Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 14.05.: Seit acht Tagen keine Neuinfektionen im Kreis Görlitz

Überblick: Die wichtigsten Meldungen am Donnerstag

  • 18:39 Uhr | Seit acht Tagen keine Neuinfektionen im Kreis Görlitz
  • 17:53 Uhr | Leipzig stemmt sich gegen Haushaltssperre
  • 12:39 Uhr | Mehr Unterstützung für Kurzarbeiter und Arbeitslose
  • 10:40 Uhr | Kretschmer: Corona-Demonstrationen nicht pauschal kritisieren
  • 05:19 Uhr | Angriffe auf Polizisten bei Demonstration in Pirna

Meldungen vom nachfolgenden Tag

21:40 Uhr | Tickerende

Damit beenden wir für heute unseren Ticker zur Corona-Lage in Sachsen. Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihr Vertrauen. Morgen früh melden wir uns wieder. Bleiben Sie gesund und #Miteinanderstark!

21:15 Uhr | Wieder Musik und Weiterbildung in Hoyerswerda

In Hoyerswerda nehmen ab kommenden Montag die Musikschule und die Volkshochschule ihren Kursbetrieb und Unterricht wieder auf. Wie die Einrichtungen mitteilten, wird es wegen der Corona-Pandemie aber noch Einschränkungen geben. So wurden getrennte Ein- und Ausgänge ins Forum am Lausitzer Platz eingerichtet. Kursteilnehmer und Musikschüler werden dort von den Kursleitern und Lehrern abgeholt. Eltern und Begleitpersonen dürfen das Gebäude vorerst nicht betreten.

20:47 Uhr | Bautzen öffnet Kitas ohne zeitliche Einschränkungen

Die Kitas in Bautzen sind ab Montag uneingeschränkt von 6 bis 17 Uhr geöffnet. Das teilte Sozialbürgermeister Robert Böhmer am Abend mit. Das entspreche der städtischen Betreuungssatzung und solle Eltern den Weg in den Arbeitsalltag erleichtern.

Zugleich wies Böhmer daraufhin, dass die Betreuung unter den Bedingungen der sächsischen Corona-Schutzverordnung ein riesiger Kraftakt für das Personal sein werde. Die Eltern wurden demnach in einem Brief über die für sie geltenden Vorgaben informiert und gebeten, diese einzuhalten.

19:28 Uhr | "Infektionscluster" Kamenz

Der Landkreis Bautzen weist derzeit landesweit die höchste Infektionsrate pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen auf. Sie liegt nach Angaben des Gesundheitsamtes bei 22. Hauptgrund für die hohe Rate sei eine Infektionskette, die in einem Pflegedienst in Kamenz ihren Ursprung hat. Dort hatten sich acht der 16 Beschäftigten mit dem Coronavirus infiziert.

In der Folge mussten mehrere Kitas und eine Grundschule in der Region schließen, weil sich Kinder bei Eltern oder pflegebedürftigen Großeltern angesteckt hatten. Amtsärztin Jana Gärtner sagte MDR SACHSEN, im Umfeld der Infizierten würden jetzt alle weiteren Kontaktpersonen getestet. Dies werde noch ein bis zwei Wochen dauern.

18:39 Uhr | Seit acht Tagen keine Neuinfektionen im Kreis Görlitz

In Sachsen sind 24 neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Das meldeten heute die Gesundheitsbehörden der Kreise, Großstädte und des Freistaats. Im Landkreis Zwickau gab es zudem einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankungen. Der Landkreis Görlitz hat dagegen seit acht Tagen keine neue Infektion registriert, der letzte Todesfall liegt sieben Tage zurück.

Landesweit wurden seit Beginn der Pandemie 5.061 Infektionsfälle erfasst, 196 Patienten starben. Die Zahl der Genesenen schätzt das Sozialministerium auf 4.420. Damit wären aktuell in ganz Sachsen knapp 450 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Dieser Wert ist allerdings nicht genau, weil nicht alle Kreise in ihrer Statistik wieder genesene Patienten erfassen und deren Zahl somit auf Hochrechnungen beruht.

