Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 11.02.: Viele Leipziger sehen Lockdownverlängerung kritisch

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Lockdown geschrieben in Scrabble-Buchstaben
Bildrechte: imago images / Winfried Rothermel

Meldungen vom Folgetag

20:32 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Liveticker zu Corona-Themen aus Sachsen für heute. Wir sind am Freitag an gleicher Stelle für Sie da. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend. Bleiben Sie gesund!

 20:28 Uhr | Bautzner Oberbürgermeister für frühzeitigere Öffnungen

Alexander Ahrens, Bautzens Oberbürgermeister, plädiert dafür den Handel und die Gastronomie mit sicheren und guten Gesundheitskonzepten wieder öffnen zu lassen. In einem Appell an die Staatsregierung schrieb er, dass die Verlängerung des Lockdowns vor allem für die Händler und Gastronomen eine wirtschaftliche Katastrophe ist. Öffnungen erst ab einer Inzidenz von unter 35 zu erlauben käme einem Todesurteil für die Innenstädte gleich.

Es ist schlicht nicht mehr zu rechtfertigen, wenn in Lebensmittelfachgeschäften sich die Kunden stapeln, kleine Läden wie auf der Reichenstraße aber nicht öffnen dürfen. Der gesundheitliche Nutzen aus dem Lockdown wird überschattet von dem wirtschaftlichen Schaden, den die betroffenen Gewerbetreibenden nehmen.

Alexander Ahrens Bautzens Oberbürgermeister

20:01 Uhr | Leipziger Musikmesse fällt aus

Die Leipziger Musikmesse "Musicpark" fällt auch dieses Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer. Bereits im vergangenen Jahr war der Termin aus dem Messekalender aufgrund der Pandemie gestrichen worden. Begründet wurde die Absage, mit den Sicherheits- und Hygienemaßnahmen, die einer solch interaktiven Schau mit Ausprobieren von Instrumenten und dem Austausch mit Profis entgegenstünden. Als neuer Termin wurde der 11. bis 13. Juni 2022 genannt - parallel zum Bachfest.

19:42 Uhr | Verzögerte Hilfe für Solo-Selbstständige

Die Überbrückungshilhe III sollte auch Solo-Selbstständigen in der Coronakrise finanzielle Unterstützung bieten. Doch Auszahlungen gab es noch keine. Prekär: Nicht einmal Anträge konnten bisher gestellt werden.

19:00 Uhr | Pläne für die Westernstadt in Walddorf geschmiedet

Der Daubitzer Karnevalsverein e.V. startet optimistisch in die närrische Saison, obwohl alle Faschingsveranstaltungen aufgrund von Corona abgesagt werden mussten. Wie Hagen Werner vom Verein sagte, werden stattdessen bereits die Veranstaltungen auf der Forrest Village Ranch in Walddorf geplant. Dort soll am ersten Mai die Westernsaison starten. Es sei ein Kinder-Country-Fest geplant. Außerdem will der Männerchor - Die Schlesischen Schwälbchen -  mit einem großen Volksliedersingen sein 30-jähriges Gründungsjubiläum nachholen. Ebenfalls nachgeholt werden soll das 25. Countryfest, welches im Vorjahr ebenfalls der Pandemie zum Opfer fiel.

18:50 Uhr | Leipziger Mahler-Festival verschoben

Das Leipziger Gewandhaus verschiebt sein für Mai geplantes Mahler-Festival auf 2023. In der derzeit kritischen Phase der Corona-Pandemie sei ein Festival dieser Größe nicht zu verantworten, eine seriöse Umsetzung so nicht möglich, begründete das Konzerthaus die Entscheidung. Bereits gekaufte Tickets gelten nicht für 2023. Die Karten können laut Gewandhaus an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden. 

18:05 Uhr | Verleihung des Dresdner Friedenspreises verschoben

Die Verleihung des Dresdner Friedenspreises wird in diesem Jahr coronabedingt auf den Frühsommer verschoben. Wie der Verein "Friends of Dresden Deutschland" mitteilte, soll die Übergabe des Preises nun am 27. Juni stattfinden. Preisträgerin ist die 32-jährige spanische Ärztin Cristina Marin Campos. Sie wird für ihr Engagement in der Corona-Pandemie stellvertretend für das medizinische Personal weltweit geehrt. Campos ist Ärztin am Hospital Universitario de La Princesa in Madrid.

