Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 03.12.: Ärzte-Verband fordert Entlastung für Klinikpersonal

Von Montag bis Freitag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

20:44 Uhr | Tickerende

Damit beenden wir den Corona-Ticker aus Sachsen für heute. Wir sind am Freitag an gleicher Stelle für Sie da und wünschen Ihnen einen schönen Abend. Bleiben Sie gesund!

20:15 Uhr | Kassenärztliche Vereinigung fordert Optimierung der Abläufe in Impfzentren

Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, Klaus Heckemann, hat schnellere Abläufe in den geplanten Impfzentren gefordert. Heckermann sagte dem MDR, bisher seien inklusive Vorgespräch bis zu 15 Minuten pro Patient veranschlagt. Das sei deutlich zu lang. Auf ein ärztliches Vorgespräch könne zwar nicht verzichtet werden, ausgefüllte Fragebögen zu Vorerkrankungen und Information zur Impfung könnten den Vorgang aber beschleunigen. Laut sächsischem Sozialministerium sollen die Impfzentren voraussichtlich Mitte des Monats betriebsbereit sein.

19:12 Uhr | Zwei Klassen an Dresdner Grundschule in Quarantäne

Zwei Klassen der 39. Grundschule in Dresden befinden sich in Quarantäne. Wie die Schulleitung mitteilte, mussten die Schüler von zwei ersten Klassen am Mittwoch in Quarantäne geschickt werden. Für weitere Schülerinnen und Schüler bestehe keine Sorge. Es habe keinen weiteren Kontakt mit der positiv getesteten Person gegeben, hieß es.

19:03 Uhr | Dresden vereinfacht Quarantäne-Reglung

Die Landeshauptstadt Dresden ändert ab Freitag die Reglung für den Umgang mit positiv auf das Coronavirus Getesteten sowie mit Kontaktpersonen. Mit der neuen Regelung hätten Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, schneller Klarheit über das weitere Vorgehen als bisher, sagte Frank Bauer, Leiter des Dresdner Gesundheitsamtes. Grundlage dafür bildet die neue am Donnerstag veröffentlichte Allgemeinverfügung.

Positiv auf das Coronavirus getestete Personen müssen sich sofort nach dem Bekanntwerden des Testergebnisses in Quarantäne begeben. Eine gesonderte Information oder einen Bescheid des Gesundheitsamtes ist nicht mehr nötig. Es gilt das schriftliche Ergebnis des positiven Tests als Nachweis für den Arbeitgeber. Die Quarantäne endet zehn Tage nachdem der Test durchgeführt wurde, wenn die Person nicht erkrankt.

Personen, die einen engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, gelten als Kontaktperson der Kategorie I. Sobald einer Person dies durch das Gesundheitsamt oder durch die positiv getestete Person mitgeteilt wird, muss sie sich für 14 Tage nach dem letzten Kontakt in sofortige Quarantäne begeben. Wenn der Kontakt im privaten Umfeld stattfand, sendet das Gesundheitsamt eine schriftliche Bescheinigung an die Kontaktperson, bei Gemeinschaftseinrichtungen einen Sammelbescheid an alle Betroffenen.

18:31 Uhr | Erneut mehr als 2.000 Neuinfektionen in Sachsen

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in Sachsen bleibt auf hohem Niveau. Am Donnerstag meldeten die Kreise und kreisfreien Städte 2.270 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Das sind 265 mehr als am Donnerstag vergangener Woche.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner weist derzeit mit 513 der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auf, gefolgt vom Erzgebirgskreis mit 478 und dem Landkreis Zwickau mit 475. Einzig die Stadt Leipzig mit einem Inzidenzwert von 140 und der Vogtlandkreis mit einem Wert von 186 liegen unterhalb der Grenze von 200.

In Sachsen starben zudem weitere 49 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Damit steigt die Zahl der Todesfälle durch oder mit Covid-19 im Freistaat auf insgesamt 1.153. Aktuell werden 2.296 Corona-Patienten stationär behandelt, das sind 345 mehr als am letzten Donnerstag. Von ihnen müssen 438 Erkrankte intensivmedizinisch betreut werden.

17:44 Uhr | Gesundheitsministerin hofft auf hohe Beteiligung an Massentests

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hofft auf eine hohe Beteiligung an den freiwilligen Corona-Massentests am Freitag. Im Gespräch mit MDR SACHSEN sagte Köpping, die Tests seien dazu da, zukünftige Maßnahmen sehr zielgenau einsetzen zu können. "Deswegen ist meine Bitte an die Bevölkerung, diese Tests wahrzunehmen", so die Ministerin. Bei einem positiven Ergebnis sollen zusätzliche Labortests veranlasst werden.

