Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker am 26.11.: Höchststand - Sachsen meldet mehr als 2.000 Neuinfektionen

Von Montag bis Freitag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

21:52 Uhr | Russischer Impfstoff Sputnik feiert Erfolge

Russland meldet für den Impfstoff Sputnik V ausgezeichnete Wirksamkeitsdaten. Die sollen bald auch einem Fachpublikum vorgestellt werden. Wie das Fachmagazin Science berichtet, konnte bei fast 18.800 Probandinnen und Probanden eine Wirksamkeit von 91,4 Prozent nachgewiesen worden.

In einem Raum impoft eine Frau einen Mann, beide mit Mund-Nasen-Schutz. Im Hintergrund ein Fenster. Frau zum Arm des Manns gebückt, Perspektive leicht von unten.
Medizinisches Personal zuerst: Das galt auch in dieser Moskauer Klinik, als Anfang Oktober der umstrittene Corona-Impfstoff Sputnik-V geimpft wurde. Bildrechte: imago images / ITAR-TASS

21:07 Uhr | Krankenhäuser in Sachsen sehen sich an der Auslastungsgrenze

Die Lage der Krankenhäuser in Ostsachsen verschärft sich wegen der Corona-Pandemie immer mehr. Wie der Rettungsdienst im Landkreis Görlitz mitteilte, war für Corona-Patienten heute nur noch ein einziges Intensivbett im gesamten Landkreis frei. Durch den Zuwachs von 30 bis 40 Covid-19-Patienten pro Woche sei die komplette medizinische Versorgung in der Oberlausitz akut gefährdet. Die Krankenhäuser hätten bereits OP-Säle und Stationen geschlossen, um Personal für die Corona-Patienten freizustellen. Die Region gehört neben dem Landkreis Bautzen zu Deutschlands Corona-Hotspots.

21:07 Uhr | Auch mobile Pflegedienste sind überlastet

Aufgrund der hohen Corona-Infektionen sind auch immer mehr mobile Pflegedienste überlastet und benötigen Hilfe - wie der ASB in Neustadt in der Sächsischen Schweiz.

20:45 Uhr | Sozialministerin Petra Köpping will über volle Krankenhäuser beraten

Sozialministerin Petra Köpping will sich mit Ministerpräsident Kretschmer sowie Landräten und Krankenhauskoordinatoren über die Situation in der Lausitz beraten und Lösungen für eine Versorgung von Intensivpatienten finden. "Der Hilferuf aus Ostsachsen wirkt alarmierend" sagte Köpping im MDR SACHSENSPIEGEL. Es bestünde im Rahmen des Cluster-Konzepts die Möglichkeit, Patienten mit dringenden Behandlungsbedarf in andere Kliniken zu verlegen. Dazu sollten in den nächsten Tagen Lösungen gefunden werden. Sowohl Politiker als auch Ärzte hatten in den vergangenen Tagen auf die Auslastung der Krankenhäuser hingewiesen und um Hilfe gebeten.

20:28 Uhr | Volkstheater Bautzen beteiligt sich an bundesweiten Aktionstag

Das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen beteiligt sich am deutschlandweiten Aktionstag der Theater und Orchester am kommenden Montag. An diesem Tag wird die Fassade des großen Hauses ab 17.30 Uhr für eine halbe Stunde in roter Farbe erstrahlen, teilte das Theater mit. Dahinter werden Ausschnitte aus Schauspiel- und Puppentheaterinszenierungen zu sehen aber nicht zu hören sein. Denn wo Theater geschlossen sind, werde es still, begründete das Haus die Aktion. "Wir wollen zeigen, dass wir Leben in unseren Häusern haben, keinen Stillstand", sagt Intendant Lutz Hillmann. Interessierte können die Aktion auf den sozialen Netzwerken des Theaters verfolgen.

