Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 18.02.: Hotelrestaurants bleiben für Übernachtungsgäste tabu

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

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Meldungen vom Folgetag

21:16 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir unseren Corona-Ticker für heute. Am Freitag sind wir wieder mit neuen Informationen zur Corona-Lage in Sachsen für Sie da. Bleiben Sie gesund!

21:10 Uhr | Patientenbesuche im Krankenhaus Großschweidnitz wieder möglich

Der Besucherstopp im Krankenhaus in Großschweidnitz ist aufgehoben. Wie die Klinikleitung mitteilte, sei dies aufgrund der neuen Sächsischen Corona-Schutzverordnung möglich. Jedoch sei weiterhin eine telefonische Anmeldung sowie ein negativer Coronatest notwendig. Zudem darf nur eine Person einen Patienten für maximal 30 Minuten pro Woche besuchen. Darüber hinaus ist das Tragen eines medizinischen Mund-Nasenschutzes oder einer FFP2 Maske ebenso Pflicht.

20:35 Uhr | Teilschließung in Bautzener Kita wegen Corona-Fall

Aufgrund eines Corona-Falls in der Bautzener Kindertageseinrichtung Benjamin Blümchen können ab Freitag keine Kindergartenkinder betreut werden. Wie die Stadt mitteilt, ist für mehrere Beschäftigte eine Quarantäne durch das Gesundheitsamt angeordnet. Die Betreuung fällt bis einschließlich 25. Februar aus. Aktuell nicht betroffen ist der Krippenbereich. Krippenkinder können weiterhin in der Einrichtung betreut werden.

19:50 Uhr | Landkreis Mittelsachsen setzt auf rollendes Impfzentrum

Im Landkreis Mittelsachsen dient ein umgerüsteter Niederflur-Bus künftig als rollendes Impfzentrum. Damit soll vielen älteren Menschen in entlegenen Ortschaften der beschwerliche Weg ins Impfzentrum nach Mittweida erspart werden, teilte der Leiter der Impfzentren Mittweida und Chemnitz, Rene Illig, auf Anfrage von MDR SACHSEN mit. Erste Station des mittelsächsischen Impfbusses wird an diesem Sonntag die Gemeinde Großhartmannsdorf sein.

19:27 Uhr | Kita-Personal soll regelmäßig auf Corona gestetet werden

In Sachsen soll künftig auch das Personal von Kindertagesstätten einmal pro Woche auf Corona getestet werden. Nach Informationen von MDR SACHSEN will der Freistaat den Trägern kostenlos Schnelltests zur Verfügung stellen. Diese Tests müssen durch geschultes Personal vorgenommen werden. Organisation und Durchführung liegen in der Hand der jeweiligen Einrichtungen und der Kommune. Anfang März soll das Vorhaben umgesetzt sein. Damit will der Freistaat die Zeit überbrücken, bis geeignete Antigen-Selbsttests vorhanden sind.

18:59 Uhr | 7-Tage-Inzidenz: Leipzig am niedrigsten, Nordsachsen wieder über 100

In Sachsen sind von den Städten und Landkreisen am Donnerstag 492 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Vier Landkreise weisen nach MDR-Berechnungen weiterhin eine 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner von über 100 auf. Das betrifft den Vogtlandkreis (157) und die Landkreise Leipzig (118), Nordsachsen (117) sowie Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (102). Die Stadt Leipzig steht mit einer Inzidenz von 41 am besten da. Zudem gibt es 56 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Die Zahl der aktiven Fälle im Freistaat ist erneut gesunken und liegt nun bei 7.118. Sie hatte ihren Höhepunkt an Heiligabend erreicht (38.889).

