Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 14.01.: 34.588 Menschen in Sachsen geimpft

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Eine Mitarbeiterin im Impfzentrum in der Messe Dresden hält eine Schale mit leeren Injektionsfläschchen in den Händen, in denen sich Impfstoff gegen Corona von Biontech/Pfizer befand.
Bildrechte: dpa

21:43 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Ticker zu Corona-Themen in Sachsen für heute. Wir sind am Freitag an gleicher Stelle wieder für Sie da. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend, bleiben Sie gesund!

21:34 Uhr | Leipzig liefert Kitaessen aus

Warmes Mittagsessen gehört zur Kita dazu. Nur sind die aktuell geschlossen und bieten nur noch Notbetreuung an. Um Kinder aus bedürftigen Familien das auch in Pandemiezeiten zu ermöglichen, liefert Leipzig Kitaessen aus.

21:18 Uhr | Fahrgastverband kritisiert Aufforderung ÖPNV zu meiden

Der Fahrgastverband Pro Bahn Mitteldeutschland kritisiert die Aussage der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping sowie des Wirtschafts- und Verkehrsministers Martin Dulig, dass ältere Bürgerinnen und Bürger den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) meiden sollten. Wie die stellvertretende Vorsitzende Anja Schmotz mitteilte, führt diese Aussage zu einer Verunsicherung der Fahrgäste und konterkariere bisherige Bemühungen um eine Verkehrswende. Gerade ältere Bürgerinnen und Bürger besäßen kein Auto und seien daher auf den ÖPNV angewiesen.

Wichtig ist aus Sicht des Fahrgastverbands PRO BAHN, dass in Bussen und Bahnen genügend Platz ist, um die geforderten Abstände einhalten zu können. "Lieber sollte man für ein ausreichendes Angebot sorgen und die Fahrpläne nicht weiter ausdünnen, um die Fahrgastströme zu entzerren," schlägt Markus Haubold, Vorstandsmitglied des Fahrgastverbands Pro Bahn Mitteldeutschland vor.

21:07 Uhr | Daten zur Terminvergabe im Impfportal werden nun länger gespeichert

Das sächsische Impfportal ist optimiert worden. Daten die dort zur Registrierung hinterlegt werden müssen, können jetzt ein halbes Jahr gespeichert werden. Bislang mussten sie nach 14 Tagen gelöscht werden.

20:48 Uhr | Leipziger Virologin schließt Komplettlockdown nicht aus

Der Lockdown zehrt bei den meisten an den Kräften und trotz vieler Einschränkungen sinken die Infektionszahlen nicht. Laut der Leipziger Virologin Corinna Pietsch liegt das zu einem großen Teil daran, dass die Kontakte der Menschen im Freistaat nicht so heruntergefahren werden, wie es die Corona-Schutzverordnung des Freistaates vorsieht. Jegliche Art von Möglichkeit um die Neuinfektionszahlen zu reduzieren, müsse geprüft werden, auch wenn das ein Herunterfahren der Wirtschaft bedeute, so Pietsch.

20:35 Uhr | Anzahl an Verfachtsfällen mit Nebenwirkungen nach Impfung gering

Seit über zwei Wochen wird auch in Deutschland geimpft. Geimpfte berichten von Fieber und Kopfschmerzen. Experten beruhigen: Solche Nebenwirkungen sind normal. Das Paul-Ehrlich-Institut berichtet von nur wenigen Fällen mit Nebenwirkungen.

20:28 Uhr | Geburtstagskonzert für Gottfried Silbermann online

Das traditionelle Geburtstagskonzert für den sächsischen Orgelbaumeister Gottfried Silbermann (1683-1753) ist in diesem Jahr kleiner ausfallen. Wie der Verein Gottfried-Silbermann-Gesellschaft am Samstag im sächsischen Freiberg mitteilte, ist zu Silbermanns 338. Geburtstag ein Onlinekonzert geplant. Das Konzert kann auf Youtube verfolgt werden.