Die Ergebnisse sollen nach Angaben von Köpping etwa zwei bis drei Tage danach vorliegen. Man habe für die ersten Massentests die Landkreise mit hohen Inzidenzwerten ausgewählt, um zu überprüfen, wie viele unerkannte Infektionen es gebe. Getestet werde im Landkreis Bautzen und im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Danach werde man Schnelltests auf weitere Hotspots ausweiten und könne neue Maßnahmen zielgenauer einsetzen. Ziel sei weiterhin, das Infektionsgeschehen in Sachsen bremsen.

17:21 Uhr | Ärzte-Verband fordert Entlastung für Klinikpersonal

Der Ärtze-Verband "Marburger Bund" in Sachsen hat mit Blick auf die zugespitzte Situation in den Krankenhäusern die konsequente Umsetzung der neuen Corona-Maßnahmen gefordert. Die Zahl der stationären Covid-19-Patienten habe ein Niveau erreicht, welches die Kliniken an die Grenze des Machbaren bringe, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Appell. Es werde immer schwieriger, andere Notfallpatienten angemessen zu versorgen, da an Covid-19 erkrankte Patienten zunehmend personelle Kräfte binden würden.

Der Verband kritisierte in diesem Zusammenhang die Diskussion um eine Aussetzung des Arbeitszeitgesetzes zugunsten eines flexiblen Einsatzes der Mitarbeiter in der klinischen Versorgung. Die Kollegen, die bereits jetzt acht, zwölf oder oft auch bis zu 24 Stunden am Stück arbeiteten, um Menschenleben zu retten, hätten diesen Schutz "bitter nötig - für ihre eigene Gesundheit und zur Sicherheit der Patienten", hieß es.

16:51 Uhr | Vorsitzender des Schulleitungsverbandes kritisiert Chaos an Schulen

Die verschärften Corona-Regeln für den Schulbetrieb in Sachsen bereiten Schulleiterinnen und Schulleitern Kopfzerbrechen. Der Vorsitzende des Sächsischen Schulleitungsverbandes, Michael Ufert, spricht von "Chaos". Seit 1. Dezember gelten für Sachsens Schulen verschärfte Corona-Regeln. "Ich vermisse eine klare Linie bei Kriterien für Schulen. Wir entscheiden gerne, brauchen aber Vorgaben und vor allem klare Kommunikation von Inzidenzzahlen, die für Schulen entscheidend sind", so Ufert. Im Gespräch mit MDR SACHSEN schildert Ufert die Probleme, die er und andere Schulleitungen in dieser Woche erlebt haben. 

16:18 Uhr | Auch Collm-Klinik in Oschatz verhängt Aufnahmestopp

Die Collm-Klinik Oschatz hat einen Aufnahme-, Verlegungs- und Besucherstopp verhängt. Das teilte Nordsachsens Landrat Kai Emanuel am Donnerstag mit. Mehr als 40 Mitarbeiter und Patienten seien von einer Corona-Infektion betroffen. Wenn man das Infektionsgeschehen nicht in den Griff bekomme, gingen die Kreiskrankenhäuser in die Knie. "Das ist kein Schreckgespenst, das ist traurige Realität", so Emanuel.

"Um den Krankenhausbetrieb weiter aufrechterhalten zu können, muss positiv getestetes Personal die Betreuung von positiv getesteten Patienten übernehmen. Die Klinik ist in zwei streng voneinander getrennte Hälften geteilt – eine mit und eine ohne Infektionen", sagte der Chefarzt des Krankenhauses, Dr. Mario Günther. Nur lebensbedrohliche Fälle können noch zur Notfallbehandlung in der Klinik angenommen werden.

16:02 Uhr | Städtisches Klinikum Dresden nimmt keine Corona-Patienten mehr auf

Das Städtische Klinikum Dresden kann nach eigenen Angaben vorerst keine Corona-Patienten mehr aufnehmen. Die Kapazitäten seien erschöpft, sagte eine Kliniksprecherin am Donnerstag. Derzeit würden in der Klinik 119 Covid-19-Patienten behandelt. Auf den Intensivstationen müssten 30 Covid-19-Patienten versorgt werden. Das Klinikum sei "sehr hoch belastet", so die Sprecherin.