18:36 Uhr | Verwaltungsgericht: Frühstücksräume bleiben für Hotelgäste tabu

Sächsische Hotelbetreiber dürfen ihren Übernachtungsgästen auch weiterhin keine Speisen und Getränke in hoteleigenen Restaurants servieren. Wie das Verwaltungsgericht Dresden mitteilte, hat es den Eilantrag einer Dresdner Hotelbetriebsgesellschaft gegen die Bestimmung der geltenden Allgemeinverfügung abgelehnt. Demnach darf eine Speisen- und Getränkeversorgung auch in Beherbergungsbetrieben ausschließlich zur Abholung oder Lieferung angeboten werden. Anders als in bestimmten Betrieben, wo nicht am Arbeitsplatz gegessen werden könne und es daher eine Kantinenversorgung gebe, sei es Hotelgästen möglich, auf dem Zimmer zu speisen, heiß es in der Begründung.

17:29 Uhr | 98 Nachweise von Corona-Mutationen in Sachsen

Aktuell gibt es 98 Nachweise von Corona-Mutationen in Sachsen. Wie das Sozialministerium mitteilte, handelt es sich dabei in 77 Fällen um die britische und in fünf Fällen um die südafrikanische Variante. Die restlichen Fälle zeigten zwar einen Hinweis auf eine Mutation. Die genaue Herkunft sei jedoch noch nicht abschließend geklärt, heißt es.

17:02 Uhr | Wirtschaftsförderung fordert schnelles Ende für Grenzschließung

Die Wirtschaftsförderung im Erzgebirge fordert, die Grenzschließungen für tschechische Pendler schnellstmöglich wieder aufzuheben. In einem offenen Brief heißt es dazu, die Maßnahmen seien unangemessen und vor allen Dingen unlogisch. Während Pflegekräfte einreisen dürften, um in Altenheimen Dienst zu tun, hätten Industriebeschäftigte das Nachsehen. Zudem sei es an der Zeit, die diskriminierende Einteilung in systemrelevante und unwichtige Beschäftigte zu beenden. Die Grenzschließung betreffe aktuell circa 2.000 Pendler und treffe einen der wirtschaftlich stärksten Bereiche im Erzgebirge, die Zulieferindustrie.

16:36 Uhr | Seehofer verteidigt Kontrollen an Grenze zu Tschechien

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die verschärften Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien und Tirol verteidigt. Bei einem Besuch des Grenzübergangs Breitenau an der A17 sagte Seehofer, es müsse alles versucht werden, die in beiden Ländern verbreiteten Virus-Mutationen einzudämmen. Diese seien nicht nur ansteckender, sondern auch potenziell tödlicher. Bislang habe es an den Grenzen rund 50.000 Kontrollen gegeben. Dabei seien etwa 10.000 Reisende zurückgewiesen worden. Ab Freitag brauchen Pendler aus Tschechien eine amtliche Bescheinigung, dass sie in medizinischen Einrichtungen oder anderen systemrelevanten Bereichen in Sachsen tätig sind.

Auf die Dauer der Grenzkontrollen wollte sich Seehofer nicht festlegen. Ob sie über den 23. Februar oder den 3. März hinausgingen, sei noch unklar.

Sven Jendrossek (l), Leiter der Bundespolizeiinspektion Berggieߟhübel, und Horst Seehofer (CSU), Bundesinnenminister, stehen im Rahmen von Grenzkontrollen der Bundespolizei an der deutsch-tschechischen Grenze auf einem Rastplatz an der Autobahn 17.
Bundesinnenminister Horst Seehofer (rechts) besucht die Bundespolizei an der deutsch-tschechischen Grenze. Bildrechte: dpa

Ich glaube, die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass wir verlängern müssen, weil sich die Mutationslage noch nicht entscheidend verändert hat.

Horst Seehofer Bundesinnenminister

15:36 Uhr | 400 Friseure und Kosmetiker protestieren auf Dresdner Altmarkt

Friseure und Kosmetiker haben am Donnerstag auf dem Dresdner Altmarkt auf ihre Lage aufmerksam gemacht. Sie kritisieren die Ungleichbehandlung. Friseursalons dürfen ab 1. März öffnen, Kosmetikstudios nicht. Zudem gebe es bei der Öffnung der Läden die Auflage, einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorzuweisen. Ungeklärt sei aber, wer diesen bezahlt. Laut Verband gibt es in Sachsen etwa 4.000 Friseur- und 2.600 Kosmetikbetriebe.

