Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 04.03.: Gericht kippt Ausgangssperre und 15-Kilometer-Radius

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Symbolbild Ausgangssperre infolge Coronavirus, Sars-CoV-2, Covid-19
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Meldungen des Folgetages

21:26 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir unseren Ticker zur Corona-Lage in Sachsen. Morgen sind wir mit neuen Informationen wieder für Sie da. Wir wünschen Ihnen eine geruhsame Nacht.

21:22 Uhr | Chemnitz will mit Corona-Apps zurück zur Normalität

Für den Weg aus dem Lockdown will die Stadt Chemnitz mehrere Apps testen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wird dabei gemeinsam mit Partnern der gesamte Ablauf der digitalen Kontaktnachverfolgung von Corona-Fällen simuliert. Das beginnt bei der Installation der App, führt weiter zum Abspeichern des Schnelltest-Ergebnisses bis hin zur Zutrittsberechtigung für Geschäfte und Veranstaltungen.

20:41 Uhr | Mobilität in Sachsen höher als vor der Corona-Krise

Trotz Corona-Einschränkungen zieht es die Menschen in Sachsen bei frühlingshaftem Wetter vermehrt nach draußen. Wie aus aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, zog die Mobilität in der siebten Kalenderwoche (15. bis 21. Februar) an und lag sogar fünf Prozent über dem Vorkrisenniveau des Februars 2019. Im bundesweiten Vergleich entwickeln sich die Zahlen verhaltener. Im gleichen Zeitraum lagen die Zahlen deutschlandweit elf Prozent unter dem Referenzwert aus dem Februar 2019.

20:26 Uhr | Leipziger Bündnis stellt sich "Querdenkern" in den Weg

Vertreter von Parteien, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft in Leipzig rufen dazu auf, sich am Sonnabend mehreren Auto-Korsos gegen die Corona-Beschränkungen entgegenzustellen. Geplant sind unter anderem drei Fahrrad-Demonstrationen und ein Motorradkorso, wie das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" am Donnerstag ankündigte. Das Bündnis rechnet mit etwa 1.000 Teilnehmenden. Aus dem Umfeld der "Querdenken"-Bewegung sind laut Stadtverwaltung Korsos mit Hunderten Autos angemeldet, die an verschiedenen Orten in Sachsen starten. Eine ursprünglich geplante Kundgebung auf der Neuen Messe mit mehr als 1.000 angemeldeten Pkw wurde inzwischen abgesagt.

19:36 Uhr | Gericht kippt Ausgangssperre und 15-Kilometer-Radius

Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hat zwei in Sachsens aktueller Corona-Schutzverordnung enthaltene Ausgangsbeschränkungen vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten OVG-Beschluss hervor. Konkret geht es um die nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 6 Uhr und die Begrenzung auf einen 15-Kilometer-Radius für Sport und Bewegung im Freien. Relevanz hat die Entscheidung kaum noch, da die Beschränkungen in der ab kommenden Montag geltenden neuen Corona-Schutzverordnung nicht mehr enthalten sein sollen.

19:31 Uhr | Zahl der Privatinsolvenzen in Sachsen geht zurück

In Sachsen hat es im Corona-Jahr 2020 weniger Privatinsolvenzen gegeben als im Jahr zuvor. Aus Daten der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel geht hervor, dass die Zahl der Privatinsolvenzen um 36,5 Prozent auf 2.741 sank. Im Vorjahr waren es noch 4.315. Deutschlandweit verzeichnete die Auskunftei mit einem Minus von 35,1 Prozent auf 56.324 Fälle den niedrigsten Stand seit 2004. Laut Crifbürgel ist der Rückgang jedoch kein Zeichen einer Entspannung, sondern der Anfang einer Insolvenzwelle. Kurzarbeit, Ersparnisse und eingeschränkter Konsum hätten die finanzielle Schieflage der Menschen bisher abgemildert, hieß es.

18:31 Uhr | Sachsens Inzidenzwert kurz vor 100er-Marke

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Freistaat steigt wieder. Lag die Zahl in den vergangenen drei Tagen bei 93, stieg sie heute auf 96. Den höchsten Inzidenzwert hat der Vogtlandkreis mit 242 zu verbuchen. Die Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Nordsachsen, Bautzen, Mittelsachsen und der Erzgebirgskreis liegen zudem oberhalb der 100er-Marke. Den niedrigsten Wert hat die Stadt Leipzig mit 58. Die Zahlen des Robert-Koch-Institutes hinken den aktuellen Angaben der Gesundheitsämter start hinterher.