17:53 Uhr | Leipzig stemmt sich gegen Haushaltssperre

Leipzig will trotz der Steuerausfälle durch die Corona-Krise weiter eine Haushaltssperre vermeiden. Das bekräftigte Oberbürgermeister Burkhard Jung heute auf einer Pressekonferenz. Einerseits sei die Lage dramatisch, so Jung. In diesem Jahr werde wahrscheinlich nur die Hälfte der erwarteten Steuersumme eingenommen und auch die Aussichten für das kommende Jahr seien dürftig.

Andererseits wolle Leipzig auf Vorjahresniveau investieren - denn nur so könne die ausgebremste Wirtschaft wieder Fahrt aufnehmen, betonte Jung. Dafür ist die Stadt allerdings auf Finanzielle Unterstützung von Bund und Land angewiesen. Im Gegensatz zu Leipzig haben andere Kommunen Haushaltssperren verhängt, darunter Dresden, Freital, Zwickau, Zittau und Burgstädt.

17:08 Uhr | Wöller verurteilt Angriffe auf Polizisten in Pirna

Sachsen Innenminister Roland Wöller hat die Angriffe auf Polizisten bei einer Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen in Pirna verurteilt. Der CDU-Politiker sagte, Proteste gegen die Corona-Auflagen seien erlaubt, aber nur im Rahmen der Gesetze und Hygieneauflagen. Beides sei gestern Abend in Pirna nicht der Fall gewesen. Die Kundgebung sei weder angemeldet worden, noch habe es einen Versammlungsleiter gegeben. Zudem zeigen Videos, wie die Menschen ohne Mundschutz dicht an dicht durch Pirna laufen.

Die Angriffe von Teilnehmern auf die Polizisten wertete Wöller als weiteren Beleg, dass die Proteste gegen die Corona-Beschränkungen in Teilen von Hooligans, Rechtsextremisten und weiteren Verfassungsfeinden gezielt instrumentalisiert würden. In Pirna sei erstmals eine größere, geschlossene Gruppe von gewaltbereiten Hooligans tätlich geworden. Gewalt habe aber nichts mit legitimem Protest zu tun.

16:53 Uhr | Zwischenbilanz zu Steuerentlastungen in der Corona-Krise

Sachsens Finanzämter haben seit Beginn der Corona-Krise steuerliche Entlastungen von rund 530 Millionen Euro gewährt. Wie Finanzminister Hartmut Vorjohann mitteilte, wurden fast 53.000 Hilfsanträge bewilligt. In der Mehrheit der Fälle wurden die Vorauszahlungen für Einkommensteuer oder Körperschaftsteuer für das laufende Jahr gemindert.

Zudem wurden auf Antrag die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung für unmittelbar von der Corona-Krise betroffene Unternehmen auf null Euro gesetzt sowie Steuernachzahlungen gestundet.

16:12 Uhr | Krankenschein per Telefon noch bis Ende Mai

Patienten mit leichten Atemwegsbeschwerden können sich vorerst weiter telefonisch krankschreiben lassen. Der zuständige Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen verlängerte die Ausnahmeregelung nach eigenen Angaben letztmalig bis zum Monatsende.

Ab dem 1. Juni ist für eine Krankschreibung dann wieder ein Arztbesuch notwendig. Der Ausschuss begründet das mit den sinkenden Corona-Infektionszahlen und den allgemeinen Lockerungen. Die Krankschreibung per Telefon war im März eingeführt worden, um Corona-Infektionen in den Praxen zu vermeiden und Hausärzte zu entlasten.

16:00 Uhr | Bürgermeisterwahlen in 26 Orten doch eher möglich

Wegen der Corona-Pandemie haben 26 sächsische Kommunen ihre im April und Mai geplanten Bürgermeisterwahlen verschieben müssen. Ursprünglich sollten sie nicht vor dem 20. September nachgeholt werden. Doch jetzt sind auch schon frühere Termine möglich, wie Innenminister Roland Wöller mitteilte. Die neue Corona-Schutzverordnung lasse Wahlkampfveranstaltungen und Wählerversammlungen zu.

Dem Minister zufolge können die Kommunen den Wahltermin selbst festsetzen, Wahllokale öffnen und auch Auszählungen abhalten. Dabei seien aber geltende Hygienevorschriften zwingend einzuhalten. Zudem empfiehlt das Innenministerium den Kommunen, trotzdem auch auf die Briefwahl-Möglichkeit hinzuweisen.

