Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 21.01.: Mehr als 1.300 gemeldete Neuinfektionen

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Ein medizinischer Mitarbeiter macht einen Schnelltest bei Covid-19-Flächentests.
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20:14 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Ticker zu Corona-Themen in Sachsen für heute. Wir sind am Freitagfrüh an gleicher Stelle wieder für Sie da. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend, bleiben Sie gesund!

19:58 Uhr | Kretschmer und Sachsens Landräte halten an Maßnahmen fest

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und die Landräte der sächsischen Kreise haben sich bei einer Videokonferenz darauf geeinigt, die aktuell geltenden Corona-Schutzmaßnahmen beizubehalten.

19:51 Uhr | Pandemie bereits 2012 vorhergesagt

Das Robert Koch-Institut hat bereits 2012 eine Pandemie mit einem mutierten Coronavirus vorhergesagt, erklärt Andreas Michalsen, Professor für Naturheilkunde. Die Vorhersagen beziehen sich auf Modellsimulationen führender virologischer Institute weltweilt. Die meisten dieser Infektionen, so Michalsen, resultieren aus intensiver Massentierhaltung.

19:16 Uhr | Geringe Anzahl an allergischen Reaktionen nach Impfung

Pro einer Millionen geimpfte Personen erleiden rund 13 Personen eine allergische Reaktion. Das geht aus Daten des Paul-Ehrlich-Instituts hervor. Grund für diese Reaktionen sei nicht die mRNA, die die Impfwirkung entfaltet, sondern die Hülle aus winzigen Fettpartikeln, die den Impfstoff an die richtige Stelle im Körper bringen soll. Wie die Daten zeigen, sind besonders Frauen davon betroffen.

18:44 Uhr | Mehr als 1.300 gemeldete Neuinfektionen

Die Landkreise und Großstädte haben am Donnerstag insgesamt 1.359 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der zurzeit in Sachsen bekannten aktiven Corona-Fälle liegt bei 20.989. In Sachsens Kliniken werden aktuell 2.305 Menschen mit einer Coronavirus-Infektion behandelt, 470 davon intensivmedizinisch.

Der Vogtlandkreis weist mit 324 die höchste 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner auf, gefolgt vom Landkreis Bautzen mit 303. Der Freistaat Sachsen liegt insgesamt bei einem 7-Tage-Inzidenzwert von 214 auf 100.000 Einwohner.

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus wurden in Sachsen seit Beginn der Pandemie insgesamt 5.558 Todesfälle gemeldet. Die Gesundheitsämter der Landkreise und Großstädte vermeldeten am Donnerstag 90 Todesfälle.

18:11 Uhr | Krankenhausärzte warnen vor Virusmutation

Deutschlands Krankenhausärzte fürchten bei einer Ausbreitung neuer Coronavirus-Mutationen auch in Deutschland deutliche Verschärfungen der bestehenden Corona-Maßnahmen. Laut des Präsidenten des Verbandes der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK), Michael Weber, könnte ein Einschleppen der Mutationen ein schnelles Nachschärfen erforderlich machen, etwa mit Ausgangssperren. Er hoffe aber, "dass wir dazu nicht kommen müssen".

Wenn die Mutation so schlimm ist, wie Angaben aus England es vermuten lassen, dann Gnade uns Gott.

Michael Weber Präsident der VLK

17:44 Uhr | Impfstoffe muss möglicherweise weiterentwickelt werden

Neue Studienergebnisse deuten darauf hin, dass Weiterentwicklungen der Corona-Impfstoffe aufgrund neuer Virusvarianten nötig sind. Zu diesem Schluss kommt der Leipziger Impfstoff-Forscher Torben Schiffner. Antikörper gegen das Coronavirus seien gegen die Virusvariante aus Südafrika weniger wirksam, wie die Daten einer Studie offenlegen.

