Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 29.10.: 961 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Sachsen

Von Montag bis Freitag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Eine Ärztin einen Coronavirus-Test in den Händen.
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Meldungen des Folgetages

21:37 Uhr | Tickerende

An diese Stelle beenden wir den Ticker zu Corona-Themen in Sachsen für heute. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und sind morgen an gleicher Stelle wieder für Sie da. Gute Nacht und bleiben sie gesund!

21:30 Uhr | Nur wenige Corona-Fälle in Asylbewerber-Aufnahmeeinrichtungen

In Sachsens Aufnahmeeinrichtungen für Asylbewerberinnen und Asylbewerber gibt es nur wenige Corona-Infektionen. Wie Jens Löscher, zuständiger Abteilungsleiter der Landesdirektion Sachsen, mitteilte, sind aktuell 33 Menschen erkrankt und separat untergebracht. Eine Unterkunft stünde bis Freitag unter Quarantäne. Alle Ankommenden würden obligatorisch getestet. Dabei gebe es bisher kaum positive Fälle, Ansteckungen finden daher eher außerhalb statt, so Löscher weiter.

21:10 Uhr | Handball-Spielbetrieb pausiert ab November

Der Spielbetrieb im Handball wird vom 2. November an in Sachsen pausieren. Wie der Handball-Verband Sachsen mitteilte, richtet sich die Wiederaufnahme nach den weiteren gesetzlichen Regelungen, die im November durch Bund und Länder beschlossen werden.

20:55 Uhr | Kulturbranche stark von erneutem Lockdown betroffen

Im November sollen die Kultureinrichtungen im Teil-Lockdown coronabedingt erneut schließen. Olaf Zimmermann vom Deutschen Kulturrat sieht die Kulturbranche als Kollateralschaden und warnt vor kultureller Entwöhnung.

20:35 Uhr | Corona-Fälle in Pflegeheimen im Landkreis Meißen und Bautzen

Im Landkreis Meißen ist aktuell ein Pflegeheim von einem Corona-Ausbruch betroffen. Wie das Landratsamt mitteilte, wurden im Heim "Schöner Blick" in Nossen 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 22 Bewohnerinnen und Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet. Weitere Tests aller möglichen Kontaktpersonen seien geplant.

Im Landkreis Bautzen sind nach Angaben des zuständigen Landratsamtes ein Pflegeheim in Bautzen und eines im Raum Königswartha aktuell von einem Corona-Ausbruch "stark betroffen."

20:28 Uhr | Arbeitnehmer im Gesundheitswesen häufiger infiziert

Beschäftigte im Gesundheitswesen erkranken häufiger an Covid-19 als andere Menschen. Insbesondere diejenigen, die direkt mit Patienten arbeiten, haben ein besonderes hohes Risiko, wie eine Studie zeigt.

20:20 Uhr | Unverständnis bei vielen Gastronomen

Die Gastronomie gehört zu den Branchen, die von Beginn an von der Corona-Pandemie stark betroffen sind. Das Gaststätten ab dem 2. November für vier Wochen geschlossen bleiben müssen, verschlimmert die ohnehin prekäre Situation. Viele Gastronomen, so auch Gerd Busch, sind unzufrieden mit den neuen Maßnahmen.

Das RKI hat festgestellt, dass die Infektionszahlen in der Gastronomie am geringsten sind. Und deshalb stellt sich für mich die Frage der Verhältnismäßigkeit. Wir fühlen uns eigentlich als Prügelknabe der Nation.

Gerd Busch Gastwirt des Schützenhauses in Pulsnitz

19:45 Uhr | Rennrodel-Weltcup in Altenberg ohne Publikum

Der Eberspächer Rennrodel Weltcup in Altenberg im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge vom 30. November bis zum 6. Dezember muss dieses Jahr ohne Publikum auskommen. Wie die Veranstalter mitteilten, ist als Kompensation ein Livestream-Angebot der Rennen geplant.