20:22 Uhr | Fichtelbergbahn planmäßig unterwegs

Die Fahrt mit der Fichtelbergbahn ist zu jeder Jahreszeit bei Touristen und Ausflüglern beliebt. Im Lockdown fehlen diese Fahrgäste. Trotzdem dampfen die Züge planmäßig zwischen Cranzahl und Oberwiesenthal hin und her.

20:08 Uhr | Kritik an schleppenden Auszahlungen von Wirtschaftshilfen ebbt nicht ab

Laut Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig sind 95 Prozent der Abschlagszahlungen für die Novemberhilfen ausgezahlt. Die Auszahlung der kompletten Hilfen steht noch aus. Daher gibt es Kritik seitens einiger Verbände.

19:40 Uhr | Neuinfektionszahlen im Erzgebirge rückläufig

Nachdem der Erzgebirgskreis zeitweise zu den bundesweiten Corona-Hotspots zählte, sieht Landrat Frank Vogel (CDU) in den vergangenen Wochen eine positive Entwicklung. "Wir sind auf einem guten Weg, aber der Weg zur Normalität ist noch weit." Wichtig sei, dass sich die Menschen weiterhin an die geltenden Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen hielten. Aktuell würden im Landkreis rund 80 Verstöße pro Woche gemeldet, so Vogel.

Der Erzgebirgskreis vermeldet in den letzten Tagen rund 200 Neuinfektionen täglich. Die Inzidenz liegt derzeit bei 307.

18:07 Uhr | 34.588 Menschen in Sachsen geimpft

Laut des Robert Koch-Instituts haben Stand 13. Januar 34.588 Menschen in Sachsen eine Covid-19-Impfung erhalten. Zudem haben die Landkreise und Großstädte am Donnerstag insgesamt 1.891 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Gleichzeitig ist die Zahl der zurzeit in Sachsen bekannten aktiven Corona-Fälle auf 26.606 gesunken. In sächsischen Kliniken werden derzeit 2.652 Corona-Erkrankte behandelt. Davon brauchen 528 Menschen eine intensivmedizinische Versorgung.

Die höchste 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner hat der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 599, gefolgt vom Landkreis Mittelsachsen mit 458 und dem Vogtlandkreis mit 417. Der Freistaat Sachsen liegt insgesamt bei einem Inzidenzwert von 334.

Seit Dienstag sind zudem 175 Menschen mit oder an einer Coronavirus-Infektion gestorben. Damit wurden seit Beginn der Pandemie in Sachsen insgesamt 4.828 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung registriert.

17:44 Uhr | Messe "Partner Pferd" in Leipzig abgesagt

Die Messe "Partner Pferd" in Leipzig wird dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Der Messe-Geschäftsführer Martin Buhl-Wagner sagte, nach den Entwicklungen der vergangenen Wochen sei eine Absage die einzig richtige Entscheidung gewesen. Der reguläre Start der Messe wäre heute gewesen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde sie zunächst auf Mitte März verschoben.

Auch das diesjährige Welt-Cup-Reitturnier ist damit abgesagt. Die nächste "Partner Pferd" sollen Anfang April 2022 stattfinden. Dann wird sie zugleich Austragungsort der FEI World Cup Finals in mehreren Disziplinen sein.

17:02 Uhr | Zweite Leichenschau mögliche Ursache für Engpässe der Krematorien

Laut des Vorsitzenden des Dachverbands der Friedhofsvereine in Deutschland, Andreas Morgenroth, ist die Feuerbestattung ein Grund dafür, warum manche Krematorien in Sachsen an ihre Kapazitätsgrenze gelangen. Er plädiert daher für mehr Erdbestattungen, da bei diesen auf eine zweite Leichenschau verzichtet werden kann. Ein Verzicht auf die Schau während der Corona-Pandemie sei ebenfalls denkbar, um die Krematorien zu entlasten, so Morgenroth. Nach Angaben des sächsischen Sozialministeriums kann jedoch nicht auf diese Schau verzichtet werden. Sie sei notwendig, um eine Einäscherung von Leichen zu verhindern, die eines nicht natürlichen Todes gestorben sind und bei denen weitere Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft erforderlich werden.