Drei Frauen protestieren mit hochgehaltenen Schildern.
Drei Demonstrantinnen bringen mit hoch gehaltenen Schildern ihren Unmut zum Ausdruck. Bildrechte: MDR/Christoph Stelzner

14:53 Uhr | Vogtländer Serverfirma profitiert von Corona

Die Firma Hetzner-Online aus Falkenstein ist im vergangenen Jahr überdurchschnittlich gewachsen. Das Unternehmen, das ein großes Rechenzentrum im Vogtland betreibt, profitiert damit auch von der Corona-Pandemie, in der viele Firmen ihr Online-Angebot ausgeweitet haben. "Kunden mieten bei uns Server und nutzen dann im Endeffekt diese Speichermöglichkeit, um ihre eigenen Dienstleistungen anzubieten", sagte Hetzner-Online-Manager Sebastian Lippold MDR SACHSEN. Am Standort Falkenstein betreibt die Firma nach eigenen Angaben circa 250.000 Server.

14:27 Uhr | Chemnitz will Unternehmer entlasten

Die Stadt Chemnitz will Unternehmen und Freiberufler in der Corona-Pandemie entlasten. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass diese die Möglichkeit haben, ihre Gewerbesteuern stunden zu lassen. Außerdem könnten sie beantragen, dass die Vorauszahlung abgesenkt werde.

13:45 Uhr | Wirrwarr um Corona-Zahlen in Leipzig

In Leipzig gibt es Verwirrung um die Corona-Inzidenzzahl. Nach Angaben einer Stadtsprecherin liegt sie aktuell für die Stadt bei 40,3. Der Freistaat hingegen meldet auf seiner Internetseite einen Wert von 34,4. Grund dafür sei jeweils eine andere Berechnungsgrundlage. Der Inzidenzwert berechnet sich anhand der Einwohnerzahl. Die Stadt Leipzig beziehe sich dabei auf Daten des Einwohnermeldeamtes. Der Freistaat hingegen nehme als Grundlage die Zahl des Statistischen Landesamtes. Diese seien seit Jahren unterschiedlich. Außerdem würden die Stadt Leipzig und das Robert-Koch-Institut die Inzidenzzahlen zu anderen Zeiten aktualisieren.

13:22 Uhr | Ifo-Institut sieht schnelle Tilgung der Corona-Schulden kritisch

Die Wirtschaftsforscher des Ifo-Institut Dresden sehen eine rasche Tilgung der Corona-Schulden Sachsens weiter kritisch. Vorrangig sei nicht eine schnelle Rückzahlung der Kredite, teilte das Ifo-Institut am Donnerstag mit. Vielmehr sei es erforderlich, ausreichenden Spielraum für eine Stärkung des Wachstumspotenzials zu lassen. Vor allem führe Wachstum dazu, dass der Schuldenstand als Anteil an der Wirtschaftsleistung sinken kann. Der Sächsische Landtag hatte die Regierung im Frühjahr 2020 ermächtigt, zur Bewältigung der Corona-Folgen bis zu sechs Milliarden Euro Schulden aufzunehmen.

13:10 Uhr | Polizei beendet Party in Zwickau

Die Polizei hat in Zwickau eine Geburtstagsparty mit 32 Gästen beendet. Die Beamten seien am Mittwochabend wegen Lärms zu einem Haus gerufen worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Dort trafen sie auf 16 Erwachsene und 18 Kinder, die einen Geburtstag feierten. Sie stammten aus neun verschiedenen Haushalten. Gegen alle volljährigen Feiernden sei eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung gestellt worden. Der Lärm habe außerdem noch für den 22 Jahre alten Gastgeber Konsequenzen.