17:28 Uhr | Dresdner Zoo investiert trotz Einnahmeverlust

Der Dresdner Zoo will trotz hoher Einnahmeverluste in der Corona-Pandemie in diesem Jahr mehrere Millionen investieren. Nach Angaben des Zoos laufen unter anderem die Planungen für das neue Orang-Utan-Haus weiter. Baustart soll im Sommer sein. Die Kosten liegen voraussichtlich bei 17 Millionen Euro. Dafür soll ein Kredit von 12 Millionen Euro aufgenommen werden. Außerdem soll die Elefanten-Außenanlage erweitert werden. Hierfür sind rund 700.000 Euro eingeplant.

17:18 Uhr | Zweitimpfungen am Klinikum Chemnitz angelaufen

Am Klinikum Chemnitz sind in dieser Woche die Zweitimpfungen beim Personal angelaufen. Wie das Unternehmen mitteilte, sind sie ein wichtiger Faktor, um die Personalsituation zu stabilisieren. Nach Angaben des Chemnitzer Infektionsmediziners Thomas Grünewald haben die Geimpften nach der ersten Runde einen Schutz von etwa 50 Prozent erreicht. Dieser steige nach der zweiten Impfung auf mehr als 90 Prozent.

17:10 Uhr | Dresdner Forscher rufen zu Gedächtnistest auf

Viele Corona-Erkrankte berichten von Gedächtnisproblemen. Psychische Belastungen können die geistige Fitness zusätzlich beeinträchtigen. Greift Corona unser Nervensystem an? Das wollen Hirnforscher - auch aus Magdeburg und Dresden - jetzt herausfinden. Sie rufen zu einem bundesweiten Bürgerforschungsprojekt mit App und Smartphone auf.

17:04 Uhr | Saigerhütte bald digital erlebbar

In der Olbernhauer Saigerhütte sollen Gäste in Kürze das Gelände eigenständig erkunden können. Wie der Leiter des Kultur und Tourismusamtes der Stadt Olbernhau, Udo Brückner, mitteilte, ist ein digitaler und coronakonformer Rundgang konzipiert worden.

Man kauft sich ein Ticket und gibt dort seine Nummer ein und kann dann durch das Gelände laufen. An manchen Stellen bekommt man dann über Hörspiele und Videosequenzen geschichtliche Daten zur Saigerhütte und zu den einzelnen Objekten, die dort stehen.

Udo Brückner Leiter des Kultur und Tourismusamtes der Stadt Olbernhau

16:48 Uhr | IHK zieht positive Ausbildungsbilanz für 2020

Die sächsische Industrie- und Handelskammer (IHK) zieht trotz widriger Umstände eine positive Bilanz für das Ausbildungsjahr 2020. Laut der Kammer sank die Zahl abgeschlossener Ausbildungsverträge um 697 auf insgesamt 10.682. Das sei ein Rückgang von 6,1 Prozent im Vergleich zu 2019. In Anbetracht der branchenübergreifenden Belastungen durch die Corona-Pandemie und der Tatsache, dass viele Ausbildungsmessen und Beratungsgespräche nur eingeschränkt durchgeführt werden konnten, müsse man die 2020 erreichten Ausbildungszahlen einfach positiv bewerten, so Andreas Sperl, Präsident der IHK.

Ein uneingeschränktes Lob sprechen wir auch den Personalverantwortlichen und Ausbilder*innen aus, denn nach eigenen Erhebungen konnten 92 Prozent der sächsischen Azubis in den IHK-Betrieben ihre Ausbildung im Betrieb normal fortführen bzw. zeitweise durch alternative Formen wie Homeoffice ergänzen.

Andreas Sperl Präsident der Industrie- und Handelskammer

Bundesweit sind laut IHK rund 11 Prozent Ausbildungsverträge weniger abgeschlossen worden.

16:25 Uhr | Geringe Teilnahme an freiwilligen Corona-Tests

Seit Anfang dieser Woche sind in Sachsen die Abschlussklassen wieder im Präsenzunterricht. Um sicherzustellen, dass keine neuen Infektionen in die Schulen kommen, gab es die Möglichkeit für alle Schülerinnen und Schüler, sich freiwillig einem Corona-Test zu unterziehen - mit geringer Resonanz.

