Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 31.12.: Vogtlandkreis: 7-Tage-Inzidenz steigt über 1.000

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Eine wissenschaftliche Mitarbeiterin hält Coronavirus-Testproben im Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in der Hand.
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18:14 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Corona-Ticker aus Sachsen am Silvestertag. Die Online-Redaktion von MDR SACHSEN bedankt sich für das fleißige Lesen, Teilen und Kommentieren. Wir sind 2021 wieder an gleicher Stelle für Sie da und wünschen Ihnen alles Gute für das kommende Jahr. Kommen Sie gut durch die Nacht und vor allem: Bleiben Sie gesund!

18:00 Uhr | Vogtlandkreis mit 7-Tage-Inzidenz über 1.000

Die Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen haben am Silvestertag insgesamt 3.169 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die meisten neuen Fälle gab es demnach im Vogtlandkreis mit 567 bestätigten Infektionen. Hier hat die Inzidenz den Zahlen von MDR SACHSEN zufolge erstmals den Wert von 1.000 Neuinfektionen innerhalb einer Woche überschritten. Den zweithöchsten Wert weißt der Landkreis Meißen mit 620 auf.

Die Zahl der aktiven Fälle geht weiter zurück. In Sachsen gibt es demnach zurzeit 34.942 aktive Corona-Fälle. Das sind 265 weniger als gestern und knapp 4.000 weniger als zum Höchststand an Heiligabend.

Die Zahl der Todesfälle in Sachsen bleibt hingegen weiterhin hoch. Am Donnerstag starben in Sachsen 134 Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion, 38 davon im Landkreis Mittelsachsen.

17:08 Uhr | Leipziger Polizei bereitet sich auf mit Großeinsatz vor

Die Polizei Leipzig bereitet sich auf einem Großeinsatz in der Silvesternacht vor. Nach den Krawallen im letzten Jahr gehe es diesmal vor allem darum, die Corona-Regeln und das von der Stadt Leipzig erlassene Versammlungsverbot durchzusetzen, hieß es. Deshalb seien in der Stadt und im Umland verstärkt Polizeistreifen unterwegs.

16:47 Uhr | Polizei löst Party in Hoyerswerda auf

Wegen der geltenden Corona-Auflagen hat die Polizei in Hoyerswerda eine Party aufgelöst. Den Angaben zufolge flüchtete einer der drei Feiernden über den Balkon in die Wohnung einer Nachbarin. Als die dort lebende Frau den Beamten die Tür öffnen wollte, kletterte der Gesuchte aus dem Fenster und hing dann kurzzeitig am Sims der siebten Etage. Er konnte schließlich hochgezogen und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht werden. Gegen den 38-Jährigen lag bereits ein Haftbefehl vor. Alle drei Partygäste erhielten eine Anzeige.

15:28 Uhr | Köpping bittet um Geduld bei Terminvergabe für Impfzentren

Die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping hat im Hinblick auf die Terminvergabe für Impfzentren um Geduld gebeten. Derzeit sei eine Anmeldung noch nicht möglich, sagte Köpping am Mittwoch. Die Terminvergabe erfolge in Zukunft, voraussichtlich ab Mitte Januar, über eine zentrale Hotline oder online. Derzeit könnten noch keine individuellen Termine für die Impfzentren vergeben werden, weil in Sachsen nicht genügend Impfstoff zur Verfügung stehe.

15:03 Uhr | Drosten-Räuchermann entwickelt sich zum Verkaufshit

Der Berliner Virologe Christian Drosten hat sich für das Kunsthandwerk im Erzgebirge zum Verkaufsschlager entwickelt: als Räuchermannfigur mit rauchendem Kopf. Eigentlich hätte er seine sieben festen Mitarbeiter ab Januar voll in Kurzarbeit schicken müssen, sagte Holzkünstler Tino Günther am Donnerstag.

14:47 Uhr | Kulturangebote zu Silvester in Chemnitz

Angesichts der coronabedingten Beschränkungen bieten Kulturtreibende heute verschiedene Aktionen in und um Chemnitz in digitaler Form an. So präsentiert die Vogtland Philharmonie auf ihrer Internetseite ihr Silvester- und Neujahrskonzert. Im Landesarchäologiemuseum Chemnitz gibt es heute Abend ein Live-Konzert mit der lokalen Pop-Band "Integral". Das Konzert findet ohne Zuschauer statt, wird aber live im Internet übertragen.

Der Chemnitzer Club "Solitaer" bietet sogar das Gefühl einer echten Party: Mit Hilfe von Mitgliedern des "Chaostreffs Chemnitz" wurde die Lokomov-Bar im Stil eines nostalgischen Computerspiels nachgestellt. Das Spiel kann man über den Internetbrowser betreten und dann per Webcam und Mikrofon mit anderen virtuellen Gästen plaudern.