20:10 Uhr | Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau stellt Betrieb ein

Das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau stellt seinen Spielbetrieb bis Ende Februar ein. Hintergund ist die Entwicklung der aktuellen Corona-Pandemie und der konkreten Risikolage im Landkreis Görlitz. Wie eine Sprecherin mitteilte, müssten alle für diesen Zeitraum geplanten Vorstellungen und Veranstaltungen daher entfallen. Das Gerhart-Hauptmann-Theater will seinem Publikum in den kommenden Wochen eine Reihe von digitalen Angeboten unterbreiten. Für den größten Teil der Mitarbeiter des Theaters wird nun erneut die Kurzarbeit eingeführt. Damit kann trotz der erheblichen Einnahmeausfälle die wirtschaftliche Stabilität des Theaters gesichert werden, hieß es.

19:15 Uhr | Höchststand: Sachsen meldet mehr als 2.000 Neuinfektionen

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in Sachsen haben einen neuen Höchststand erreicht. Am heutigen Donnerstag meldeten die Kreise und kreisfreien Städte 2.005 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner weist derzeit mit 383 der Erzgebirgskreis auf, gefolgt vom Landkreis Bautzen und dem Landkreis Zwickau mit 376 und dem Landkreis Görlitz mit 370.

In Sachsen starben zudem weitere 73 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19 Erkrankung. 24 dieser Todesfälle stammen aus Chemnitz und sind aufgrund von Versäumnissen des dortigen Gesundheitsamts erst heute in die Statistik mit eingeflossen. Damit steigt die Zahl der Todesfälle durch oder mit Covid-19 im Freistaat auf insgesamt 846. 31.270 Personen gelten rechnerisch als wieder genesen.

Aktuell liegen 1.951 Corona-Patienten im Krankenhaus, das sind 81 mehr als am Vortag. Von ihnen müssen 355 Erkrankte intensivmedizinisch behandelt werden, acht weniger als am 25. November.

18:10 Uhr | MDR-Blitzumfrage: Mehrheit mit Maskenpflicht zufrieden

Nach dem Zwischenfazit einer Blitzumfrage von MDRfragt hält die Mehrheit (65 Prozent) der Befragten die Maskenpflicht in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen und auf belebten Plätzen für "genau richtig". Auch die vorgezogenen Schulferien (57 Prozent) und die Kontaktbeschränkung auf fünf Personen in zwei Haushalten hält die Mehrheit (56 Prozent) für "genau richtig". Zweifel hingegen gibt es bei der Schließung von Gaststätten, Hotels und Freizeiteinrichtungen. Hier befürwortet die Mehrheit der Befragten die neuen Regeln nicht. So finden 66 Prozent der Befragten die weitere Schließung von Gaststätten "zu streng", 60 Prozent die Schließung von Hotels und 55 Prozent die Schließung von Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

17:55 Uhr | Gemeinderäte und Kreistage sollen per Video tagen können

Gemeinderäte und Kreistage sollen in Sachsen künftig auch per Videoschalte tagen können. Der Innenausschuss des Landtages habe am Donnerstag einen entsprechenden Gesetzentwurf der schwarz-grün-roten Koalitionsfraktionen befürwortet, teilte der SPD-Abgeordnete Albrecht Pallas mit. Es sei wichtig, dass Gemeinderäte und Kreistage auch unter Pandemie-Bedingungen arbeitsfähig blieben. Der Entwurf sieht Änderungen der Gemeindeordnung und der Landkreisordnung vor. Sie sollen im Landtag im Dezember beraten werden und ab Januar gelten.

17:44 Uhr | Stadtrat Dresden beschließt Corona-Hilfen für städtische Beteiligungen

Der Dresdner Stadtrat hat außerplanmäßige Zuweisungen von bis zu 9.282.000 Euro für städtische Beteiligungen beschlossen. Mit dem Geld sollen Verluste und Schäden infolge der Corona-Pandemie ausgeglichen werden. Der Zoo Dresden, die Messe Dresden und die Mitteldeutsche Flughafen AG sollen auf diese Weise unterstützt werden. Außerdem sollen das Heinrich-Schütz-Konservatorium und das Städtische Klinikum Dresden profitieren. Das Geld stammt aus Bedarfszuweisungen des Freistaats Sachsen.