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird zum 12. Mal verliehen. Zunächst war die Verleihung für den 21. Februar angekündigt.

17:47 Uhr | Gastwirte räumen Einmalgeschirr weg

Im Lockdown können sich Hungrige Essen aus Bistros und Restaurants nur mit nach Hause nehmen oder liefern lassen. Doch jede Pizza, jeder Burger und jede Portion Nudeln verursacht Müll. Das kann es doch auch nicht sein, dachten sich Gastwirte in Görlitz und nahmen die Sache selbst in die Hand.

17:26 Uhr | Inzidenz-Wert in Sachsen bleibt unter 100er-Marke

Die Wocheninzidenz auf 100.000 Einwohner für ganz Sachsen liegt auch am dritten Tag in Folge unter 100. Sie hat einen Wert von 85 erreicht. Die Inzidenz-Werte in allen sächsischen Landkreisen liegen unter 150. Die höchste Inzidenz hat der Vogtlandkreis mit 143, am niedrigsten ist dieser Wert in Leipzig mit 58.

Sachsens Gesundheitsämter haben am Donnerstag 605 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung wurden seit gestern 66 Todesfälle gemeldet, die Gesamtzahl steigt damit in Sachsen auf 7.096.

17:19 Uhr | Viele Leipziger sehen Lockdownverlängerung kritisch

Beim Lockdown bleibt im Wesentlichen alles wie es war - bis zum 7. März. Wir haben uns heute mal in Leipzig umgehört und nachgefragt, wie Passantinnen und Passanten auf die erneute Verlängerung der Beschränkungen reagieren.

16:55 Uhr | Bundesregierung bereitet Grenzkontrollen an tschechischer Grenze vor

Nach der Ausbreitung des mutierten Coronavirus in Tschechien bereitet die Bundesregierung neue Einreisebeschränkungen und Grenzkontrollen vor. Laut Bundesinnenminister Horst Seehofer hat der Freistaat Sachsen die Bundesregierung gebeten, grenznahe Gebiete Tschechiens als Virusmutationsgebiete einzustufen und stationäre Grenzkontrollen vorzunehmen. Kontrollen soll es ab Sonntag 0:00 Uhr geben.

16:18 Uhr | Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern

Der Lockdown bleibt bis 7. März bestehen. Was ändert sich? Welche Rechte und Pflichten haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Homeoffice? Und was gilt für Reisen nach und aus Großbritannien? Rechtsexperte Gilbert Häfner klärt auf.

16:05 Uhr | Dresdens Bibliotheken bis Ende Februar geschlossen

Die Städtischen Bibliotheken in Dresden bleiben noch bis zum 28. Februar geschlossen. Wie die Stadt informierte, verkehrt auch die Fahrbibliothek nicht. Es ist jedoch weiter möglich, bestellte Bücher abzuholen oder Medien zurückzugeben. Laut Stadt machten seit Monatsbeginn knapp 2.000 Nutzerinnen und Nutzer von dem Abholservice Gebrauch.

15:43 Uhr | Chemnitzer erfindet Sondermüllpresse

Wohin mit dem Sondermüll, der auf Intensivstationen und in der Pflege besonders während der Corona-Pandemie kiloweise anfällt? Damit vom Sammeln auf Station bis zum Container am Haus nichts entweichen kann, hat ein Chemnitzer eine Presse erfunden.

15:35 Uhr | Logistikstandort Leipzig boomt

Der Logistik-Standort Leipzig-Halle gehört zu den Gewinnern der Pandemie. Zu dieser Einschätzung gelangt Ullrich Müller, Mitglied der Aengevelt-Geschäftsleitung und Niederlassungsleiter Leipzig. So mieteten und kauften Logistik-Unternehmen im vergangenen Jahr mehr als 300.000 Quadratmeter Lager-, und Hallenflächen. Das sei ein Plus von mehr als 100 Prozent gegenüber des Vorjahres. Damit sei der mitteldeutsche Standort der mit der stärksten Zunahme. Mit einem Neubauvolumen von 360.000 Quadratmeter wurde der Vorjahreswert sogar um mehr als das Dreifache übertroffen, so Müller.