Die Feuerbestattung von Toten hat in Ländern wie Sachsen eine lange Tradition. Nach Angaben der Bestatterinnung werden hier 80 bis 90 Prozent der Toten eingeäschert. Letztlich hängt das vom letzten Willen des Gestorbenen ab.

16:42 Uhr | Wer potentiell auf eine Impfung verzichten sollte

Nicht alle Menschen können sich in diesen Tagen freuen, denn sie wissen nicht, ob sie geimpft werden können oder nicht: zum Beispiel wenn sie eine Blutgerinnungsstörung haben. Denn der Corona-Impfstoff muss direkt in den Muskel gespritzt werden. Die Ständige Impfkommission empfiehlt daher eine individuelle Risiko-Nutzen-Abwägung vor einer Impfung bei Menschen mit solchen Störungen.

16:22 Uhr | Eisschnelllaufbahn Dresden bleibt geschlossen

Die Eisschnelllaufbahn im Sportpark Ostra in Dresden ist für den Rest der Saison außer Betrieb genommen worden. Nach Angaben der Stadt Dresden machen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie einen wirtschaftlichen Betrieb der Bahn unmöglich. Aufgrund fehlender Einnahmen könnten unter anderem die Energiekosten von rund 30.000 Euro im Monat nicht gedeckt werden. Die Nutzung von Sportstätten sei aktuell nur für lizensierte Profisportler, Sportlerinnen und Sportler des Bundes-, Olympia und Perspektivkaders des Deutschen Olympiaschutzbundes sowie dem Spitzenkader des Deutschen Behindertensportverbandes möglich.

16:09 Uhr | IHK Dresden befürchtet Verschärfung für tschechische Grenzpendler

Die Industrie- und Handelskammer Dresden (IHK) befürchtet weitreichende Verschärfungen für Pendlerinnen und Pendler bei einem Grenzübertritt. Wie der Hauptgeschäftsführer Detlef Hamann mitteilte, hat der Bund eine Verordnung erlassen, die eine Testung von Grenzpendlern aus Risikogebieten beinhaltet. Sollte das Robert Koch-Institut Tschechien künftig zum Risikogebiet erklären, wäre ein Grenzübertritt für Pendlerinnen und Pendler nur noch mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, möglich. Hamann forderte deshalb eine Prüfung, ob die Sächsische-Coronaschutzverordnung durch eine Intervention des Bundes ausgehebelt wird oder nicht.

Mit Blick auf die vielen Unternehmen mit mehreren Tausend Grenzpendlern aus Tschechien und Polen fordern wir schnellstmöglich Klarheit, um praktikable Verfahrensweisen zu vereinbaren und die Wirtschaft nicht noch weiter zu schwächen.

Detlef Hamann Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden

15:52 Uhr | Absage der Partie von Dynamo gegen Wiesbaden

Nach der Corona-Infektion von Trainer Markus Kauczinski ist das nächste Spiel von Fußball-Drittligist Dynamo Dresden abgesagt worden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) teilte am Donnerstag mit, dass die für Samstag geplante Partie gegen den SV Wehen-Wiesbaden an einem anderen Termin nachgeholt werden wird. Damit gab der DFB dem Antrag der Dresdner auf eine Spielverlegung statt.

Aufgrund der am Mittwoch bekanntgewordenen Coronainfektionen bei Dynamo Dresden, hat das zuständige Gesundheitsamt für die gesamte Mannschaft bis einschließlich 17. Januar eine Quarantäne verhängt. Neben Kauczinski ist eine weitere Person aus dem Mannschaftsumfeld positiv getestet worden.

15:38 Uhr | 50.000 Registrierungen im Buchungsportal zur Corona-Impfung

Bislang haben sich 50.000 Menschen in Sachsen im Buchungsportal zur Coronaschutzimpfung online registriert. Wie Kai Kranich vom Deutschen Roten Kreuz Sachsen mitteilte, sind über das Portal bereits 9.000 Termine vergeben worden. Neue Termine sollen ab dem 25. Januar wieder verfügbar sein. Es könne bis dahin aber auch immer mal wieder freie Termine geben, so Kranich. Ab dem 18. Januar soll zudem die Impfhotline unter 0800 0899 089 an den Start gehen. Aktuell kann man über die Hotline ein Aufklärungsgespräch zur Impfung in Anspruch nehmen.