17:05 Uhr | Sozialministerium: Corona-Impfzentren ab 15. Dezember einsatzbereit

Die geplanten Corona-Impfzentren in Sachsen sollen ab Mitte Dezember einsatzbereit sein. Wie das Sozialministerium am Donnerstag mitteilte, erhalte jeder der zehn Landkreise und jede der drei kreisfreien Städte ein Zentrum. Mit der Einrichtung und dem Betrieb sei das Deutsche Rote Kreuz beauftragt worden. Derzeit laufe die Suche nach Räumlichkeiten. Die ersten Impfzentren würden in Dresden, Leipzig und Chemnitz aufgebaut. Geplant seien auch mobile Impfteams, die zum Beispiel in Alten- und Pflegeheimen eingesetzt werden sollen. Die Impfstoff-Beschaffung läuft über den Bund. Nach Sachsen werden Chargen geliefert, die dann an die Impfzentren verteilt werden.

16:10 Uhr | Sachsens Industrie- und Handelskammern fordern Öffnung der Gastronomie

Nach den Abstimmungen von Bund und Ländern zu den neuen Corona-Regeln kritisieren die drei sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) fehlende Planungssicherheit. Das treffe vor allem die Betriebe aus dem Freizeit-, Tourismus- und Gastronomiegewerbe, die weiter geschlossen bleiben müssten. Sie forderten, dass Gastronomie und Beherbergungsbetriebe ab 19. Dezember wieder öffnen dürfen. Zudem bemängelten die Kammern die verschärften Auflagen für den Einzelhandel als unbegründet. Sie erschwerten das immens wichtige Weihnachtsgeschäft.

15:32 Uhr | Ideen in der Corona-Zeit: Endlich mal wieder Ausgehen - ein Wohnmobil-Dinner

Constance Brossell aus Ehrenfriedersdorf bietet in ihrem Lokal neben dem Essen zum Abholen, auch ein Wohnmobil-Dinner an. Die Gäste parken dafür mit ihrem eigenen Wohnmobil vor dem Restaurant. Das schon vorher Essen wird ihnen dann auf Tellern direkt in das Wohnmobil gebracht. "Für mich ist es ein total erhebendes Gefühl, endlich wieder Essen auf Tellern anzurichten", erklärte Inhaberin Constanze Brosell.

15:28 Uhr | Verband: Baukonjunktur in Ostdeutschland schwächt sich ab

Die Corona-Krise macht sich nun auch in der Ostdeutschen Baubranche bemerkbar. Im Jahresverlauf nahmen die Nachfrage nach Bauleistungen und die Bautätigkeit im Vorjahresvergleich ab, teilte der Bauindustrieverband Ost mit. "Seit dem zweiten Quartal zeigten sich sowohl bei der Auftragslage als auch bei der Umsatzentwicklung zunehmend negative Auswirkungen der Corona-Krise. Am Ende des dritten Quartals hat sich die Baukonjunktur in Ostdeutschland nun deutlich eingetrübt", erläuterte Hauptgeschäftsführer Robert Momberg.

Das Gesamtauftragsvolumen des ostdeutschen Bauhauptgewerbes betrug demnach im Zeitraum Januar bis September 13 Milliarden Euro. Das waren 4,5 Prozent weniger als 2019. Besonders dramatisch gestaltete sich die Auftragsentwicklung im Wohnungsbau. Hier sanken die Aufträge zwischen Januar und September im Vergleich zu 2019 um 13,6 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Im Wirtschaftsbau wurde ein Rückgang von 5,9 Prozent verzeichnet. Dagegen war die Nachfrage im Öffentlichen Bau um 1,9 Prozent höher.

