Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 17.12.: Unimediziner für Corona-Verschärfungen - wenn Infektionszahlen nicht sinken

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Proben für Corona-Tests werden im Diagnosticum-Labor in Plauen für die weitere Untersuchung vorbereitet.
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21:45 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Liveticker zu Corona-Themen aus Sachsen für heute. Wir wünschen Ihnen einen ruhigen Abend und sind am Freitagmorgen wieder für Sie da. Bleiben Sie gesund!

21:40 Uhr | Delitzscher Gastwirte mit Herz

Ein Delitzscher Gastronomen-Paar will in der Corona-Krise Seniorenheimbewohner aufmuntern helfen. Martina und Bernd Martinek spielen in Altenheimen kostenlose Konzerte mit ihrer Drehorgel. Sie haben schon in in vier Heimen für Senioren Weihnachts- und Volkslieder vorgespielt.

Diese Generation, die sollten wir nicht vergessen.

Bernd Martinek Gastronom und Unternehmer

Vergessen will das Ehepaar auch nicht seine zwei Restaurants in Delitzsch, direkt am Marktplatz und im Tierpark. Trotz des Lockdowns kämpfen sie für das Fortbestehen ihrer Lokale.

21:02 Uhr | Maskenverweigerer und die Rolle der AfD

In den Corona-Hotspots Sachsen gibt es immer noch Menschen, die sich der Realität verweigern. Dem MDR-Magazin FAKT sagte ein Mann eines Sicherheitsdienstes über seinen Arbeitsalltag in einer Görlitzer Postfiliale, dass er täglich mit Masken-Verweigerern konfrontiert ist:

Ich arbeite bei der Postbank. Pro Tag schmeiße ich etwa 20 Leute wieder raus. Das sind entweder Maskenmuffel oder welche, die sagen, es gibt doch nichts.

20:38 Uhr | FFP2-Masken nicht im Backofen desinfizieren

Die Apothekerkammer Sachsen-Anhalt hat davor gewarnt, FFP2-Masken zum Desinfizieren in den Backofen zu legen. Diese Nase-Mund-Bedeckungen sollte auch nicht gewaschen oder nach dem Gebrauch in Plastiktüten aufbewahrt werden. Bis 6. Januar 2021 haben Ältere Anspruch auf die kostenlosen Masken, die in Apotheken verteilt werden.

20:19 Uhr | Unimediziner für Corona-Verschärfungen - wenn Infektionszahlen nicht sinken

Detlev Michael Albrecht vom Universitätsklinikum Dresden hat Verschärfungen der Corona-Einschränkungen verlangt, wenn die Zahl der Neuinfektionen nicht sinkt. Im MDR SACHSENSPIEGEL sagte der Professor und medizinische Vorstand:

Wir stehen mit dem Rücken an der Wand. Wir haben jetzt, mit den Patienten, die in die Kliniken kommen, den Zustand der Infektionen von vor sieben bis zehn Tagen. Das bedeutet: Wenn sich jetzt nicht bald was in der weiteren Infektionslage ändert, dann werden wir einen weiteren Patientenzuwachs sehen.

Detlev Michael Albrecht Medizinischer Vorstand Universitätsklinikum Dresden

Sozialministerin Petra Köpping (SPD) sagte im Gespräch mit MDR AKTUELL, dass bis 1. Januar 2021 in Sachsen keine weiteren Maßnahme-Verschärfungen geplant seien. Allerdings räumte sie ein, dass in Sachsen anfangs wohl zu wenig kontrolliert wurde, ob die Corona-Schutz-Maßnahmen eingehalten werden.

19:15 Uhr | Dresden will Silvesterfeuerwerke generell verbieten

Der Oberbürgermeister der Stadt Dresden, Dirk Hilbert (FDP), plant ein generelles Verbot aller Silvesterfeuerwerke in der Stadt. Das habe er am Donnerstag in einer Stadtratssitzung angekündigt, sagte eine Sprecherin. Details soll es in einer Allgemeinverfügung geben, die in den kommenden Tagen erlassen werde.

Bundesweit ist bereits der Verkauf von Feuerwerk untersagt worden, das Abbrennen von Feuerwerkskörpern wurde jedoch nicht zugleich flächendeckend mit verboten.