Pro Tag stehen für die 13 sächsischen Impfzentren insgesamt etwa 1.500 Impfdosen bereit. Dazu kommen rund 1.500 Dosen für die mobilen Impfteams in Sachsen.

14:59 Uhr | Positive Bilanz bei Spendenaktion des Zoo Hoyerswerda

Der Zoo Hoyerswerda wertet die Ende November gestartete Spendenaktion "Spenden statt Böllern" als Erfolg. Laut der Pressesprecherin des Zoos, Stefanie Jürß, sind insgesamt 24.085 Euro bei dem Aufruf gesammelt worden. Das seien über ein Drittel der Einnahmeausfälle von 63.000 Euro im November und Dezember.

Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft. Wir hatten gehofft, einen kleinen Teil der Einnahmeausfälle ausgleichen zu können, das es aber nun so viel geworden ist, macht uns sprachlos. Wir danken allen Unterstützern und zünden für sie ein Feuerwerk der Herzen.

Eugène Bruins Zoologischer Leiter

Mitarbeiter des Zoo Hoyerswerda
Bereits im Frühjahr 2020 schreib der Zoo aufgrund der zeitweisen Schließung rote Zahlen. Für diese Einnahmeausfälle gab es keine Unterstützung der Bundes- oder Landesregierung. Bildrechte: Zoo Hoyerswerda

14:45 Uhr | Diakonie fordert rasche Covid-19-Impfungen für Wohnungslose

Die Diakonie Sachsen fordert eine rasche Aufnahme wohnungsloser Menschen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bereich der Wohnungsnotfallhilfe in die Kategorie 1 der Prioritätenliste bei Corona-Impfungen. Wie die Pressesprecherin der Diakonie mitteilte, ist die Lage wohnungsloser Menschen in der Pandemie aufgrund des kalten Wetters extrem bitter und schwierig. Wegen geltender Hygieneschutzbestimmungen und Abstandsregelungen seien niedrigschwellige Versorgungseinrichtungen für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen wie Nachtcafés, Tagesaufenthalte, Tagesstätten und Mittagstische sehr beschränkt. Dies treibe wohnungslose Menschen weiter in soziale Isolation und mache eine erhöhte Priorisierung dieser Menschen bei der Impfreihenfolge unabdingbar.

Laut der Diakonie sollten zudem die Dienste und Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe als systemrelevant eingestuft werden, damit das Personal nicht wegen mangelnder Kinderbetreuung ausfällt.

Kategorien 1-3 In dieser Reihenfolge wird geimpft

Wer wann eine Impfung erhält, ist klar geregelt. Insgesamt gibt es drei Kategorien. Derzeit werden Personen aus der ersten Stufe geimpft sowie Personen aus der zweiten Stufe, die zwischen 18 und 64 Jahre alt sind.

Kategorien Impfpriorisierung
Bildrechte: MDR SACHSEN
Kategorien Impfpriorisierung
Bildrechte: MDR SACHSEN
Kategorien Impfpriorisierung
Bildrechte: MDR SACHSEN
Kategorien Impfpriorisierung
Bildrechte: MDR SACHSEN
Kategorien Impfpriorisierung
Bildrechte: MDR SACHSEN
Alle (4) Bilder anzeigen

14:25 Uhr | Drohende Existenznot bei Schweinehaltern

Der sächsische Landesbauernverband befürchtet, dass die Mehrheit der Schweinehalter in Sachsen in Existenznot geraten könnte. Laut Verbandspräsident Torsten Krawcyk trifft die Schweinebauern aktuell mit der Afrikanischen Schweinepest und dem Coronavirus zwei Pandemien gleichzeitig. Der Fleischabsatz in den Restaurants und die Exporte von Schweinefleisch vor allem nach Asien seien zurückgegangen. An den Schlachthöfen verzeichne man regelrechte Staus. Zum anderen habe sich der Preis für Schweinefleisch innerhalb eines Jahres halbiert. Krawczyk fordert deshalb Corona-Hilfsprogramme für Landwirte.