In Wolkenstein im Erzgebirge könnten die Bürgermeisterwahlen beispielsweise am 21. Juni stattfinden. Dort hatte es Streit um den einzigen Bürgermeisterkandidaten gegeben, der bei einer Wahlverschiebung auf September zu alt für die Kandidatur gewesen wäre.

15:41 Uhr | Corona-Krise verursacht riesiges Steuerloch

Bund, Ländern und Kommunen droht wegen der Corona-Krise in diesem Jahr ein gewaltiges Steuerloch. Der Arbeitskreis Steuerschätzung kommt in seiner Frühjahrsprognose zu dem Ergebnis, dass die Einnahmen voraussichtlich 98,6 Milliarden Euro geringer sein werden als erwartet.

Auf den Bund entfällt demnach ein Minus von 44 Milliarden Euro, auf die Länder 35 Milliarden Euro, 15,6 Milliarden Euro auf die Kommunen und vier Milliarden Euro auf die Europäische Union. Die Bundesregierung rechnet mit einem Rückgang der Wirtschaftsleitung um 6,3 Prozent. Das ist der größte Einbruch seit dem Zweiten Weltkrieg.

Wie groß die Einnahmeverluste für Sachsen und die Kommunen im Freistaat ausfallen werden, steht noch nicht fest.

15:32 Uhr | Mittelsächsisches Theater will vor der Sommerpause wieder spielen

Das Mittelsächsische Theater will nach der Corona-Zwangspause noch in der aktuellen Spielzeit mit ausgewählten Veranstaltungen wieder für seine Besucher da sein. Den Angaben zufolge wird derzeit an einem Hygienekonzept gearbeitet. Außerdem werde geprüft, welche Stücke mit wenig Aufwand anders inszeniert werden können, damit sich die Schauspieler nicht zu nahe kommen.

Sprecher Christoph Nieder sagte MDR SACHSEN, das Theater wolle am 1. Juni zum Kindertag im Freiberger Schlosshof das Stück "Der kleine August" aufführen. Die anderen Überlegungen würden sich im Wesentlichen auf kleine Konzerte, Kammermusik, Streichquartette und Bläserquintette beziehen, die entweder unter freiem Himmel oder in großen Räumen stattfinden könnten.

15:13 Uhr | Vorjohann: Bund soll Corona-Tests bezahlen

In der Debatte um Corona-Tests für Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kitas setzt Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann auf den Bund. Dieser solle die Gelder dafür bereitstellen sagte der CDU-Politiker. Die Länder würden gerade mit der Bundesregierung darüber verhandeln.

In unseren Ausgabetöpfen wird es langsam eng. Wir müssen klug wirtschaften. Und bei dem Thema schaue ich den Bund an.

Hartmut Vorjohann Sächsischer Finanzminister

14:49 Uhr | So sieht das Corona-Virus aus

Wissenschaftler haben dem Coronavirus ein neues Gesicht gegeben. Die Biomediziner und Grafiker werteten die aktuellen Forschungsergebnisse aus und erstellten auf dieser Grundlage ein Computermodell, in dem sogar die einzelnen Atome des Coronavirus zu sehen sind.

14:24 Uhr | Corona-Tests beim CFC

Der Fußball-Drittligist Chemnitzer FC hat heute seine Spieler sowie den Trainer- und Betreuerstab auf mögliche Corona-Infektionen untersuchen lassen. Es war die erste von mindestens zwei Testreihen in Vorbereitung auf die geplante Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der dritten Liga.

Die Ergebnisse sollen bis morgen Nachmittag vorliegen. Sind sie und auch die Ergebnisse der nächste Testreihe negativ, wollen die Himmelblauen ab kommender Woche ins Mannschaftstraining einsteigen. Die ersten Punktspiele nach der Corona-Pause sollen nach dem Willen des DFB am 26./27. Mai stattfinden.