Die sächsischen Gesundheitsämter haben 751 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Das sind 139 mehr als am Donnerstag vergangener Woche. Aktuell gibt es 7.735 aktive Coronafälle.

Im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung wurden heute 38 Todesfälle gemeldet.

18:08 Uhr | Dresden will Impftaxis für über 80-Jährige anbieten

In Dresden wird es ab sofort sogenannte Impftaxis geben. Das hat der Stadtrat am Donnerstag beschlossen. Menschen über 80 Jahren soll so eine Fahrt zum Impfzentrum im Ostragehege ermöglicht werden. Wie ein MDR-Reporter aus der Stadtratssitzung berichtete, wird der Eigenanteil bei zehn Euro pro Fahrt liegen. Bei zwei Terminen werden demnach 40 Euro fällig. Bisher kostet bereits eine Fahrt etwa 20 Euro, sodass am Ende Kosten von 80 Euro angefallen sind. Die Dresdner Stadtverwaltung geht von 11.600 Menschen aus, die für das Angebot infrage kommen. Sie werden per Post benachrichtigt.

17:01 Uhr | SPD: Vorsichtige Schulöffnungen sind richtig

Die SPD-Fraktion im sächsischen Landtag begrüßt die von Kultusminister Christian Piwarz im Zuge der Corona-Lockerungen angekündigten allmählichen Schulöffnungen. "Es ist richtig, jetzt weitere vorsichtige Schritte bei der Schulöffnung zu planen. Dabei geht es nicht nur um Bildung und Noten. Für die Kinder und Jugendlichen wird so auch eine große seelische Belastung gemildert", sagte die bildungspolitische Sprecherin, Sabine Friedel. Zugleich plädierte sie für das Wechselmodell - also den Unterricht in geteilten Klassen. Dies helfe beim Infektionsschutz und benötige keine Genehmigung der Schulaufsicht, so Friedel.

16:51 Uhr | AfD lehnt Corona-Kurs von Kretschmer ab

Die nach den Bund-Länder-Gesprächen angekündigten Änderungen in der sächsischen Corona-Verordnung stoßen bei der AfD auf Ablehnung. Während die aus dem Kanzleramt angekündigten Lockerungen nur eine Beruhigungspille seien, verbreite Kretschmer weiter Panik, indem er vor einer neuen Corona-Lawine warne, sagte der AfD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Jörg Urban. Die AfD kritisiert, dass noch immer nicht alle Schulen öffnen.

16:30 Uhr | Sachsen will wieder mehr Freiheit ermöglichen

Sachsen will im Corona-Lockdown wie andere Bundesländer ab dem nächsten Montag wieder mehr Freiheiten ermöglichen. Wie Sozialministerin Petra Köpping nach einer Kabinettssitzung sagte, sollen sich dann wieder zwei Hausstände mit fünf Erwachsenen treffen dürfen, wenn die 7-Tage-Inzidenz unter 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner liegt. Auch Blumen-, Garten- Baumärkte und Buchhandlungen sollen dann wieder öffnen dürfen. Im Einzelhandel soll Click & Meet möglich sein. 

16:17 Uhr | Annaberger Grundschulen haben jetzt Luftfiltergeräte

Die städtischen Grundschulen in Annaberg-Buchholz verfügen seit Kurzem über Raumluftreiniger. Wie die Stadt mitteilte, sind die Geräte seit dem Neustart des Unterrichts am 22. Februar in den Grundschulen "Adam-Ries", "Friedrich Fröbel", "Kleinrückerswalde" und "An der Riesenburg" im Einsatz. Das coronabedingte Intervalllüften bei kalten Außentemperaturen entfällt damit. Insgesamt wurden für die vier Schulen 16 Luftfilter angeschafft. Die Gesamtinvestition beträgt laut Stadtverwaltung rund 34.000 Euro.

Ein großer, weißer, rechteckiger Kasten steht vor einer holzfarbenen Schrankwand.
Dieser helle rechteckige Kasten ist der Luftfilter der Grundschule "An der Riesenburg" in Annaberg-Buchholz. Bildrechte: Annett Flämig

15:06 Uhr | Nordsachsen: Noch keine Entscheidung über Schul- und Kitaschließungen

Ob Schulen und Kitas in Nordsachsen wegen des hohen Inzidenz-Wertes ab Montag schließen müssen, ist noch nicht entschieden. Nach Informationen von MDR SACHSEN soll am Abend erneut darüber beraten werden - und zwar in einer Video-Konferenz mit Ministerpräsident Michael Kretschmer, dem nordsächsischen Landrat Kai Emanuel sowie Bürgermeistern aus dem Landkreis. Morgen werde dann voraussichtlich darüber informiert, was ab Montag gelte. Nach der bisherigen sächsischen Corona-Schutzverordnung müssen Schulen und Kitas schließen, wenn ab 1. März an fünf Tagen in Folge der Wochen-Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner überschritten wird.

