Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 25.02.: Köpping fordert Aufklärung nach Todesfällen in Pflegeheimen

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Petra Köpping
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Meldungen des Folgetages

21:35 Uhr | Tickerende

Der Corona-Ticker für Sachsen endet an dieser Stelle. Am Freitag sind wir mit neuen Informationen wieder für Sie da. Schlafen Sie gut!

21:31 Uhr | Nur kurze Immunität nach Genesung

Menschen, die Corona durchgemacht haben, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht jahrelang immun. "Es liegt wahrscheinlich nur im Bereich von Monaten. Wenn also jemand vor sechs Monaten Covid-19-infiziert war, halte ich es für sinnvoll, sich impfen zu lassen. Man hat auch besseren Schutz vor Mutationen", sagte der Virologe Prof. Dr. Uwe Liebert im Gespräch mit MDR SACHSEN.

20:50 Uhr | Lehrergewerkschaften kritisieren Standards für Homeschooling

Die Vertreter der Lehrer in Sachsen kritsieren die Veröffentlichung von Standards für häusliches Lernen durch das Kultusministerium. Grund ist, dass viele Eltern jetzt die Vorgaben von den Pädagogen einfordern. Der Lehrerverband erklärte MDR SACHSEN, das drohe einen Keil zwischen Lehrer und Eltern zu treiben. Der Philologenverband betonte, Pädagogen dürften nicht zur Zielscheibe in sozialen Netzwerken werden. Die Gewerkschaft GEW warf dem Ministerium vor, sich an Lehrerschelte zu beteiligen.

19:48 Uhr | Köpping fordert Aufklärung nach Todesfällen in Pflegeheimen

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping hält eine Analyse der Corona-Infektionen in Alten- und Pflegeheimen des Freistaates für erforderlich. Sie sei sehr traurig, dass trotz aller Bemühungen viele Todesfälle in den Heimen zu beklagen sind. "Diese Tatsache müssen alle Akteure reflektieren, die für den Schutz der Heime zuständig sind. Das sind die Träger der Heime und auch die Gesundheitsämter der Kommunen und Landkreise", sagte Köpping. Am Donnerstag hatte unter anderem die Leipziger Volkszeitung berichtet, dass seit Beginn der zweiten Corona-Welle schon mehr als 1.600 Bewohnerinnen und Bewohner aus sächsischen Heimen Opfer der Pandemie wurden. Das seien so viele wie in keinem anderen Bundesland, hieß es.

19:20 Uhr | EU-Gipfel: Keine Ergebnisse bei Impfpass

Wenige Monate vor der Sommersaison ist noch kein gemeinsamer EU-Impfpass mit Vorteilen für Corona-Geimpfte in Sicht. Kanzlerin Merkel und ihre Kollegen berieten beim EU-Gipfel über ein solches Zertifikat, doch gingen die Vorstellungen noch weit auseinander. Merkel äußerte Bedenken, der österreichische Kanzler Kurz sprach sich dafür aus. Uneins sind sich die EU-Staaten auch über verschärfte Einreiseregeln, wie sie Deutschland eingeführt hat. An einem Strang wollen alle 27 aber bei der Beschleunigung des Impfens und beim Abbremsen der Virusmutationen ziehen.

18:48 Uhr | Mehr als 600 Neuinfektionen am Donnerstag

Sachsens Gesundheitsämter haben am Donnerstag 612 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind 256 Neuinfektionen weniger als am Vortag. Die 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner ist erneut gestiegen. Mit einem Wert von 89 liegt sie leicht oberhalb des gestrigen Wertes von 86. Insgesamt fünf Landkreise weisen einen dreistelligen Inzidenzwert auf. Den höchsten Wert hat der Vogtlandkreis mit 227, den niedrigsten die Stadt Chemnitz mit 44. Im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung wurden 403 Todesfälle gemeldet. Die Gesamtzahl steigt damit in Sachsen auf 7.672.