19:07 Uhr | Winterstein-Theater schließt bis Ende Februar

Die Erzgebirgische Theater- und Orchester GmbH stellt den Spielbetrieb des Annaberger Winterstein-Theaters und der Erzgebirgischen Philharmonie Aue bis zum 26. Februar 2021 ein. Der Geschäftsführende Intendant Ingolf Huhn sagte, mit Blick auf das Pandemie-Geschehen sei diese Entscheidung "die einzig logische Konsequenz". Er bedankte sich beim Publikum, das dem Ensemble auch in diesem schwierigen Jahr die Treue gehalten hat.

Auch das Theater Plauen-Zwickau hatte diese Woche angekündigt, bis mindestens Ende März zu pausieren.

18:50 Uhr | Leipziger Inzidenzwert erstmals über 200

Die 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner in Leipzig hat mit 212 erstmals die 200er-Grenze überschritten. Damit liegen nun alle Landkreise und Großstädte oberhalb dieser Grenze. Insgesamt sechs Landkreise weisen einen Inzidenzwert von mehr als 600 aus.

Die Landkreise und kreisfreien Städte haben am Donnerstag insgesamt 3.180 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die meisten Neuinfektionen gab der Landkreis Zwickau mit 390 bekannt. Damit ist die Zahl der zurzeit in Sachsen bekannten aktiven Corona-Fälle auf 33.863 gestiegen. In den Kliniken werden derzeit 3.226 Corona-Erkrankte behandelt, zwölf weniger als am Mittwoch. 610 Menschen brauchen eine intensivmedizinische Versorgung.

Im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion sind seit Mittwoch 72 Menschen gestorben. Damit wurden seit Beginn der Pandemie in Sachsen insgesamt 2.049 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung registriert.

18:02 Uhr | Coswig beschafft 30 Notebooks fürs Homeschooling

In Coswig haben 30 Oberschüler kurzfristig beschaffte Notebooks von der Stadt zur Verfügung gestellt bekommen. Ursprünglich sollten 60 Schüler Apple-Tablets erhalten, die wegen langfristiger Lieferschwierigkeiten aber nicht ankamen, erklärte die Stadt. Ein Stadtrat und die Initiative "Coswig - Ort der Vielfalt" übergaben nach einer Spendenaktion 29 aufgearbeitete Laptops. Die noch fehlenden Geräte finanzierte die Stadt nun vor. Später sollen die Oberschüler auf die bereits bestellten Tablets umsteigen. Die Leih-Notebooks sollen an der Schule genutzt werden.

ein Junge aus der 6, Klasse einer Oberschule sitzt an einem Unterrichtstisch und blickt auf einen Laptop. Neben ihm sitz ein Lehrer und erklärt ihm die Technik.
Der Oberschüler Paul Schäfer aus der 6. Klasse bekommt ein Notebook für die Lernzeit zu Hause übergeben. Lehrer Christian Weinlich (rechts sitzend) erklärt ihm die Technik. Bildrechte: Stadtverwaltung Coswig

17:38 Uhr | Freiwillige melden sich bei Dresdner Pflegeheimen

Nachdem Dresdner Pflegeheime in einem Aufruf ehrenamtliche Helfer gesucht hatten, haben sich viele Freiwillige gemeldet. Allein bei drei Heimen der Stadt gingen bisher 46 Angebote ein, informierte die Bürgerstiftung. Die Freiwilligen werden unter anderem zur Begleitung der Heimbewohner gebraucht, für das Besuchsmanagement, bei der Essensausgabe, oder im Hauswirtschaftsbereich. Auch ein Einsatz als Einkaufshelfer sei denkbar.

Interessenten können sich an die Bürgerstiftung wenden unt

17:27 Uhr | Halle hilft Sachsens Corona-Patienten

Kliniken in Halle in Sachsen-Anhalt haben 15 Corona-Patienten aus Sachsen übernommen, sagte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos). Derzeit seien knapp 115 Corona-Patienten in den Krankenhäusern der Stadt in Behandlung. Die Kliniken gerieten angesichts des steigenden Infektionsgeschehens immer stärker unter Druck. Die Ampel stehe auf "Gelb bis Dunkelgelb", meinte Wiegand.

