Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 28.01.: Insolvenzen bei Taxiunternehmen

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Wartende Taxis
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21:08 Uhr | Tickerende

Hiermit beenden wir unseren Ticker zur aktuellen Corona-Lage in Sachsen für heute. Am Freitag sind wir wieder mit neuen Informationen für Sie da. Bis dahin wünschen wir Ihnen eine gute Nacht!

20:46 Uhr | Sommereis für Eisarena in Weißwasser

Die Eisarena in Weißwasser soll auch im Sommer bespielbar bleiben. Die Stadträte haben beschlossen, dass die Arena mit Sommereis ausgestattet werden soll. Das sei wichtig, um den Trainingsausfall während des Corona-Lockdowns aufzuholen, sagte Bernard Stefan, Vorsitzender des Vereins Eissport Weißwasser (ESW).

In den Sommermonaten wollen mehr Nutzer die Arena nutzen als ursprünglich geplant. Außerdem soll der Eishockey-Spielbetrieb der kommenden Saison früher starten. Noch ist aber unklar, wie die Mehrkosten für die verlängerte Bespielbarkeit der Arena bezahlt werden. Die Stadt rechnet mit einem Defizit von bis zu 46.000 Euro für den Sommerbetrieb. Der ESW kündigte an, sich an den Kosten für die Eisbereitung zu beteiligen.

20:20 Uhr | Totenkopf-Schild an Wegweiser zu Impfzentrum

Ein gelbes Schild mit Totenkopf und gekreuzten Knochen haben unbekannte Täter auf einen großen Wegweiser zum Impfzentrum Belgern in Nordsachsen geklebt. Wie die Polizei in Leipzig mitteilte, muss es in der Zeit seit Montag angebracht worden sein, wurde aber erst am Donnerstagmorgen von Mitarbeitern einer Torgauer Firma bemerkt. Es bedeutet "Achtung Gift".

Schon am Vortag war eine solches Schild auf einem Wegweiser an einer anderen Straße entdeckt und von Firmenmitarbeitern entfernt worden, wie bei den Ermittlungen bekannt wurde. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

19:44 Uhr | Insolvenzen bei Taxiunternehmen

Mehrere Taxiunternehmen in Dresden haben nach Informationen der örtlichen Taxigenossenschaft bereits Insolvenz angemeldet. Insbesondere Unternehmer mit großem Fuhrpark seien von der Corona-Krise betroffen und könnten ihre Autos oft nicht mehr finanzieren, sagte Vorstand Jan Kepper.

19:06 Uhr | Inzidenzwert sinkt in Sachsen auf 160

Bei den Corona-Infektionen meldeten die Gesundheitsämter heute 1.136 neu nachgewiesene Fälle. Das sind 223 weniger als vergangenen Donnerstag. Die Wocheninzidenz für ganz Sachsen sank dadurch auf 160. In den Krankenhäusern werden derzeit 1.981 Covid-19 Patienten behandelt. Das ist der niedrigste Stand seit zwei Monaten. Die Gesundheitsämter in Sachsen haben heute weitere 128 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet.

18:50 Uhr | Kaum Impfungen in den Impfzentren

Die Impfzentren in Sachsen sind bei weitem nicht ausgelastet. Das hat Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) heute erneut auf einer Pressekonferenz betont. Statt der möglichen 1.000 Impfungen, die jedes Impfzentrum am Tag durchführen könne, seien aktuell lediglich 57 Impfungen möglich. Das liege an der Knappheit des Impfstoffes.

18:17 Uhr | AfD will gegen Corona-Schutzverordnung klagen

Die AfD-Fraktion im sächsischen Landtag will wegen der Corona-Schutzverordnung vor das Verfassungsgericht ziehen. Eine entsprechende Normenkontrollklage kündigte sie heute an. "Für viele kleine und mittlere Unternehmen sind die aktuellen Betätigungsverbote ein untragbarer Zustand. Damit der Einzelhandel, die Gastronomie, der Reha-Sport, Friseure und andere Betriebe schnell wieder öffnen können, werden wir nun vor Gericht ziehen", erklärte Fraktionschef Jörg Urban. Die aktuelle Verordnung sei ein "Sammelsurium von weitreichenden Grundrechtseinschränkungen".