18:05 Uhr | Pendler: Unternehmen setzen Hoffnung in Kretschmer

Unternehmen aus der Grenzregion hoffen auf eine baldige Lockerung der Corona-Beschränkungen für ihre tschechischen Mitarbeiter. In einem Videotreffen mit Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte dieser den Verantwortlichen zugesagt, das Problem in der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz zu thematisieren. Man habe die verschiedenen Sichtweisen ausgetauscht und eigene Vorschläge wie zum Beispiel eine Arbeitswegquarantäne sowie tägliche Tests für Mitarbeiter gemacht. "Wir warten nun gespannt auf die Ergebnisse am kommenden Mittwoch", sagte Jan Wabst, Geschäftsführer des Handwerksunternehmens SEIWO Technik aus Scharfenstein.

17:35 Uhr | Sachsen prüft Einkaufen mit Voranmeldung

Um jedes Risiko zu vermeiden, will Sachsen seinen Einzelhandel nur behutsam öffnen. Wie Ministerpräsident Michael Kretschmer auf Twitter ankündigte, soll dies mit dem System "Click & Meet" gelingen. Kunden können dabei online einen Termin im Laden buchen und dann zur vereinbarten Zeit dort einkaufen. Bisher ist in Sachsen für Geschäfte abseits des Grundbedarfs nur "Click & Collect" möglich, wo man online bestellte Waren nach Absprache am Geschäft abholen kann. Kritik an dem Vorhaben übte der FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst. Er bezeichnete "Click & Meet" als "Placebo für echte Öffnungsschritte im Einzelhandel".  

17:10 Uhr | Forscher geben Tipps zum Umgang mit stressigen Videokonferenzen

Eigentlich sollte man meinen, Videokonferenzen sind praktisch und stressfrei. Eine Forschungsarbeit der Stanford University in den USA widerspricht dieser These. Die Forscher haben vier Faktoren herausgearbeitet, warum Videokonferenzen uns erschöpfen - und was man dagegen machen kann.

16:50 Uhr | Sachsens Impfzentren erweitern ihre Kapazitäten

Nachdem Sachsen sein Impfportal am Mittwoch für weitere Berufs- und Personengruppen freigeschaltet hat, bereiten sich die Impfzentren auf einen größeren Andrang vor. Laut MDR-Informationen ist zum Beispiel im nordsächsischen Belgern eine dritte Impfstrecke im Gespräch. Außerdem soll der Parkplatz erweitert werden. Im Impfzentrum Borna gibt es nach Angaben der Verantwortlichen aus räumlichen Gründen zwar keine Möglichkeit, mehr als zwei Impfstrecken zu betreiben. Dafür werde geprüft, ob die Öffnungszeiten verlängert werden könnten, hieß es.

16:23 Uhr | Vogtlandkreis schließt Kitas und setzt Präsenzunterricht aus

Der Vogtlandkreis wird in Abstimmung mit dem Kultusministerium ab Montag den Präsenzunterricht in Grund- und Förderschulen aussetzen sowie Kindertagesstätten schließen. Die Schüler der Abschlussklassen können ihre Schulen weiterhin besuchen. Wie das Kultusministerium mitteilte, sind die Infektionszahlen in den Schulen des Vogtlandkreises zwar niedrig. Dennoch trage man die Maßnahmen des Landrates Rolf Keil mit. "Es geht darum, das flächendeckend hohe Infektionsgeschehen im Landkreis zu begrenzen", so Kultusminister Christian Piwarz. Vom 16. bis zum 25. Februar wurden laut Ministerium im Vogtlandkreis 18 Infektionen bei Schülern und sechs bei Lehrkräften gemeldet.