Am Donnerstag lag die Inzidenz in Halle bei 172,14 Infizierten pro 100.000 Einwohnern innerhalb der vergangenen sieben Tage. Das ist für die Saalestadt ein Höchstwert.

17:10 Uhr | Arbeitszeitregeln für einzelne Branchen bis 31. März gelockert

Wegen der Corona-Krise hat Sachsens Landesdirektion für mehrere Branchen die Arbeitszeitregeln gelockert. Das betrifft das Verbot von Sonn- und Feiertagsarbeit und die Höchstarbeitszeit. Die wurde von acht auf zwölf Stunden täglich angehoben. Die Ausnahmeregelung ist bis 31. März 2021 befristet. Damit soll es etwa Krankenhäusern und Pflegeheimen möglich werden, Personalausfall durch längere Schichten anderer Mitarbeitender zu kompensieren.

Die physischen und psychischen Belastungen der Beschäftigten, die an vorderster Front jeden Tag alles geben, damit der Kampf gegen die Pandemie gelingt, sind enorm.

Regina Kraushaar Präsidentin der Landesdirektion Sachsen

Die Regelungen betreffen nicht nur das Gesundheitswesen. Auch in Verkehrsbetrieben sind bis zu Zwölf-Stunden-Schichten möglich, ebenso in der Energie- und Wasserversorgung, der Landwirtschaft, dem Bewachungsgewerbe sowie beim Rundfunk und Nachrichtenagenturen. Die geleistete Mehrarbeit müsse innerhalb des nächsten halben Jahres ausgeglichen werden, hieß es.

15:58 Uhr | 71 Verstöße in Görlitz und Bautzen

Die Polizei hat bei Corona-Kontrollen in den Landkreisen Görlitz und Bautzen dutzende Verstöße gegen die Corona-Schutz-Verordnung festgestellt. Insgesamt ahndeten die Polizeibeamten 71 Verstöße und fertigten Anzeigen. Beispiele:

In Radeberg und Pulsnitz trugen zehn Menschen keine Masken in der Öffentlichkeit oder waren ohne triftigen Grund abends unterwegs.
In Zittau hielten sich in der Nacht zwei tschechische Männer in einem Auto auf. Bei der Kontrolle fanden die Beamten Marihuana und eine Spritze mit Amphetaminen. Einer der beiden Männer wurde bei einem Drogentest positiv auf Amphetamin getestet. Die Polizisten zogen die Drogen und den Autoschlüssel ein und untersagten die Weiterfahrt. Beide Männer bekamen Anzeigen wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und gegen die Corona-Schutzverordnung.
In der der Südstraße in Boxberg stellten Ordnungshüter einen Geschäftsinhaber und dessen Mitarbeiter ohne Mund-Nasen-Schutz fest. Nach Aufforderung verneinten sie das Aufsetzen, beleidigten und bedrohten die Kontrolleure. Die Polizei schrieb entsprech

15:48 Uhr | Ärztliche Bereitschaftsdienste an den Feiertagen

Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KVS) hat auf Öffnungszeiten und ärztliche Bereitschaftsdienste zu Weihnachten und Silvester hingewiesen:

Treten nicht lebensbedrohliche Beschwerden auf, deren Behandlung nicht bis zum nächsten Tag warten kann, ist auch zu Weihnachten und zum Jahreswechsel 2020/2021 die ambulante medizinische Versorgung sichergestellt. Bereitschaftspraxen und -sprechstunden in seiner Region können Hilfesuchende telefonisch beim ärztlichen Bereitschaftsdienst am 24. und 31. Dezember 2020 und an den Feiertagen sowie an den Wochenenden erreichen unter Telefon 116 117 (7:00 Uhr bis 7:00 Uhr des Folgetages). Für Behandlungen und Tests auf das Corona-Virus sind die geänderten Öffnungszeiten der Schwerpunktpraxen Infekt/Covid-19 sowie Corona-Testpraxen zu beachten. Bei lebensbedrohlichen Zuständen gilt immer: Rettung

15:21 Uhr | Gemeinsamer Appell an Unternehmer und Verwaltung

Das sächsische Wirtschaftsministerium und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) haben in einem gemeinsamen Appell für die Einhaltung der Arbeitsschutz- und Hygieneregeln in Unternehmen geworben. Arbeitgeber, Vorgesetzte, Betriebs- und Personalräte sollten die Hygiene-Regeln einhalten und auf den Gesundheitsschutz aller Mitarbeitenden achten. Die Arbeitsschutzbehörde stehe jedem beratend zur Seite, hieß es.