18:04 Uhr | Kunst- und Musikstudierende ohne Perspektive

Kunst- und Musikstudierende der Hochschule für Musik in Dresden und der Hochschule für Musik und Theater Leipzig beklagen die fehlende Unterstützung der Kultur in der Corona-Krise. Es fehlten den Studierenden und Kunstschaffenden nicht nur finanzielle Hilfen, sondern zunehmend auch die Perspektive für den Wiederaufbau des Kulturbetriebs.

Viele Kulturbetriebe werden sich nach der Krise nicht so schnell oder gar nicht mehr erholen. Damit fehlt uns die spätere Lebensgrundlage und unsere Perspektive geht verloren.

Stella Heutling StuRa HMT Leipzig

Viele Studierende könnten ihre Nebenjobs in Kulturhäusern nicht mehr ausüben und bekämen kaum staatliche Unterstützung, sagte Stella Heutling, Sprecherin des Studentenrats der Leipziger Hochschule. "Nun müssen wir außerdem noch während unserer Ausbildung den Verfall der Kulturszene beobachten", so Heutling.

17:41 Uhr | Testzentrum in Klingenthal länger geöffnet

Das Corona-Testzentrum in Klingenthal erweitert seine Öffnungszeiten. Bis auf sonnabends ist ab sofort täglich auf. An Sonntagen wird sogar bis 21 Uhr getestet. Der Rettungszweckverband Südwestsachsen reagiert damit nach eigenen Angaben auf die hohe Nachfrage von regionalen Firmen.

17:19 Uhr | Unterricht per Videokonferenz in Schleife

An der Oberschule "Marja Grollmuß" in Schleife unterrichten auf der Plattform Lernsax fast alle Lehrer mit Hilfe von Videokonferenzen. Von Montag bis Freitag können die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 an 70 Live-Unterrichtsstunden teilnehmen. Dafür hat die Schulleitung einen besonderen Lehrplan erstellt. In Schleife hat mittlerweile jeder Schüler Zugang zum Internet und ist mit notwendiger Technik ausgestattet, sagt Schulleiter Jan Rehor.

16:45 Uhr | Mittel zur Verhinderung von schweren Covid-19-Verläufen

Am Klinikum St. Georg in Leipzig sind am heute 200 Dosen des sogenannten Antikörper-Cocktails zur Behandlung von Covid-19-Erkrankten eingetroffen. Wie der Leiter der Klinik für Infektiologie und Tropenmedizin Christoph Lübbert MDR SACHSEN mitteilte, handelt es sich dabei um im Labor künstlich hergestellte Antikörper gegen das Coronavirus. Sie sollen einen schweren Krankheitsverlauf verhindern.

16:22 Uhr | Ausstiegsszenario für Sachsens Lockdown in Arbeit

Die sächsische Landesregierung arbeitet an einem Ausstiegsszenario für den Lockdown im Freistaat. Dinge wie die Ausgangssperre und die 15-Kilometer-Regel würden dann zur Disposition stehen. Nach Angaben von Sozialministerin Petra Köpping (SPD) sollten sich Lockerungen aber möglichst an bundesweit einheitlichen Regelungen orientieren. Dabei seien nicht nur Inzidenzwerte entscheidend, sondern etwa auch die Situation in den Gesundheitsämtern.

Man müsse aber auch anschauen, wie unterschiedlich sich die Situation in den einzelnen Bundesländern entwickelt. Sachsen sei von Nachbarländern mit einem hohen Infektionsgeschehen umgeben. "Einen Zeitpunkt für Normalität kann ich heute nicht bestimmen", sagte die Ministerin heute auf einer Pressekonferenz.