14:49 Uhr | Handwerkstag-Präsident: Lockerungen sind überfälliger Schritt

Der Sächsische Handwerkstag hat positiv auf das von Bund und Ländern vereinbarte Stufenmodell zur Lockerung von Corona-Beschränkungen reagiert. Der Schritt sei überfällig, hieß es. "Wir Handwerksunternehmerinnen und -unternehmer haben ein großes Interesse daran, nicht nur für uns, für unsere Beschäftigten und Azubis, sondern auch für unsere Kunden ein weiteres Stück Normalität im Alltag zurückzugewinnen", sagte der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Roland Ermer. Er sprach sich für dafür aus, dass weitere von der Zwangsschließung betroffene Gewerke wie Kosmetiker von der Öffnungsstratgie profitieren können.

14:18 Uhr | Landestourismusverband Sachsen beklagt fehlende Öffnungsperspektive

Nach den Bund-Länder-Gesprächen zum Ende des Corona-Lockdowns kritisiert der Landestourismusverband (LTV) Sachsen die fehlende Öffnungsperspektive für den Tourismus. Die bereits bestehenden wirtschaftlichen Probleme würden sich dadurch weiter verschärfen. "Es ist schwer zu verstehen, dass Wirtschaftsbereiche wie der Tourismus mit besseren Kontrollmöglichkeiten mit dem aktuellen Beschluss außen vor bleiben sollen", sagte LTV-Vizepräsident Detlef Hamann und fügte an:

Detlef Hamann IHK Dresden
Detlef Hamann Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wir fordern die Politik in Bund und Ländern auf, ihr Wort vom 19. Januar 2021 zu halten und schnellstens eine 'sichere und gerechte Öffnungsstrategie' und Perspektiven für ein bundesweit sicheres Reisen zu vereinbaren.

Detlef Hamann Vizepräsident des Landestourismusverbandes Sachsen

13:54 Uhr | IHK Dresden begrüßt Ausstieg aus dem Lockdown

Die Industrie- und Handelskammer Dresden hat die gestrigen Beschlüsse von Bund und Ländern zum Ausstieg aus dem Corona-Lockdown begrüßt. Beschlossen worden war, dass ab Montag Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte wieder öffnen dürfen. Der Einzelhandel kann in Regionen mit einem Inzidenzwert von unter 50 wieder Kunden empfangen. IHK-Sprecher Lars Fiehler sagte dazu MDR SACHSEN:

Lars Fiehler
Lars Fiehler Bildrechte: dpa

Wir haben zum ersten Mal einen verbindlichen Stufenplan zum Wiederhochfahren der Wirtschaft. Wir haben die Inzidenzzahl 35 nicht mehr, jetzt gilt wieder die 50, die für Sachsen viel realistischer und zeitnäher zu erreichen sein wird.

Lars Fiehler Sprecher der IHK Dresden

13:40 Uhr | RB Leipzig spielt in Champions League auch Rückspiel in Budapest

Nun ist es offiziell: RB Leipzig bestreitet auch das Achtelfinal-Rückspiel in der Fußball-Champions-League gegen Liverpool in Budapest. Wie erwartet bestätigte die Europäische Fußball-Union UEFA jetzt den Spielort. Diesmal ist der englische Meister das "Heimteam". Die Verlegung war notwendig geworden, weil die RB-Profis nach einer Rückkehr aus England für zwei Wochen in Corona-Quarantäne gemusst hätten. Bereits das Hinspiel hatte in Budapest stattgefunden - Leipzig unterlag 0:2. Das Rückspiel wird am 10. März ausgetragen.

12:44 Uhr | Bürgerallianz wirbt für Kauf einheimischer Produkte

Die Partei Bürgerallianz Deutschland hat für den Kauf einheimischer Produkte geworben. Nach Wiedereröffnung der Geschäfte müsse man die aufgeschobenen Einkäufe im lokalen Umfeld nachholen und vor allem auf Produkte aus der Region setzen, sagte Parteichef Steffen Große heute in Dresden. Es gehe darum, Jobs in Deutschland zu sichern und die gestiegene Arbeitslosigkeit abzubauen.