14:12 Uhr | Onlinekonzert des Theaters in Zwickau

Für viele Theater- und Konzertliebhaber in Zwickau ist der jährliche Besuch der IX. Sinfonie von Ludwig van Beethoven kurz vor Silvester eine Tradition. Auch in diesem Jahr sei das Konzert der Clara-Schumann-Philharmoniker Plauen-Zwickau bereits geplant gewesen, wie das Theater mitteilte. Da nun auch diese Veranstaltung ausfallen müsse, werde das Theater den Höhepunkt der Sinfonie, Friedrich Schillers Ode an die Freude, am Silvestertag um 18 Uhr auf seiner Homepage und in den sozialen Medien präsentieren. Es singt Sabrina Pankrath, begleitet wird sie von Leo Siberski am Piano und dem Jazz-Schlagzeuger Philipp Scholz.

13:50 Uhr | Chemnitzer Polizei will verstärkt kontrollieren

Die Polizei will in der Silvesternacht im Stadtgebiet von Chemnitz verstärkt mit Streifen präsent zu sein. Schwerpunkt der Kontrollen ist die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung. "Wir werden - nicht zuletzt auch der besonderen Umstände geschuldet - hier auch mehr Kräfte zum Einsatz bringen als in den Vorjahren, sagte Polizeisprecherin Jana Ulbricht.

Da es ja in diesem Jahr keine größeren zentralen Feierlichkeiten geben kann, liege das Augenmerk auf der Einhaltung der sächsischen Corona-Schutzverordnung, insbesondere auf der Einhaltung der Kontakt- und Abstandsregeln, der Maskenpflicht und des Alkoholverbots in der Öffentlichkeit.

Darüber hinaus kündigte die Polizei an, in den kommenden Tagen weiterhin verstärkt am Fichtelberg zu kontrollieren. Dort hatte es nach Weihnachten einen regelrechten Ansturm von Ausflüglern gegeben.

13:17 Uhr | Vogtlandkreis mit bundesweit höchster 7-Tage-Inzidenz

Sachsen bleibt bundesweiter Hotspot der Corona-Pandemie. Besonders hoch sind die Infektionszahlen im Vogtlandkreis. Nach Zahlen des Landkreises und des sächsischen Sozialministeriums liegt die 7-Tage-Inzidenz im Vogtlandkreis bei 866. In den letzten sieben Tagen wurden dort 1.947 Neuinfektionen registriert. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt die 7-Tage-Inzidenz im Vogtlandkreis bei 762,4.

Der Landkreis selbst veröffentlicht seit Längerem nur noch die Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und berechnet den Inzidenzwert nicht selbst. Dabei kommt es teils zu großen Abweichungen zu unseren Zahlen. Hintergrund ist eine unterschiedliche Berechnungsgrundlage. Während wir mit den Zahlen des Meldetages rechnen, berechnet das RKI den Inzidenzwert mit dem Erkrankungstag. Außerdem werden beim RKI die Zahlen der Neuinfektionen vom Vortag sieben Tage zurück gerechnet.

12:40 Uhr | Merkel stimmt Bürger in letzter Neujahrsansprache auf schwere Zeiten ein

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bundesbürger zu Zusammenhalt im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen. Der Winter werde hart und jeder müsse seinen Beitrag leisten, um die Pandemie einzudämmen, sagte die Kanzlerin laut vorab verbreitetem Text in ihrer voraussichtlich letzten Neujahrsansprache als Regierungschefin.

Zugleich verwies sie auf die Impfungen, die Hoffnung machten. Die neben dem Impfstoff wirksamsten Mittel hätten die Bürger selbst in der Hand, indem sie sich an die Regeln halten, so Merkel. Sie sei immer wieder dankbar dafür, wie diszipliniert die allermeisten Menschen Masken trügen und sich um Abstand bemühten. Die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin wird heute Abend in der ARD nach der Tagesschau ausgestrahlt.

12:10 Uhr | Impfstoff für Impfungen zu Hause könnte Anfang Januar zugelassen werden

Im Laufe des Januars sollen in Mitteldeutschland die Impfzentren öffnen. Dort können sich dann auch Impfberechtigte, die nicht in Pflegeeinrichtungen wohnen oder arbeiten impfen lassen. Für über 80-Jährige, die nicht so mobil sind oder sogar zu Hause gepflegt werden, kann das ein Problem sein. Damit sie zu Hause geimpft werden können, braucht es einen anderen Impfstoff als den von Biontech und Pfizer. Solch ein Impfstoff ist der vom US-Konzern Moderna. Er könnte am 6. Januar auch für Deutschland zugelassen werden. 