15:17 Uhr | Covid-19-Patienten erzählen: "Ich habe in zwei Wochen locker zehn Kilo abgenommen"

Covid-19 ist eine Krankheit, die sehr unterschiedlich verläuft: Manche haben nur eine Erkältung oder gar keine Symptome, andere trifft es schwer. Der 25-jährige Tom aus Chemnitz und der 50-jährige Falko Giesner aus Hainichen haben beide Covid-19 überstanden, kämpfen aber immer noch mit verschiedenen Nachwirkungen. MDR SACHSEN haben sie ihre persönliche Geschichte erzählt.

14:15 Uhr | Dresdner Kirchen stellen Weihnachtspläne am Dienstag vor

Die evangelisch-lutherischen Kirchen in Dresden wollen nächste Woche ihre Planungen für die Advents- und Weihnachtszeit unter Corona-Bedingungen bekanntgeben. Wegen der Pandemie müssen Veranstaltungen abgesagt oder anders gestaltet werden. Unter welchen Bedingungen Gottesdienste gefeiert werden können, darüber will unter anderem Superintendent Christian Behr am Dienstag informieren, wie die Dresdner Kirchenbezirke am Donnerstag mitteilten. Die Stiftung Frauenkirche wird ihr Konzept für die Weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche vorstellen.

14:58 Uhr | Auch Klinikum Chemnitz langsam an Belastungsgrenze

Die steigende Zahl von Corona-Kranken bringt das Klinikum Chemnitz allmählich an die Belastungsgrenze. Wie das Krankenhaus heute mitteilte, werden zurzeit 126 Patienten stationär betreut, 20 liegen auf der Intensivstation. Mehr als 150 Patienten könne das Klinikum nicht aufnehmen, hieß es. Das Personal reiche nicht aus. Die Klinikleitung ist wegen der aktuellen Lage sehr besorgt. Sie bittet die Bevölkerung um das Einhalten der Hygiene- und Kontaktregeln, um eine absehbare Überlastung der Krankenhäuser abzuwenden.

14:45 Uhr | Kliniken in Ostsachsen am Limit

Die Lage in den Krankenhäusern im Landkreis Görlitz und in Ostsachsen hat sich nach Worten der Beigeordneten Martina Weber nochmals verschärft "und ist an der Belastungsgrenze". In den vergangenen Wochen seien rund 40 Covid-19-Patienten pro Woche im Landkreis behandelt worden. "Das kann durch die Kliniken der Region alleine nicht mehr gewährleistet werden", sagte Weber. Daher habe der Landkreis Görlitz einen Brief ans Sächsische Sozialministerium geschickt mit einem dringenden Appell, die Auslastung und Organisation der Krankenhausaufnahmen zu steuern.

14:40 Uhr | Leipziger Messe sagt Freizeit- und Handwerksmesse 2021 ab

Die Leipziger Messe hat die für Februar 2021 geplanten Messen Haus-Garten-Freizeit und Mitteldeutsche Handwerksmesse abgesagt. Die Pandemie-Lage und die von Bund und Ländern beschlossene Verlängerung der Corona-Regeln machten eine weitere Planung unmöglich, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Messe habe gezeigt, dass mit ihrem Hygienekonzept Veranstaltungen sicher durchführbar seien. Nun könne das Unternehmen den Ausstellern und Partnern jedoch die nötige Planungssicherheit nicht mehr bieten. Die nächste Auflage des Messe-Doppels solle vom 19. bis 27. Februar 2022 veranstaltet werden.

14:36 Uhr | Leipziger Gewandhaus schickt im Advent "Konzertbus" durch die Region

Das Leipziger Gewandhaus schickt im Advent einen "Konzertbus" auf Tour, um trotz Corona-Schließung Konzerterlebnisse möglich zu machen. Die Advents- und Weihnachtszeit ohne öffentliche Konzerte zu erleben, sei schwer vorstellbar, teilte das Gewandhaus am Donnerstag mit. Darum solle ein Doppelstock-Bus, der sonst für Stadtrundfahrten genutzt wird, an den nächsten Samstagen zum "Konzertbus" werden. Auf dem offenen Oberdeck werden Musikerinnen und Musiker des weltbekannten Orchesters spielen. Der Bus werde an verschiedenen Orten in Leipzig und im Umland Station machen. Angesteuert werden sollen öffentliche Plätze sowie Sozial- und Pflegeeinrichtungen.