16:10 Uhr | Großes Interesse an Impfterminen bei Lehrern und Polizisten

Die seit Mittwoch freigegebenen Impftermine für Lehrkräfte und Polizeibeamte in Sachsen werden gut angenommen. Der Sprecher des DRK Sachsen, Kai Kranich, sagte MDR SACHSEN, von den 22.000 freigegebenen Terminen seien Stand Donnerstagmittag bereits 4.559 vergeben. Damit habe man rund 1.000 Termine pro Stunde vereinbart, so Kranich.

Sachsen hatte am Mittwoch sein Impfportal für weitere Berufs- und Personengruppen unter 65 Jahre freigeschaltet. Damit soll der verfügbare Astrazeneca-Impfstoff zeitnah verimpft werden, der für die bisherige Priorisierungsgruppe 1 älter als 80 Jahre in Deutschland nicht zugelassen ist.

15:32 Uhr | Bautzen: Stadtrat und OB wollen sofortige Lockerungen

Die Bautzener Stadträte und Oberbürgermeister Alexander Ahrens haben einen eindringlichen Corona-Appell an den Freistaat Sachsen und den Bund gerichtet. Darin fordern sie, dass Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie sofort wieder öffnen können. Gleiches gelte für Kultureinrichtungen mit entsprechendem Hygienekonzept. Gesundheitsschutz dürfe nicht um jeden Preis gegen die grundrechtlich geschützte Freiheit der Berufsausübung ausgespielt werden, heißt es in dem Appell. Außerdem werden Perspektiven für den Vereinssport sowie umfassende Schnelltestungen von Schülern, Kindern, Lehrern und Erziehern gefordert.

14:57 Uhr | Auch Ärzte brauchen Corona-Test vor Besuch im Pflegeheim

Ärzte, die im Rahmen ihrer Tätigkeit Pflegeheime besuchen, brauchen jedes Mal einen Corona-Test. Wie die Landesärztekammer am Donnerstag mitteilte, gilt dies auch, wenn die Mediziner bereits geimpft worden sind oder eine Corona-Erkrankung durchgemacht haben. In beiden Fällen sei wissenschaftlich noch nicht erwiesen, ob weiterhin eine Ansteckungsgefahr bestehe, teilte ein Sprecher der Kammer mit. Die Heime sind dazu angehalten, tagesaktuelle Schnelltests oder PCR-Tests, die nicht älter als 48 Stunden sind, zu akzeptieren.  

14:20 Uhr | IHK Dresden fordert Öffnung von Blumenläden und Baumärkten

Die Industrie- und Handelskammer Dresden fordert die Landesregierung auf, Blumenläden und Baumärkte ab dem 1. März öffnen zu lassen. In allen an Sachsen angrenzenden Bundesländern sei dies ab diesem Zeitpunkt möglich. "Unsere Mitgliedsunternehmen verstehen die Welt nicht mehr", erklärte Thomas Ott, Geschäftsführer Handel der IHK Dresden. Die Sachsen jetzt in anderen Bundesländern einkaufen zu lassen, schade dem Freistaat dreifach: Bei der Eindämmung des Virus, volkswirtschaftlich durch den Kaufkraftabfluss sowie ökologisch mit weiten Autofahrten, so Ott.

13:54 Uhr | Landeselternrat: Land soll Kosten für Mund-Nasen-Schutz von Schulkindern übernehmen

Sachsen soll die Kosten für den medizinischen Mund-Nasen-Schutz von Schulkindern übernehmen. Das fordert der Landeselternrat Sachsen. Wie der Vorstand des Landeselternrates mitteilte, müssen Eltern pro Schulkind mindestens 20 Euro pro Monat für die Masken einplanen. Gerade für sozial Schwächere bedeute dies eine Mehrbelastung, so der Vorstand. Aus diesem Grund plädieren die Elternvertreter dafür, dass der Freistaat die Masken kostenfrei über die Schulen zur Verfügung stellt, sie per Post zusendet oder sie über die Apotheken ausgibt. Sollte dennoch ein Eigenanteil nötig sein, spricht sich das Gremium für eine steuerliche Absetzbarkeit aus.