16:15 Uhr | Impfzentrum Löbau ohne ausreichend Impfstoff

Aufgrund eines Lieferengpasses des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer können die Impfzentren in Sachsen aktuell nicht so viel impfen, wie sie gerne würden. So geht es auch dem Impfzentrum in Löbau. Laut der Geschäftsführerin des DRK Kreisverband Löbau, Silke Seeliger, bekommt das Impfzentrum aktuell 30 Prozent weniger Impfstoff als bisher.

15:37 Uhr | Abschlussprüfungen sollen stattfinden

Die Abschlussprüfungen an Schulen sollen trotz Corona-Pandemie auch in diesem Jahr stattfinden. Laut eines Beschlusses der Kultusminister der Länder darf Schülerinnen und Schüler "in diesem von der Pandemie geprägten Schuljahr keine Nachteile für ihre weitere Bildungsbiographie entstehen." Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, versprach, dass die in diesem Jahr erworbenen Abschlüsse denen früherer und späterer Jahrgänge gleichwertig sind und gegenseitig unter den Ländern anerkannt werden. Auch Abschlüsse der Sekundarstufe I sollen unter Wahrung der regulären Standards erlangt werden können.

Der Beschluss sieht zudem vor, dass Prüfungstermine verschoben oder die Prüfungshinweise präzisiert werden können, was etwa die Schwerpunktsetzung oder Wahlthemen angeht. Auch können mehr Prüfungsaufgaben bereitgestellt und mehr Zeit für Bearbeitung und Auswahl gegeben werden.

15:13 Uhr | Mehr als jedes vierte Kind in Notbetreuung

Die Notbetreuung in Sachsens Krippen und Kindergärten im Corona-Lockdown wird nach einer aktuellen Erhebung des Kultusministeriums zu 28 Prozent in Anspruch genommen. Laut des Sächsischen Städte- und Gemeindetages sind das acht Prozentpunkte mehr als vor zwei Wochen. Die Anmeldungen dazu nahmen im gleichen Zeitraum von 28 auf 36 Prozent zu, der Anteil der notbetreuten Hortkinder stieg von 9,4 auf 14 Prozent. Spitzenreiter bei der Notbetreuung ist demnach der Landkreis Nordsachsen mit 40 Prozent.

Anspruch auf Notbetreuung in einem Kindergarten oder Hort haben nur Eltern, die in einem sogenanntem systemrelevanten Bereich arbeiten. 

14:42 Uhr | Bußgeldbilanz der Stadt Leipzig

Die Stadt Leipzig hat zwischen April 2020 und dem 17. Januar 2021 Bußgelder in Höhe von insgesamt 234.950 Euro verhängt. Wie die Pressestelle der Stadt mitteilte, setzt sich dieser Betrag aus insgesamt 1.585 Bußgeldbescheiden zusammen. Eine Aussage zu den tatsächlich verbuchten Einnahmen könne nicht getroffen werden. Zudem seien insgesamt 2.777 Ordnungswidrigkeiten festgestellt und geahndet worden. Diese Bußgelder und Ordnungswidrigkeiten beziehen sich nach Angaben der Stadt alle auf Verstöße gegen die sächsische Corona-Schutzverordnung.

14:26 Uhr | Online-Plattform hilft regionalen Unternehmen

Ein Zusammenschluss mit Zukunftschance: Mit der Internetplattform "Karlo" haben regionale Händler aus Mittelsachsen neue Wege gesucht und gefunden, ihre Kunden weiterhin zu behalten - und sogar neue hinzuzugewinnen. Dort können Unternehmen ihre Waren anbieten und zur Abholung verkaufen.