14:00 Uhr | Leipziger Epidemiologe rechnet mit hohen Inzidenzen bis März

Der Leipziger Epidemiologe Markus Scholz geht davon aus, dass die 7-Tage-Inzidenz in Sachsen frühestens im März einen Wert von 50 erreichen wird. Der an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig tätige Professor beruft sich bei dieser Vorhersage auf eigene Modellrechnungen. Eine genaue Einschätzung des Pandemieverlaufs in den kommenden Wochen sei seiner Meinung nach jedoch schwierig.

Da über die Feiertage deutlich weniger getestet und nur unvollständig berichtet wurde, haben wir hier quasi eine Datenlücke, die die Einschätzung des Pandemieverlaufes sowie weitere Prognosen erschwert.

Markus Scholz Epidemiologe der Universität Leipzig

Markus Scholz Epidemiloge Universität Leipzig
Herr Scholz ist Ende Dezember Teil einer Gruppe von Wissenschaftlern gewesen, die das Sächsische Kabinett bezüglich neuer Corona-Schutzmaßnahmen beraten hat. Bildrechte: Universität Leipzig

13:22 Uhr | Corona-Kontrollen im Vogtland

Am Mittwoch haben Polizei und Ordnungsämter im Vogtland die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung kontrolliert. Dabei wurden laut Polizei "vereinzelt Verstöße festgestellt und angezeigt", unter anderem:

  • in der Innenstadt Plauen wurde eine Personen angezeigt, weil sie keine Maske trug und zwei Raucher aus demselben Grund verwarnt. Zwei weitere Passanten mussten darauf hingewiesen werden, dass die Bedeckung nicht nur den Mund, sondern auch die Nase bedecken soll, bilanzierte die Polizei.
  • In der Nacht zum Donnerstag wurden drei Plauener angezeigt, weil sie ihr jeweiliges Zuhause nach 22 Uhr ohne triftigen Grund verlassen hatten.
  • Nach einem Anruf wegen zu lauter Musik wurden in zwei Wohnungen jeweils drei Menschen festgestellt, die nicht demselben Hausstand angehörten. Gegen die insgesamt sechs Personen wurden Ordnungswidrigkeitsanzeigen erstattet.
  • Im Bereich Falkenstein und Neustadt trug ein Imbissbetreiber keine Mund-Nase-Bedeckung und konnte auch kein Hygienekonzept vorlegen.

13:12 Uhr | IHKs verlangen sofortige und komplette Auszahlung der Corona-Hilfen

Die sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) haben in einem Schreiben die Landes- und Bundestagsabgeordneten Sachsens dazu aufgefordert, sich für die sofortige und komplette Auszahlung der Corona-Hilfen einzusetzen. Konkret geht es um die November- und Dezemberhilfen. Gewerbetreibenden, die keine Ansprüche auf dieses Unterstützung haben, sollten umgehend eine "Überlebenspauschale" bekommen - ähnlich wie bei den Soforthilfen im Frühjahr 2020, mit denen anfallende Betriebsausgaben bezahlt werden konnten.

Die vorhandenen Reserven sind aufgezehrt, Kreditlinien erhöht, Sparmaßnahmen ausgereizt. Mehr und mehr Unternehmen und Selbstständige geraten in existenzielle Not. Und eine Verbesserung der Lage scheint angesichts der aktuelle Diskussion um eine Verlängerung des Lockdowns bis Ostern nicht in Sicht.

Detlef Hamann Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden

12:20 Uhr | Eltern bekommen doppelte Kinderkrankentage

Der Bundestag hat den Weg für das ausgeweitete Kinderkrankengeld in Pandemiezeiten frei gemacht. Das Parlament billigte am Vormittag das neue Gesetz, nachdem gesetzlich versicherte Eltern in diesem Jahr 20 statt zehn Tage Kinderkrankengeld pro Kind und Elternteil beantragen können. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch um 20 Tage auf nunmehr 40 pro Kind. Der Anspruch soll auch für die pandemiebedingte Kinderbetreuung zu Hause gelten, etwa bei Schulschließungen. Eltern können das Kinderkrankengeld auch beantragen, wenn sie im Homeoffice arbeiten.