12:30 Uhr | Condor fliegt Fracht für DHL ab Leipzig

Der Ferienflieger Condor hebt ab sofort mit vier Boeing 767 im Auftrag von DHL Express ab. Die Passagierjets würden am DHL-Hub in Leipzig abgefertigt und transportieren die Sendungen auf insgesamt drei Routen nach Shannon in Irland, Mailand-Malpensa in Italien und Köln im Rheinland, hieß es von beiden Unternehmen. "Perspektivisch ist auf diesen Flügen auch der Transport von Covid-19-Impfstoffen möglich." Die Zusammenarbeit sei zunächst bis Mai befristet.

D-ABUS Condor Boeing 767-38E
Condor fliegt mit vier Langstreckenmaschinen vorübergehend Fracht für DHL von Leipzig innerhalb Europas. Bildrechte: IMAGO / Rüdiger Wölk

Bereits im vergangenen Jahr hat Condor seine Passagiermaschinen für Frachtflüge eingesetzt. Dazu können Sitze ausgebaut sowie die Laderäume der Maschinen genutzt werden. Zudem ist es möglich, kleinere Fracht gesichert auf den Passagiersitzen zu transportieren. Die Boeing 767 von Condor sind üblicherweise zu fernen Urlaubszielen unterwegs, die derzeit aber pandemiebedingt nicht angesteuert werden können. Das Frachtgeschäft befindet sich hingegen im Aufwind. Durch die Frachtflüge bleiben auch die Piloten im Training und ihre Lizenzen gültig.

12:14 Uhr | Höhere Sicherheitsvorkehrungen und mehr Einsätze für Luftrettung

Die Corona-Pandemie verlangt auch den Luftrettern in Sachsen mehr Aufwand ab. Der Rettungsdienst aus der Luft sei aber jederzeit uneingeschränkt gesichert, teilte die ADAC Luftrettung mit. Sie organisiert Rettungsflüge von Stationen in Leipzig und Zwickau. So gelten für die Einsätze aus der Luft verschärfte Vorkehrungen zum Pandemieschutz - etwa der Gebrauch von Schutzmasken und Schutzanzügen sowie strenge Zugangskontrollen zu den Luftrettungsstationen. "Für den Transport von Covid-19-Patienten wurden die Crews speziell geschult", betonte ADAC-Sprecher Falk Forhoff.

Die ADAC-Luftretter in Sachsen flogen im vergangenen Jahr etwas mehr Einsätze: Die Zahl stieg um 27 auf 3837. Auch bei der Deutschen Stiftung Luftrettung sind die Einsatzzahlen 2020 gestiegen: Für die Station in Dresden um 42 auf 1175, für die Station in Bautzen um 131 auf 1527.

11:30 Uhr | Steinmeier ruft Bundesbürger zu Akzeptanz aller Impfstoffe auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei den Bundesbürgern um Vertrauen in alle zugelassenen Impfstoffe gegen das Coronavirus geworben. Er habe "nur wenig Verständnis für die Zurückhaltung gegenüber dem einen oder anderen Impfstoff", sagte Steinmeier laut veröffentlichtem Redetext bei einem Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern aus Bayern. "Das ist ein Luxusproblem", betonte er. "Erst recht aus der Sicht von Millionen Menschen, die noch auf die erste Dosis warten." Das Staatsoberhaupt weiter: "Schneller zu impfen, das ist das Gebot der Stunde." In dem Bürgergespräch ging es um die laufende Impfkampagne.

11:10 Uhr | Drohung gegen Leiter der Impflogistik - DRK erstattet Anzeige

Unbekannte haben dem Leiter der Impflogistik im DRK-Landesverband Sachsen, Lars Werthmann, einen Drohbrief geschrieben. Das DRK hat Anzeige erstattet, die Polizei ermittelt. DRK-Sprecher Kai Kranich sagte MDR SACHSEN, es sei der erste derartige Fall im Freistaat.