15:18 Uhr | Testergebnisse in Bad Dübener Kita negativ

Die Corona-Testergebnisse aus der Kita Märchenland in Bad Düben sind alle negativ ausgefallen. Das teilte Oberbürgermeisterin Astrid Münster MDR SACHSEN mit. Anfang der Woche sei in der Stadt erstmals die britische Variante des Coronavirus bei einem Kind nachgewiesen worden, dass die Notbetreuung der Kita besucht hatte. Daraufhin seien 88 Personen getestet worden.

14:42 Uhr | Uniklinik Leipzig gedenkt Corona-Toten

Mit 100 Kerzen hat das Leipziger Universitätsklinikum an die seit Dezember im Haus gestorbenen Patientinnen und Patienten erinnert. Wie die Klinikleitung mitteilte, sind die Kerzen bei einer Gedenkfeier in einem Innenhof entzündet worden. Sie stünden stellvertretend für die vielen zuletzt nach Unfällen und Krankheiten oder wegen Covid-19 gestorbenen Menschen.

Der Klinik sei es wichtig gewesen, mit der Gedenkfeier "einen symbolischen Moment für die Trauer zu schaffen, die zurzeit zum Alltag vor allem auf den Covid-Stationen gehört". Die entzündeten Lichter sollten zeigen,"dass unsere Gedanken und Wünsche bei den Hinterbliebenen sind" und den Dank an Kolleginnen und Kollegen zum Ausdruck bringen, "die unseren Patienten zur Seite stehen oder sie auf ihrem letzten Wegstück des Lebens begleitet haben".

14:22 Uhr | Erneut britische Virusmutation im Landkreis Görlitz nachgewiesen

Das Gesundheitsamt des Landkreises Görlitz hat unter den heute gemeldeten Neuinfektionen zwei weitere Fälle der britischen Coronavirus-Mutation festgestellt. Diese stünden in Verbindung mit den bereits bekannten Fällen. Damit steige die Gesamtzahl der nachgewiesenen Fälle auf neun. Die ersten beiden Fälle waren am 30. Januar 2021 festgestellt worden, so das Gesundheitsamt.

13:32 Uhr | Muldentaler Städtelauf erneut abgesagt

Der Ende März geplante Muldentaler Städtelauf wurde erneut abgesagt. Die Corona-Zahlen seien zu hoch, teilten die Organisatoren auf ihrer Internetseite mit. Neuer Termin ist demnach der 27. März 2022.

Der Lauf musste bereits im vorigen Jahr wegen der Pandemie ausfallen. Neuanmeldungen sind erst wieder im Januar nächsten Jahres möglich.

13:13 Uhr | Konjunkturumfrage: Starker Rückschlag durch zweite Corona-Welle

Die zweite Corona-Welle drückt die Stimmung in der sächsischen Wirtschaft. Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz, Hans-Joachim Wunderlich, sprach heute von einem "starken Rückschlag" für die konjunkturelle Erholung. Der nach dem ersten Lockdown im Frühjahr einsetzende Aufschwung sei durch die neuerlichen Beschränkungen abrupt abgebrochen. "Vielen Unternehmen steht das Wasser bis zum Hals", so Wunderlich.

Die sächsischen Industrie- und Handelskammern stellten heute die aktuelle Konjunkturumfrage vor. Dafür wurden von Mitte Dezember bis Mitte Januar mehr als 2.100 Unternehmen aus Industrie, Baugewerbe, Handel und Tourismus mit zusammen mehr als 100.000 Beschäftigten befragt.

12:51 Uhr | Gewandhaus Leipzig verschiebt Mahler-Festival

Das Leipziger Gewandhaus verschiebt sein für Mai geplantes Mahler-Festival auf 2023. In der derzeit kritischen Phase der Corona-Pandemie sei ein Festival dieser Größe nicht zu verantworten, hieß es heute von dem Konzerthaus. Bereits gekaufte Tickets werden laut Gewandhaus nicht für 2023 gelten. Sie könnten an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden, der Kaufpreis werde erstattet.