Die Beschäftigten müssen vor Infektionen geschützt werden. Dies gilt auch für den Arbeitsweg und bei der Unterbringung von Beschäftigen beispielsweise bei Montagearbeiten oder auf dem Bau.

Markus Schlimbach DGB-Vorsitzender Sachsen

14:56 Uhr | 21 Verstöße gegen Corona-Einschränkungen in Grimma

Das Ordnungsamt Grimma und Beamte des Polizeireviers Grimma haben am Donnerstag 21 Verstöße gegen die Corona-Schutz-Verordnung festgestellt. Sie kontrollierten drei Stunden lang den Altmarkt, ein Einkaufszentrum und das Gelände eines Supermarktes. Zudem seien Händler auf dem Markt kontrolliert worden. Bei den 21 Verstößen handelt es sich hauptsächlich um Maskenpflichtverstöße. "Dennoch hielt sich der überwiegende Großteil der Bevölkerung an die Auflagen", urteilte Polizeihauptkommissar Axel Schäfer.

Die meisten Menschen hätten die Kontrollen begrüßt. "Allerdings gab es auch einige, die um keinerlei Ausreden verlegen waren", meinte Schäfer. Die Behörden kündigten weitere Kontrollen in Grimma an.

Zwei Polizeibeamte stehen auf einem Supermarktplatz und sprechen einen Kunden an, der gerade eine Wagen schiebt.
Beamte kontrollieren das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung auf dem Parkplatz bei REWE in Grimma. Bildrechte: Polizeirevier Grimma

14:28 Uhr | 15 Prozent der sächsischen Kinder in Notbetreuung

Nach der Schließung der Kindertagesstätten in Sachsen sind derzeit rund 15 Prozent der Kinder in der Notbetreuung. Das hat eine Erhebung ergeben, teilte der Sächsische Städte- und Gemeindetag mit. Tatsächlich hätten zuvor deutlich mehr Eltern eine Notbetreuung angemeldet (23 Prozent) als sie letztlich in Anspruch nahmen.

14:21 Uhr | Klinikum Chemnitz bittet intern und bei Bundeswehr um Hilfe

Am Klinikum Chemnitz ist die Personalsituation äußerst angespannt. Wie das Krankenhaus mitteilte, falle statistisch gesehen täglich fast jeder dritte Mitarbeitende für die Dienstplanung aus. Erkrankungen, Quarantänen und Kinderbetreuung seien die Hauptgründe dafür.

Um dennoch die Versorgung der Covid-19 und Notfallpatienten abzusichern, habe das Klinikum intern um Hilfe gebeten. Auf den Aufruf hätten sich 100 Mitarbeiter gemeldet. Damit könne die Überlastung Einzelner vermieden werden. Zudem sei die Bundeswehr um Unterstützung durch medizinisches Personal gebeten worden, wie es in Ostsachsen im Einsatz ist.

13:27 Uhr | Impfungen sollen am 27. Dezember starten

Laut Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) soll am 27. Dezember mit den ersten Corona-Impfungen begonnen werden. Dieser Starttermin sei derzeit bundesweit so geplant, sagte sie am Donnerstag. Zuerst habe man die Pflegeeinrichtungen im Blick. Derzeit würden in den Einrichtungen bereits Listen erstellt, auf denen die Freiwilligen vermerkt sind, die geimpft werden sollen. Zur Menge des Impfstoffs, der Sachsen am 27. Dezember zur Verfügung steht, wollte Köpping keine Angaben machen und verwies auf das Bundesgesundheitsministerium.

12:49 Uhr | Mitarbeiter in Quarantäne - Chemnitzer Tafel zu

Die Chemnitzer Tafel gibt an ihre Kunden vorerst keine Lebensmittel mehr aus. Tafelchefin Christiane Fiedler teilte mit, dass sich alle festen Mitarbeiter einschließlich der Fahrer in Quarantäne befinden. Deshalb sehe man sich nicht in der Lage weiterzuarbeiten. Betroffen ist auch die Ausgabestelle in Frankenberg.