13:02 Uhr | Bundespräsident ruft Menschen zu Geduld auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in der Corona-Pandemie Geduld und Beharrlichkeit angemahnt. Wegen der Corona-Mutationen sei die Lage derzeit eher unsicher. Dennoch wachse die Ungeduld im Land. Steinmeier hatte sich am Donnerstag per Videokonferenz mit Menschen aus Sachsen ausgetauscht, die in der Corona-Pandemie besonders gefordert sind. Dabei würdigte er deren Beitrag zum Zusammenhalt der Gesellschaft. Mitarbeitende des Gesundheitswesens und der Pflege hätten alles dafür getan, dass aus der Krise keine unüberbrückbaren Spaltungen in der Gesellschaft entstanden seien.

12:56 Uhr | Mehrere Oberlausitzer Gemeinden ohne Corona-Fälle

Dank der sinkenden Zahl von Neuinfektionen sind in der Oberlausitz aktuell insgesamt 15 Gemeinden ohne Corona-Fall. Das geht aus den gestern von den Landratsämtern in Bautzen und Görlitz veröffentlichten Zahlen hervor. Im Landkreis Bautzen sind derzeit unter anderem die Gemeinden Kubschütz, Großpostwitz, Nebelschütz und Frankenthal ohne positiv getestete Personen. Im Landkreis Görlitz gibt es unter anderem in Dürrhennersdorf, Kreba-Neudorf und Schönau-Berzdorf keine aktuell bekannten Corona-Fälle.

12:41 Uhr | Corona-Impfungen in 94 Prozent aller Alten- und Pflegeheime

In fast allen der 690 stationären Alten- und Pflegeheime in Sachsen haben Bewohner die Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Die noch fehlenden Heime seien auf hohe Infektionsraten zurückzuführen, teilte das Sozialministerium am Donnerstag mit. Es gebe Heime, die durch Ausbrüche oder Quarantäne-Anordnungen nicht geimpft werden konnten. Dies werde sukzessive nachgeholt. Das Ziel, diesen Heimen bis Mitte Februar ein Impfangebot zu unterbreiten, sei erreicht, hieß es. Die Impfungen durch mobile Teams würden ohne Unterbrechung weitergehen. Die Impfbereitschaft bei den Bewohner sei hoch und liege zwischen 80 und 90 Prozent.

12:23 Uhr | Zwei weitere Fälle von Corona-Mutation im Erzgebirge

Dem Gesundheitsamt des Erzgebirgskreises sind zwei weitere positive Befunde einer Corona-Mutation bekannt geworden. Das teilte die Behörde am Mittwoch mit. Es handele sich um die britische Corona-Mutation B.1.1.7. Mit den zwei neuen Fällen wurden bislang zwölf positive Befunde einer Corona-Mutation im Erzgebirgskreis durch Labore bestätigt. Der erste Fall wurde am 3. Februar bekannt.

12:11 Uhr | Videoservice der Kreissparkasse Bautzen

Die Kreissparkasse Bautzen bietet ab dem 1. März in ihren Filialen in Großharthau und Bautzen-Gesundbrunnen erstmals einen sogenannten Videoservice an. Über einen großen Bildschirm können dort Kunden mit Mitarbeitenden in der Hauptfiliale sprechen, teilte die Bank mit. Damit werde es möglich, persönliche Anliegen wie Überweisungen, Terminvereinbarungen oder andere Fragen per Videogespräch zu klären. Außerdem könnten Dokumente eingescannt und entsprechende Unterschriften geleistet werden. Durch den neuen Videoservice werden zudem die Öffnungszeiten erweitert: Die Filialen sind dann Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

11:52 Uhr | Servicestelle für Impfungen in Hoyerswerda kommt gut an

Die Servicestelle der Stadtverwaltung Hoyerswerda für Corona-Schutzimpfungen wird sehr gut angenommen. Seit vergangener Woche vermitteln die Mitarbeiter auf Wunsch Impftermine für über 80-Jährige. Außerdem beantworten sie Fragen rund um Organisation und den Ablauf des Impfens. Bisher seien bereits Daten von etwa 450 Personen aufgenommen, die gerne einen Impftermin hätten, teilte ein Rathaussprecher mit. Ein Drittel der Anrufer wünsche sich auch einen Fahrservice zum Impfzentrum Kamenz. Während die Terminvermittlung kostenlos ist, müssen die Kosten für den Fahrservice selbst getragen werden.