12:27 Uhr | Sachsens Grüne fordern transparentes Impfverfahren

Die Grünen im Sächsischen Landtag fordern ein klares und nachvollziehbares Verfahren bei den Corona-Impfungen. Dabei müsse es ermöglicht werden, Menschen aus dem Personenkreis der 1. Priorität auch kurzfristig zu impfen, so die Forderung. "Die Impfung gegen das Coronavirus ist der lang ersehnte Hoffnungsschimmer in dieser Pandemie. Die Akzeptanz in der Bevölkerung darf nicht durch eine intransparente Vergabe von Rest-Impfungen gefährdet werden", sagt Kathleen Kuhfuß, gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

In Sachsen waren im Januar Polizisten mit übrig gebliebenen Impfdosen geimpft worden. Aktuell hat die Corona-Impfung von Frank Vogel (CDU), Landrat des Erzgebirgskreises, eine Welle der Empörung ausgelöst. Sozialministerin Petra Köpping (SPD) sagte, das DRK sei zu einer Stellungnahme aufgefordert worden. Zudem werde aufsichtsrechtlich geprüft, ob die Sache Konsequenzen haben müsse.

12:01 Uhr | Kofferlabor liefert gute Ergebnisse bei Corona-Tests

Eine mobiles Labor in Form eines Koffers liefert gute Ergebnisse bei Corona-Tests. Das haben Untersuchungen von Wissenschaftlern der Uni Leipzig in Zusammenarbeit mit afrikanischen Universitäten ergeben. Der handliche Koffer könnte schnelle Corona-Ergebnisse in Regionen Afrikas liefern, die über keine ausreichende medizinische Infrastruktur verfügen, heißt es in einer Mitteilung der Uni Leipzig.

Ein Koffer gefüllt mit Utensilien für Labortests.
Bildrechte: Dr. Ahmed Abd El Wahed

Der Koffer beinhaltet ein kleines Labor mit einem Diagnostikgerät, Solarpanel sowie Netzgerät, diversen Reagenzien, etwas RNA-Extraktion und Gummihandschuhen. "Mit diesen Utensilien kann direkt vor Ort, auch in den abgelegensten Gebieten, ein sogenannter RPATest gemacht werden. Das Ergebnis liegt nach nur 15 Minuten vor", erklärt der Virologe Dr. Ahmed Abd El Wahed vom Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen, der die Studie an der Universität Leipzig leitet.

In der Corona-Pandemie werde der Koffer bereits in Ghana, Senegal und Ägypten getestet sowie in Nigeria, Sudan, Uganda und Kongo eingesetzt. Das soll nun in weiteren Studien evaluiert werden, so die Uni Leipzig.

11:29 Uhr | Geplante Eckpunkte der Corona-Schutzverordnung ab 15. Februar

Der Lockdown wird bis zum 7. März 2021 verlängert. Das plant Sachsen in der neuen Corona-Schutzverordnung:

  • Alle Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen wie bisher.
  • Grundschulen und Kitas öffnen ab dem 15. Februar im eingeschränkten Regelbetrieb.
  • Fahrschulen können für Personen öffnen, die ihren Führerschein aus berufsqualifizierenden Gründe machen.
  • Friseure öffnen ab 1. März mit Hygienekonzept, medizinischem Mund-Nasen-Schutz, Terminvergabe und eventuell wöchentlichen Testungen.
  • Musikschulen öffnen in Einzelfällen, zum Beispiel für Einzelunterricht in Vorbereitung auf ein Studium.
  • Medizinische Maskenpflicht gilt in Autos, wenn Personen außerhalb des eigenen Hausstands mitfahren.
  • Der 15-Kilometer-Radius und Ausgangssperren können in Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner unter 100 gelockert werden.
  • Abholservice im Einzelhandel ist nur mit Zeitfenstern möglich, damit Kunden nicht Schlange stehen.