Allerdings räumt er auch ein: "Was wir schon wahrnehmen, ist, dass der Ton auch rauher wird, insbesondere an den Hotlines und anhand der E-Mails, die wir bekommen." Es gebe eine hohe Frustration bei vielen Menschen. Die DRK-Mitarbeiter seien aber die falschen Adressaten. "Was wir uns wünschen, ist, dass die Menschen verstehen, dass wir auch unter großer Anstrengung, mit großer Kraft und viel Engagement versuchen, diese Impfkampagne in Sachsen zum Erfolg zu bringen und solche Drohungen sind auf jeden Fall völlig überflüssig", so Kranich.

10:29 Uhr | Experte: Angst vor Impfung ist unbegründet

Impfungen verunsichern weiterhin viele Menschen. Dr. Thomas Grünewald von der Ständigen Impfkommission des Freistaates sagte MDR SACHSEN, es gebe jedoch keinen Grund zu Angst vor einzelnen Impfstoffen. Die Nebenwirkungen, die bisher beobachtet wurden, seien harmlos, erwartbar und keinesfalls gefährlich.

Sie haben weitere Fragen zur Impfung? Dann schreiben Sie uns und schalten ab 15 Uhr das Sachsenradio ein. Dann gibt es die Antworten.

10:11 Uhr | Staatsweingut Wackerbarth stellt sich auf Umsatzrückgang ein

Das Corona-Jahr 2020 drückt den Umsatz im Sächsischen Staatsweingut Schloss Wackerbarth. Ein Sprecher sagte MDR SACHSEN, die genaue Höhe des Rückgangs könne noch nicht beziffert werden. Das geschlossene gutseigene Restaurant und ausgefallene Veranstaltungen sind demnach ein Schlag ins Kontor des Tochterunternehmens der Sächsischen Aufbaubank. Mehr Weinverkauf im Online-Handel könne dies nicht vollständig ausgleichen, hieß es. Inbesondere das fehlende Weihnachtsgeschäft wirke nach.

Wackerbarth hat versucht, mit Camper-Stellplätzen und To-Go-Angeboten für Ersatz zu sorgen. Die Vinothek konnte als Getränkehandel auch weitestgehend geöffnet bleiben, allerdings waren keine Verkostungen und Weinproben möglich.

Schloss Wackerbarth
Viel mehr als weihnachtliche Beleuchtung konnte Wackerbarth seinen Besuchern im vorigen Dezember kaum bieten. Und sogar diese wurde ausgeschaltet, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Bildrechte: MDR/Diana Köhler

Wegen der geringeren Erntemenge 2020 stellt sich das Staatsweingut darauf ein, dass sich die wirtschaftliche Lage nur langsam stabilisieren wird.

09:30 Uhr | Kritik an hohen Impf-Honoraren für Ärzte

Seit knapp zwei Monaten wird in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Dafür musste schnell Personal gefunden werden. Die Länder wollten den entsprechenden Anreiz schaffen und zahlen Impfärzten jetzt hohe Honorare. Diese sind auch aus Sicht einiger Ärzte aber zu hoch. Sachsen ist bei den Arzthonoraren vorn mit dabei.

09:20 Uhr | Baubranche im Corona-Jahr 2020 mit Umsatzrekord

Die deutsche Baubranche hat im Corona-Jahr 2020 einen Umsatzrekord erzielt. Die Erlöse wuchsen um 6,6 Prozent auf einen neuen Höchststand von 98,3 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Daten basieren auf einer Umfrage unter 9.100 Betrieben im Bauhauptgewerbe mit je mindestens 20 Beschäftigten.