Man hoffe darauf, dass sich die Bürger wieder auf Vorteile des Einkaufens vor Ort besinnen. "So bequem Online-Einkauf auch ist, wir sollten an die kleinen Händler, die in Deutschland brav ihre Steuern zahlen, denken", mahnte Große. Zudem gehe es darum, den bei Lieferung bestellter Waren anfallenden Verpackungsmüll zu reduzieren. Große, vormals Chef der Freien Wähler in Sachsen, hatte die Bürgerallianz Deutschland Ende Januar gegründet. Er selbst fungiert als Bundes- und Landeschef.

12:18 Uhr | Reisegruppe fliegt mit gefälschten Coronatests auf

Bei einer Kontrolle der Bundespolizei auf der S 148 bei Neugersdorf in der Oberlausitz ist eine Gruppe von Rumänen und Moldawiern aufgeflogen. Wie die Polizei mitteilte, wollten sechs Männer und Frauen im Alter zwischen 21 und 50 Jahren mit gefälschten Corona-Tests von Tschechien aus einreisen.

Zum Reisegrund machte niemand schlüssige Angaben, heißt es von der Polizei. Lediglich ein 21-jähriger Moldawier gab an, in Deutschland arbeiten zu wollen. Er wurde daraufhin wegen versuchter unerlaubter Einreise vorläufig in Gewahrsam genommen. Die anderen fünf Menschen wurden an der Grenze abgewiesen. Die Bundespolizei ermittelt gegen alle Personen wegen Urkundenfälschung.

11:52 Uhr | Arbeitsrechtler erklärt Schnelltest-Anordnung

Die Corona-Schnelltests könnten uns hoffentlich bald mehr Bewegungsfreiheit einräumen. In verschiedenen Arbeitsbereichen, wie zum Beispiel bei den Friseuren, gibt es die Corona-Schnelltests bereits für die Angestellten. Aber genau die angeordneten Schnelltests im Arbeitsleben können für einige juristische Schwierigkeiten sorgen, weil hier zwei Interessengruppen aufeinander prallen, sagt der Dresdner Anwalt für Arbeitsrecht Silvio Lindemann.

11:30 Uhr | Mehr Beschäftigte in Kurzarbeit

Die Kurzarbeit in Deutschland ist im Februar weiter gestiegen. Wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte, sind rund 2,8 Millionen Beschäftigte betroffen. Das sind 100.000 mehr als im Januar. Vor allem in Hotels und Gaststätten sowie im Einzelhandel hätte die Kurzarbeit zugenommen. In der Industrie sei sie dagegen rückläufig. Im Gastgewerbe ist der Anteil der Arbeitnehmer in Kurzarbeit mit 57 Prozent weiterhin am höchsten. Im Handel waren es knapp 15 Prozent. Kaum betroffen ist nach wie vor der Bau mit 4 Prozent Kurzarbeit.

10:59 Uhr | Helios-Konzern verhandelt nicht über Corona-Prämie

Der Helios-Konzern hat Tarifverhandlungen über eine Corona-Prämie an seinen Klinikstandorten abgelehnt. Das Unternehmen sehe sich nicht in der Lage, über eine Sonderzahlung zu verhandeln, teilte die Gewerkschaft Verdi heute mit. Betroffen davon sind auch die Beschäftigten an den Standorten Aue und Leisnig. Dies sei ein Schlag ins Gesicht für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die unter schwierigen Umständen jeden Tag alles geben, so die Gewerkschaft.

10:37 Uhr | Chemnitzer Impfzentrum soll größer werden

Das sächsische Sozialministerium plant die Erweiterung des Impfzentrums in Chemnitz. Da der derzeitige Standort an der Wilhelm-Raabe-Straße nicht ausbaufähig ist, werden in Absprache mit der Stadt verschiedene Möglichkeiten geprüft. Auch ein Umzug sei im Gespräch. Erkundungen für geeignete Liegenschaften würden bereits laufen, hieß es aus dem Ministerium.

Ein Schild weist auf den Zugang zu einem Corona-Impfzentrum hin
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09:48 Uhr | Lufthansa mit Rekordverlust

Die Lufthansa hat für das vergangene Jahr einen Rekordverlust von 6,7 Milliarden Euro gemeldet. Wie die größte deutsche Fluggesellschaft mitteilte, sank der Umsatz wegen der Corona-Pandemie auf 13,6 Milliarden Euro. Firmenchef Carsten Spohr erklärte, 2020 sei das herausforderndste Jahr in der Geschichte des Unternehmens gewesen. Das betreffe die Kunden ebenso wie Mitarbeiter und Aktionäre. Der Konzern rechnet auch für 2021 mit erneuten Verlusten.