12:25 Uhr | Ministerpräsident plant derzeit keine weiteren Ausgangssperren

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer (CDU) hat auf Berichte reagiert, der Freistaat wolle Kommunen mit besonders vielen Corona-Infizierten abriegeln. Kretschmer sagte, es seien keine weiteren Ausgangsbeschränkungen beschlossen worden. Eine solche Entscheidung stehe auch aktuell nicht an.

Wir werden jetzt erstmal die Wirkung der Maßnahmen anschauen. Effekte sind erst in zehn bis 14 Tagen sichtbar. Vorher ist mit keinen weiteren Einschränkungen zu rechnen.

Michael Kretschmer Sächsischer Ministerpräsident

Dennoch müsse überlegt werden, was noch getan werden könne, um die Pandemie zu stoppen. Die Gemeinden würden weiter untersucht, um die Gründe für die derzeitige Situation zu analysieren, so Kretschmer. Unter anderem hatte die Freie Presse berichtet, die Landesregierung erwäge Corona-Hotspots abzuriegeln und drastische Ausgangssperren zu erlassen.

12:14 Uhr | Extra Kühlcontainer für Verstorbene

Die Oberlausitzkliniken schaffen in den kommenden Tagen zusätzliche Kühlkapazitäten für die Aufbewahrung von Verstorbenen. Es handelt sich dabei um einen mobilen Container, der auf dem Gelände der Oberlausitzkliniken aufgestellt werden soll - ob in Bautzen oder in Bischofswerda, stehe noch nicht fest, sagte Geschäftsführer Rainer Rogowski. Diese zusätzlichen Kapazitäten könnten dann auch von anderen Krankenhäusern im südlichen Landkreis Bautzen genutzt werden.

Die Oberlausitzkliniken verfügen über 25 Kühlplätze, diese sind laut Rogowski aktuell auch ausreichend. Das könne sich aber ändern, wenn über die Weihnachtsfeiertage Sterbeurkunden nicht so schnell wie sonst ausgestellt werden oder auch Bestattungen nicht so zügig wie sonst organisiert werden könnten. Darauf wollen die Kliniken vorbereitet sein.

11:50 Uhr | Buchläden mit Lieferdienst

Der Ladenverkauf von Büchern ist wegen des Lockdowns nicht erlaubt. Um literarische Weihnachtsgeschenke aber dennoch zu ermöglichen, bieten einige Buchhandlungen einen Lieferdienst per Fahrradkurier an.

11:17 Uhr | Chemnitzer Verkehrsbetriebe fahren weniger

Die Chemnitzer Verkehrsbetriebe (CVAG) passen ab Montag ihren Fahrplan an. Aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen fahren die Busse und Bahnen der CVAG nach Ferienfahrplan. In der Hauptverkehrszeit sind sie dann nur noch viertelstündlich unterwegs. Wegen der bundesweiten Ausgangssperren wird auch der Nachtverkehr eingeschränkt. Nur Heiligabend und Silvester verkehren alle Nachtlinien.

10:57 Uhr | Hoher Krankenstand an einigen Kliniken

Die Corona-Lage in Dresden und Ostsachsen hat sich zugespitzt. Derzeit gebe es aber noch freie Intensivbetten, teilte die Dresdner Universitätsklinik mit, die die Bettenkapazitäten in der Region koordiniert. Bisher seien alle Anfragen bezüglich eines Intensivbettes erfolgreich bearbeitet und die Patienten entsprechend zugewiesen worden. Es bestehe auch die Möglichkeit, weitere Betten zu akquirieren, so die Uniklinik.

Ein beschränkender Faktor sei die Verfügbarkeit des medizinischen Personals. In einigen Regionen gebe es einen überdurchschnittlich hohen Krankenstand. Verschiedene Kliniken hätten bereits um Unterstützung durch die Bundeswehr gebeten, heißt es in einer Mitteilung der Dresdner Uniklinik.

10:32 Uhr | Aue-Bad Schlema will Impfaußenstelle

Der Stadtrat von Aue-Bad Schlema hat nahezu einstimmig einem Eilantrag zur Errichtung einer Impfaußenstelle im Städtebund Silberberg zugestimmt. Zudem wurde der Landrat des Erzgebirgskreises aufgefordert, sich für eine solche Außenstelle des in Annaberg-Buchholz vorgesehenen Impfzentrums einzusetzen.