14:06 Uhr | Militärhistorisches Museum Dresden wieder offen

Vier Tage später als geplant hat das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden wieder seine Pforten geöffnet. Grund waren fehlende Schutzmasken für das Personal. Zudem gibt es wegen der Schutzmaßnahmen vor Corona-Infektionen zahlreiche Einschränkungen: Die Besucher müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und können keine Audio-Guides ausleihen, Veranstaltungen und Gruppenführungen finden nicht statt, die interaktiven Angebote können vorerst nicht genutzt werden.

13:35 Uhr | Gesundheitsamt gibt Hinweise auf Inbetriebnahme der Wasserversorgung

Das Gesundheitsamt des Landkreises Görlitz weist die Wasserversorger auf ihre Sorgfaltspflicht hin. Durch die längere Schließung von Kitas, Schulen, Sporthallen, Hotels und andere Stätten könne es mit der Stagnation des Wassers in den Leitungen zu mikrobiologischen oder chemischen Verunreinigungen gekommen sein. Hier seien Kontrollen durchzuführen und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen.

13:20 Uhr | Stausee Rabenstein beginnt mit Freibadsaison

Ein Mann streicht die Jalousie eines Kiosk am Stausee Rabenstein bei Chemnitz.
Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Als erste Freibadeinrichtung der Stadt Chemnitz öffnet der Stausee Rabenstein morgen ab 10 Uhr seine Türen. Das hat die Eissport und Freizeit Gesellschaft als Betreiber mitgeteilt. Zur Verfügung stehen Besuchern demnach Tretboote, Liegewiesen, Volleyball- Fußball- und Spielplätze sowie eine Gastronomie. Die Wassertemperatur liege derzeit bei 15 Grad. Über Regeln, die Besucher aufgrund der Corona-Pandemie zu beachten haben, stimmte sich der Betreiber gestern noch mit dem Gesundheitsamt ab.

13:03 Uhr | FSV Zwickau verwundert über Forderung des DFB

Vorstandssprecher Tobias Leege von Fußballdrittligist FSV Zwickau hat irritiert auf die Aufforderung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) reagiert, wonach die abbruchwilligen Vereine Lösungsvorschläge für die Auf- und Abstiegsregelung vorlegen sollen. Diese habe man bereits ausführlich in einem Positionspapier vom 17. April beschrieben, sagte er.

Sollte es zum Saisonabbruch kommen, sollen laut Leege die beiden Erstplatzierten der 3. Liga in die 2. Bundesliga aufsteigen dürfen. "Wir vertreten auch weiterhin die Auffassung, dass es diese Saison keine Absteiger aus der 3. Liga geben sollte. Im Sinne einer solidarischen Lösung befürworten wir aber auch hier die Aufstockung der Liga um die derzeitigen Tabellenersten der Regionalligen auf 25 Teams."

Zudem verwies der FSV-Vorstandssprecher darauf, dass das Hygienekonzept des DFB umgesetzt und eingehalten werden müsse. "Daran arbeiten wir, aber im Moment sind einige Punkte einfach noch nicht realisierbar. Das hat nichts mit fehlendem Willen zu tun, sondern mit den Möglichkeiten, die für viele Drittligisten begrenzt sind", sagte Leege. Der DFB drohte zudem, dass abbruchwillige Vereine Schadensersatz zahlen müssen.

12:39 Uhr | Mehr Unterstützung für Kurzarbeiter und Arbeitslose

Der Bundestag hat eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes beschlossen. Es soll in der Corona-Krise ab dem vierten Monat auf 70 Prozent erhöht werden. Arbeitnehmer mit Kindern sollen 77 Prozent erhalten. Ab dem siebten Bezugsmonat wird das Kurzarbeitergeld auf 80 beziehungsweise 87 Prozent angehoben. Das Gesetz sieht auch einen längeren Anspruch auf Arbeitslosengeld vor.

11:48 Uhr | Saurierpark will vor Himmelfahrt öffnen

Der Saurierpark in Kleinwelka hat gestern sein Hygienekonzept beim Bautzener Kreisgesundheitsamt eingereicht. Dessen Genehmigung ist Voraussetzung für eine Öffnung des Parks. "Wir hoffen auf eine zeitnahe Bearbeitung und Bestätigung des Konzeptes. Dann wird es sicher noch ein paar Tage dauern, bis wir final startklar sind", sagte Diana Liebsch, Pressesprecherin des Saurierparks. Ziel sei, vor Himmelfahrt die Tore für Besucher zu öffnen.