Die neue Regelung soll rückwirkend zum 5. Januar gelten. Der Anspruch auf das erweiterte Kinderkrankengeld besteht mit der Neuregelung auch dann, wenn die Präsenzpflicht an der Schule aufgehoben oder der Zugang zum Betreuungsangebot der Kita eingeschränkt ist. Abgerechnet werden sollen die zusätzlichen Leistungen über die Krankenkassen.

12:08 Uhr | RKI: Bisherigen Lockdown noch verschärfen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist angesichts der derzeitigen Infektionslage für eine Verschärfung des bisherigen Lockdowns in Deutschland. RKI-Epidemiologe Dirk Brockmann sagte, es sei eine "totale Konsensaussage" aller Modellberechnungen, dass die Maßnahmen weiter verschärft werden müssten, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Auch RKI-Präsident Lothar Wieler befürwortet eine Verschärfung als "Option".

11:50 Uhr | Minister Dulig spricht über Wirtschaftshilfen

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) will am Nachmittag über die Corona-Maßnahmen und Wirtschaftshilfen für betroffene Firmen und Beschäftigte sprechen. Das kündigte sein Ministerium auf mehreren Social-Media-Kanälen an. Beginn ist um 17 Uhr auf der Facebookseite des Freistaats. Interessierte können im Chat Fragen stellen.

11:41 Uhr | Skischulen leer - im tiefsten Winter

Schnee wäre in dieser Saison nicht das Problem für Skischulen im Erzgebirge. Wegen der Corona-Pandemie fällt der Skibetrieb in Sachsen nun komplett aus. Das wurde gestern entschieden. Für die Skischulen der Region Chemnitz ist das ein herber Schlag. Sie hatten die Saison seit dem Sommer vorbereitet, dutzende Skilehrer bundesweit auf Abruf gehalten und monatelang Pensionen oder WGs fürs Personal angemietet. Nun hoffen sie, dass alsbald Bundeshilfen überwiesen werden.

11:19 Uhr | Hinterher ist man immer schlauer

Wegen Corona sind Kindergärten und Schule noch geschlossen. Damit Kinder und Familien besser durch diese Zeit kommen und den Spaß am lernen und Wissenserwerb behalten, hat der MDR Angebote unter #gernelernen zusammengefasst. Expertinnen und Experten erklären spannende Fakten von Aquaponik bis Zahlenlehre:

11:05 Uhr | Antigen-Tests in Testzentren Auerbach und Markneukirchen möglich

Die beiden Corona-Testzentren in Auerbach/Vogtland und in Markneukirchen bieten jetzt auch Antigen-Schnell-Tests an. Bei einem positiven Test soll sich eine weiterführende PCR-Diagnostik anschließen. Diese Leistung könne gleich in den Testzentren erbracht werden, sagte der Geschäftsführer des Rettungszweckverband Südwestsachsen, Jens Leistner. Ein Antigen-Test kostet 35 Euro und sei im Testzentrum bar zu bezahlen.

10:29 Uhr | Sachsen hat jetzt einen Corona-Koordinator

Nach Abstimmungsproblemen will die Landesregierung nun einen Corona-Koordinator als Krisenmanager einsetzen. Darüber berichtet die "Freie Presse" mit Verweis auf Regierungskreise. Demnach soll die Aufgabe Axel Meyer übernehmen, der im Innenministerium den Leitungsstab des Landespolizeipräsidenten leitete. Er sei schon ins Sozialministerium abgeordnet worden und werde die Stabsstelle Corona leiten, hieß es.

Auslöser für die Schaffung des neuen Postens waren laut Zeitung interne Kommunikationsprobleme, die in den vergangenen Wochen bei Planungsfragen zu beobachten waren. Der neue Corona-Koordinator soll nun die Arbeit des Krisenstabs, einzelner Ministerien und externer Partner zusammenführen. Er werde sich auch um die Impfstrategie kümmern, an der es heftige Kritik gibt.