11:38 Uhr | Noch über 2.500 freie Impftermine in dieser Woche

In Sachsen sind mehr als 2.500 Impftermine in dieser Woche noch frei. Probleme bereiten die Impfungen mit dem Produkt von Astra-Zeneca, das für über 65-Jährige nicht geeignet ist und daher für medizinisches Personal und ambulant tätige Pfleger und Pflegerinnen vorgesehen ist, wie Kai Kranich vom Deutschen Roten Kreuz Sachsen am Donnerstag sagte. "Wir vermuten, dass diese Zielgruppe noch nicht ausreichend darüber informiert ist, dass es für sie freie Termine gibt", so Kranich. Es sei eine Herausforderung, diejenigen zu finden, die jetzt an der Reihe seien und noch kein Angebot erhalten hätten.

11:24 Uhr | Wieder Ausgangsbeschränkungen in Sächsischer Schweiz

Seit heute gelten im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wieder die 15-Kilometer-Beschränkungen und die nächtliche Ausgangssperre. Grund ist der erneute Anstieg der Corona-Zahlen im Landkreis, teilte das Landratsamt mit. Der aktuelle Inzidenz-Wert liegt bei 107 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Deshalb werden die zuvor beschlossenen Lockerungen wieder aufgehoben. Der Landkreis Meißen dagegen hat die Ausgangssperre und die 15-Kilometer-Beschränkung wieder aufgehoben. Hier liegt der Inzidenzwert bei 60.

11:13 Uhr | Projekt der TU Dresden gibt Überblick über weltweite Corona-Forschung

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen weltweit forschen derzeit an der Bekämpfung des Coronavirus und untersuchen, wie wir die Corona-Pandemie mit all ihren Begleiterscheinungen am besten bewältigen können. Wie kann man angesichts von zehntausenden Studien da noch den Überblick behalten? Am Institut für Arbeits- und Sozialmedizin der TU Dresden wurde ein Verfahren für das Zusammenfassen von Covid-19-Studien erarbeitet, die vor allem ältere Menschen interessieren dürfte.

10:57 Uhr | Zahl der Übernachtungen in Sachsen eingebrochen

Das viermonatige Verbot von touristischen Übernachtungen in Sachsen haben für einen erheblichen Einbruch bei der Zahl der Gäste und der Übernachtungen im vergangenen Jahr gesorgt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes buchten 4,8 Millionen Gäste im Jahr 2020 eine von insgesamt 13,52 Millionen Übernachtungen in sächsischen Beherbergungseinrichtungen. Das bedeute einen Rückgang der Gästezahlen um 43 Prozent und der Übernachtungen um 35 Prozent gegenüber dem bisher erfolgreichsten Jahr 2019.

10:33 Uhr | Landratsämter Bautzen und Görlitz stellen Bescheinigungen für Grenzpendler aus

Die Landratsämter in Bautzen und Görlitz stellen tschechischen Grenzpendlern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, entsprechende Bescheinigungen aus. Das Antragsformular kann auf den Internetseiten der Landratsämter heruntergeladen werden und der Arbeitgeber muss es abstempeln. Danach könne man es per E-Mail einreichen, teilten die Kreisverwaltungen mit. Nach der Bestätigung durch die Behörde werde es per Mail zurückgesandt. Die Bescheinigung ist zusätzlich zu einem negativen Corona-Test für eine Einreise nach Sachsen nötig, um die ansonsten geltende 14-tägige Quarantänepflicht zu umgehen. Zu den systemrelevanten Bereichen gehören unter anderem Apotheken, Pflegeheime, Kliniken und landwirtschaftliche Betriebe.