15:49 Uhr | Kino-Auto fährt zu den Zuschauern

Wegen der Corona-Pandemie liegt die Kulturlandschaft brach. Auch Kinos haben auf nicht absehbare Zeit geschlossen. Die Programmmachenden der Schaubühne Lindenfels in Leipzig wollten das so nicht hinnehmen. Mit einem E-Auto sind sie von Donnerstag bis Sonntag Woche für Woche unterwegs, um Filme an freie Häuserwände in allen Stadtteilen Leipzigs zu projizieren.

15:21 Uhr | Industriemuseum Chemnitz bietet digitales Ferienprogramm

Das Industriemuseum Chemnitz macht Kindern ein digitales Freizeitangebot. Sie können zusammen mit dem Museumsroboter Robi die Sonderausstellung "MaschinenBoom" erkunden. Dabei wird Robi jeden Tag einen anderen Ausstellungsbereich besuchen.

In insgesamt acht Folgen sollen die Kinder erfahren, was Maschinen sind und wo sie eingesetzt werden. Die erste Folge startet bereits am Sonntagvormittag. Zugang bekommt man über die Webseite des Museums.

14:44 Uhr | Karl-May-Festtage von Radebeul in den Juli verlegt

Die traditionell nach Himmelfahrt stattfindenden Radebeuler Karl-May-Festtage werden weiter in den Sommer verlegt. Wie Anja Schaaf vom örtlichen Kulturamt mitteilte, finden sie in diesem Jahr vom 9. bis 11. Juli statt. Grund für die Verschiebung seien die aktuellen Entwicklungen und anhaltenden Bestimmungen für Großveranstaltungen, sodass am ursprünglich geplanten Termin nicht festgehalten werden könne.

Indianer und Kinder tanzen bei den Radebeuler Karl-May-Festtagen im Jahr 2019.
Bildrechte: Stadt Radebeul

14:18 Uhr | Sächsische Pflegekräfte müssen im Bundesvergleich am meisten leisten

Pflegekräfte in Sachsen müssen mehr leisten und bekommen dafür weniger Geld als ihre Kollegen im bundesweiten Durchschnitt. Das ist das Ergebnis des Pflegereports der Barmer-Krankenkasse. Im Durchschnitt verdient eine Pflegekraft in Sachsen circa 2.500 Euro im Monat - im bundesweiten Durchschnitt liegt das mittlere Einkommen 500 Euro höher

In den sächsischen Pflegeheimen kommen auf 100 Heimbewohner 24 Pflegekräfte - bundesweit sind es 27. Dreiviertel aller Beschäftigten - in der übergroßen Mehrheit Frauen - arbeiten in Teilzeit, nicht weil sie das so wollen, sondern wegen der extrem hohen Belastung - sagte Landesgeschäftsführer Fabian Magerl.

13:52 Uhr | 7-Tage-Inzidenz liegt in Deutschland wieder unter 100

Erstmals seit Ende Oktober liegt die bundesweite 7-Tage-Inzidenz unter der Schwelle von 100. Wie das Robert-Koch-Institut mitteilte, wurden innerhalb einer Woche 98 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet. Der Höchstwert betrug kurz vor Weihnachten knapp 198.

Das Ziel der Bundesregierung ist eine Marke von unter 50, weil nur dann die Nachverfolgung der Ansteckungen gesichert ist. Das Robert-Koch-Institut meldet außerdem rund 17.500 Corona-Neuinfektionen 2.800 weniger als vor einer Woche. Außerdem wurden mehr als 900 Todesfälle verzeichnet.