14:06 Uhr | Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zahlt Eltern Eigenanteil für Schülerbeförderung zurück

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wird Eltern die Eigenanteile an der Schülerbeförderung für zwei Monate zurückerstattet. Wie das Landratsamt mitteilte, gilt dies aufgrund des eingeschränkten Schulbetriebs vom 14. Dezember 2020 bis voraussichtlich zum 14. Februar 2021. Für Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen, welche seit dem 18. Januar wieder die Schule besuchen, bestehe ebenfalls ein Anspruch auf Erstattung. Die Rückerstattung gelte auch, wenn Fahrten zur Notbetreuung in Anspruch genommen worden sind, so das Landratsamt.

13:50 Uhr | Pandemie trifft ostsächsische Handwerksunternehmen

Laut einer repräsentativen Online-Umfrage der Handwerkskammer Dresden ringen viele ostsächsische Handwerkerinnen und Handwerker mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Nach eigenen Angaben sind zwei Drittel der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen direkt oder indirekt von der Krise betroffen. Viele Betriebe hätten in Folge der Pandemie ganz reale Existenzsorgen, so Kammerpräsident Jörg Dittrich. Er kritisierte die schleppende Auszahlung der vor Monaten zugesagten staatlichen Unterstützung sowie die komplizierte Antragstellung.

Die Gelder müssen zügig fließen, um ein Firmensterben in Ostsachsen, im gesamten Freistaat zu verhindern.

Jörg Dittrich Präsident der Handwerkskammer Dresden

13:38 Uhr | Existenzangst bei Sachsens Friseuren

Das Friseurgeschäft von Petra Scholz in Plauen steht kurz vor dem Aus. Die coronabedingte Schließung könne sie nicht mehr lange aus ihren Rücklagen kompensieren. Und auch die Soforthilfen lassen ihrer Aussage nach auf sich warten.

13:14 Uhr | Landesbühnen Sachsen sagen Veranstaltungen bis Ende März ab

In Anbetracht der aktuellen Situation der Corona Pandemie und vor dem Hintergrund der entsprechenden Entscheidung haben die Landesbühnen Sachsen entschieden, alle Veranstaltungen bis einschließlich 31.03.2021 auszusetzen. Grund dafür seien auch die Absprachen der Sächsischen Staatstheater mit der Landesregierung, hieß es. Auch der in Planung befindliche Ersatzspielpan ab 1. März 2021 werde noch einmal überarbeitet. Der Theatersommer an den Außenspielstätten der Landesbühnen bleibe davon jedoch unberührt.

13:01 Uhr | Bundesgesundheitsminister fordert abgestimmte Corona-Tests für Grenzpendler in der EU

Vor dem heutigen EU-Sondergipfel zum Umgang mit der Corona-Pandemie hat Bundesgesundheitsminister Spahn ein europaweit abgestimmtes Vorgehen bei Corona-Tests von Grenzpendlern gefordert. Der CDU-Politiker sagte dem SWR, es bringe nichts, das öffentliche Leben in Deutschland runterzufahren, wenn über die Grenze hinweg nicht das Gleiche passiere. Jeden Tag pendelten etwa 30.000 bis 40.000 Menschen von Tschechien nach Sachsen und Bayern, vor allem in das Gesundheitswesen. Man sei bereits mit den Regierungen in Tschechien und Polen sowie in den betroffenen Bundesländern im Gespräch, damit Tests regelmäßig stattfinden könnten.

11:31 Uhr | Erstmals Corona-Mutation aus Südafrika in Sachsen entdeckt

Am Mittwoch ist bei einem Test am Universitätsklinikum Leipzig erstmals die aus Südafrika stammende Mutation des Coronavirus (Südafrika B.1.351) bei einer Person aus Leipzig nachgewiesen worden. Das teilte das Gesundheitsamt der Stadt mit. Diese Mutation gilt als ansteckender als die bisherige Virus-Variante. Strenge Quarantäne-Maßnahmen seien umgehend verhängt und mit der Nachverfolgung des Infektionsweges begonnen worden, hieß es.