14:32 Uhr | Zoo Hoyerswerda startet Aktion "Spenden statt Böllern"

Geld für Tiere statt für Böller: Der Zoo Hoyerswerda startet eine Silvester-Spendenaktion. Unter dem Motto "Spenden statt böllern" ruft die Einrichtung dazu auf, dass Geld in diesem Jahr statt für Feuerwerkskörper besser für die tierischen Bewohnern des Zoos auszugeben. Sie würden durch den Lärm zu Silvester besonders leiden. Mit der Aktion hofft der Zoo Hoyerswerda aber auch, die durch die coronabedingte Schließung, entfallenen Einnahmen ein wenig ausgleichen zu können. Spenden kann man unter anderem über die Internetseite des Zoos. Unter den Spendern wird eine Tierpatenschaft und eine Erlebnisführung verlost.

13:30 Uhr | Stadt Chemnitz will Maskenpflicht stärker kontrollieren

Die Stadt Chemnitz will verstärkt das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung kontrollieren und bei Verstößen Bußgelder verhängen. Das Rathaus verweist dabei auf die weiterhin sehr hohen Corona-Zahlen. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist nach der Corona-Schutzverordnung des Freistaats Sachsen in allen Fußgängerzonen der Stadt, in allen Einkaufszentren und deren Außenbereichen verpflichtend. Auch der Verkauf von alkoholischen Heißgetränken "to go" - also auch von Glühwein und ähnlichem - ist nicht gestattet.

13:16 Uhr | Novemberhilfen stehen auch indirekt Betroffenen zu

Die sogenannten Novemberhilfen können auch indirekt betroffene Unternehmen und Solo-Selbstständige beantragen. Der SPD-Landtagsabgeordnete Albrecht Pallas verweist darauf, dass die Anspruchsberechtigten nachweislich und regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt betroffenen Unternehmen erzielen müssen. Die Novemberhilfe kann seit gestern beantragt werden und steht Gastronomen, Betreibern von Hotels, Solo-Selbstständigen und Angehörigen der freien Berufe sowie Kulturschaffenden zu, die ihren Beruf wegen der Corona-Beschränkungen derzeit nicht ausüben können.

Aus dem Bundesfinanzministerium werden dafür bis zu 14 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Betroffenen sollen nicht zurückzahlbare Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des Novemberumsatzes des Vorjahres oder alternativ des durchschnittlichen Monatsumsatzes im Jahr 2019 gewährt werden.

12:00 Uhr | Rettungsdienst Weißwasser am Limit

In Weißwasser sind 40 Prozent des Personals des Rettungsdienstes wegen Corona-Infektionen und Quarantäne-Anordnungen ausgefallen. Das bestätigt der Landkreis Görlitz. In einer Pressekonferenz sagte der Ärztliche Leiter des Rettungsdienst im Landratsamt Jens Schiffner: "In der vergangenen Woche sind zwei Fahrzeuge ausgefallen. Nur aufgrund des hohen Engagements der Mitarbeiter können derzeit die Ausfälle kompensiert werden. Ich hoffe, dass das Personal den hohen Belastungen standhält." Das Klinikum Weißwasser behandelt laut Landratsamt "derzeit ausschließlich Covid-19-Patienten". Rettungsdienste würden das Krankenhaus momentan nicht anfahren. Patienten aus der Region würden auf andere Kliniken Richtung Cottbus und Dresden verteilt.

Aktuell hat der Landkreis Görlitz 29 Intensivplätze im Kreisgebiet zur Verfügung, die bis auf einen alle mit Covid-19-Patienten belegt sind. Das Altersspektrum der Patienten liegt den Angaben zufolge bei 48 bis 87 Jahren.