13:14 Uhr | Weitere Leipziger mit Mutationsvariante infiziert

In Leipzig haben sich drei weitere Menschen mit der als hoch ansteckend geltenden Coronavirus-Variante aus Südafrika infiziert. Das teilte eine Sprecherin der Stadtverwaltung auf Nachfrage von MDR SACHSEN mit. Damit steige die Zahl der Betroffenen auf elf. Bei den drei neuen Fällen handele es sich um Kontaktpersonen der ursprünglichen Patientin. Die Betroffenen müssten zwei Wochen in Quarantäne und würden erneut getestet.

Mikroskop-Aufnahme von Coronavirus
Bildrechte: dpa

Die Leipziger Uniklinik hatte die Corona-Mutation aus Südafrika Mitte vergangener Woche bei einer Patientin zufällig bei einem Routine-Screening festgestellt. Die Frau hatte keine Symptome und war wegen eines Notfalls im Krankenhaus behandelt worden.

13:00 Uhr | Klinikum Chemnitz holt verschobene Operationen nach

In einem OP-Saal steckt ein Arzt an einem Tisch mit Operationsbesteck mit einer Hand, die in einem sterilen Gummihandschuh steckt, einen Tupfer in eine Zange.
Im Klinikum Chemnitz beginnen wieder Vorbereitungen für Operationen. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Rupert Oberhäuser

Angesichts leicht rückläufiger Corona-Zahlen fährt das Klinikum Chemnitz sein OP-Programm in kleinen Schritten wieder hoch. Wie das Klinikum mitteilte, soll damit der Berg an aufgeschobenen Operationen abgearbeitet werden. Von einem Normalbetrieb sei man jedoch noch weit entfernt. So müssten auch künftig Kapazitäten auf der Intensivstation vorgehalten werden.

Am Klinikum Chemnitz werden mit Stand heute 114 Covid-19-Patienten auf Normalstation und 34 auf der Intensivstation behandelt.

12:45 Uhr | Keine Landwirtschaftsausstellung in Markkleeberg

Die für April geplante "agra Landwirtschaftsausstellung" in Markkleeberg ist abgesagt worden. Das haben die Organisatoren nach Gesprächen mit Ausstellern und Partnern entschieden. Grund sei die aktuelle Pandemielage, hieß es. Diese mache eine Durchführung der Ausstellung für Besucher und Aussteller unmöglich.

Deshalb wurde die Veranstaltung auf den April im nächsten Jahr verschoben. Die agra ist die führende Landwirtschaftsstellung in Mittel- und Ostdeutschland. Sie findet alle zwei Jahre statt und zählt etwa 50.000 Besucher.

11:55 Uhr | Friseure wegen Salonschließungen wieder auf der Straße

In Dresden haben erneut Friseurinnen und Friseure gegen die behördlich veranlassten Geschäftsschließungen protestiert. Bereits in der Vorwoche hatten sie auf ihre Lage aufmerksam gemacht und darauf verwiesen, dass es bei einigen Salons um die Existenz gehe.

Friseurprotest Dresden
Friseure und Friseure argumentieren auch aus Sicht ihrer Kunden, die nach Wochen wieder eine professionelle Haarpflege benötigten. Bildrechte: Tino Plunert

Im Freistaat gibt es aktuell nach Angaben des Sächsischen Handwerkstages knapp 4.000 Friseurbetriebe mit etwa 20.000 Beschäftigten und rund 2.600 Kosmetikbetriebe mit etwa 7.500 Beschäftigten.

11:05 Uhr | Leipzigs OB Jung äußert Manöverkritik zum Start der Bundeswehr-Hilfe

OBM Leipzig Burkhard Jung
Burkhard Jung ist nach anfänglichem Holpern mit der Unterstützung durch die Bundeswehr zufrieden. Bildrechte: dpa

Städtetagspräsident Burkhard Jung hat die anfänglichen Pläne zur Hilfe der Bundeswehr für Pflege- und Altenheime in der Corona-Pandemie als unausgegoren bezeichnet. "Es hat am Anfang geruckelt", sagte der Oberbürgermeister Leipzigs heute im "ZDF-Morgenmagazin". Mittlerweile habe man dazugelernt und offene Fragen zur Eignung der Soldaten und zur Haftung klären können.