15:05 Uhr | Wirtschaftsminister Dulig will weiter staatliche Hilfen

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig pocht angesichts der geplanten Verlängerung des Teil-Lockdowns weiterhin auf staatliche Hilfen. "Viele Unternehmen, Hotels oder Gastronomen und die Belegschaften nehmen die Einschränkungen, welche aufgrund der Pandemie von ihnen zu tragen sind, tapfer hin", sagte Dulig Donnerstag. Sie seien auf Unterstützung des Staates angewiesen. Mit den November- und Dezemberhilfen habe der Bund seine Verantwortung wahrgenommen. "Es muss auch im kommenden Jahr Hilfen geben, um die Härten weiter auszugleichen", so Dulig. Er wolle sich dazu auch mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier verständigen.

14:43 Uhr | Kretschmer rechnet mit Normalität erst im Frühsommer

Nach Einschätzung von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer wird wegen der Corona-Pandemie erst in einem halben Jahr wieder Normalität im Leben einkehren. "Ich glaube, dass wir, sobald der Sommer kommt, wieder eine grundsätzliche Entspannung haben", sagte Kretschmer am Donnerstag bei MDR SACHSEN. Dann seien auch viele Menschen geimpft, so dass man ab Mai/Juni wieder ein normales Leben führen könne.

Kretschmer zufolge befördert nachlässiges Verhalten die weitere Ausbreitung des Coronavirus trotz des geltenden Teil-Lockdowns im Freistaat. "Es liegt daran, dass wir zu viele Kontakte haben und zu viel Unachtsamkeit insgesamt", sagte er. Die Hotspots Pflegeeinrichtungen machten nur vielleicht 20 bis 30 Prozent der Entwicklung aus. Der Rest sei Unachtsamkeit. "Wir müssen versuchen, das zu unterbinden", so der Ministerpräsident.

14:18 Uhr | Görlitzer Bischof zeigt Verständnis für Genervtheit

Der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt zeigt Verständnis dafür, dass viele Menschen angesichts der Corona-Pandemie genervt sind. Er könne es gut verstehen, denn man habe derzeit eine gewisse Fixierung auf dieses Thema, sagte er in einem Adventsimpuls am Donnerstag. "Die Gründe dafür sind aber einsichtig, weil die ganze Welt davon betroffen ist", so Ipold. Auch deshalb sei es gut, dass es den Advent gebe, denn er lenke den Blick weg von den augenblicklichen Tagesproblemen, Unsicherheiten und Ängsten. Wichtig sei, nicht in den eigenen Unsicherheiten und Selbstmitleid steckenzubleiben. Christen lebten aus der Hoffnung auf Gott. "Es wird besonders im Advent dieses Jahres deutlich, ob uns diese Hoffnung, die Seele zu Gott erheben lässt und das Vertrauen in ihn gestärkt wird", sagte der Bischof.

13:55 Uhr | Besondere Patenschaften zur Unterstützung des Tierparks Görlitz

Aufgrund der temporären, coronabedingten Schließung im Frühjahr sucht der Tierpark Görlitz nach weiteren Möglichkeiten, den laufenden Betrieb zu finanzieren. Nach Angaben des Tierparks belaufen sich die täglichen Betriebskosten auf etwa 4.400 Euro. Das beinhalte Personalkosten, Strom, Müllgebühren, Futter, Wasser- und Abwasser, Tierarzt- und Handwerkerkosten, Wartung, Service und Abgaben. Zwar bekomme man Zuschüsse der Stadt Görlitz und des Kulturraumes, das reiche aber nicht, um die fehlenden Einnahmen auszugleichen, hieß es.

Aus diesem Grund haben Mitarbeitende des Parks eine neue Idee ins Leben gerufen: Neue Patenschaften für Heizkosten, Beleuchtung, Unterhaltung oder Futtermittel. Die Übernahme einer Patenschaft helfe dem Tierpark, die Kostenlast auf viele Schultern zu verteilen, um so auch den aktuellen Lockdown zu überstehen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Tierparks.

13:24 Uhr | Sechs Kliniken im Erzgebirge wollen Bundeswehrhilfe

Die Klinik in Erlabrunn erhält ab heute Unterstützung von der Bundeswehr. Wie der Leiter des Kreisverbindungskommandos Erzgebirge, Jörn Hebestreit, sagte, sind am Morgen eine Soldatin und fünf Soldaten eingetroffen.