11:45 Uhr | Hilferufe des Landkreises Görlitz

Der Landkreis Görlitz hat angesichts der steigenden Infektionszahlen in Ostsachsen heute mehrere Hilferufe ausgesandt. So habe Landrat Bernd Lange ein Amtshilfeersuchen an die Landespolizei geschickt, hieß es. Landespolizisten sollen bei Corona-Kontrollen helfen. "Wir werden die Kontrollen in der Fläche verstärken", kündigte der CDU-Politiker an. Denn: "Wir wären ein ganzes Stück weiter, wenn wir die jetzt schon bestehenden Hygieneschutzmaßnahmen alle einhalten und kontrollieren würden." Kontrollen seien vor allem in Einkaufscentern, vor Geschäften, auf Plätzen und Parkplätzen notwendig.

Wir befinden uns in einer Krisensituation, wie sie so seit den 1950er-Jahren nicht mehr in unserer Region da war.

Bernd Lange | Landrat des Landkreises Görlitz

Zudem habe der Landkreis die Bundeswehr gebeten, ihre Einsätze im Landkreis bis Ende Januar 2021 zu verlängern. Zu den bisher schon 120 Soldatinnen und Soldaten, die in Gesundheitsämtern, Kliniken und Pflegeeinrichtungen arbeiten, sollen weitere 24 hinzukommen. "Wir schaffen den Klinikalltag nur noch mit Hilfe der Bundeswehr aufrechtzuerhalten", sagte die Beigeordnete Martina Weber.

11:00 Uhr | Dirigent Thielemann: Corona wird Tourneen langfristig verändern

Die Corona-Pandemie wird sich nach Ansicht von Dirigent Christian Thielemann langfristig auf das Tourneegeschäft auswirken. "Die Tourneen werden ausgedünnt werden", sagte der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden der in Freiburg erscheinenden "Herder Korrespondenz". Weiter sagte Thielemann: "Das ist, bei allem Leid dieser Epidemie, zugleich auch das Faszinierende an der gegenwärtigen Situation: Wir werden gezwungen, einzuhalten, uns bleibt keine Wahl."

Ich glaube auch, dass diese Corona-Geschichte ein Zeichen ist. Irgendjemand zeigt uns den erhobenen Zeigefinger und sagt: 'Wenn ihr so weitermacht, dann kriegt ihr die Quittung für euer Tun'. Für mich fühlt es sich so an wie eine Art Generalstrafe für das ewige Herumreisen, die Energieverschwendung.

Christian Thielemann | Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden

10:48 Uhr | Trotz Corona: Olbernhau lädt zum Adventseinkauf und Schauklöppeln ein

Olbernhau lädt ab dem ersten Adventswochenende zum Advents-Shopping in die Innenstadt ein. Eine Vielzahl der Geschäfte werde an allen vier Adventssonnabenden geöffnet sein, teilte die Stadtverwaltung mit. Zudem seien für den 2. und 3. Advent verkaufsoffene Sonntage geplant. Ferner wolle der Tourismusverein der Stadt ein leer stehendes Geschäft in ein Adventsstübel verwandeln, in dem ortstypische Weihnachtsartikel angeboten sowie Schauvorführungen im Schnitzen, Stricken und Klöppeln geplant seien, hieß es.

10:23 Uhr | Corona-Prämie für Sachsens Bauarbeiter

Beschäftigte auf dem Bau in Sachsen erhalten mit der November-Abrechnung eine steuerfreie "Corona-Prämie" von 500 Euro. Wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt weiter mitteilte, erhielten Azubis 250 Euro. Im Ergebnis einer Schlichtung im Tarifkonflik stiegen die Löhne der Bauarbeiter insgesamt 2,7 Prozent, hieß es. Die ersten 0,5 Prozent seien schon mit dem Oktober-Lohn fällig gewesen.