09:39 Uhr | Impftelefon von Plauen ist gefragt

Die am Montag in Plauen gestartete Telefon-Hotline, die Senioren ab 80 Jahren bei der Reservierung von Impfterminen helfen soll, ist gut angenommen worden. Wie es aus dem Rathaus hieß, sind in den ersten beiden Tagen bereits 220 Anrufe eingegangen. In Plauen leben fast 6.000 Menschen, die 80 Jahre oder älter sind.

09:01 Uhr | FDP sieht Sachsens Regierung in der Pflicht

Die FDP sieht nach den von Bund und Ländern vereinbarten Lockerungsplänen in der Corona-Krise die sächsische Regierung in der Pflicht. Die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz seien "kein klarer Fahrplan in eine Normalität mit dem Virus, sondern reine Öffnungs-Fata-Morgana", sagte heute der Dresdner FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst. Einen "Endlos-Lockdown" werde die Gesellschaft nicht ertragen und die Wirtschaft nicht überleben.

"Sachsen sollte sich fragen, ob es sich weiterhin an derartige Vorgaben der Ministerpräsidentenkonferenz und des Bundeskanzleramtes halten will. Die rechtliche Zuständigkeit für Öffnungen und Schließungen liegt allein auf Landesebene, nicht im Bundeskanzleramt", sagte Herbst. Notwendig sei nun ein realistischer sächsischer Stufenplan für den Ausstieg aus dem Lockdown. Das Kabinett in Dresden will heute Eckpunkte der neuen Corona-Schutzverordnung vorstellen.

08:33 Uhr | Erfolge bei Behandlung von Covid-19-Patienten

Vor allem der Einsatz von Kortison hat in der zweiten Corona-Welle zur prozentualen Halbierung des Anteils der Patienten geführt, die mit einer Covid-Erkrankung ins Krankenhaus kamen und dann auf die Intensivstationen mussten, sagt Intensivmediziner Dr. Christian Karagiannidis. Dies sei ein Verdienst ausländischer Studien, betont der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) und fordert mehr staatliche Subvention für die Forschung hierzulande.

08:10 Uhr | Weiter keine Corona-Fälle bei Massentest in Radeberg

Beim Corona-Massentest in Radeberg haben sich bis gestern Nachmittag weitere 180 Menschen einem Schnelltest unterzogen. Wie das Landratsamt Bautzen mitteilte, waren bisher alle Tests negativ. Für heute gebe es noch freie Termine. Es sei aber auch möglich, ohne Anmeldung getestet zu werden. Das Landratsamt hatte sich zu dem Massentest entschlossen, nachdem wiederholt Virusmutationen in der Region nachgewiesen worden waren.

07:47 Uhr | Leipzigs Bibliotheken öffnen eingeschränkt

Ab Montag, 8. März, öffnen die Leipziger Stadtbibliothek und alle Stadtteilbibliotheken sowie die Fahrbücherei wieder zu den regulären Öffnungszeiten. Die Einrichtungen können einzeln für maximal 20 Minuten besucht werden, teilten die Bibliotheken in Leipzig mit. Kinder bis zehn Jahre müssen in Begleitung eines Erwachsenen sein.

Auch sei die Personenzahl, die sich zeitgleich in den Räumen aufhalten dürfen, begrenzt und richte sich nach Größe und Fläche der Standorte. Zudem müssten Kontaktdaten hinterlassen werde. Besucher können das Formular "Datenerfassung zur Kontaktverfolgung" auf der Internetseite der Leipziger Städtischen Bibliotheken vorab herunterladen und ausgefüllt mitbringen.

Versäumnisgebühren seien während der Schließzeit nicht entstanden und bleiben noch in der ersten Öffnungswoche ausgesetzt. Sie werden ab 15. März wieder satzungsgemäß berechnet.

07:15 Uhr | Dresdner Stadtrat berät über Maßnahmen in Schulen und Kitas

Der Stadtrat in Dresden beschäftigt sich heute mit Corona-Schutzmaßnahmen in Schulen und Kitas. Es geht vor allem um Tests und um das Thema Luftreinigung. So soll künftig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kitas und Horten dreimal in der Woche ein Corona-Schnelltest ermöglicht werden - ganz gleich, ob sie bei der Stadt angestellt sind oder für freie Träger arbeiten.