11:25 Uhr | Spätschäden bei an Covid-19 erkrankten Fußballern möglich

Der Sportmediziner Prof. Wilhelm Bloch sieht bei der Aufnahme des Spielbetriebs in der ersten und zweiten Fußballbundesliga die Gefahr von Spätschäden bei Akteuren, die an Covid-19 erkrankt waren. Das sagte er im "SpiO"-Talk am Donnerstag. Bloch war bis 2018 der Vorsitzende des Wissenschaftsrats der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention.

10:59 Uhr | Dresden erinnert an Hygiene-Konzepte

Die Dresdner Stadtverwaltung hat darauf aufmerksam gemacht, dass angesichts der gelockerten Corona-Regelungen Hygienekonzepte erstellt werden müssen. Große Kultureinrichtungen oder Freibäder, die ab morgen wieder öffnen dürfen, benötigten außerdem eine Genehmigung des Gesundheitsamtes, sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert.

10:40 Uhr | Kretschmer: Corona-Demonstrationen nicht pauschal kritisieren

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat Verständnis gezeigt für Irritationen in der Bevölkerung im Zusammenhang mit den Corona-Regeln. Sie seien nicht immer schnell genug klar gewesen, sagte der CDU-Politiker der "Sächsischen Zeitung". Zugleich räumte Kretschmer Fehler bei der Lockerung der Schutzmaßnahmen ein. Das habe oft zu lang gedauert, sagte er mit Blick auf Hotel- und Gaststättenbetreiber.

Kretschmer wandte sich auch gegen pauschale Kritik an Corona-Demonstrationen. Es gebe Menschen, die Fragen hätten, die er gern beantworten möchte. Andere wiederum nutzen alles, um Stimmung zu machen und falsche Informationen zu streuen.

10:25 Uhr | Kostenloses Musizieren in prekärer Lage

Es gibt viele Gründe für ein Konzert aus dem Wohnzimmer oder vom Balkon: Es spendet Trost in Corona-Zeiten, man hat Publikum und kann nebenbei ein bisschen üben. Aber wovon sollen Musiker dann leben?

10:04 Uhr | Lausitzer Filmemacher kommen online zusammen

Filmemacher aus der Lausitz treffen sich ab heute zum Erfahrungsaustausch. Die Veranstaltung ist wegen der Corona-Pandemie ins Internet verlegt worden. Ursprünglich sollte das 10. Netzwerktreffen Sorbisch-Deutscher Film- und Medienschaffender parallel zum Neiße-Filmfestival im Dreiländereck stattfinden. Stattdessen wollen die Filmemacher heute und morgen in Videokonferenzen unter anderem über die aktuelle Lage der Lausitz als Filmstandort sprechen und sich Ziele für die nächsten fünf Jahre setzen.

Außerdem werden Experten - unter anderem von der Filmuniversität Babelsberg - Drehbücher von Mitgliedern des Netzwerks analysieren und auf ihre Umsetzbarkeit prüfen. Das Sorbisch-Deutsche Filmnetzwerk Łužycafilm wurde 2015 am Rande des Cottbusser Filmfestivals gegründet. Seitdem haben sich zahlreiche Regisseure, Autoren und Schauspieler aus der Lausitz dem Kreis angeschlossen.

09:38 Uhr | Erzieherverband warnt vor Überlastung der Kita-Belegschaften

Der Sächsische Erzieherverband (SEV) warnt davor, dass mit der Öffnung der Kitas ab Montag eine enorme Überlastung durch Mehrarbeit und Überstunden auf das Erzieherpersonal zukommen wird. Die vom Freistaat vorgegebene strikte Trennung der Gruppen sei faktisch nicht möglich, sagte die SEV-Vorsitzende Katja Reichel: "Wenn wir alle Vorgaben einhalten wollen, dann sind wir gezwungen, in einem Schichtsystem zu arbeiten. Das funktioniert aber nur so lange, bis einer ausfällt. Dann müssen wir wieder länger arbeiten und Überstunden aufbauen."