19:40 Uhr | Notbetreuung im Schiller-Kindergarten und im Hort des Förderzentrums ab Montag

Ab Montag, dem 2. November, können im Kindergarten "Friedrich Schiller" in Bautzen wieder Kinder-Notbetreuungen angeboten werden. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, gilt das für alle Kinder, welche die Einrichtung am 21. und am 22. Oktober nicht besucht haben. Ab dem 6. November können voraussichtlich alle Kinder wieder regulär betreut werden. Auch der Hort des Förderzentrums "Am Schützenplatz" übernimmt die Betreuung der Kinder ab Montag wieder im Notbetrieb.

18:48 Uhr | 961 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Sachsen

Die sächsischen Landkreise und kreisfreien Städte haben am Donnerstag 961 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist der höchste Tageswert seit dem Beginn der Pandemie. Die meisten neuen Fälle hat der Erzgebirgskreis mit 191 zu verbuchen. Den Angaben zufolge sind sachsensweit sechs weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung verstorben.

18:10 Uhr | Gemischte Gefühle vor dem Schulstart

Schülerinnen und Schüler, Eltern und die Lehrervertreter sehen dem Schulstart am kommenden Montag mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Befragten teilten unserer MDR SACHSEN-Redakteurin mit, dass sie es einerseits begrüßen, dass der Präsenzunterricht wieder aufgenommen wird. Auf der anderen Seite sehe man einige der zu tätigenden Maßnahmen als schwierig an, so unter anderem das ständige Lüften der Klassenzimmer im Winter.

18:00 Uhr | Beeinträchtigung bei Gottesdiensten

Am Wochenende begehen die Christen in Sachsen zwei wichtige Feiertage: Am Sonnabend feiert die evangelische Kirche den Reformationstag, am Sonntag folgt für die Katholiken Allerheiligen. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie raten die Landeskrichen untere anderem dazu, bei den Gottesdiensten einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

17:32 Uhr | 448 freie Intensivbetten in Sachsens Krankenhäusern

In Sachsens Krankenhäusern sind von 1.739 Intensivbetten noch 448 Betten frei (Stand: 29.10.2020, 15 Uhr). Das geht aus dem Divi-Intensivregister hervor. In der Datenbank werden täglich alle belegten und freien Intensivbetten aus Krankenhäusern in ganz Deutschland erfasst. Die Kliniken sind verpflichtet, diese Zahlen zu melden. Zusätzlich könnten innerhalb von sieben Tagen weitere 702 Intensivbetten aufgestellt und betreut werden. Dabei handelt es sich aber um eine Notfallreserve.

In den 1.291 belegten Intensivbetten werden nach Angaben des Intensivregisters aktuell 158 Covid-19-Patienten behandelt. 50 von ihnen müssen demnach invasiv beatmet werden. Die Zahl der Intensivpatienten weicht leicht von der heute vom sächsischen Sozialministerium gemeldeten Zahl ab. Die Behörde spricht von 147 Patienten, die intensivmedizinisch betreut werden. Ursache dafür seien unterschiedliche Meldezeiten.

17:20 Uhr | MDRfragt: Ist der Lockdown angemessen oder übertrieben?

Bund und Länder haben für den November einen Teil-Lockdown angekündigt. Was sagen Sie zu den Maßnahmen? Sind sie angemessen oder zu hart? Stimmen Sie ab bei MDRfragt.

17:10 Uhr | Mindestens ein Monat Pause für Regionalliga Nordost

Die Regionalliga Nordost hat angekündigt, den regulären Spielbetrieb zu unterbrechen. Am kommenden Wochenende wird noch einmal "normal" gespielt, danach ist mindestens einen Monat Pause. In Sachsen sind die Vereine Lok Leipzig, Chemie Leipzig, der Chemnitzer FC, Auerbach, Lichtenberg und Bischofswerda von der Pause betroffen.