Insgesamt haben sechs Kliniken im Erzgebirge Hilfe angemeldet. Noch heute soll in Berlin eine Entscheidung fallen, wie viel Unterstützung die Kliniken in Aue, Stollberg und Annaberg erhalten. Pro Krankenhaus könnten bis zu zwölf Soldaten eingesetzt werden.

13:02 Uhr | AWO nimmt Bauplanung für Seniorenwohnheim auf

Die Arbeiterwohlfahrt in Hoyerswerda nimmt die Bauplanung für ein neues Seniorenwohnheim wieder auf. Das Projekt war wegen der Corona-Pandemie auf Eis gelegt worden. Die AWO Lausitz habe erst einmal abwarten wollen, wie sich die Situation in ihren bestehenden drei Pflegeheimen entwickelt, sagte Geschäftsführer Marcus Beier MDR Sachsen. Finanzielle Reserven sollten deshalb erst einmal unangetastet bleiben.

Eigentlich sollte schon ab März dieses Jahres an dem neuen Wohnheim gebaut werden. Der Dreigeschosser soll auf einer Abrissfläche an der Heinrich-Mann-Straße entstehen. Jetzt geht Beier davon aus, dass der erste Spatenstich im Frühjahr nächsten Jahres gesetzt werden könnte.

12:50 Uhr | Weitere Spiele des FSV Zwickau verlegt

Wegen mehrerer Corona-Fälle hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zwei weitere Spiele des Drittligisten FSV Zwickau verlegt. Nach der Absage des Spiels beim SC Verl am Dienstag wurden auch die Begegnungen bei Bayern München II am 7. Dezember und gegen den FC Ingolstadt am 13. Dezember verschoben. Das teilte der DFB heute mit.

12:16 Uhr | Auswärtsspiel der Dresdner Eislöwen verlegt

Das Auswärtsspiel der Dresdner Eislöwen morgen bei den Heilbronner Falken ist abgesagt worden. Wie der Verein mitteilte, wurde ein Spieler der gegnerischen Mannschaft positiv auf das Coronavirus getestet. Wegen der zu erwartenden Quarantänemaßnahmen könne die Partie nun nicht stattfinden. Sie wurde von der Zweiten Deutschen Eishockeyliga auf den 19. Januar verlegt.

11:44 Uhr | Leipzig schickt Partnerstadt Krakau Hilfsgüter

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützt Leipzig seine Partnerstadt Krakau in Polen. Wie die Stadt mitteilte, geht heute eine Lieferung mit dringend benötigten Materialien nach Krakau. Sie umfasse unter anderem 27.500 Masken und mehr als 2.500 Flaschen Desinfektionsmittel. Außerdem erhalte Krakau 500 Mehrwegkittel aus der Produktion der Oper Leipzig. Die Lieferung sei für Krankenhäuser und Altenheime bestimmt. Den Angaben zufolge beteiligt sich auch das DHL-Express-Drehkreuz an der Aktion, indem es die Hilfsgüter kostenlos nach Krakau transportiert.

11:01 Uhr | RKI mahnt zu deutlich stärkerer Corona-Eindämmung

Das Robert-Koch-Institut sieht das Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland bei Weitem noch nicht unter Kontrolle. Dafür müssten die Fallzahlen deutlich stärker gesenkt werden, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Derzeit würden aber von Woche zu Woche die schweren Verläufe und Todesfälle zunehmen. Es sei mit vielen weiteren Fällen zu rechnen. Wieler appellierte erneut, die sogenannten A-HA-Regeln "immer und überall" einzuhalten.

Laut RKI gibt es bundesweit etwas mehr als 22.000 neue Infektionen in den letzten 24 Stunden. Außerdem wurden 479 weitere Todesfälle registriert.

10:34 Uhr | Langer Einkaufssamstag in Bischofswerda

Nach der Absage des Bischofswerdaer Weihnachtsmarktes laden die Bischofswerdaer Händler der Innenstadt am Sonnabend zu einem "Langen Einkaufssamstag" ein. Zwischen 9 und 18 Uhr hat der Großteil der Läden im Stadtzentrum geöffnet. Die Stadt Bischofswerda unterstützt die Händler kurzfristig mit fünf Straßenbannern an den Zu- und Abfahrten des Altmarktes, die mit dem Appell versehen sind: "Schiebocker, kauft lokal!" Die Idee dazu sei im Gespräch mit engagierten Stadträten nach der letzten Sitzung entstanden, so Oberbürgermeister Holm Große.