09:16 Uhr | Negative Corona-Tests in Wilsdruff

Weitere Corona-Tests bei den Bewohnern und Mitarbeitern des Pflegeheims Katharinenhof am Schloss Wilsdruff sind negativ gewesen. Sie waren notwendig, weil zunächst fünf Heimmitarbeiter positiv getestet worden waren. Die Betroffenen befinden sich noch bis zum 21. Mai in häuslicher Quarantäne. Im Heim selbst werden die eingeleiteten Hygienemaßnahmen weiter aufrechterhalten. Es besteht Besuchsverbot. Angesichts der negativen Testergebnisse wird jetzt aber geprüft, ob dieses Besuchsverbot gelockert werden kann.

09:01 Uhr | Regelmäßiger Busverkehr zwischen Tschechien und Deutschland erneuert

Nach etwa zwei Monaten Stillstand fahren wieder regelmäßig Busse zwischen Tschechien und Deutschland. Gestern fuhr der erste Linienbus des tschechischen Unternehmens Regiojet aus Prag in Richtung Berlin. Wie Regiojet mitteilte, waren insgesamt 13 Reisende an Bord. Für die Verbindung in entgegengesetzter Richtung hätten am Mittwochmorgen 20 Buchungen vorgelegen hieß es. Die nächsten Fahrten sind für Samstag geplant.

Laut der Nachrichtenagentur ČTK wollen die übrigen großen Anbieter nach dem Corona-Shutdown erst später wieder ins Geschäft einsteigen.

08:28 Uhr | Verbraucherzentrale in Auerbach berät wieder persönlich

Die Experten der Verbraucherzentrale Auerbach im Vogtland bieten ab kommenden Montag wieder persönliche Beratungen vor Ort an. Die Einrichtung habe ihr Schutz- und Hygienekonzept entsprechend angepasst, hieß es. Eine Terminvereinbarung sei allerdings erforderlich, um volle Wartebereiche zu vermeiden.

08:19 Uhr | Bund der Steuerzahler fordert Überprüfung staatlicher Ausgaben

Der Bund der Steuerzahler hat wegen der Corona-Krise eine genaue Überprüfung aller staatlichen Ausgaben gefordert. Präsident Reiner Holznagel sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", es müsse klar sein, was man sich nicht mehr leisten könne. Dabei seien alle Ressorts gefragt. Holznagel erklärte zudem, auch die Grundrente müsse noch einmal auf den Prüfstand. Heute Nachmittag stellt Bundesfinanzminister Scholz die Steuerschätzung für dieses Jahr vor. Es wird damit gerechnet, dass die Staatseinnahmen wegen der Corona-Pandemie deutlich einbrechen.

07:56 Uhr | Corona-Tests für tschechische Berufspendler

Das Gesundheitsamt des Landkreises Bautzen bietet tschechischen Berufspendlern an, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Hintergrund ist die Regelung in Tschechien, dass Pendler an der Grenze alle 30 Tage einen gültigen Corona-Test vorweisen müssen. Dieser darf nicht älter als vier Tage sein. Für den Test können sich die Arbeitnehmer oder deren Unternehmen über die Corona-Hotline des Landratsamtes anmelden. Der Landkreis Bautzen übernimmt die Hälfte der Kosten, der Rest von rund 30 Euro wird dem Unternehmen in Rechnung gestellt.

07:24 Uhr | Masken für soziale Einrichtungen in Chemnitz

Die Stadt Chemnitz übergibt heute Mittag Schutzmasken an zwei Einrichtungen für sozial benachteiligte Menschen. Sie werden dem Obdachlosenheim in der Heinrich-Schütz-Straße und der Chemnitzer Tafel zur Verfügung gestellt. Die Schutzmasken wurden von Ausländern und Asylbewerbern des Vereins Berufsförderung Network Chemnitz genäht.

06:40 Uhr | Haushalte produzieren mehr Müll

Das Abfallaufkommen in Sachsens Privathaushalten hat sich während der Corona-Pandemie verändert. Neben mehr Bioabfällen haben nach Angaben von Entsorgungsunternehmen die Verpackungsabfälle in den Gelben Tonnen zugenommen. Außerdem wird in den Haushalten viel ausgemistet, was sich bei den Mengen an Sperrmüll und Elektronikschrott bemerkbar macht.