08:19 Uhr | Kretschmer kündigt weitere Einschränkungen in Hotspot-Regionen an

Ministerpräsident Michael Kretschmer hat für Regionen mit besonders hohen Corona-Infektionszahlen weitere Einschränkungen angekündigt. Diese sollen ab kommender Woche gelten, sagte er bei MDR SACHSEN. Unter anderem dürfen sich weniger Menschen treffen. In der Öffentlichkeit soll das Trinken von Alkohol - also auch Glühwein - untersagt werden können. Und die Bewohner in den betroffenen Gebieten sollen ihre Wohnungen beziehungsweise Häuser nur noch aus triftigem Grund verlassen - zum Einkaufen, zur Arbeit oder zur Schule.

Wir sehen in dieser Glühweinzeit eben auch, dass wir mit einem Alkoholverbot in der Öffentlichkeit arbeiten müssen, weil doch der eine oder andere den Verlockungen nicht entgehen kann und es dann immer wieder zu größeren Ansammlungen von Personen kommt.

Michael Kretschmer | Ministerpräsident des Freistaates Sachsen

Die höchsten Infektionszahlen gibt es derzeit in den Landkreisen Zwickau, Sächsische Schweiz/Osterzgebirge, Bautzen und im Erzgebirgskreis. Die geplanten Maßnahmen werden heute im Landtag vorgestellt, morgen soll das Kabinett über die Details beraten.

07:12 Uhr | Eishockey: Lausitzer Füchse bleiben in Quarantäne

Die Mannschaft der Lausitzer Füchse bleibt in Quarantäne. Die Auswertung der Corona-Tests hat den Verdacht von einigen Covid-19-Infektionen bei der Eishockey-Mannschaft bestätigt, so ein Sprecher. Das Gesundheitsamt habe daraufhin weiterhin Quarantäne für alle Beteiligten angeordnet. Die betroffenen Spieler zeigen nach Angaben des Vereins bisher nur geringe Symptome. Die kommenden Spiele der Füchse sind abgesagt.

06:54 Uhr | Anträge auf Novemberhilfe sofort möglich

Firmen und Soloselbstständige können ab sofort Anträge auf die so genannten Novemberhilfen stellen. Wie das Bundeswirtschaftsministerium gestern mitteilte, werden erste Abschlagszahlungen ab Ende des Monats gewährt. Unternehmen erhalten demnach einen Abschlag von bis zu 50 Prozent ihrer beantragten Summe, maximal 10.000 Euro.

Die Anträge müssen elektronisch von einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt gestellt werden. Soloselbstständige dürfen die Anträge selber stellen. Sie erhalten bis zu 5.000 Euro.

06:46 Uhr | Jobcenter Leipzig schaltet Hotline für Selbstständige in Not

Das Jobcenter Leipzig hat eine Service-Hotline für Selbstständige geschaltet. Dort erhalten Menschen, die wegen der Corona-Pandemie kein Einkommen mehr haben, Auskunft, ob und wie sie Grundsicherung beantragen können und welche Möglichkeiten der Unterstützung es außerdem gibt. Es werde zum Beispiel erklärt, wie man an den vereinfachten Antrag findet und welche Unterlagen benötigt werden.

Dazu sagte Pressesprecher Hermann Leistner: "Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist speziell für Selbstständige, wenn ich an Kunst und Kultur denke, überhaupt nicht besser geworden, hat sich eher verschlimmert." Deshalb habe das Jobcenter reagiert, um schneller Antworten geben zu können. "Alle Selbstständigen, die aufgrund von Corona-Entscheidungen in Not geraten, sollen bei uns anrufen, damit wir sie beraten können", so Leistner.

06:15 Uhr | Wirtschaft rechnet bis 2022 mit Corona-Nachwirkungen

Sachsenmetall-Präsident Jörg Brückner  (undatierte Aufnahme)
Verbandschef Brückner erwartet Auswirkungen bis 2022. Bildrechte: dpa

Die sächsische Wirtschaft bekommt die Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin deutlich zu spüren. Nach Angaben der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft (VSW) gingen die Exporte von Januar bis September um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Das entspricht einem Minus von rund vier Milliarden Euro. Sachsens Arbeitgeberpräsident Jörg Brückner sagte: "Unsere Wirtschaft ist in ein tiefes Loch gefallen. Da kommen wir so schnell nicht raus."