11:24 Uhr | Höhere Stromrechnungen in Privathaushalten

Der Corona-Lockdown hat vielen Verbrauchern höhere Stromrechnungen beschert. Verstärktes Arbeiten von zu Hause sowie Homeschooling hätten bei Privathaushalten zu einem durchschnittlichen Mehrverbrauch von 50 Kilowattstunden im Jahr geführt. Darüber informierte das Energieunternehmen EnviaM. Im Schnitt bedeute das Mehrkosten von 10 bis 15 Euro je Haushalt.

EnviaM versorgt nach eigenen Angaben mehr als 1,3 Millionen Kunden mit Strom, Gas und Wärme. Das Unternehmen gehört mehrheitlich dem Energiekonzern Eon sowie etwa 650 Kommunen.

10:36 Uhr | Pendlerverkehr zwischen Sachsen und Tschechien soll eingeschränkt werden

Sachsen will angesichts drastischer Corona-Inzidenzen in Tschechien ab Sonnabend den Pendlerverkehr deutlich einschränken. Das Abschotten bestimmter Hotspots sei dringend erforderlich, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) heute in Dresden. Die Lage im Nachbarland spitze sich zu, in zwei Regionen gebe es eine Inzidenz von mehr als 1000. Die britische Mutation des Virus sei dort auf dem Vormarsch.

Tschechische Arbeitskräfte im Bereich Medizin und Pflege sollen von den Einschränkungen ausgenommen werden. Pendlern anderer Berufsgruppen wolle man wieder die Möglichkeit schaffen, übergangsweise mit ihren Familien in Sachsen zu wohnen.

10:07 Uhr | Tschechien schottet Grenzbezirk Trutnov von Außenwelt ab

Wegen massiver Infektionszahlen schottet Tschechien drei Grenzbezirke von der Außenwelt ab. Wer dort wohne, dürfe den jeweiligen Bezirk nicht mehr verlassen, sagte Gesundheitsminister Jan Blatny heute in Prag. Leute von außerhalb würden nicht hereingelassen. Betroffen ist auch der Bezirk Trutnov im Dreiländereck zu Polen und Sachsen. Dort liege die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner drei- bis viermal so hoch wie in anderen Landesteilen. Die Beschränkungen sollen in der Nacht zu Freitag in Kraft treten.

Die Bezirke in Tschechien entsprechen in etwa den deutschen Landkreisen. Die Polizei werde an den Zufahrtsstraßen kontrollieren, kündigte der Gesundheitsminister an. Ausnahmen gelten unter anderem für den Weg zur Arbeitsstätte. Dafür sind schriftliche Nachweise vorzulegen. Der Transit ohne Zwischenstopp bleibt erlaubt.

09:41 Uhr | Faschingsnärrinnen in Wittichenau fertigen längste Girlande der Welt

In den Oberlausitzer Faschingshochburgen übernehmen heute bei der Weiberfastnacht traditionell die Frauen für einen Tag die Macht. Weil in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie die Umzüge ausfallen müssen, wollen die Frauen in Wittichenau zumindest ein närrisches Zeichen setzen. Bis Sonnabend soll hier die längste Girlande der Welt fertiggestellt werden.

Wie Sabine Richter vom Weiberfasching e.V. sagte, sei die Idee auf große Resonanz gestoßen, bis zu 80 Meter lange Teilstücke seien bereits fertig. Dabei wurden ganz unterschiedliche Materialien und Herstellungsweisen angewandt, vom Kleben bis zum Häkeln und Stricken. 

09:19 Uhr | Das gefräßige Immunsystem bei #Gernelernen

Das menschliche Immunsystem steht gerade in Coronazeiten stark im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Was dieses ausgefeilte System mit unseren Zellen zu tun hat, zeigt heute um 11 Uhr die Folge von #Gernelernen auf einer Reise in die kleinsten Bereiche unseres Körpers. Professor Ignacio Rubio von der Universität Jena erklärt das gefräßige Immunsystem auf dem MDR-Youtube-Kanal, bei MDR Wissen-Facebook und in der Mediathek.

08:31 Uhr | Ministerpräsident Kretschmer: Weg finden, mit dem Virus zu leben

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat heute Morgen im Interview im MDR SACHSENRADIO die Entscheidung der Grundschul- und Kita-Öffnungen ab nächster Woche bekräftigt. "Wir müssen versuchen, einen Weg zu finden, mit diesem Virus zu leben", so Sachsens Regierungschef.