11:21 Uhr | Linksfraktion kritisiert geplantes Treffen mit Gegnern der Corona-Politik

Die Linksfraktion im sächsischen Landtag hat das geplante virtuelle Treffen von Ministerpräsident Michael Kretschmer mit Gegnern der Corona-Politik, die unlängst vor seinem Privathaus demonstrierten, kritisiert. "Der Ministerpräsident muss seine Zeit sinnvoller nutzen, als mit Leuten zu reden, die seine Argumente sowieso nicht hören wollen", erklärte der Linken-Fraktionsvorsitzende Rico Gebhardt am Donnerstag.

Es sollte darüber nachgedacht werden, welches Signal damit zum Beispiel an die Pflegekräfte gesendet werde. Der Gesprächstermin ist laut einem Bericht des "RedaktionsNetzwerks Deutschland" für kommenden Donnerstag anberaumt. Das Treffen soll online erfolgen. Es wird laut dem Bericht in der geschlossenen Gruppe "Corona Rebellen Sachsen" auf dem Netzwerk Telegram beworben, in der auch dazu aufgerufen wird, Fragen an Kretschmer zu sammeln.

10:59 Uhr| Insgesamt knapp 9.700 Todesfälle im Dezember

Mit der Corona-Pandemie hat Sachsen eine Rekordzahl an Todesfällen binnen eines Monats verzeichnet. Fast 9.700 Menschen seien im Dezember im Freistaat gestorben, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag mit. Das seien so viele wie noch nie in einem Monat in den letzten 40 Jahren. Zugleich habe sich die Zahl der Toten im Vergleich zum Vorjahresmonat fast verdoppelt. Im Dezember 2019 hatten die Statistiker noch weniger als 5.000 Tote verzeichnet.

Monatsdaten zu Sterbefällen liegen nach Angaben der Statistiker seit 1980 elektronisch vor. In diesem Zeitraum habe es noch nie einen höheren Monatswert gegeben als im Dezember 2020. Inwieweit andere Faktoren neben der Pandemie zu diesem Höchstwert beigetragen haben, konnten die Fachleute noch nicht sagen. Die abschließende Statistik zu den Todesursachen liege voraussichtlich im Sommer vor, hieß es.

10:51 Uhr | MDR-Recherche: "Querdenken" mit Verbindungen zu Rechtsextremen und Reichsbürgern

Der Ton in den Reihen der Corona-Skeptiker und -leugner ist rauer geworden. Die Szene sucht die Nähe zu Rechtsextremisten und Reichsbürgern. Erst vor kurzem ist der Ministerpräsident von Sachsen von rund 30 Protestierenden überrascht worden. Die Gruppe hatte sich offenbar über Telegram verabredet. Das LKA Sachsen hat nun Ermittlungen gegen einen Mann aus Zwönitz aufgenommen, der Gewaltdrohungen gegen Ministerpräsident Kretschmer und Bundeskanzlerin Merkel verbreitet hatte. MDR EXAKT hat zur Szene der Corona-Leugner und Querdenker recherchiert.

10:41 Uhr | IG Bau kritisiert fehlende Schutzmasken

Nach Einschätzung der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) stehen einem Großteil der Reinigungskräfte in Dresden nicht genügend kostenlose Atemschutzmasken zur Verfügung. Immer wieder komme es vor, dass Reinigungsfirmen beim Arbeitsschutz knausern und Beschäftigte den dringend benötigten Mund-Nasen-Schutz aus der eigenen Tasche bezahlen müssen, so die Gewerkschaft. "Es kann nicht sein, dass ausgerechnet die Menschen, bei denen das Einkommen kaum für Miete und Lebensunterhalt reicht, auf den Kosten der beruflich genutzten Masken sitzen bleiben", so Jörg Borowski, Bezirksvorsitzender der IG BAU Dresden.