Nun könne er bei seinen Kollegen in den Städten und Gemeinden dafür werben, die Bundeswehr zur Hilfe heranzuziehen. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte zuletzt mitgeteilt, dass die Unterstützung von den Kommunen bislang nur zurückhaltend angefordert worden sei. Dies könne an einem Verständnis der Kommunen liegen, dass sie dafür selbst zahlen müssten, hatte die CDU-Politikerin am Mittwoch gesagt. Die Bundeswehr stelle aber keine Rechnungen, die Hilfe sei kostenlos für Städte und Kommunen.

10:44 Uhr | Regionalbusse und Züge im VVO fahren auch in Ferien nach Schülerfahrplan

Die Regionalverkehrsunternehmen Müller Bus, der Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und die Verkehrsgesellschaft Meißen in den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge fahren auch während der kommenden Ferienwoche (1. bis 5. Februar) nach dem Schulfahrplan. Das teilte der Verkehrsverbund Oberelbe mit. Im Landkreis Bautzen sind die Busse der Regionalbus Oberlausitz und der Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda weiter nach Ferienfahrplan unterwegs. Der regionale Nachtbusverkehr bleibt aufgrund der Ausgangsbeschränkungen ausgesetzt.

Die Züge und S-Bahnen der DB Regio AG, der Mitteldeutschen Regiobahn und des Trilex fahren planmäßig. Auch die Züge auf den beiden Schmalspurbahnen sind den Angaben zufolge wie gewohnt unterwegs. Einzige Ausnahme ist der frühe Schülerzug auf der Lößnitzgrundbahn, der wegen der Ferien ausfällt.

10:30 Uhr | Planungen für zweites Impfzentrum im Landkreis Zwickau

Im Landkreis Zwickau ist der Aufbau eines zweiten Impfzentrums geplant. Die Suche nach einem passenden Standort hat begonnen, schreibt die "Freie Presse" unter Berufung auf die Rathäuser von Meerane und Waldenburg. Demnach habe sich Landrat Christoph Scheuer an die Kommunen gewandt und mitgeteilt, dass das DRK offen für Vorschläge sei, wo ein zweites Impfzentrum innerhalb der kommenden drei Wochen entstehen könne. Derzeit befindet sich das einzige Impfzentrum in der Stadthalle Zwickau.

Durch wiederholte Gebietsreformen in den vergangenen Jahrzehnten ist der Landkreis Zwickau so groß geworden, dass sich für einige Impfwillige weite Wege ergeben würden. Auch die Anbindung von Zwickau an den öffentlichen Nahverkehr ist nicht optimal für jede Kommune im Landkreis.

Aussenansicht der Stadthalle Zwickau
Das bislang einzige Impfzentrum des Landkreis Zwickau befindet sich in der Stadthalle Zwickau im Stadtteil Schedewitz. (Archivbild) Bildrechte: dpa

09:30 Uhr | Zugelassene Impfstoffe wirken auch gegen Mutationen

Die beiden bisher in der EU zugelassenen Covid-19-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna wirken auch gegen die Schlüsselmutationen aus dem Vereinigten Königreich und aus Südafrika. Das zeigen übereinstimmend sogenannte Neutralisationsstudien des nationalen US-Gesundheitsinstituts in Washington und der Universität von Texas. Ein neuer Impfstoff sei deshalb derzeit nicht erforderlich, heißt es in den Stellungnahmen der Pharmafirmen. Allerdings würden sie auch sofort reagieren, falls neue Varianten auftauchten, gegen die der vorhandene Covid-19-Impfstoff nicht ausreichend immunisiere.