10:12 Uhr | Tschechien lockert Corona-Maßnahmen

In Tschechien werden die Corona-Maßnahmen ab heute etwas gelockert. Das hat die Regierung bekannt gegegeben. Demnach dürfen alle Einzelhandelsgeschäfte und Restaurants wieder öffnen. Zudem entfällt die nächtliche Ausgangssperre. Die Maskenpflicht im Freien bleibt jedoch bestehen. Tschechien hatte noch vor Kurzem eine der höchsten Infektionsraten in Europa zu beklagen. Zuletzt entspannte sich die Lage etwas.

09:40 Uhr | Corona-Schnelltests in Rathmannsdorf und Räckelwitz

In Sachsen gibt es jetzt auch Schnelltests, um die Corona-Pandemie einzudämmen. So erfolgen in den Gemeinden Rathmannsdorf in der Sächsischen Schweiz und Räckelwitz in der Oberlausitz bereits morgen flächendeckende Schnelltests. Diese seien freiwillig und kostenfrei, wie die Landratsämter mitteilten. Ein positives Ergebnis muss durch ein weiteres Testverfahren bestätigt werden.

08:58 Uhr | Landessportbund fordert langfristige Lösungen für Vereine

Der Landessportbund Sachsen (LSB) sorgt sich angesichts der andauernden Corona-Pandemie und der damit einhergehenden strengen Verordnungen um den Fortbestand seiner Vereine. "Wir wollen Lösungen, die dem Pandemiegeschehen angepasst sind und dennoch Vereinssport ermöglichen - seine Hausaufgaben dafür hat der Sport bereits gemacht", erklärte LSB-Präsident Ulrich Franzen in einer Mitteilung des Verbandes. Er appelliert an die sächsische Landesregierung, diese Anstrengungen in ihren nächsten Verordnungen zu beachten.

Bewegung und Sport in der Gemeinschaft seien für die psychische und physische Gesundheit vieler Menschen in Sachsen unverzichtbar. In Anbetracht der weiter andauernden Einschränkungen für den Sport müsse der Verband deswegen sowohl seinen Vereinen als auch allen Sportbegeisterten Perspektiven bieten - und das über den Dezember hinaus, betonte Franzen und drängte auf langfristige Lösungen und Perspektiven für einen Neustart 2021. 

08:27 Uhr | Ministerpräsident rechnet zum Jahresende mit Impfungen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) geht davon aus, dass die ersten Corona-Schutzimpfungen noch im Jahr 2020 stattfinden werden. Der Impfstoff sei im Grunde genommen fertig. "Wir erwarten die offizielle Zulassung in den nächsten Tagen, sodass am Ende des Jahres geimpft werden kann", so Kretschmer. Vorrang hätten zunächst alte Menschen und das medizinische Personal.

Hinsichtlich der Impfskeptiker sagte Kretschmer, dass er in Deutschland zugelassenen Wirkstoffen vertraue. "Ich werde mich impfen lassen, wenn ich an der Reihe bin."

07:24 Uhr | Lego-Welt in Glauchau aufgebaut

In einem Spielzeugladen in Glauchau haben Lego-Fans wieder eine große Lego-Welt aus den Plastiksteinchen aufgebaut. Wegen der Corona-Lage gibt es die Schau nur im Internet.

07:15 Uhr | Sachsens Skigebiete hoffen auf Lockerungen

Nach dem coronabedingten Aus für Sachsens Skigebiete im Dezember hofft der Tourismus auf Lockerungen im neuen Jahr. "Der Dezember ist definitiv durch", sagte die Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen, Veronika Hiebl, der Deutschen Presse-Agentur. "Es wäre ein weiterer großer Verlust, wenn die Skigebiete die ganze Saison geschlossen blieben." Ein solches Szenario bezeichnete der Geschäftsführer der Fichtelberg Schwebebahn GmbH, René Lötzsch, als "Super-GAU".

06:31 Uhr | Ausgangsbeschränkungen ab heute im Landkreis Leipzig

Die Menschen im Landkreis Leipzig müssen sich von heute an auf strenge Corona-Maßnahmen einstellen. Unter anderem dürfen sie laut aktueller Allgemeinverfügung Haus oder Wohnung nur noch mit triftigem Grund verlassen - für Wege zur Arbeit, Schule und Kita, für Arztbesuche und Sport sowie zum Einkaufen.