17:00 Uhr | Sächsischer Gästeführertag in Annaberg-Buchholz abgesagt

Der 5. Sächsische Gästeführertag, der am 2. November 2020 in Annaberg-Buchholz geplant war, ist abgesagt worden. Nach Angaben der Stadtverwaltung, sind "ein entspannter Austausch, die Weitergabe von Wissen und Erfahrungen sowie eine sachliche Diskussion mit Entscheidungsträgern nicht denkbar und umsetzbar."

16:45 Uhr | Maskenpflicht im Leipziger Innenstadtring

Seit heute gilt die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Leipziger Innenstadtring. Laut Stadtverwaltung gilt die Pflicht in der Zeit von 9 bis 24 Uhr. Auch an Bus- und Straßenbahn-Haltestellen sowie auf allen Leipziger Wochenmärkten muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Außerdem sieht die neue städtische Corona-Schutzverordnung vor, dass Bars, Restaurants und Kneipen ab heute zwischen 23 und 5 Uhr geschlossen sind.

16:33 Uhr | KVS sieht bundesweit einheitliche Regelungen positiv

Klaus Heckemann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärtzlichen Vereingung Sachsens (KVS), sieht die nun bundesweit einheitlichen Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus als positiv an. Im Interview mit MDR SACHSEN sagte er unter anderem, dass die Kontaktverfolgung nicht mehr in den Vordergrund gestellt werden dürfe, da sie zu viel Personal beanspruche. Er plädiere daher für eine Fokussierung auf "den Schutz wirklich gefährdeter Personengruppen."

16:20 Uhr | Chemnitz schließt öffentliche Einrichtungen

Öffentliche, städtische Einrichtungen in Chemnitz bleiben vom 2. November bis zum Ende des Monats geschlossen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sind von den Schließungen das Theater, die Stadthalle, Museen, alle städtischen Einrichtungen im TIETZ, der Tierpark und das Wildgatter, Schwimmhallen und Sporthallen sowie die Eishalle (außer für den Schulsport) betroffen.

15:43 Uhr | Martinimarkt in Grimma abgesagt

Der für den 7. bis 8. November geplante Martinimarkt in Grimma kann nicht stattfinden. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, ist es aufgrund der gestern beschlossenen Corona-Maßnahmen derzeit nicht möglich Veranstaltungen durchzuführen. Auch das Riesenrad, welches vom 6. bis 8. November auf dem Markt seine Runden drehen sollte, wird es dieses Jahr nicht geben.

15:15 Uhr | 5.000 Soldaten helfen bei Bewältigung der Corona-Pandemie

Die Bundeswehr unterstützt mit inzwischen rund 5.000 Soldaten Länder und Kommunen beim Bewältigen der Corona-Pandemie. Nach Angaben des zuständigen Inspekteurs Martin Schelleis ist die Nachfrage in den vergangenen beiden Wochen rapide gestiegen. 10.000 Soldaten stünden für weitere Unterstützungsanfragen bereit. Dabei könne die Bundeswehr in vielen Bereichen helfen. Als Beispiele nannte der Inspekteur logistische Aufgaben und großflächigen Desinfektionen, aber auch den Schutz kritischer Infrastruktur.

Soldaten helfen im Pflegeheim
In einem Pflegeheim in Freital unterstützen mehrere Soldaten das Personal unter anderem bei der Essensausgabe. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

15:00 Uhr | Digitales Campusfestival der Hochschule Mittweida

Das Campusfestival Mittweida findet in diesem Jahr digital per Livestream statt. Außerdem werden Spenden für die Musik- und Veranstaltungsbranche gesammelt.

14:40 Uhr | Maskenpflicht auf Kamenzer Wochenmarkt

Seit dem 29. Oktober muss auf dem Wochenmarkt in Kamenz ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden . Wie die Stadtverwaltung mitteilte, musste zu dieser Maßnahme gegriffen werden, da Mindestabstände nicht ohne Weiteres auf dem Markt eingehalten werden können. Außerdem möchte man den Gewerbetreibenden mit ihren Ständen so ermöglichen, ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit weiter nachzugehen und die Angebote für Marktnutzer erhalten. Mitarbeiter der Stadtverwaltung sollen die Einhaltung kontrollieren.

