war der erste Corona-Fall in Sachsen bekannt geworden.

06:38 Uhr | Krisenmodus im Pflegeheim

Vor einem Jahr wurde der erste Corona-Fall im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bestätigt. Seitdem ist die Pandemie in Sachsen real - vor allem für Menschen in der Pflege. Eine Pflegedienstleiterin in Meißen zieht am Ende ihres Berufslebens auch eine ganz persönliche Corona-Bilanz.

06:14 Uhr | WHO: Kein Ende der Pandemie in diesem Jahr

Die Weltgesundheitsorganisation hält ein Ende der Corona-Pandemie noch in diesem Jahr für unrealistisch. Möglich sei, dass es gelingen werde, die coronabedingten Krankenhausaufenthalte und Todesfälle stark zu reduzieren, sagte WHO-Notfalldirektor Michael Ryan. Das Virus werde aber die Kontrolle behalten.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus nannte den jüngsten Anstieg der Infektionszahlen in Europa, Nord- und Südamerika, Südost-Asien sowie im östlichen Mittelmeerraum enttäuschend, aber nicht überraschend. Ursachen seien Lockerungen von Maßnahmen, die Ausbreitung verschiedener Virusvarianten und mangelnde Vorsicht der Menschen, sagte Tedros.

05:55 Uhr | Stadtbibliothek in Pirna macht wieder auf

Nach zweieinhalb Monaten Schließzeit öffnet die Stadtbibliothek Pirna heute wieder. Mit leicht eingeschränkten Öffnungszeiten und unter Einhaltung der Hygieneregeln kann die Bibliothek zur Ausleihe und Rückgabe besucht werden. Wie die Tourismusgesellschaft mitteilte, wurden in den vergangenen Wochen über 300 neue Bücher angeschafft. Nicht nutzbar sind die Internetplätze und Tageszeitungen.

Ein Mädchen liest das Buch 'Harry Potter und der Orden des Phönix'
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05:34 Uhr | Corona-Massentest in Radeberg

Das Gesundheitsamt des Landkreises Bautzen organisiert heute einen Corona-Massentest in Radeberg. Der Aufruf richtet sich an die Einwohner von Radeberg, Großröhrsdorf, Lichtenberg, Ottendorf-Okrilla, Wachau und Arnsdorf. Sie sollten sich telefonisch oder über die Internetseite des Landratsamtes anmelden. Getestet wird in der Sporthalle des Berufsschulzentrums Radeberg zwischen 9 und 18 Uhr.

Im Landkreis Bautzen sind erste Virusmutationen nachgewiesen worden. Sieben Verdachtsfälle seien per Genomsequenzierung bestätigt worden, teilt das Landratsamt mit. In vier Fällen wurde die britische Virusmutation festgestellt. Das Gesundheitsamt Bautzen hat bislang 54 Verdachtsfälle von Virusmutationen registriert, die jetzt genauer untersucht werden. Besonders betroffen ist eine Kita in Ullersdorf. Außerdem wurden in Radeberg viele Verdachtsfälle festgestellt.

05:21 Uhr | Mittelstands- und Wirtschaftsunion Meißen fordert Öffnungskonzept

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Meißen fordert die Ministerpräsidentenrunde auf, bei ihrem morgigen Treffen ein Öffnungskonzept zu präsentieren. "Wir brauchen dringend einen Stufenplan, der transparent abbildet, wer wann und unter welchen Auflagen wieder öffnen darf", sagt Sven Wilhelm, Vorsitzender der Meißner Wirtschaftsvereinigung der CDU. Man unterstütze einen entsprechenden Beschluss des Bundesvorstands der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, wonach der Stufenplan mit passgenauen Testkonzepten und einer schnellen Impfkampagne begleitet werden soll.

05:03 Uhr | Öffnung der Sportstätten im Freien gefordert

Der Landessportbund Sachsen (LSB) fordert eine Perspektive für Sportlerinnen und Sportler im Freistaat. Wie der Generalsekretär des Sportbundes Sachsen, Christian Dahms, am Montagabend im MDR SACHSENSPIEGEL mitteilte, hält er eine Öffnung von Sportstätten im Freien für möglich. Der Sport dürfe nicht vergessen werden, denn er sei für viele Menschen im gesundheitlichen sowie im sozialen Bereich wichtig. Besonders die 20.000 verlorenen Mitglieder, darunter etwa 13.000 Kinder und circa 4.000 Rehasportler, gelte es nun wieder zurückzugewinnen.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/Reuters

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 02.03.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 02.03.2021 | 19:00 Uhr

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