Für die Räume in Schulen, Horten und Kitas soll das Personal Richtlinien an die Hand bekommen, wie und mit welcher Intensität sie lüften sollten. Dafür sollen auch CO2-Messgeräte zum Einsatz kommen. Ist Lüften nicht möglich oder reicht es nicht aus, sollen Geräte zur Luftreinigung weiterhelfen. Der Stadtratsantrag von Rot-Grün-Rot geht davon aus, dass eine 3. Corona-Welle durchaus nochmal dramatischer ausfallen könnte.

06:53 Uhr | Hausärzte fordern weniger Bürokratie beim Impfen

Nach der Bund-Länder-Vereinbarung zu einer stärkeren Einbeziehung von niedergelassenen Ärzten bei den Corona-Impfungen fordern die Hausärzte bürokratische Entlastungen. Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, sagte der Funke Mediengruppe, um neben der Versorgung der Patienten auch Impfungen und Tests vornehmen zu können, müsse jeder vermeidbare Aufwand wegfallen.

So könnten beispielsweise die Krankenkassen flächendeckend die Einladungen zum Impfen übernehmen. Sie verfügten über die notwendigen Patientendaten. Weigeldt fordert außerdem, die Dokumentationspflichten für die Hausärzte möglichst gering zu halten.

06:28 Uhr | Mehr als 1.000 Corona-Patienten in Oberlausitzkliniken behandelt

Die Oberlausitzkliniken in Bautzen und Bischofswerda haben bisher mehr als 1.000 Menschen mit einer schweren Covid-19-Erkrankung behandelt. Laut Geschäftsführung waren zusätzlich zu den Intensivplätzen in Bautzen drei Stationen, in Bischofswerda eine ausschließlich für Corona-Patienten eingerichtet worden. Diese mussten durchschnittlich zwölf Tage bleiben, das ist doppelt so lange wie sonst üblich. Diese Beanspruchung mache sich in Räumen und am Material bemerkbar, sagte Geschäftsführer Rainer Rogowski. Zum Beispiel hätten die Fußböden unter dem verstärkten Einsatz von Desinfektionsmitteln gelitten.

Die Haupteingangstür des Bautzener Krankenhauses ist mit vielen Hinweisschildern wegen des Coronavirus versehen.
Bildrechte: MDR/Madeleine Arndt

Das Klinikpersonal stehe nach der Belastung der vergangenen Monate noch immer unter Stress. Einige, die sich während ihrer Arbeit infiziert hatten, litten auch an Post-Covid-Symptomen. Nun wird in den Kliniken eine vorsichtige Rückkehr zum Normalbetrieb eingeleitet.

06:04 Uhr | Beratungen zur neuen Corona-Schutzverordnung

Sachsen passt seine Corona-Schutzverordnung an. Heute berät das Kabinett über die Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz und die Schlüsse daraus für den Freistaat.

05:34 Uhr | Neue Überbrückungshilfe auch für große Unternehmen

Viele große Mittelständler, die bisher von den staatlichen Corona-Hilfen ausgeschlossen waren, können diese nun beantragen. Das Bundeswirtschaftsministerium teilte mit, die Umsatzhöchstgrenze für die Überbrückungshilfe III falle weg. Das gelte für den Einzelhandel, für die Veranstaltungs- und Kulturbranche, die Hotellerie, Gastronomie und die Pyrotechnikbranche sowie für den Großhandel und die Reisebranche.

Unternehmen, die vom Lockdown stark betroffen sind, können monatlich bis zu 1,5 Millionen Euro vom Staat bekommen. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Die Regelung gilt zunächst bis Juni.

05:12 Uhr | Kein Schwimmunterricht in Corona-Zeiten

Wegen der Corona-Pandemie kann auch der Schwimmunterricht in Sachsen seit Monaten nicht stattfinden. Die Zahl der Nichtschwimmer wird deshalb wohl steigen. Für den Dresdner Schwimmlehrer Sebastian Halgasch ist das ein unbefriedigender Zustand.

05:05 Uhr | Zukunft der Tourismusbranche

In ganz Sachsen sind die Wirte und Hoteliers verzweifelt. Der Lockdown setzt ihren Betrieben immer mehr zu. Doch mancherorts scheint es Grund zum Optimismus zu geben. So auch im Erzgebirge.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/Reuters

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 04.03.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 04.03.2021 | 19:00 Uhr

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