10:11 Uhr | GEW nennt Teilöffnung von Schulen "fahrlässig"

Die Bildungsgewerkschaft GEW hält die Teilöffnung der Schulen für Abschluss- und Vorabschlussklassen ab 18. Januar für "verantwortungslos" und "fahrlässig". Sie verlangt, die Schulen komplett bis zu den Winterferien geschlossen zu halten. In einem Brief an die Landesregierung schrieb die GEW-Landesvorsitzende Uschi Kruse:

Andere Bundesländer mit deutlich niedrigeren Infektionszahlen, wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen, halten ihre Schulen bis Ende Januar geschlossen. Warum ausgerechnet in Sachsen tausende Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche Lehrkräfte ab kommender Woche zurück in die Schulen müssen, ist mir vollkommen schleierhaft.

Uschi Kruse Landesvorsitzende der GEW Sachsen

Sie rechne mit weiteren Infektionen und Quarantänemaßnahmen an Schulen. Da helfe ein einmaliger Test zu Beginn auch wenig. Ein Schüler mit einem negativen Test am Montag könne am Dienstag mit einer Coronainfektion in die Schule kommen, ohne dass dies bemerkt werde. Die GEW verlangt, Kita- und Schulöffnungen nicht an Termine, sondern an bestimmte Inzidenzwerte zu knüpfen.

09:19 Uhr | Corona erschwert Trauerarbeit

Das Coronavirus hat nicht nur die Zahl der Todesfälle in Sachsen nach oben getrieben. Es stellt wegen des Infektionsschutzes auch die Sterbebegleitung und Hospizarbeit vor "extreme Herausforderungen", sagte der Geschäftsführer des Landesverbandes für Hospizarbeit und Palliativmedizin, Andreas Müller. Einerseits sei bei der ambulanten Begleitung Sterbender die sonst übliche Nähe wegen des Infektionsschutzes erschwert. Ein Teil der ehrenamtlichen Mitarbeitenden gehöre selbst zur Corona-Risikogruppe.

Auch für Menschen, die einen Angehörigen, Freund, Kollegen oder Nachbarn verloren haben, sei die Trauerbewältigung wegen der Corona-Beschränkungen sehr viel schwieriger. Neben 13 stationären Hospizen gibt es im Freistaat mehr als 20 ambulante Hospizdienste mit vielen helfenden Ehrenamtlichen.

In Sachsen sind bislang 4.653 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

08:20 Uhr | Jedes fünfte Kind in Mittelsachsen in Notbetreuung

Im Landkreis Mittelsachsen werden derzeit rund 2.500 Mädchen und Jungen in einer Kita oder im Hort notbetreut. Das entspricht einer Betreuungsqutoe von 22 Prozent, teilte der Landkreis mit. Im ersten Lockdown im März 2020 wurden demnach nur sieben Prozent der Kinder notbetreut. Nach einer Lockerung der Vorgaben stieg die Zahl im Mai auf 28 Prozent an. Anspruch auf Notbetreuung haben Eltern, die in systemrelevanten Bereichen arbeiten. Die Berufsliste für Sachsen finden Sie hier.

08:14 Uhr | Menschen lüften häufiger

Frischluft genießt trotz Winter-Temperaturen bei vier von fünf Bundesbürgern einen guten Ruf: Rund 82 Prozent der Menschen aller Altersklassen gaben bei einer Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung an, geschlossene Räume häufiger zu lüften, um sich vor dem Coronavirus zu schützen. Die meisten stimmten auch der Maskenpflicht zu.

08:05 Uhr | Kinolichtblicke in Leipzig

Die Leipziger Cinémathèque im soziokultrellen Zentrum Nato bietet ab heute ein eigenes Online-Filmangebot an. Dabei stehen regionale Filmproduktionen im Mittelpunkt, sagte Sarina Lacaf von der Cinémathèque MDR SACHSEN. Jede Woche soll ein neues Filmprogramm online gestellt werden, das dann drei Wochen lang abrufbar ist. Die Filme können umsonst oder gegen Spende abgerufen werden.