14:16 Uhr | Ergebnisse der "Restart-19"-Studie vorgestellt

Mit rund 1.600 Probanden wurden im August verschiedene Konzert-Situationen in der Arena Leipzig unter Pandemie-Bedingungen simuliert. Jetzt wurden die Ergebnisse der "Restart-19"-Studie präsentiert.

13:14 Uhr | Coronaambulanz Chemnitz zieht in alten Baumarkt um

Wegen des erhöhten Covid-19-Test-Bedarfs zieht die Corona-Ambulanz der Kassenärztlichen Vereinigung in Chemnitz mit mehr Personal in größere Räume um. Ab dem morgigen Freitag ist sie im ehemaligen Praktiker-Baumarkt in der Hermann-Pöge-Straße 6 zu finden. Während der Öffnungszeiten könne sich dort jeder testen lassen, der das wolle, informierte die Stadt.

Öffnungszeiten: wochentags von 16 bis 19 Uhr und sonntags von 9 bis 12 Uhr.

12:51 Uhr | DRK verteilt kindgerechte Plakate

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat eine Plakatserie aufgelegt, die in Bildern und Sprache kindgerecht Corona-Schutzmaßnahmen erklärt. Die drei unterschiedlichen Motive haben das "richtige Aufsetzen und Abnehmen des Mund-Nasen-Schutzes", die geltenden "Distanzregeln" und das richtige "Händewaschen" als Thema. Die Tipps sind auch als Hinweise für Erwachsenen gedacht.

Zwei Frauen und ein Mann tragen Mund-Nase-Bedckung und halten jeweils ein großes Papierplakat vor sich. Die Plakta zeigen kleine Bilder, auf denen erklärt wird, wie man eine Makse aufsetzt und sich vor dem Coronavirus schützen kann.
Gesundheitsministerin Petra Köpping (li.),zeigt mit Rüdiger Unger vom DRK (Mitte) und Staatssekretärin Dagmar Neukirch die Plakate. Bildrechte: Sozialministerium Sachsen

Schulen und Kindergärten sollen 2.000 Plakate kostenlos bekommen. Bezahlt wurden die Plakate aus dem Corona-Nothilfefonds des DRK. Damit will der Verband helfen, die Menschen für Infektionsschutz zu sensibilisieren, sagte der Vorstandsvorsitzende des DRK Landesverbandes Sachsen, Rüdiger Unger.

12:24 Uhr | Sachsen will Reservelager aufbauen

Das Kabinett hat den Aufbau eines zentralen Reservelagers für Schutzausrüstung beschlossen. Die Reserve darin soll den Bedarf während einer vierwöchigen Pandemie abdecken. Schutzmasken und Ausrüstung sind für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz sowie Krankenhäuser, Gesundheitsämter und Alten- und Pflegeheime und deren Bedienstete des Freistaates bestimmt. Das dauerhafte Lager soll mit dem Logistikzentrum des Polizeiverwaltungsamtes (PVA) zusammengeführt werden.

Vorgehalten werden sollen neben acht Millionen Stück FFP2- und FFP3-Schutzmasken auch fünf Millionen OP-Masken und 30 Millionen Einweg-Handschuhe.

12:12 Uhr | Markneukirchner Ringer beenden Bundesliga vorzeitig

Die Ringer des AV Germania Markneukirchen beenden die Meisterschaftsrunde in der DRB-Bundesliga vorzeitig. Damit wolle man Sportler, Trainer und Fans schützen, sagte der Vereinsvorsitzende Jens Berndt mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen im Vogtland.