11:24 Uhr | Krankenhausgesellschaft fordert längeren Lockdown

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert eine Verlängerung des Lockdowns. Es gebe eine weiter steigende Belegung mit Covid-19-Patienten, sagte DKG-Präsident Gerald Gaß dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Hinzu kämen zwischen 20.000 und 25.000 Corona-Patienten auf den Infektionsstationen. "Die Zahlen werden frühestens ab Mitte Januar zurückgehen, wenn denn der Lockdown wirkt", so Gaß. Die Impfungen könnten sich nicht vor Mitte Februar bemerkbar machen. "Auch in den nächsten Wochen werden sich also immer wieder Kliniken von der Notfallversorgung abmelden oder Patienten verlegen müssen."

10:58 Uhr | Leipziger Gewandhausorchester lädt zu Online-Konzert

Das Leipziger Gewandhausorchester wird heute nicht, wie sonst üblich, Beethovens 9. Sinfonie im Gewandhaus spielen. Um die Tradition dennoch aufrechtzuerhalten, gibt es das Meisterwerk neu produziert in einer Klavierfassung. Das Konzert gibt es ab 15:30 Uhr auf der Internetseite des Gewandhauses.

10:25 Uhr | Polizei in Landkreisen Bautzen und Görlitz registriert 35 Verstöße

Am gestrigen Mittwoch hat die Polizei in den Landkreisen Bautzen und Görlitz zahlreiche Einsätze im Zusammenhang mit der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung registriert. Dabei registrierten die Beamten in beiden Landkreisen insgesamt 35 Verstöße und fertigten entsprechende Anzeigen. Platzverweise wurden nicht ausgesprochen. Insgesamt waren 36 Polizisten im Einsatz.

Die Polizei appelliert an die Menschen, sich an die Ausgangsbeschränkungen und -sperren sowie die Regeln bezüglich der Corona-Schutzverordnung zu halten, auch wenn dies eine Herausforderung darstellt. Sie dienen dem Schutze der Gesundheit aller. Verstöße werden zudem mit empfindlichen Geldstrafen geahndet.

09:35 Uhr | Kretschmer dämpft Hoffnung auf Lockerungen nach dem 10. Januar

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer geht nicht davon aus, dass sich die Lage im Freistaat rasch normalisieren wird. In seiner vorab verbreiteten Neujahrsansprache dämpfte er die Hoffnungen auf eine Lockerung der aktuellen Corona-Einschränkungen nach dem 10. Januar. Dafür seien die Infektionszahlen zu hoch. Zugleich warnte er vor Hektik und Hysterie. Damit lasse sich die Pandemie nicht beenden.

Sehen Sie die komplette Neujahrsansprache des sächsischen Ministerpräsidenten am 1. Januar, 19:25 Uhr im MDR FERNSEHEN und im Livestream bei MDR.DE.

08:47 Uhr | Auch Oberverwaltungsgericht bestätigt Böllerverbote in Dresden und Chemnitz

Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hat die Entscheidungen der Verwaltungsgerichte Dresden und Chemnitz zu den coronabedingten Böllerverboten bestätigt. Somit bleibt es in beiden Städten heute und morgen untersagt, Feuerwerk mitzuführen und abzubrennen. Das Oberverwaltungsgericht folgte nach eigenen Angaben im Wesentlichen den Begründungen der Verwaltungsgerichte. Danach handelt es sich um notwendige Schutzmaßnahmen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Ähnliche Verbote gelten auch andernorts in Sachsen.

08:23 Uhr | Immer mehr Bestattungsunternehmen stoßen an ihre Grenzen

Nirgendwo in Deutschland war die sogenannte Übersterblichkeit im November so hoch wie in Sachsen. Der Hauptgrund sind Covid-19-Todesfälle. Im Dezember war die Lage nach ersten Erkenntnissen noch dramatischer. Das lässt Bestattungsunternehmen an ihre Grenzen kommen. Entsprechende Meldungen gab es unter anderem aus Zittau, Dresden und Chemnitz. Im Gespräch mit MDR JUMP beschreibt ein Bestatter aus Bischofswerda die dramatische Situation.

08:02 Uhr | Dresdner Stadtreinigung schiebt trotz Böllerverbot Extra-Schicht

Die Stadtreinigung in Dresden rechnet wegen des Feuerwerksverbots zu Silvester mit einem weitaus geringeren Abfallaufkommen. Geschäftsführer Frank Siebert sagte MDR SACHSEN, man sei aber dennoch für alle Eventualitäten gerüstet. Am Neujahrstag werde die Stadt zwischen 7 und 13 Uhr gesäubert. Geplant sei der Einsatz von 22 Beschäftigten der Stadtreinigung. In den Vorjahren mussten in Dresden zum Jahresauftakt im Schnitt etwa 25 Tonnen Silvesterabfall entsorgt werden.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 31.12.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 31.12.2020 | 19:00 Uhr

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