Sorge bereitet Kretschmer die wesentlich ansteckendere Virusmutation, die sich derzeit verbreitet. Deshalb wolle man vorsichtige Schritte mit den Kindergärten und Grundschulen tun und das Ganze beobachten. "Covid 19 ist kein Spaß, das ist eine ganz ernsthafte Krankheit", betonte der Ministerpräsident.

08:05 Uhr | Neue Corona-Schutzverordnung wird vorgestellt

Sachsens Regierung will heute Vormittag in Dresden die Eckpunkte für die neue Corona-Schutzverordnung vorstellen. Anschließend werden die Pläne in den Landtagsausschüssen diskutiert, bevor das Kabinett morgen dann endgültig entscheidet. Eine neue Landesverordnung wird nötig, weil die derzeitigen Regeln noch bis zum 14. Februar gelten.

Bereits am Dienstag hatte die Regierung allerdings Lockerungen angekündigt - noch vor den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise am Mittwoch. Demnach sollen Kitas und Grundschulen ab 15. Februar im eingeschränkten Regelbetrieb wieder öffnen, zudem der Bestell- und Abholservice "Click & Collect" für den Einzelhandel ermöglicht werden.

07:49 Uhr | Faschingsclub verkauft Geisterkarten

In Großschönau verkauft der Faschingsclub sogenannte Geisterkarten für die närrische Saison, um finanzielle Engpässe zu überbrücken. Das närrische Treiben ab heute zur Weiberfastnacht falle aufgrund von Corona aus, deshalb sei Geistersaison ohne Narren nach dem Vorbild der Geisterspiele beim Fußball, sagte Präsident Dirk Lischke.

Teile vom diesjährigen Programm unter dem Motto "Menschen, Viren, Sensationen - der Großschönauer Freiluftzirkus" sind ab dem Wochenende im Internet zu sehen. Die Faschingsnarren aus Großschönau hatten gehofft, eventuell im Freien feiern zu können.

07:22 Uhr | Ministerpräsident Kretschmer im Interview bei MDR SACHSEN

Nach den gestrigen Bund-Länder-Beratungen äußert sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zu den aktuellen Corona-Maßnahmen. Er ist dafür zu Gast bei MDR SACHSEN, ab 8 Uhr. Gestern Abend hatte Kretschmer erklärt, dass Friseure ab dem 1. März wieder öffnen dürfen. Zudem soll es ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 weitere Lockerungen geben.

Am Vormittag wird dann erneut das sächsische Kabinett zusammenkommen.

06:50 Uhr | Vietnamesen feiern Tet-Fest im kleinen Kreis

Die Vietnamesen in Sachsen müssen dieses Jahr wegen der Corona-Krise zu ihrem traditionellen Neujahrsfest Tet auf die sonst üblichen großen Feiern mit Bekannten und Freunden verzichten. "Leider sind aktuell keine Feiern möglich", sagte der Vorsitzende des Vereins der Vietnamesen in Dresden, Bui Truong Binh. "Wir halten uns selbstverständlich an die Corona-Regeln." Daher werden die Mitglieder seines Vereins das Tet-Fest in ihren Familien begehen und Freunden nur aus der Ferne Gesundheit, Glück und Erfolg wünschen.

Tet-Fest * Tet ist die geläufige Abkürzung für Tet Nguyen Dan - zu Deutsch "Fest des ersten Morgens".
* Es gilt als das wichtigste Fest für Vietnamesen - vergleichbar mit Weihnachten in Deutschland.
* Das Datum richtet sich nach dem Mondkalender, so wie unter anderem auch in China.
* In diesem Jahr fällt es auf den 12. Februar. Dann beginnt das Jahr des Büffels.
* Zu den Traditionen beim Tet-Fest gehören besondere Speisen wie Klebreiskuchen, aber auch Feuerwerk, das Unglück und böse Geister vertreiben soll sowie das Verschenken roter Kuverts mit Glücksgeld.