Maurer auf der Baustelle
Die Baubranche boomt in Corona-Zeiten und erwirtschaftet einen Rekordumsatz. Bildrechte: imago images/U. J. Alexander

08:35 Uhr | Vogtlandkreis startet heute mit kostenlosen Corona-Tests für alle

Der Vogtlandkreis bietet ab heute kostenlose Coronatests an. In den nächsten Tagen werden insgesamt 16 neue Testzentren aufgebaut. Dort könne man sich zweimal pro Woche testen lassen, hieß es. Das Angebot gilt auch für Arbeitspendler, die nicht im Kreis wohnen.

Landrat Rolf Keil will damit die hohen Corona-Zahlen unter Kontrolle bekommen. Keil sagte, man wolle zudem Schulschließungen verhindern. Das sei "der Ansatz, warum wir die Testungen machen. Das heißt, wir wollen diejenigen rausfischen, die infiziert sind, aber keine Symptome haben. Sie absondern, damit sie keine weiteren anstecken", so der CDU-Politiker. Das Vogtland ist nach eigenen Angaben Modellregion für diese Form von Massentests.

08:23 Uhr | Vogtlandbibliothek richtet Abholservice ein

Die Vogtlandbibliothek Plauen muss voraussichtlich bis zum 7. März weiterhin für den Publikumsverkehr geschlossen bleiben. Deshalb bietet die Einrichtung nun einen Abholservice mit Terminvergabe neu an. Kunden der Bibliothek könnten ihre Anfragen, Titel- und Themenwünsche entweder telefonisch oder per Mail übermitteln, hieß es. Das sei montags bis freitags von 9 Uhr bis 16 Uhr unter Tel. 03741/291 2420 oder per Mail an info@vogtlandbibliothek.de möglich. Die Rückgabefrist für alle entliehenen Medien wurde zunächst bis 29. März verlängert. Neue Leserinnen und Leser können sich online registrieren und dann das Angebot der Bücherei nutzen.

07:24 Uhr | Sachsen schaltet Impfportal für erste Lehrer und Erzieher frei

Sachsen hat sein Impfportal für weitere Berufs- und Personengruppen unter 65 Jahre freigeschaltet. So dürfen sich seit gestern auch Grund- und Förderschullehrer, Erzieher, Polizisten sowie Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen für die Corona-Schutzimpfung online anmelden. Damit soll der verfügbare Astrazeneca-Impfstoff zeitnah eingesetzt werden, der für die bisherige Priorisierungsgruppe 1 älter als 80 Jahre in Deutschland nicht zugelassen ist. Alle impfberechtigten Personengruppen sind auf dem Impfportal detailliert aufgeführt. Lehrer berichten, die Anmeldung habe reibungslos funktioniert.

07:12 Uhr | Bautzner Stadtrat beschließt Erleichterungen für Geschäftsleute

Der Bautzner Stadtrat hat auf seiner Sitzung gestern Abend einen sogenannten Maßnahmenkatalog in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie beschlossen. Darin heißt es unter anderem, dass die Gewerbesteuer, Gebühren und Entgelte für Firmen und Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind, bis vorerst 30. Juni zinslos gestundet werden. Außerdem werden die Sondernutzungsgebühren für Ladengeschäfte und Gaststätten für dieses Jahr an die unterste Grenze des Gebührenrahmens angepasst.

06:20 Uhr | Semperoper entführt per Stream an ungewöhnliche Orte des Musentempels

Die Dresdner Semperoper präsentiert heute die erste Ausgabe ihrer Internet-Streamreihe "Semperoper:Donnerstag". Sie soll ab 17 Uhr zum ersten Mal laufen. Immer donnerstags führen auf der Homepage Videos an ungewöhnliche Orte der Semperoper, die sich in Bühnen für Musik und Tanz verwandeln. Die Reihe ist Teil des wiederaufgenommenen Probenbetriebs.

Sobald wieder Besucher kommen dürfen, will die Semperoper einen Ersatzspielplan für die verbleibende Saison veröffentlichen.