Stadtrat Tobias Andrä führte zur Begründung unter anderem den hohen Anteil an älterer Bevölkerung mit eingeschränkter Mobilität an. Als mögliche Objekte für die Impfaußenstelle wurden der VIP-Raum des FC Erzgebirge Aue und das leer stehende Bergarbeiterkrankenhaus in Schneeberg genannt. 

10:12 Uhr | Männer pöbeln in Zittau Passanten an

Zwei Zittauer im Alter von 25 und 46 Jahren haben am Mittwoch gegen die Bestimmungen der Sächsischen Corona-Schutzverordnung verstoßen. Wie die Bundespolizei mitteilte, kontrollierte eine Streife die beiden Männer am Abend auf dem Zittauer Marktplatz, weil sie Passanten anpöbelten.

Die Männer tranken in der Öffentlichkeit unverhohlen Alkohol und trugen keine Maske. Einer von ihnen konnte den Beamten ein ärztliches Attest zur Befreiung von der Maskentragepflicht vorlegen. Die zwei Männer wurden angewiesen, ihr Verhalten einzustellen. Das Gesundheitsamt werde informiert, so die Polizei.

09:44 Uhr | Keine Nachtbusse beim VVO

Wegen der nächtlichen Ausgangssperre fahren im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) nachts keine Busse mehr. Wie der Verkehrsverbund mitteilte, wird der nächtliche Linienverkehr von Dresden in die Region bis zum 10. Januar eingestellt. Eine Ausnahme wird in der Silvesternacht gemacht. Da soll es auch Fahrten nach Mitternacht geben. Die Nachtlinien im VVO verbinden normalerweise in den Nächten zu Sonnabend, Sonn- und Feiertagen Dresden mit dem Umland.

09:04 Uhr | Leipziger Krankenhaus schließt Notaufnahme in Grünau

Die Notaufnahme des Robert-Koch-Klinikums in Leipzig-Grünau ist bis auf Weiteres geschlossen. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie bündele das Klinikum St. Georg seine Ressourcen und setze den Fokus auf die Covid-19-Stationen am Standort Leipzig-Eutritzsch, teilte das Krankenhaus mit.

Wir bedauern diesen Schritt sehr, müssen aber zugunsten der Versorgung der steigenden Covid-19-Patientenzahlen diesen Weg gehen. Unser medizinisches Personal aus dem Robert-Koch-Klinikum unterstützt nun am Standort Eutritzsch die Kolleginnen und Kollegen, die seit Frühjahr unter einer enormen Belastung stehen.

Iris Minde Geschäftsführerin Klinikum St. Georg Leipzig

Das Klinikum hat bereits seit Anfang Dezember alle verschiebbaren Operationen und Eingriffe abgesagt, um Kapazitäten für die Behandlung von Covid-19-Patienten freizumachen. Notfälle und lebensbedrohliche nicht verschiebbare Behandlungen, wie zum Beispiel bei Tumorpatienten, werden aber weiter am Standort Eutritzsch durchgeführt.

08:48 Uhr | Gestiegene Nachfrage bei IT-Service

Homeoffice und der Computer fährt nicht mehr hoch? Oder das Enkelkind ist mitten im Lockdown über WhatsApp nicht mehr erreichbar? Solche Fälle bekommt jetzt Tim Roth immer öfter auf den Tisch. Der Dresdner hatte sich im Januar 2019 selbstständig gemacht. Seit der Corona-Krise seien seine Dienstleistungen gefragter denn je, sagt er.

08:12 Uhr | Letzte Landtagssitzung in diesem Jahr

Der sächsische Landtag befasst sich heute Vormittag erneut mit den Folgen der Corona-Pandemie. Thema auf seiner letzten Sitzung in diesem Jahr ist unter anderem ein Übergangsgeld für Soloselbständige und Kleinstunternehmer. Außerdem wird über Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Krise diskutiert. Kultusminister Piwarz steht den Abgeordneten dazu Rede und Antwort.

Zudem steht die Reform des Lehramtsstudiums auf der Tagesordnung. Lehrkräfte für weiterführende Schulen sollen nicht mehr getrennt ausgebildet werden. So können sie sowohl an Gymnasien als auch an Oberschulen und Gemeinschaftsschulen eingesetzt werden. Getestet wird das zunächst in zwei Modellstudiengängen in Chemnitz und Leipzig.