10:21 Uhr | Deutsche Industrie erholt sich weiter

Die deutsche Industrie geht trotz der Corona-Krise mit gefüllten Auftragsbüchern ins Jahr 2021. Im Dezember 2020 wurde der zwischenzeitliche Einbruch weiter aufgeholt, wie aus aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Demnach war der Auftragsbestand im verarbeitenden Gewerbe um 0,3 Prozent höher als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorkrisen-Niveau im Februar 2020 ist der Auftragsbestand sogar um 3,6 Prozent gestiegen.

09:55 Uhr | Kretschmer bleibt dabei: Kein Osterurlaub in diesem Jahr

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer bleibt bei seiner Aussage, dass Urlaubsreisen zu Ostern in diesem Jahr unterbleiben sollten. "Das Virus hat sich nicht verändert. Im Gegenteil: Wir sehen diese Mutation, die wesentlich ansteckender ist. Wir müssen aufpassen, dass wir das, was wir bitter und teuer, auch psychisch schwierig erreicht haben, nicht leichtfertig aufs Spiel setzen", sagte Kretschmer am Mittwoch in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche". Es tue ihm Leid, wenn er Menschen Hoffnungen genommen habe. Aber mit Blick auf Ostern stelle sich die Frage, ob das ganze Land in Bewegung sei und sich alles durchmische oder nicht. Das werde eine große Auswirkung für den Rest des Jahres haben, so Kretschmer.

Wir haben jetzt die Chance, es auszutreten oder wir werden die nächsten Monate verharren. Das ist auch die Frage, die wir uns Ostern stellen müssen.

Michael Kretschmer Ministerpräsident Sachsen

09:23 Uhr | Sächsische Apothekerinnen und Apotheker unterstützen kostenlose Schnelltests

Apothekerinnen und Apotheker in Sachsen unterstützen das Vorhaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, ab März kostenlose Schnelltests anzubieten. Der Vize-Chef des sächsischen Apothekerverbandes, Reinhard Groß, sagte dem MDR, das Angebot sei sehr wichtig. Nun müsse jede Apotheke für sich entscheiden, ob sie Tests durchführe. Diese sollen laut Spahn von geschultem Personal in Apotheken, Testzentren und Arztpraxen angeboten werden. Der Städte- und Gemeindebund warnte vor zu großen Hoffnungen, dass es gleich überall Schnelltests gebe. Hauptgeschäftsführer Landsberg sagte den Funke-Medien, der Impfstart habe gezeigt, dass Organisation und Verteilung für viele Millionen Menschen eine Mammutaufgabe sei.

09:06 Uhr | Verdi fordert wegen Corona humanere Touren-Planung für Lkw-Fahrer

Die Gewerkschaft Verdi sieht Berufskraftfahrer in zunehmendem Maße belastet. Die coronabedingten Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien und Tirol hätten die Lage noch einmal verschärft. Stefan Thyroke, Verdi-Bundesfachgruppenleiter für Speditionen und Logistik, sagte der "Heilbronner Stimme" am Donnerstag, Verdi bekäme derzeit viele Rückmeldungen von Lkw-Fahrern, die zeigen, wie schwierig und belastend die Situation momentan sei. "Wie schon im ersten Lockdown kommt es nun erneut zu massiven Wartezeiten, die keinerlei Planungssicherheit für die Fahrerinnen und Fahrer mit sich bringen. Nach wie vor spielen außergewöhnliche Umstände bei der Disposition und der Tourenplanung leider keine Rolle bei den Speditionen", so Thyroke. Das Überschreiten der Lenkzeiten sei in diesen stark betroffenen Grenzgebieten mittlerweile nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel.