06:00 Uhr | Sozialministerium will Dehoga-Feldversuche zur Gastronomie-Öffnung unterstützen

Das sächsische Sozialministerium steht Plänen des Gaststätten- und Hotelverbands Dehoga positiv gegebenüber, Feldversuche zu Test- und Öffnungsstratgien von Restaurants und Beherbergungsbetrieben zu initiieren. Das Ministerium teilte auf Anfrage von MDR SACHSEN mit: "Wir begrüßen das Projekt und sind im Austausch mit den Partnern. Wir prüfen, wie wir Unterstützung anbieten können." Unter anderem plant das Ministerium "eine Änderung der Corona-Schutzverordnung, um solche Feldversuche zu ermöglichen." Weitere Details seien bereits in der Abstimmung.

Die Dehoga hatte Ende vergangener Woche erklärt, in sogenannten Branchenfeldversuchen die Wirksamkeit von Testmaßnahmen für Mitarbeiter und Gäste nachverfolgen zu wollen. Vorreiter sollen Augustusburg und Oberwiesenthal werden. Dort bereiten Kommunalpolitiker und Hoteliers entsprechende Projekte bereits vor. Erklärtes Ziel der Branche ist es, Ostern Gäste bewirten und beherbergen zu dürfen.

05:46 Uhr | Spahn verteidigt schleppende Zulassung von Selbsttests

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Kritik am Tempo der Zulassung von Corona-Selbsttests in Deutschland zurückgewiesen. Die Zuverlässigkeit solcher Tests müsse genau geprüft werden, sagte der CDU-Politiker gestern im ZDF-"heute journal". Man dürfe sich dabei nicht allein auf die Angaben der Hersteller verlassen und Menschen "in falscher Sicherheit wiegen". Spahn erklärte: "Zu viele falsche Ergebnisse können fatale Folgen haben."

Wenn man zum Beispiel nur 90 Prozent richtiges Ergebnis hätte, dann wären das bei einer Million Tests ziemlich viele falsch-negative.

Jens Spahn Bundesgesundheitsminister

Die ersten drei Selbsttests sind seit Mittwoch vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen.

05:19 Uhr | Grüne im Sächsischen Landtag wollen Mittelweg bei Corona-Maßnahmen

Die Grünen im Sächsischen Landtag plädieren bei den Corona-Maßnahmen für eine Art Mittelweg. In vielen Bereichen mache man kluge Vorschläge dazu, wie man Infektionsschutz und Neustart verbinden könne, teilte die Fraktion mit: "Was die Menschen brauchen, sind Perspektiven. Wir machen uns deshalb für einen Weg stark, der nicht nur 'öffnen und schließen' heißt, sondern der die Möglichkeiten dazwischen beleuchtet."

Die Bündnisgrünen wollten, dass es weiterhin eine hohe Akzeptanz für Schutzmaßnahmen gibt, sagte Fraktionschefin Franziska Schubert. Darum brauche es für diejenigen, die seit Monaten mitziehen, auch Perspektiven.

05:03 Uhr | CDU-Politiker schlägt kleinere Impfzentren in Gemeinden vor

Der CDU-Landtagsabgeordnete Stephan Meyer hat mehr Möglichkeiten zum Erhalt einer Corona-Impfung vorgeschlagen. Hausärzte würden dabei eine tragende Rolle spielen, erklärte er am Mittwoch in Dresden. Zudem schlage er vor, in Gemeinden kleinere Impfzentren zu errichten, in denen auch Ärzte im Ruhestand zum Einsatz kommen und so Hausärzte entlasten könnten.

In den nächsten Wochen würden mehr Impfdosen zur Verfügung stehen und Impfstoffe zum Einsatz kommen, die logistisch besser zu handhaben seien. Man komme aus dieser Pandemie nur heraus, wenn eine hohe Impfbereitschaft bestehe und die Nachverfolgung über Tests ausgebaut werde.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/Reuters

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.02.2021 | ab 06:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 25.02.2021 | 19:00 Uhr

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