Die Vogtländer sind mit dieser Entscheidung nicht allein. Der Ringer-Bundesliga gehen in der Corona-Krise langsam die Vereine aus, ein Ligaabbuch droht. Keine vier Wochen nach dem Saisonstart haben 15 von 26 Mannschaften in der dreigleisigen Liga ihren Rückzug erklärt.

12:05 Uhr | Dehoga Sachsen will sich wehren

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Sachsen will die neuerlichen Corona-Beschränkungen für die Branche nicht tatenlos hinnehmen. Bei einer Bundeskonferenz mit allen Landesverbänden werden rechtliche Schritte geprüft, sagte Sachsens Dehoga-Hauptgeschäftsführer Axel Klein am Donnerstagmittag. Es gehe ums wirtschaftliche Überleben der rund 9.500 Betriebe im Freistaat. "Wir haben viel investiert, um die Hygieneregeln einzuhalten: vorgebeugt, Kontaktnachverfolgungen geschaffen, Plätze reduziert. Jetzt fühlen wir uns als Unternehmer ausgebremst", kritisierte Klein.

11:47 Uhr | Zweckverband rät: Ausflüge und Reisen verschieben

Der Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) empfiehlt seinen Fahrgästen, "auf unnötige Reisen und Ausflüge ab sofort zu verzichten". Damit folge man dem, was die Regierung am Mittwoch beschlossen habe, sagte die Verbund-Sprecherin Sandra Trebesius.

Zwar brauche sich niemand auf Reisen vor Ansteckung zu fürchten, weil die Hygienekonzepte der Verkehrsunternehmen funktionierten. Dennoch wolle der ZVON seinen Beitrag dazu leisten, die Virusverbreitung einzudämmen und fordert die Menschen jetzt auf, den Corona-Beschlüssen zu folgen und unnötige Reisen und Ausflüge zu vertagen.

11:36 Uhr | Christmas Garden in Pillnitz abgesagt

Hell erleuchtet ist das Bergpalais in Dresdens Schloss und Park Pillnitz.
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Im Schlosspark Pillnitz wird es im Advent 2020 kein Lichtermeer geben. Die Installation "Christmas Garden" ist heute abgesagt worden. Bereits gekaufte Eintrittskarten sollen für 2021 gültig bleiben, teilten die Veranstalter mit. Sie hatten für die Reihe unter freiem Himmel ein Hygienekonzept erarbeitet, das wegen der Beschlüsse zum 2. November hinfällig sei.

Diese, für Dresden im Einvernehmen mit den Verantwortlichen von Schloss & Park Pillnitz getroffene, Entscheidung fällt nicht leicht, sie ist aber richtig. Die Trendumkehr der Infektionszahlen und die Sicherheit von Mitarbeiter*innen und Besucher*innen haben höchste Priorität.

Lutz Grotehöfer Geschäftsführer der Concert Concept Veranstaltungs GmbH

11:20 Uhr | Caritas: Einschränkungen notwendig - aber bessere Strategien für Heime nötig

Die Caritas hat den von Bund und Ländern beschlossenen erneuten Lockdown in vielen Bereichen als "notwendig" bezeichnet, um möglichst viele Menschen vor Infektionen zu schützen. Gut sei, dass Schulen und Kitas geöffnet blieben, weil das Familien und insbesondere armen Kindern helfe, erklärte die Caritas.

Zugleich dringt sie auf Unterstützung für Alten- und Pflegeeinrichtungen bei den Corona-Maßnahmen. Nötig sei Hilfe bei den Hygiene- und Schutzkonzepten und der Einführung von Tests, verlangte der katholische Wohlfahrtsverband. Außerdem müsse die Abschottung älterer Menschen und von Risikopatienten unbedingt verhindert werden.