09:02 Uhr | Dresdner Stadtrat diskutiert über "Arbeitsgruppe Corona"

Der Dresdner Stadtrat diskutiert heute über ein konkretes Mitspracherecht bei Corona-Entscheidungen. Eine "Arbeitsgruppe Corona" soll ab Februar tagen - jeden Dienstag digital und öffentlich. Stadträte von SPD, Grünen und CDU wollen einen gemeinsamen Antrag einbringen. Die Stadtratsfraktionen, so sieht es der Entwurf vor, sollen Mitglieder entsprechend ihrer Größe in die Arbeitsgruppe entsenden. Es geht den Initiatoren um einen schnellen Informationsaustausch zwischen Stadtrat und Verwaltung. Dabei soll eine öffentliche Beteiligung von Dresdnerinnen und Dresdnern ermöglicht werden, hieß es.

08:38 Uhr | Luftfahrtbranche spricht von größter Krise seit Zweitem Weltkrieg

Die Corona-Pandemie hat die Zahl der Passagiere an den deutschen Flughäfen auf einen Rekord-Niedrigstand gedrückt. Wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft mitteilte, wurden im vergangenen Jahr bundesweit 63 Millionen Fluggäste gezählt. Das ist ein Viertel der Passagiere von 2019. Die Luftfahrtbranche spricht von der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. So sei die Hälfte der Passagiere des gesamten Jahres 2020 im Januar und Februar abgefertigt worden, vor den ersten Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Die Flughäfen schreiben den Angaben zufolge Verluste in Milliardenhöhe.

Am Flughafen Dresden gibt es aktuell nur sehr wenige Inlandsflüge nach Frankfurt und Düsseldorf. Am Flughafen Leipzig/Halle hat das Frachtgeschäft in der Corona-Krise zwar zugenommen, allerdings kam der Passagierverkehr schon vor Wochen komplett zum Erliegen.

07:08 Uhr | IHK kritisiert Ablehnung von "Click&Collect" in Sachsen

Die Industrie- und Handelskammer Leipzig ist enttäuscht über die neue Corona-Schutzverordnung. Es sei frustrierend, dass Sachsen als einziges Bundesland den Einzelhändlern nicht erlaube, das Bestellsystem "Click & Collect" zu nutzen, erklärte Leipzigs IHK-Präsident Kristian Kirpal.

Mit "Click & Collect" können Waren über das Internet in regionalen Geschäften bestellt und dann an der Ladentür unter Abstands- und Hygieneregeln abgeholt werden. Wirtschaftsminister Martin Dulig hatte angekündigt, erst bei niedrigeren Infektionszahlen eine Zulassung zu prüfen.

06:46 Uhr | Zahnmedizin-Studierende brauchen Ausbildung am Patienten

Zahnarzt untersucht bei einem Patienten eine Zahnfüllung aus Amalgam
Angehend Zahnärzte können auch in der Corona-Zeit direkt am Patienten lernen. Bildrechte: IMAGO

Für die Studierenden der Zahnmedizin an der Universität Leipzig hat die Corona-Pandemie viele Änderungen gebracht. Sie müssen wie andere Studentinnen und Studenten mehr online lernen. Aber an einem hält die Hochschule fest: Die Ausbildung "am Patienten" soll auch in der Corona-Krise möglich bleiben. "Wir versuchen alles, was unbedingt sein muss, in Präsenz durchzuführen", sagte Studiendekan Prof. Sebastian Hahnel. 274 Zahnmedizin-Studierende sind derzeit in Leipzig immatrikuliert. Das Ziel der Uni sei es, ihnen den Abschluss trotz Corona ohne Verzögerungen zu ermöglichen. Für Arbeit am Patienten gelten strenge Hygienekonzepte.

06:15 Uhr | Kretschmer plädiert für strengere Grenzkontrollen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich für eine Aufstockung der Bundespolizei an den Grenzen ausgesprochen. "Wenn man Regeln aufstellt, muss man ihre Einhaltung auch kontrollieren", sagte der CDU-Politiker der Rheinischen Post.