07:54 Uhr | Kamenzer Lessing-Tage verschoben

Wegen der Corona-Pandemie werden erstmals die Kamenzer Lessing-Tage verschoben. Die 53. Ausgabe soll nun nicht Ende Januar, sondern erst im Mai oder Juni stattfinden, teilten die Organisatoren des Literaturfestivals mit. Dann will die Geburtsstadt des Dichters das Festival unter dem Motto "Vereinnahmung, Verfolgung, Verführung. Literatur und Kunst im Dritten Reich" begehen.

Geplant seien Vorträge, Lesungen, zwei Konzerte, eine Theateraufführung und eine Ausstellung zu Lessings Wirkungsgeschichte in der Nazizeit. Auch der Lessing-Preis des Freistaates 2021 werde später verliehen. Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) wurde am 22. Januar 1729 in Kamenz geboren.

05:55 Uhr | GEW gegen Sitzenbleiben im Corona-Schuljahr

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) verlangt am Ende des laufenden Schuljahrs eine Versetzung sämtlicher Schülerinnen und Schüler. Die Länder müssten es ermöglichen, Abschlüsse wie Abitur und Mittlere Reife "auch ohne Prüfung abzulegen - etwa, indem die Vorleistungen, die bereits erbracht worden sind und ohnehin den größten Teil der Note ausmachen, gewertet werden", sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe dem Redaktionsnetzwerk RND.

Eine Ausnahmesituation wie die Corona-Krise verlangt besondere Regelungen: In diesem Schuljahr darf niemand sitzenbleiben.

Marlis Tepe GEW-Bundesvorsitzende

Die Kultusministerinnen und -minister müssten dringend ein Konzept vorlegen, "wie Leistungsmessung, Prüfungen und Abschlüsse unter Corona-Bedingungen zu gestalten sind", sagte Tepe. Auch die Hochschulrektoren sprachen sich für einheitliche Kriterien fürs Abitur aus. Sie warnten aber vor Noten-Boni einzelner Länder.

06:10 Uhr | Online-Besteller schicken Pakete seltener zurück

Obwohl viele Verbraucher während des Lockdowns online Pakete bestellen, ist der Anteil von Paketretouren in der Corona-Krise gesunken. Das haben Forscher der Universität Bamberg herausgefunden. Bundesweit stieg die Zahl der online bestelltenr und versendeter Pakete 2020 um mehr als 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an, ergab eine erste Schätzung nach der Befragung von 103 Onlinehändlern. Gleichzeitig ging die Retourenquote von 17,8 auf 15,9 Prozent zurück. Absolut gesehen bleibe die Zahl der Retouren hoch, weil viel mehr bestellt wird.

Die Kunden hätten sich vorab besser informiert und nach Bedarf bestellt, sagte der Leiter der Forschungsgruppe, Björn Asdecker. Ältere, die normalerweise lieber am Ort einkauften, hätten selten ein Paket zurückgeschickt. Die für die Studie befragten Onlinehändler decken nur ein Teil des Branchenumsatzes ab.

05:38 Uhr | Semperoper und Staatsschauspiel Dresden bis Ende März geschlossen

Zuschauerraum der Semperoper mit Stuhlreihen auf Parkett und Rängen
Bildrechte: IMAGO

Semperoper und Schauspielhaus in Dresden bleiben wegen der Corona-Pandemie bis Ende März geschlossen. Ein Sprecher des Kulturministeriums sagte, das anhaltend hohe Infektionsgeschehen lasse keine Lockerungen für Publikumsverkehr und Spielbetrieb erwarten. Hintergrund der Entscheidung sei zudem die nötige Planungssicherheit etwa für die Erstellung des Spielplans oder den Verkauf von Tickets. Der aktuelle Lockdown für die Theater galt ursprünglich bis Ende Februar.

05:20 Uhr | Digitaler Infotag der TU Chemnitz

Die TU Chemnitz lädt noch bis 21. Januar 2021 zu den 2. Virtuellen TUCtagen ein. Auf der Website der Hochschule und ihren Social-Media-Kanälen werden Video-Clips, Sprechstunden, Präsentationen und Live-Chats speziell für Studieninteressierte angeboten, hieß es.

Die TU Chemnitz beteiligt sich auch am heute sachsenweiten Tag der offenen Hochschultür.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.01.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 14.01.2021 | 19:00 Uhr

Mehr aus Sachsen