11:03 Uhr | Bundeshilfen: 75 Prozent des November-Umsatzes 2019

Kleinere Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern, die von den beschlossenen Corona-Maßnahmen ab 2. November betroffen sind, sollen Hilfen des Bundes bekommen. Abzüglich eventueller Kurzarbeitergelder sollen das 75 Prozent des Umsatzes aus dem November 2019 sein, erklärte Ministerpräsident Micael Kretschmer im Gespräch mit MDR SACHSEN. Diese Hilfszusage habe ihn bewogen, die Einschränkungen mitzutragen. Kretschmer hofft, dass die betroffenen Hoteliers, Gastronomen und Kulturbetreiber damit "über die Zeit kommen". Allerdings wisse er auch: "Es wird trotzdem bitter."

Am Mittwochabend hatte sich Kretschmer mit Gastronomen getroffen und mit ihnen über deren Kritik und Sorgen gesprochen.

10:52 Uhr | Pflegeheim und Behinderten-Einrichtungen unter Quarantäne

Im Altenpflegeheim "Charlotte Winkler" in Naunhof ist eine Mitarbeiterin positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Wie die Leipziger Volkszeitung (LVZ) schreibt, wurde der betroffene Wohnbereich unter Quarantäne gestellt. Alle 23 Bewohner und die Mitarbeiter wurden getestet. Die Diakonie als Betreiberin des Hauses bittet darum, vorerst von Besuchen abzusehen.

Wegen mehrerer Corona-Fälle ist derzeit die AWO-Werkstatt in Eilenburg komplett geschlossen worden. Auch die 41 Bewohner und Beschäftigten der Wohnstätte der Lebenshilfe in Eilenburg stehen unter Quarantäne.

10:43 Uhr | Bischof bekam positiven Test mit einer Woche Verspätung

Der Corona infizierte Bischof des katholischen Bistums Görlitz, Wolfgang Ipolt, ist über das positive Testergebnis "leider erst mit einer Woche Verspätung", informiert worden, sagte Ordinariatsrat Joachim Baensch dem Evangelischen Pressedienst (epd). Damit bestätigte er entsprechende Medienberichte. Bischof Ipolt habe während seiner Erkrankung mit mildem Verlauf nicht ins Krankenhaus gehen müssen, seine Quarantänezeit ende heute.

Auch in anderen katholischen Gemeinden in der Lausitz haben sich Priester mit dem Coronavirus infiziert, so dass Messen und Grabsegnungen zu Allerheiligen am 1. November ausfallen müssen:

10:24 Uhr | Neuauflage des Silbermond-Albums mit neuem Song

Kleiner Lichtblick für Fans und Rückblick auf den Corona-Sommer: Die Band "Silbermond" hat im Morgenmagazin der ARD die Neuauflage ihres Albums "Schritte" vorgestellt. Vier neue Lieder sollen im Album enthalten sein. Unter anderem auch der Song "Machen wir das Beste draus", den die Band im Lockdown geschrieben hat. Der Song "Ein anderer Sommer", in dem sich die Band mit der Corona-Pandemie auseinandersetzt, wird ebenfalls enthalten sein.

09:05 Uhr | Ministerpräsident Kretschmer wirbt um Verständnis in Krise

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat Verständnis für die Betroffenen der erneuten Corona-Beschränkungen geäußert und Betroffenen Ausfall-Hilfen versprochen. Im Gespräch mit MDR SACHSEN erklärte er, warum Bund und Länder "jetzt handeln mussten". Die Infektionszahlen seien rasant gestiegen, aber beim übergroßen Teil davon wisse man nicht, wo sich die Menschen angesteckt haben. Deshalb gehe "es jetzt darum, die Kontakte unter den Menschen massiv zu reduzieren in den nächsten vier Wochen, um wieder auf eine beherrschbare Zahl von Erkrankungen zu kommen".

Es ist besser, jetzt im November schnell einen konsequenten Stopp einzuführen und nicht zu warten, bis die Welle so groß ist, dass sie in den Krankenhäusern die Betten wegnimmt und die Intensivstationen so voll sind, dass wir aussuchen müssen, wer rein darf, wer nicht.