Wenn wir klar sagen, nur diejenigen, die einen negativen Corona-Test haben, dürfen in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, wenn sie aus einem Hochinzidenzgebiet kommen, dann muss auch jemand da sein, der das kontrolliert.

Michael Kretschmer | Ministerpräsident von Sachsen

Kontrollieren könne das nur die Bundespolizei. Auf die Frage, welche Konsequenzen verschärfte Grenzkontrollen etwa für das Personal im Gesundheitswesen hätte, das über die Grenzen zu Tschechien und Polen nach Sachsen pendelt, sagte Kretschmer: "Das bedeutet, dass man das intelligent machen muss." Man könne verschiedene Spuren einrichten.

06:00 Uhr | Ab heute strengere Maskenregeln auch in Sachsen

In Sachsen gelten von heute an neue Corona-Regeln. Unter anderem müssen beim Einkaufen sowie in Bus und Bahn Masken mit besserem Schutz getragen werden. Dazu zählen OP- oder FFP2-Masken. Eine einfache Stoffmaske ist dann dort nicht mehr ausreichend - darf aber weiterhin auf der Straße getragen werden.

Auch in Kirchen und Gesundheitseinrichtungen wie Arztpraxen müssen Besucher mindestens eine OP-Maske tragen. Zudem müssen Arbeitgeber mehr Homeoffice ermöglichen, wenn dem keine zwingenden Gründe entgegenstehen.

05:47 Uhr | Immer mehr Kinder in Mittelsachsen in Notbetreuung

Im Landkreis Mittelsachsen steigt die Zahl der Kinder in Notbetreuung weiter an. Wie das Landratsamt mitteilte, besuchten mit Stand 20. Januar mehr als 28 Prozent der Mädchen und Jungen eine Kita oder einen Hort - deutlich mehr als noch eine Woche zuvor. Im Hort betrage die Steigerung fast 15 Prozent. Mitte März waren den Angaben zufolge nur sieben Prozent der Kinder in sogenannter Notbetreuung.

05:27 Uhr | Kein Alkoholkonsum an Bahnhöfen, Geschäften und Marktplätzen

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat eine Allgemeinverfügung erlassen, die den Konsum von Alkohol in öffentlichen Bereichen untersagt. Das Alkoholverbot betrifft Bushaltestellen, Bahnhöfe, Marktplätze, Tankstellen und die Eingangsbereiche von Groß- und Einzelhandelsgeschäften einschließlich dazugehöriger Parkplätze und Parkhäuser. Hintergrund für dieses Verbot ist die neue Sächsische Corona-Schutzverordnung. Die Allgemeinverfügung gilt ab heute bis einschließlich 14. Februar.

05:14 Uhr | Unterricht per Videochat

Seit Wochen klagen Eltern über Probleme beim häuslichen Lernen mit ihren Kindern: Immer wieder ruckelt die Plattform Lernsax. Einige Lehrer stellen Arbeitsblätter ins Netz und überlassen den Unterricht Eltern und Schülern, die sich mit Alltagsaufgaben und langsamer Internetverbindung durch die Tage plagen. Doch so sieht es längst nicht überall in Sachsen aus. Es gibt funktionierende Alternativen.

05:09 Uhr | Leipzigs Busse und Bahnen fahren wieder im Zehn-Minuten-Takt

In Leipzig fahren ab heute Busse und Bahnen wieder im Zehn-Minuten-Takt. Wie die kommunalen Verkehrsbetriebe mitteilten, reagiert man damit auf Wünsche vieler Kunden. Zudem könnten mit der Regelung Fahrgäste auf weitere Fahrzeuge verteilt und somit mehr Abstand eingehalten werden. In Sachsen müssen ab heute alle Fahrgäste im ÖPNV eine medizinische Mund-Nasen-Maske oder eine FFP2-Maske tragen.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.01.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 28.01.2021 | 19:00 Uhr

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