10:22 Uhr | DGB fordert Durchsetzung der Homeoffice-Regeln

Der Deutsche Gewerkschaftsbund warnt vor Problemen bei der Durchsetzung der neuen Regeln zum Homeoffice. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", für einen glaubwürdigen Kampf gegen die Corona-Pandemie seien bei massiven Verstößen auch spürbare Sanktionen erforderlich. Er kritisierte, dass es nicht ausreichend Personal gebe, um die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren. Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch eine Verordnung für mehr Arbeit von zuhause aus verabschiedet. Danach müssen Arbeitgeber ihren Beschäftigten diese Möglichkeit anbieten, sofern keine zwingenden betrieblichen Gründe dagegen sprechen. Ein verbindliches Recht auf Homeoffice gibt es aber nicht.

09:26 Uhr | Hausärzteverband warnt vor überteuerten Masken

Der Deutsche Hausärzteverband hat vor Wucherpreisen für medizinische Masken im Onlinehandel gewarnt. Verbandschef Ulrich Weigeldt sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, es müsse ein fairer Preis für die Masken sichergestellt werden. Weigeldt schlug vor, einen Festpreis festzulegen, der nicht überschritten werden dürfe. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Bundesländer hatten sich am Dienstag darauf geeinigt, dass OP- und FFP2-Masken im Einzelhandel und öffentlichen Nahverkehr künftig verpflichtend sein sollen.

08:46 Uhr | Kontaktlose Ampeln in Prag

Knopf drücken, auf Grün warten. So funktionieren Fußgänger-Ampeln normalerweise. In Corona-Zeiten ist das eine Ansteckungsquelle. In Prag soll das jetzt anders werden. Hier soll ab sofort eine Handbewegung vor der Box reichen, damit die Ampel auf Grün schaltet. Bisher ließ der Prager Stadtrat zwei Prototypen anbringen. In naher Zukunft sollen jedoch alle 660 Fußgängerüberwege mit kontaktlosen Ampeln ausgestattet werden. Den Ausschlag für die geplante Umrüstung gab die Corona-Pandemie.

08:18 Uhr | Impfskepsis bei Frauen mit Kinderwunsch

Viele Frauen mit Kinderwunsch sind offenbar skeptisch gegenüber einer Impfung gegen das Coronavirus. Laut aktuellem ZDF-Politbarometer wollen sich nur 43 Prozent der Frauen im Alter zwischen 18 und 34 Jahren gegen Covid-19 impfen lassen. Bei den gleichaltrigen Männern sind es immerhin 58 Prozent. Bisher gibt es allerdings keinerlei Hinweise darauf, dass die Corona-Impfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit von Frauen hat.

07:59 Uhr | Impfexperte sieht deutliche Steigerung bei Impfbereitschaft

Thomas Grünewald, Vorsitzender der Sächsischen Impfkommission, hält eine Impfpflicht gegen Corona für nicht notwendig. "Ich bin ein großer Freund davon, dass man Menschen überzeugt und nicht zwingt", sagt der Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum Chemnitz, der die Impfungen für Sachsens Kliniken koordiniert. Und das habe bisher sehr gut geklappt. "Wir sehen eine deutliche Steigerung der Impfbereitschaft bei entsprechender Aufklärung." Das Interesse an der Impfung sei groß.

Laut Grünewald gibt es vor allem Vorbehalte gegenüber den gentechnologisch generierten Impfstoffen. Die mRNA-Impfstoffe würden seit 2008 an Menschen verimpft, mit anderen Erregern wie dem Influenza oder auch Tollwut- und Ebola-Virus. Da habe man viel Erfahrung. "Sie sind sicher, davor muss man keine Angst haben."

07:41 Uhr | Auswirkungen der neuen Corona-Regeln

Bund und Länder haben entschieden, den Lockdown bis zum 14. Februar zu verlängern. Die neue Verordnung für Sachsen gilt ab kommenden Dienstag. Statt Alltagsmasken werden OP-Masken oder FFP2-Masken beim Einkaufen und im ÖPNV Pflicht. Ausgangsbeschränkungen, der 15-Kilometer-Radius für den Freizeitbereich und Kontaktbegrenzungen bleiben wie bisher bestehen. Was bedeutet das für die Menschen in Sachsen?