Michael Kretschmer Sächsischer Ministerpräsident

Kretschmer appelliere an alle Sachsen, Kontakte innerhalb der Familie und Freundeskreise einzuschränken, damit "wir Weihnachten gesellig beisammen sein können".

08:29 Uhr | Städtetag begrüßt Maßnahmen

Burkhard Jung
Sitzt dem Deutschen Städtetag vor: Präsident Burkhard Jung. Bildrechte: dpa

Die Maßnahmen von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind auf kommunaler Ebene auf Zustimmung gestoßen. Die Beschlüsse seien "hart, aber richtig", um den rasanten Anstieg der Corona-Infektionen abzubremsen, sagte der Städtetags-Präsident Burkhard Jung (SPD) im Interview mit der "Rheinischen Post". Der Leipziger Oberbürgermeister verlangte vom Bund, dass der sich an seine Versprechen halte. In Kultur, im Sport, in der Gastronomie seien mit viel Energie und Kreativität gute Hygienekonzepte entwickelt worden.

Es ist wichtig, dass die wirtschaftlichen Folgen für die betroffenen Einrichtungen, Unternehmen und Solo-Selbständigen abgefedert werden - so, wie Bund und Länder das zugesagt haben.

Burkhard Jung Städtetags-Präsident und Leipziger OB

08:18 Uhr | Wittichenauer Karnevalisten sagen Saison komplett ab

Der Vorstand des Wittichenauer Karnevalsvereins hat am Mittwochabend die komplette Absage der Saison beschlossen. Begründet wurde das mit der aktuellen sächsischen Coronaverordnung und der Entwicklung des Infektionsgeschehens. Deshalb könnten weder Saalveranstaltungen und Umzüge, noch deren Durchführung vorbereitet werden. Zuvor waren bereits alle öffentlichen Veranstaltungen im November abgesagt worden. Besonders betroffen sei der Verein wegen der Absagen von Veranstaltungen in den Kindergärten, Schulen und im Seriorenheim.

07:40 Uhr | Sondersendung: Regierungserklärung ab 9 Uhr live im Ersten

Ab 9 Uhr wird Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Regierungserklärung zu den beschlossenen Corona-Maßnahmen vor dem Bundestag abgeben. Im Anschluss an ihre etwa 20-minütige Rede ist eine eineinhalbstündige Debatte geplant. Die ARD überträgt live ab 9 Uhr die Erklärung und anschließende Aussprache. Das Geschehen im Plenarsaal wird kommentiert.

Den Livestream finden Sie hier.

06:54 Uhr | DOK Leipzig-Chef fürchtet um Kinos und Festival

Ein erneuter Lockdown für Kulturbetriebe und Schließungen von Kinos hätte nach Ansicht des Leiters des Dokumentarfilm-Festivals DOK Leipzig katastrophale Auswirkungen. "Kinos sind keine Infektionsherde", betonte er in Leipzig, wo noch bis zum Sonntag das DOK-Leipzig-Festival läuft.

Ich hatte gehofft, die Politiker hätten aus den vergangenen Monaten gelernt, wo Ansteckungen passieren.

Christoph Terhechte Leiter DOK Leipzig

Terhechte fragte sich ernsthaft besorgt, ob das Festival im kommenden Jahr noch stattfinden könne, weil es möglicherweise keine Kinos mehr gebe, die Filme zeigen könnten.

06:22 Uhr | Eislauf-Saison für einen Monat unterbrochen

Die Sächsischen Eislaufvereine haben in einer Videokonferenz beschlossen, die Saison der Regionalliga Ost für einen Monat zu unterbrechen. Grund sind die neuen Corona-Pandemie-Maßnahmen. Alle an diesem Wochenende geplanten RLO-Spiele finden statt. Der Modus der Saison soll unverändert bei einer Einfachrunde mit anschließenden Playoffs bleiben, teilte der Eislauferein Niesky mit.