Brückner rechnet nicht damit, dass in der Wirtschaft bereits im nächsten Jahr das Vorkrisenniveau erreicht werden kann. "Die Auswirkungen der Krise werden uns auch 2022 beschäftigen." Laut VSW haben derzeit sämtliche Wirtschaftsbereiche - mit Ausnahme des Handels - mit erheblichen Umsatzeinbrüchen zu kämpfen.

06:00 Uhr | Städtetagspräsident Jung vermisst Weitsicht

Städtetagspräsident Burkhard Jung hat mangelnde Weitsicht bei den Beschlüssen von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie beklagt. "Wir hätten uns in den Städten Klarheit für einen etwas längeren Zeitraum gewünscht", sagte der Leipziger Oberbürgermeister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Menschen bräuchten eine Perspektive. Es schmerze, dass der Teil-Lockdown fortgesetzt werden müsse, sagte der SPD-Politiker, die Corona-Lage lasse aber "derzeit nichts anderes zu".

05:56 Uhr | Linke im Landtag verlangen Antworten nach Leipziger Demos

Leipzig stand mit zum Teil chaotisch verlaufenden Kundgebungen von Gegnern der Corona-Maßnahmen und Gegendemonstranten gleich zweimal bundesweit im Fokus. Heute möchte die Fraktion der Linkspartei Auskunft darüber im Landtag. Innenminister Roland Wöller soll in der regulären, nichtöffentlichen Sitzung des Innenausschusses Fragen ihrer Vertreter dazu beantworten. Nach der Demonstration am 7. November, als Tausende gegen die Maskenpflicht und Abstandsregeln verstoßen und einen Aufzug durch die Leipziger erzwungen hatten, hatte die Landesregierung die Teilnehmerzahl bei Versammlungen auf maximal 1.000 Menschen begrenzt.

05:44 Uhr | Ministerpräsident Kretschmer erneuert Appell zur Vorsicht

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat am Mittwoch erneut auf die derzeit sehr brisante Corona-Situation hingewiesen. Er appellierte im MDR SACHSENSPIEGEL erneut an die persönliche Verantwortung eines jeden.

Länder und Bund sind sich einig: Wir haben die Reduzierung der Kontakte nicht erreicht. Die Zahlen sind viel zu hoch. Wir werden mit diesen Zahlen nicht über den Winter kommen und die medizinische Versorgung sichern. Das geht nicht so weiter, wir müssen die Zahlen schnell reduzieren, um die Pandemie zu stoppen und auch bald zur Normalität zurückzukehren.

05:40 Uhr | Corona stellt häusliche Pflege vor große Herausforderungen

Bereits unter normalen Umständen ist die Pflege von Patienten zu Hause eine anspruchsvolle Aufgabe. Termindruck und viele Kontakte durch Patienten und Angehörige sorgen für zusätzliche Herausforderungen. Trotz Mindestabstand und Maskenpflicht meistern zwei Pflegerinnen des ambulanten Pflegedienstes des Malteser in Kamenz ihre Arbeit.

05:09 Uhr | Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker zeigte sich enttäuscht über Antwort aus der Politik

Der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller fordert vor dem Hintergrund absehbarer Umsatz-Einbrüche mehr Unterstützung aus der Politik. Die Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf einen entsprechenden Brief des Verbandes sei eher enttäuschend, sagte Verbandschef Frederic Günther MDR SACHSEN. "Man hat uns quasi mitgeteilt, dass mehrere Verbände schon was Ähnliches gefordert haben wie der Handelsverband." Natürlich könne man verstehen, dass nachgebessert werden muss. Immerhin habe man mitgeteilt, die Novemberhilfen zu verbessern. Den Kunsthandwerkern fallen Weihnachtsmärkte als Absatzmärkte weg, eigene Geschäfte und der Fachhandel haben aber weiter geöffnet.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.11.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 26.11.2020 | 19:00 Uhr

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