Laut Mikrozensus 2019 leben in Deutschland rund 188.000 Menschen vietnamesischer Abstammung, davon etwa 16.000 in Sachsen. Zu DDR-Zeiten waren einst Zehntausende Vietnamesen als Studenten und Vertragsarbeiter nach Ostdeutschland gekommen. Sie gelten hier als die älteste Zuwanderungsgruppe.

06:13 Uhr | Städtetagspräsident Jung befürwortet Lockdown-Verlängerung

Der Deutsche Städtetag hat mit Verständnis auf die Beschlüsse von Bund und Ländern zur generellen Verlängerung des Corona-Lockdowns reagiert. "Wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig werden und die erreichten Erfolge aufs Spiel setzen", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD). "Der Abwärtstrend bei den Neuinfektionen muss sich weiter stabilisieren, damit wir ohne Chaos die Wintermonate überstehen."

Zwar gingen die Beschränkungen für viele Menschen und Betriebe bis an die Schmerzgrenze, sagte Jung. "Doch das Virus stellt uns auf eine so harte Probe, dass der Lockdown fortgesetzt werden muss." Vor allem die Varianten des Coronavirus drohten sich weiter auszubreiten. Die Gefahr eines erneuten rasanten Wachstums von Neuinfektionen sei noch nicht gebannt. Das zeige der Blick zu europäischen Nachbarn, so der Leipziger Oberbürgermeister Jung.

05:44 Uhr | Anmeldung für weiterführende Schule bis 26. Februar

Ein Großteil der Viertklässler hat gestern in Sachsen die Bildungsempfehlung erhalten. Eltern haben nun bis zum 26. Februar Zeit, ihre Kinder an der Schule ihrer Wahl - ob Gymnasium oder Oberschule - anzumelden. Wie Roman Schulz, Sprecher des Landesamtes für Schule und Bildung, sagte, konnten sich die Schulen in den vergangenen Monaten trotz Corona präsentieren.

"Schwierig waren die sogenannten Tage der offenen Tür. Das hat sich alles ins Digitale verschoben. Trotzdem waren die Schulen da sehr kreativ. Manche haben Videogespräche mit Lehrern angeboten, andere haben wunderschöne Videos gedreht, damit man die Schule kennenlernen kann", so Schulz.

05:28 Uhr | Viele Austritte aus Sportvereinen

Im Corona-Jahr 2020 haben etwa 3.000 Oberlausitzer, davon knapp die Hälfte Kinder und Jugendliche, ihrem Sportverein den Rücken gekehrt. Damit sind noch 86.000 Oberlausitzer in Sportvereinen organisiert. Die Austritte wurden aufgrund der Corona-Pandemie nicht durch Neueintritte kompensiert, bilanzierte Lars Bauer vom Kreissportbund Bautzen.

Zudem fielen im vergangenen Jahr zahlreiche Veranstaltungen aus, bei denen die Vereine sonst für ihre Sportart werben konnten. Der Landessportbund sprach mit Blick auf Kinder und Jugendliche von einer verheerenden Bilanz.

05:13 Uhr | Pandemie in Tschechien weiterhin problematisch

Bund und Länder entschieden am Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Gerade in Grenzgebieten ist das Infektionsgeschehen teilweise dramatisch. So spitzt sich die Lage in Tschechien zu.

05:05 Uhr | Lockdown bis 7. März

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, den Lockdown bis zum 7. März zu verlängern. Damit bleiben die Kontaktbeschränkungen ebenso bestehen wie die Schließung des Einzelhandels, sowie von Gaststätten und Kultureinrichtungen. Über Lockerungen in diesen Bereichen soll erst ab einer Inzidenzrate von 35 entschieden werden. Ausnahme sind Friseurgeschäfte. Sie dürfen ab 1. März wieder öffnen.

Über die schrittweise Öffnung von Schulen entscheiden die Länder. Sachsen hatte hier schon beschlossen, am kommenden Montag mit Kitas und Grundschulen zu beginnen. Das Virus kümmere sich nicht um die Bedürfnisse der Menschen, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Man könne immer nur das beschließen, was gerade noch verantwortbar sei.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.02.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 11.02.2021 | 19:00 Uhr

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