07:22 Uhr | Corona-Beschränkungen helfen gegen andere Infektionskrankheiten

Die Hygienemaßnahmen in der Corona-Pandemie zeigen offenbar auch Wirkung gegen anderen Erkrankungen. Nach Informationen der DAK Gesundheit gab es 2020 in Sachsen einen deutlichen Rückgang bei vielen Infektionskrankheiten. Das ergebe sich aus Daten des Robert Koch-Instituts, teilt die Krankenkasse mit. Für die Analyse seien Zahlen von meldepflichtigen Krankheiten und Erregern wie Grippe, Masern, Tuberkulose, Windpocken und Noroviren untersucht worden. "Der Rückgang der Infektionskrankheiten zeigt, dass die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie teilweise auch die Übertragung anderer gefährlicher Krankheiten verhindern", so Christine Enenkel, Leiterin der DAK-Landesvertretung in Sachsen.

07:05 Uhr | Testquote bei Schülern in Oberlausitz unter Durchschnitt

Von den 7.000 Schülerinnen und Schülern in der Oberlausitz, die seit Montag wieder zur Schule gehen dürfen, haben sich 28 Prozent auf das Coronavirus testen lassen. Das teilte das Landesamt für Schule und Bildung auf Nachfrage mit. Sachsenweit lag die Testbereitschaft mit 38 Prozent deutlich höher. Bei 19 Oberlausitzer Schülern war der Schnelltest positiv. Im Landkreis Bautzen sei das Ergebnis nur bei einem Schüler auch durch einen PCR-Test bestätigt worden so das Landratsamt. Im Landkreis Görlitz stehen die Ergebnisse dieses Testverfahrens noch aus.

06:53 Uhr | Stadtrat Dresden weiter mit Präsenzsitzungen

In Dresden sollen sich der Stadtrat und seine Ausschüsse auch weiterhin in Sitzungssälen treffen. Virtuelle Sitzungen sind bisher nur in Ausnahmen eine Option, heißt es aus der Stadtverwaltung. In einer Woche kommt der Dresdner Stadtrat zu seiner ersten Plenarsitzung des Jahres zusammen. Diese soll in einer großen Messehalle im Ostragehege stattfinden, mit Mund- und Nasenschutz und viel Abstand. Die Ausschüsse des Stadtrats treffen sich unter ähnlichen Bedingungen im Plenarsaal und im Festungssaal des Rathauses.

Die Sächsische Gemeindeordnung lässt seit kurzem virtuelle Sitzungen zu. Wenn Corona-Vorschriften nicht eingehalten werden können oder wenn der Aufwand für eine virtuelle Variante nicht zumutbar wäre. Die Landesdirektion muss dem zustimmen. Der Leipziger Stadtrat tagt inzwischen per Videokonferenz, der Dresdner nicht. Allerdings soll in Dresden nächste Woche der Behindertenbeirat einige Mitglieder per Video zuzuschalten, weil sie zu einer besonders gefährdeten Risikogruppe gehören.

06:14 Uhr | Corona-Testzentrum in Heidenau wird erweitert

Um der Nachfrage an Covid-19-Antigen-Schnelltests nachzukommen, bauen die Johanniter Dresden ihre Testkapazitäten in Heidenau und Dresden aus. Roy-Udo Heim, Verantwortlicher für die Testzentren, sagte, man habe das Testzentrum in Heidenau umgebaut, sodass jetzt mehrere Warteräume und zwei große Testzimmer mit je vier Testkabinen zur Verfügung stehen.

Ab 25. Januar soll außerdem ein neuer Standort in Dresden Hellerau an den Start gehen. Man reagiere damit auf Anfragen von Firmen in Dresden, wolle aber genauso der breiten Bevölkerung anbieten, sich testen zu lassen, so Carsten Herde, Regionalvorstand der Johanniter.