Unter anderem in Fußgängerzonen sowie auf Spielplätzen gilt Maskenpflicht, auf öffentlichen Plätzen herrscht Alkoholverbot. Der Landkreis Leipzig ist damit der letzte von zehn Landkreisen, der zur Eindämmung der Pandemie auf strenge Regeln nach Vorgaben des Landes setzt. Auch Chemnitz hat bereits seine Maßnahmen verschärft, lediglich in Leipzig und Dresden greifen noch keine Ausgangsbeschränkungen.

Sachsen verzeichnet laut Robert Koch-Institut derzeit bundesweit die höchste Rate an Neuinfektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner. Diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 261. Betrachtet man die nicht zeitverzögerten Angaben aus den Gesundheitsämtern liegt sie noch höher.

06:02 Uhr | Verbesserte Lage in Heimen in Crostwitz und Lohsa

Im stark vom Coronavirus betroffenen Pflegeheim der Caritas in Crostwitz bei Bautzen hat sich die Lage leicht gebessert. Das bestätigte auf Anfrage von MDR Sachsen die Leiterin des Pflegepersonals Sylwana Bjarsch. Trotzdem habe man sich um die Verlängerung der unterstützenden Kräfte aus der Bundeswehr bemüht.

Ähnlich ist die Situation im Awo-Pflegewohnheim in Lohsa bei Hoyerswerda. Dort will man ab kommenden Montag wieder mit eigenem Pflegepersonal auskommen. Die vier Helfer von der Bundeswehr werden Lohsa morgen wieder verlassen.

05:34 Uhr | Verkehrsverbund Oberelbe macht Verluste

Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) verzeichnet coronabedingt erhebliche Einbußen. Bis zum Jahresende wird sich das Einnahmenminus voraussichtlich auf rund 30 Millionen Euro summieren, teilte der Verkehrsverbund mit. Die Fahrgastzahlen gingen nach ersten Schätzungen um etwa 20 Prozent zurück. Dennoch will der VVO sein Angebot aufrechterhalten und weiter investieren. 140 Millionen Euro sind im gerade beschlossenen Haushalt für das kommende Jahr eingeplant, davon fließen 110 Millionen in den Eisenbahnverkehr, vier Millionen in den Busverkehr. Für den Ausbau von Haltestellen und Bahnhöfen stehen 1,6 Millionen Euro zur Verfügung.

Zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus wirbt der VVO verstärkt für den kontaktlosen Ticketkauf per App. Busse und Bahnen würden derzeit besonders häufig desinfiziert. Das Gebiet des VVO umfasst neben der Stadt Dresden die Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Teile des Landkreises Bautzen. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 220 Millionen Fahrgäste gezählt.

05:20 Uhr | Freiberg: Weiter keine Sondernutzungsgebühr für Händler und Gastro

Die Stadträte von Freiberg sollen auf ihrer heutigen Sitzung über einen Verzicht der sogenannten Sondernutzungsgebühr für Gastronomen und Händler abstimmen. Bereits in diesem Jahr hatte die Kommune von Gaststätten und Gewerbetreibenden kein Geld für das Aufstellen von Stühlen und Tischen oder Werbetafeln vor ihren Geschäften verlangt. Das soll auch im kommenden Jahr so bleiben.

Es sei im Endeffekt keine große Gebühr, sagte Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger (parteilos). Die Stadt verzichte auf eine fünfstellige Summe. Aber man wolle in der aktuellen Situation mit dem Verzicht ein Zeichen setzen.

05:05 Uhr | Kein Bergmannsadvent in Annaberg-Buchholz

Die Stadt Annaberg-Buchholz hat den traditionellen Bergmannsadvent am kommenden Sonntag abgesagt. Zur Begründung verweist das Rathaus auf die verschärften Corona-Schutzmaßnahmen. Damit kann auch die neue Figur für den Annaberger Krippenweg nicht präsentiert werden. Das soll nun zu Lichtmess, am 2. Februar kommenden Jahres, nachgeholt werden. Der Krippenweg besteht aus fast lebensgroßen, geschnitzten Holzfiguren. Sie stehen im gesamten Stadtgebiet verteilt, darunter im Turm der Annenkirche und der Tourist-Information.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.12.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 03.12.2020 | 19:00 Uhr

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