Kontrollen an der tschechischen Grenzen führen zu Staus.
Bildrechte: André März

08:19 Uhr | Grenzverkehr läuft ohne Probleme

Trotz der Kontrollen wegen des Coronavirus ist die Situation an den sächsisch-tschechischen Grenzübergängen entspannt geblieben. Nach Angaben der Bundespolizei in Pirna vom Donnerstagmorgen fließt der Verkehr. Man erwarte keine erneuten Staus an den sächsischen Übergängen. Nachdem auf deutscher Seite am Sonntag als Reaktion auf die hohen Corona-Infektionszahlen in Tschechien Grenzkontrollen eingeführt worden waren, hatten sich teils kilometerlange Staus gebildet. Schon seit Dienstag läuft der Verkehr an den sächsischen Übergängen aber wieder reibungslos.

07:26 Uhr | Astra-Zeneca-Impfstoff wird häufig abgelehnt

Nachrichten über heftige Impfreaktionen auf das Astra-Zeneca-Vakzin und die im Vergleich mit mRNA-Impfstoffen geringere Wirksamkeit führen Berichten zufolge dazu, dass manche Menschen ihre Impftermine verfallen lassen. In einer Lagebesprechung beim Deutschen Roten Kreuz, das in Sachsen fürs Impfen zuständig ist, bilanziert DRK-Sprecher Kai Kranich: "Herausgekommen ist erstmal, dass es in knapp 50 Fällen dazu gekommen ist, dass der Impfstoff von Astra-Zeneca abgelehnt worden ist, beziehungsweise, dass es auch noch mal stärkere Diskussionen dazu gab."

07:11 Uhr | Bautzen setzt weiter auf Hilfe der Bundeswehr

Ähnlich wie der Landkreis Görlitz setzt auch das Landratsamt Bautzen weiter auf Hilfe von der Bundeswehr bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Weil die derzeitigen Einsätze Ende dieser oder nächster Woche auslaufen, hat der Landkreis für das Gesundheitsamt eine Verlängerung der Unterstützung beantragt. Im Bereich der Krankenhäuser wurde nur für das Malteserkrankenhaus in Kamenz um weitere Hilfe der Bundeswehr gebeten.

06:58 Uhr | Kommunen warnen vor überzogenen Erwartungen an Schnelltests

Kommunen und Ärzte warnen bei den von der Bundesregierung angekündigten Gratis-Schnelltests vor zu großen Hoffnungen in der Bevölkerung. Man solle nicht glauben, ab 1. März stünden für alle Schnelltests in großer Zahl zur Verfügung, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg. Er sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, der Impfstart habe gezeigt, dass die Organisation und die Verteilung für viele Millionen Menschen eine Mammutaufgabe darstellt. Notwendig sei ein stufenweises Vorgehen. Wenn die Schnelltests noch nicht in ausreichender Zahl vorhanden seien, sei ein Einsatz zunächst in Kitas und Schulen sinnvoll.

Ein COVID-19 Antigen Schnelltest
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06:36 Uhr | Rechtsextreme Musikszene trotz Corona aktiv

Die Linken sehen trotz rückläufiger Zahlen die rechtsextreme Musikszene in Sachsen weiter sehr aktiv. "Die Corona- Pandemie dürfte die Zahl der Nazi-Konzerte in Sachsen nur vorübergehend senken", sagte die Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz und forderte die Sicherheitsbehörden zum Eingreifen auf. Köditz fragt im Parlament regelmäßig Daten zur rechtsextremen Szene ab. Aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage geht nun hervor, dass es im Vorjahr mindestens 19 Musikveranstaltungen Rechtsextremer gab, darunter neun Rockkonzerte, sechs Liederabende sowie einige politische Events mit musikalischer Begleitung. Dabei traten etwa zwei Dutzend verschiedene Bands und Interpreten auf.

"Von einer nachhaltigen Schwächung der rechten Szene, für die Konzerte und insbesondere der klassische 'Rechtsrock' ein wichtiges Propagandamittel und eine bedeutsame Einnahmequelle sind, gehe ich derzeit nicht aus", sagte Köditz.