06:10 Uhr | Dreamhack Leipzig findet als "Home Edition" statt

Das Gaming-Festival "Dreamhack" im Januar soll in diesem Jahr nicht in der Messe, sondern als "Home Edition" vom 22. bis 24. Januar stattfinden. Das teilte der Veranstalter mit. "Das ist eine sehr abgespeckte Version der Dreamhack, um dem besonders treuen Teil unserer Community auch in dieser Zeit ein Angebot machen zu können", sagte Messe-Sprecher Felix Wisotzki. Gemeint sind damit die Spieler, die sich in den Vorjahren Plätze auf der großen LAN-Party gesichert hatten. Sie sollen auch diesmal eine LAN-Party haben können - nur von zu Hause aus. Angeboten werden verschiedene Spiele. Wie viele Spieler teilnehmen, konnte Wisotzki noch nicht sagen.

Gestrichen ist in diesem Jahr alles, was seit 2016 auf dem Messegelände stattfand: Profi-Turniere im E-Sport mit relativ hohen Preisgeldern, Streaming-Events, der Ausstellungsteil. Diese Mischung hatte im Januar 2020 vor Ausbruch der Corona-Pandemie noch mehr als 23.000 Besucher und Besucherinnen angezogen.

05:51 Uhr | Nach Drohung gegen Ministerpräsident: LKA durchsucht Wohnung

Beamte des Landeskriminalamtes Sachsen haben die Wohnung eines Mannes aus Zwönitz im Erzgebirge durchsucht. Wie das LKA mitteilte, soll der 39-Jährige Sachsens Ministerpräsidenten Kretschmer über das Internet mit Gewalt gedroht haben. Anlass sei die Corona-Politik gewesen. Außerdem soll der Mann Ende vergangenen Jahres beleidigende E-Mails mit teils auch bedrohlichem Inhalt an Bundeskanzlerin Merkel und das Landratsamt des Erzgebirgskreises geschrieben haben. In der Wohnung seien Mobiltelefon und Computer beschlagnahmt worden. Gegen den Zwönitzer wird wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ermittelt.

05:36 Uhr | Friseure in Trauerkleidung am Dresdner Elbufer

In Trauerkleidung wollen Friseure am Donnerstag auf ihre schwierige Lage in der Corona-Pandemie aufmerksam machen. Am Dresdner Elbufer hinter dem Japanischen Palais wollen sich zahlreiche Friseure und Friseurinnen in schwarzer Kleidung versammeln, wie die Innung mitteilte. Tags darauf wollen Unternehmer, Mitarbeiter und Unterstützer Trauerkarten an die sächsische Staatskanzlei senden und damit das beginnende Sterben von Geschäften aus der Branche betrauern. Mit der Aktion soll darauf hingewiesen werden, dass viele Unternehmen noch keine oder nur einen Bruchteil der angekündigten staatlichen Finanzhilfe bekommen haben.

Immer mehr Salons stünden vor der Entscheidung, Filialen zu schließen, Mitarbeiter zu entlassen und Ausbildungsverhältnisse zu kündigen. "Es hat halt nicht jeder vier oder fünf Monatsmieten auf der hohen Kante", sagt die Geschäftsführerin der Dresdner Friseurinnung, Beatrice Kade-Günther.

05:14 Uhr | Antikörper bei Virusvariante aus Südafrika weniger wirksam

Antikörper gegen das Coronavirus sind gegen die Virusvariante aus Südafrika weniger wirksam. Zu diesem Schluss kommt der Leipziger Impfstoff-Forscher Torben Schiffner in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Demnach könnten aktuelle Impfstoffe nur einen reduzierten Schutz gegen diese Variante bieten. Er empfehle daher die Weiterentwicklung und Neuzulassung von Impfstoffen. "Diese Daten sind deutlich schlechter, als ich erwartet hatte, und deuten darauf hin, dass die Impfstoffe vermutlich früher oder später angepasst werden müssen", so Schiffner im Gespräch mit dem MDR-Gesundheitsmagazin "Hauptsache Gesund".

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 21.01.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 21.01.2021 | 19:00 Uhr

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