06:12 Uhr | Bautzener Frühling als Livestream

Die Stadt Bautzen will am Pfingstwochenende nicht komplett auf den Bautzener Frühling verzichten. Anstelle des jährlichen großen Stadtfestes werden ausgewählte Konzerte per Livestream im Internet übertragen.

Den Auftakt macht am Freitag, 29. Mai, die Partyband Jolly Jumper. Dabei dürfen zwei Fans bei der Übertragung aus dem Steinhaus mit dabei sein. Die Plätze werden vorher verlost. An den Folgetagen gibt es per Livestream Musik von DJs und weiteren Bands. Die Konzerte sollen auch in Bautzener Gaststätten übertragen werden.

05:46 Uhr | Viele Kinos bleiben länger zu

Trotz der erlaubten Wiedereröffnung ab morgen bleiben viele Kinos in Sachsen geschlossen. Betroffen sind unter anderem die Cinestar-Kette in Chemnitz, Leipzig und Crimmitschau und das Programmkino Ost in Dresden.

Cinestar-Geschäftsführer Oliver Fock sagte, er rechne mit einem Eröffnungstermin in drei Wochen. Die Vorbereitungen in Sachen Hygiene- und Abstandsregeln bräuchten Zeit. Nach Angaben von Kinomanagern bieten zudem Verleiher kaum neue Filme an. Der Chef des Leipziger Filmverleihs Weltkino, Michael Kölmel, sagte, er hätte sich einen bundeseinheitlichen Termin für die Wiedereröffnung gewünscht. Neue Kinofilme gingen deutschlandweit an den Start.

05:19 Uhr | Angriff auf Polizisten bei Demonstration in Pirna

In Pirna ist es am Rande einer Kundgebung gegen die Corona-Auflagen zu Auseinandersetzungen mit Polizisten gekommen. Ein Beamter wurde verletzt, wie die Polizeidirektion Dresden mitteilte. Rund 200 Menschen hatten sich am Abend auf dem Pirnaer Marktplatz versammelt. Als Beamte versuchten, den nicht genehmigten Aufzug zu stoppen, wurden sie von etwa 30 Personen angegriffen. Anschließend löste sich die Kundgebung auf.

Die Polizei stellte bei mehreren Teilnehmern die Personalien fest und leitete acht Strafverfahren ein, unter anderem wegen Landfriedensbruchs sowie tätlichen Angriffs auf Polizisten.

05:12 Uhr | Philologenverband fordert kleinere Schulklassen

Der Deutsche Philologenverband fordert angesichts der Corona-Krise, Schulklassen im kommenden Schuljahr spürbar zu verkleinern. Es müsse Schluss sein mit großen Klassen, sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing dem "RedaktionsNetzwerkDeutschland". In Corona-Zeiten dürfte keine Klasse mehr als 25 Schüler haben. Bei einem Oberstufenkurs soll bei maximal 15 Schülern Schluss sein. Die geltenden Corona-Abstandsregeln forderten kleinere Schülergruppen, auch im kommenden Schuljahr, sagte Lin-Klitzing.

In den Klassenräumen könnten sich dann ohnehin nur halb so viele Kinder und Jugendliche aufhalten als bisher. Darauf müssten sich die Schulen vorbereiten. Im neuen Schuljahr müssten sich Schülerinnen und Schüler voraussichtlich auf eine Kombination von Präsenz- und Fernunterricht einstellen. Gestern kritisierte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Kita- und Schulöffnungen am Montag in Sachsen. Den Einrichtungen werde zu wenig Vorbereitungszeit gegeben.

05:01 Uhr | Kein "Tag der offenen Sanierungstür" in Görlitz

Der "Tag der offenen Sanierungstür" und die "Kreiselmeile" in Görlitz sind abgesagt. Wegen der Corona-Bestimmungen ließen sich die für den 21. Juni geplanten Veranstaltungen nicht durchführen, teilte die Görlitzer Stadtverwaltung mit. Im kommenden Jahr soll es einen neuen Anlauf geben.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.05.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 14.05.2020 | 19:00 Uhr

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