06:14 Uhr | Handwerkstag fordert Gleichbehandlung von Friseur und Kosmetik

Der Sächsische Handwerkstag will auch für Kosmetikbetriebe zeitnah eine Öffnungsperspektive. Präsident Roland Ermer forderte Ministerpräsident Michael Kretschmer in einem Schreiben auf, sich auf der Bund-Länder-Ebene "kurzfristig und mit Nachdruck" für eine Gleichbehandlung von Friseur- und Kosmetiksalons einzusetzen. "Eine Differenzierung zwischen beiden Gewerken erscheint uns nicht gerechtfertigt", sagte er am Mittwoch. Das sorge im gesamten Handwerk für "Unverständnis und Unmut". In Sachsen dürfen Friseure und Fußpfleger ab 1. März unter Hygieneauflagen wieder öffnen.

06:01 Uhr | Großer Corona-Ausbruch in Leipziger Pflegeheim im Januar

In einem Pflegeheim in der Leipziger Südvorstadt hat es im Januar einen schweren Corona-Ausbruch gegeben. Wie die LVZ schreibt, starben dabei 16 von 70 Bewohnern. Sie hatten erst wenige Tage zuvor ihre erste Corona-Schutzimpfung erhalten. Der Infektiologe Michael Borte vermutet, dass das Virus zu diesem Zeitpunkt bereits im Heim grassierte. Laut Stefan Eckner, Geschäftsführer der SAH, Städtische Altenpflegeheime GmbH, hatte der Ausbruch am 18. Januar begonnen. Insgesamt hätten sich 46 Bewohner und 21 Mitarbeiter infiziert. Aktuell gebe es keine Fälle. Seit dem 10. Februar ist die Quarantäne für das Heim in der Brandvorwerkstraße wieder aufgehoben.

05:41 Uhr | Bundesinnenminister besucht Grenzübergang Breitenau

Am Mittag wird sich Bundesinnenminister Horst Seehofer am deutsch-tschechischen Grenzübergang der Autobahn 17 in Breitenau über die Kontrollen bei der Einreise nach Deutschland informieren. Gemeinsam mit Sachsens Innenminister Roland Wöller wolle man sich ein Bild von den temporären Kontrollen machen, hieß es. Nach den am Sonntag eingeführten Grenzkontrollen wegen der hohen Corona-Infektionszahlen in Tschechien hatte sich in Breitenau eine kilometerlange Warteschlange gebildet. Seit Dienstag läuft der Verkehr wieder reibungslos.

05:19 Uhr | Grenzübertritt: Nach Arbeitgeber muss auch das Amt bestätigen

Menschen in systemrelevanten Berufen brauchen für eine Einreise nach Sachsen ab heute neben einer Bescheinigung des Arbeitgebers zusätzlich ein Schreiben des Gesundheitsamtes. Darauf weisen die Stadt Dresden und das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hin. Die Gruppe der systemrelevanten Berufe war unter anderem auf die Wasser- und Energieversorgung, Abwasserentsorgung und das Bestattungswesen ausgedehnt worden. Betroffen sind besonders Pendler aus Tschechien. Für Mitarbeiter des Gesundheits- oder Pflegewesens sowie der Nutztierhaltung ändert sich nichts. Bei ihnen genügt weiter ein Schreiben des Arbeitgebers.

05:00 Uhr | Jeder Dritte hat in der Corona-Zeit zugenommen

Corona macht die Menschen dicker. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuellen Erhebung des MDR-Meinungsbarometers "MDRfragt" und des MDR-Magazins "Hauptsache gesund". Über 26.000 Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden dazu befragt. Demnach hat jeder Dritte der befragten Teilnehmer in der Corona-Zeit zugenommen. Aus den  Umfrageergebnissen geht hervor, dass vor allem fehlende Bewegung dafür verantwortlich ist. Bei der Hälfte der Befragten hat sich nichts geändert. Aktiver geworden sind zehn Prozent der Teilnehmer.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/Reuters

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.02.2021 | ab 06:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 18.02.2021 | 19:00 Uhr

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