07:15 Uhr | Erwägt Landesregierung Abriegelung von Corona-Hotspots?

Sachsen ist derzeit das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland. Medienberichten zufolge erwägt der Freistaat nun Maßnahmen, um ganze Kommunen von der Außenwelt abzuriegeln. Nach Angaben der Landesregierung werden solche Szenarien zwar geprüft. Konkrete Beschlüsse für eine Verschärfung der bereits beschlossenen Maßnahmen gebe es bislang jedoch nicht.

06:39 Uhr | Tafel in Stollberg schließt

Die Stollberger Tafel gibt an ihre Kunden bis zum 3. Januar keine Lebensmittel mehr aus. Dabei handle es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, sagte Tafelchefin Annerose Aurich. "Wir haben ganz viele Mitarbeiter, die schon etwas älter sind und Vorerkrankungen haben. Um sie zu schützen, haben wir im Vorstand beschlossen, dass wir die Tafel erst einmal schließen." Die Stollberger Tafel versorgt rund 35 sogenannte Bedarfsgemeinschaften, darunter Alleinstehende und Familien mit bis zu neun Personen.

06:07 Uhr | Landkreis Leipzig sucht Pflegehelfer

Im Landkreis Leipzig werden freiwillige Helfer während der Corona-Pandemie gesucht. Wegen des erhöhten Infektionsgeschehens fallen mehr Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen aus. So werden unter anderem Helfer für Pflegeheime, Pflegedienste und Wohnheime für Menschen mit Behinderung gebraucht. Interessierte können sich im Sozialamt des Landratsamtes registrieren lassen.

05:23 Uhr | Informationen zu Impfzentren in Sachsen

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Wenn in Sachsen die Impfung gegen das Coronavirus beginnt, gibt es für Impfwillige einiges zu beachten. Das teilte das Deutsche Rote Kreuz dazu mit:

Die Impfzentrumsgrenzen sind nicht mit den Landkreisgrenzen gleichzusetzen. Man kann sich sein Impfzentrum aussuchen. Bedingung: Die zweite Impfung muss am gleichen Ort durchgeführt werden.
Impftermine können online, per App oder Mail beantragt werden. Das Buchungssystem dazu werde noch aufgebaut.
Die Impfteams bestehen aus drei bis vier Personen. Hinzu kommt eine Ärztin beziehungsweise ein Arzt.
Derzeit werde überlegt, ob Impfteams auch "Haustermine" in abgelegeneren Regionen übernehmen könnten, um Älteren oder Kranken weite W

05:16 Uhr | Dresden schränkt Versammlungsfreiheit ein

Ab heute gelten für die Landeshauptstadt Dresden stärkere Einschränkungen für die Versammlungsfreiheit. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt seit mehr als fünf Tagen über dem Wert von 300. Nach den Regelungen der sächsischen Corona-Schutzverordnung müssen damit Versammlungen auf eine Teilnehmerzahl von maximal zehn Personen begrenzt werden. Diese Regelung greift vom heutigen Donnerstag an, teilte die Stadt mit.

05:04 Uhr | Evangelische Gemeinden sollen Angebote maßvoll abwägen

Die sächsische Landeskirche appelliert an die evangelisch-lutherischen Gemeinden, angesichts der Corona-Pandemie ihre Angebote zu Weihnachten abzuwägen. Es solle geprüft werden, welche Form des Gottesdienstes zu Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus "sinnvoll und verantwortlich ist", heißt es in der Corona-Verordnung der Landeskirche.

Die Vorgaben des Landes Sachsen und die der Landeskirche würden einen Rahmen vorgeben, "der ausgeschöpft werden darf, aber nicht ausgeschöpft werden muss", hieß es. Dies sei nicht nur für das Miteinander in den Dörfern und Städten geboten, sondern entspreche auch der Weihnachtsbotschaft "von der Ankunft Jesu, der 'Heil und Leben mit sich bringt'", hieß es. Das Bundesinnenministerium und die Kirchen hatten sich in dieser Woche auf Regeln für die Gottesdienste unter den Bedingungen der Corona-Pandemie verständigt.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.12.2020 | ab 06:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 17.12.2020 | 19:00 Uhr

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