06:03 Uhr | Senioren-Weihnachtsfeier in Bautzen fällt aus

Die traditionelle Weihnachtsfeier im Dezember mit Oberbürgermeister Alexander Ahrens und Bautzens Senioren in der Mehrzweckhalle "Am Schützenplatz" fällt in diesem Jahr aus. Das teilte die Stadtverwaltung Bautzen mit. Als Grund nannte sie die anhaltende Corona-Pandemie. Von der Absage-Welle sind auch die Bautzener Ortsteile betroffen. Auch deren gemütlichen Adventsfeiern können in diesem Jahr nicht stattfinden.

05:45 Uhr | Kritik an Corona-Maßnahmen

Sächsische Politiker haben Kritik an den ab 2. November geltenden Maßnahmen der Bundesregierung und der Bundesländer in der Corona-Pandemie geäußert. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst sprach von einem "Hammer-Lockdown". Es sei nicht logisch, dass das Fahren in überfüllten Bussen weiterhin erlaubt sei, während ein Restaurantbesuch mit Abstand verboten werde.

Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag, Rico Gebhardt, störte sich daran, dass auch die neuen Maßnahmen ohne die Mitwirkung der Parlamente beschlossen würden. Er mahnte eine ausreichende Unterstützung für diejenigen an, die in existenzielle Not gerieten.

Kritik kam auch von Verbänden. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) will rechtliche Schritte prüfen. Durch den zweiten Lockdown werde ein Drittel der 245.000 Betriebe bundesweit den Winter nicht überstehen. Die IHK Chemnitz und ihre Schwesternkammern in Dresden und Leipzig halten die beschlossenen Einschränkungen für "unverhältnismäßig". Die generelle Schließung von Freizeit-, Tourismus- und Gastronomie-Betrieben sowie das Veranstaltungsverbot seien absolut nicht nachvollziehbar. Diese Bereiche hätten gezeigt, dass durch funktionierende Hygiene-Konzepte Infektionen vermieden werden können.

05:37 Uhr | Sächsischer Fußballverband entsetzt über Ignoranz gegenüber Vereinen

Vertreter des Breiten- und Amateursports in Deutschland haben mit zum Teil scharfer Kritik auf die bevorstehenden Corona-Beschränkungen reagiert, auch der Präsident des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV), Hermann Winkler. "Dort, wo in meist ehrenamtlicher Arbeit mit viel Aufwand Hygienekonzepte erarbeitet wurden, die auch wirken, und wo kaum Infektionsgeschehen vorhanden ist, wird dicht gemacht", klagte er.

Ich bin entsetzt über die Ignoranz und Geringschätzung gegenüber dem Sport und den Vereinen.

Hermann Winkler Präsident Sächsischer Fußball-Verband (SFV)

05:36 Uhr | Heute Vorstellung der Restart-Studie

Die Universitätsmediziner Halle stellen heute um 10 Uhr die Ergebnisse ihrer Corona-Studie "Restart 19" vor. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen hatten für dieses Experiment in Leipzig ein Konzert mit Tim Bendzko vor 1.600 Besuchern veranstaltet. Dabei gingen sie der Frage nach, wie in der Pandemie wieder große Kultur- und Sportveranstaltungen in Hallen ablaufen könnten. Ersten Erkenntnissen zufolge erklärten sich knapp 90 Prozent der Besucher bereit, während eines Konzertes eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen.

05:10 Uhr | Ab Montag: Einschränkung von Öffnungszeiten beim Amt für Jugend, Familie und Bildung in Leipzig

Um Coronavirus-Ansteckungen zu verringen, berät das Amt für Jugend, Familie und Bildung in Leipzig ab Montag, 2. November, vorrangig per Telefon oder E-Mail. Das Amt bittet in dringenden, unaufschiebbaren Fällen einen Termin vorab telefonisch zu vereinbaren. In den Gebäuden der Stadtverwaltung gelte außerdem eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 29.10.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 29.10.2020 | 19:00 Uhr

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