Meldungen am Freitag Corona-Ticker Sachsen am 18.12.: In Supermärkten nur Verkauf von Waren des täglichen Bedarfs erlaubt

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Ein Kunde steht in einem Supermarkt vor einem Regal, und trägt dabei einen Mundschutz.
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21:55 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Liveticker zu Corona-Themen aus Sachsen für heute. Wir wünschen Ihnen einen ruhigen Start ins Wochenende und sind auch am Sonnabendmorgen wieder für Sie da. Bleiben Sie gesund!

21:49 Uhr | Elbland Philharmonie zeigt Herz

Im Dezember spielen die Musikerinnen und Musiker der Elbland Philharmonie Sachsen insgesamt 21 Adventskonzerte. In kleinen Formationen sind sie vor Alten- und Pflegeheimen präsent und wollen etwas Weihnachtsatmosphäre in den schwerer gewordenen Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch der Mitarbeiterschaft bringen. Das teilte das Ensemble mit. Ein Quartett nimmt ein Video für den Adventskalender der Stadt Meißen auf. Diese Aufnahme wird am 21. Dezember online zu sehen sein.

20:52 Uhr | Danke, Chef: "Sitzen doch alle in einem Bus"

In Eilenburg haben sich Angestellte eines Busunternehmens mit Blumen, Präsenten und teilweise Tränen in den Augen dafür bedankt, dass ihr Chef sie nicht im Stich gelassen hat - trotz zweier Lockdown-Pausen für den Betrieb. Unternehmer Nico Geißler hatte sich bemüht, seine rund 60 Angestellten bei anderen Unternehmen unterzubringen.

20:09 Uhr | Thüringen will bis zu 30 Corona-Patienten aus Sachsen helfen

Thüringen wird in den nächsten Tagen bis zu 30 Corona-Patienten aus Sachsen aufnehmen. Das teilte das Gesundheitsministerium in Erfurt mit. Derzeit werde die Organisation abgestimmt. Die Lage in den Krankenhäusern Thüringens bezeichnete die Ministerin als "angespannt". Aber: Es sei trotzdem wichtig, andere Bundesländer zu unterstützen, wenn das notwendig ist.

Wir rechnen damit, dass am Montag die ersten Patientinnen und Patienten bei uns eintreffen.

Heike Werner Thüringens Gesundheitsministerin (Linke)

20:04 Uhr | Krisenstab: In Supermärkten nur Verkauf von Waren des täglichen Bedarfs

Der Corona-Krisenstab der Landesregierung hat die Regeln für Supermärkte in Sachsen nachgeschärft. Demnach müssen künftig Waren, die nicht zum täglichen Bedarf gehören, vom Rest des Marktangebots abgetrennt werden. Sie dürfen dann nicht mehr verkauft werden.

Laut Landesregierung reicht es aus, wenn die Waren etwa durch Absperrband separiert werden. "Eine Entfernung der Ware aus dem Verkaufsraum ist nicht erforderlich", hieß es. Nicht zum täglichen Bedarf gehören beispielsweise Kleidung, Bücher oder Spielzeug. Zuvor hatte die in Chemnitz erscheinende "Freie Presse" berichtet, dass es Ordnungsamtskontrollen in Supermärkten gab.

18:29 Uhr | Noch nie so viele Covid-19-Tote innerhalb eines Tages

Die Landkreise und Großstädte haben am Freitag insgesamt 3.358 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 102.270 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion sind den Angaben zufolge seit Donnerstag 144 Menschen gestorben. Das ist der höchste Tageswert seit Beginn der Pandemie. Damit erhöht sich sich die Zahl der Todesfälle auf nunmehr 2.193, die seit dem Frühjahr 2020 im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung in Sachsen erfasst worden sind.

Zurzeit gibt es in Sachsen 34.977 bekannte aktive Corona-Fälle. In sächsischen Kliniken werden aktuell 3.237 Corona-Erkrankte behandelt, elf weniger als am Donnerstag. Davon benötigen 597 Menschen eine intensivmedizinische Versorgung.

Blick auf die höchsten 7-Tage-Inzidenz-Werte auf 100.000 Einwohner:

  • Den höchsten Wert weist der Landkreis Zwickau auf mit 742.
  • Bautzen kommt auf 716.
  • Görlitz erreicht den Inzidenz-Wert von 664.
  • Fünf weitere Landkreise liegen über dem Wert von 600.

18:20 Uhr | Krematorium Chemnitz an Belastungsgrenze

Das Krematorium in Chemnitz arbeitet an der Belastungsgrenze. Das treffe sowohl für das Personal, als auch für die Technik zu. Stadtsprecher Matthias Nowak sagte MDR SACHSEN, dass im Dezember schon in den ersten beiden Wochen 460 Einäscherungen stattgefunden hätten. "Das sind mehr als sonst in einem ganzen Monat." Es werde im Mehrschichtbetrieb gearbeitet mit täglich bis zu 40 zu organisierenden Bestattungen. "Das ist eine Belastung, vor allem eine seelische Belastung für die Mitarbeiter, aber auch für die Angehörigen."

Stadtsprecher Nowak appellierte an alle, damit die Lage beherrschbar bleibe: "Kontakte vermeiden und sich an die Regeln halten!"

18:13 Uhr | Resonanz auf Nordsachsens Hilfeaufruf

Der Aufruf von Nordsachsens Landrat Kai Emanuel zur Bildung eines "Helferpools" für die Bewältigung der Corona-Krise in Pflegeinrichtungen ist erhört worden. Mehr als 20 Menschen haben sich gemeldet, die sich in pflegerischen, medizinischen oder sozialen Berufen auskennen und bei akuten Personalengpässen aushelfen wollen, informierte das Landratsamt. Viele hätten ehrenamtlich arbeiten wollen, aber: "Freiwillig bedeutet nicht gleich unentgeltlich", betonte der Landkreis. Er hofft auf weitere Interessierte, die sich melden.

Die Rückmeldungen reichen von der Medizinstudentin bis zur Pflegefachkraft im Ruhestand. Die Hilfsbereitschaft ist einfach überwältigend.

Carolin Scheffler Pflegekoordinatorin des Landratsamtes

17:56 Uhr | Personal für Impfzentren gesucht

Für den Betrieb der 13 sächsischen Corona-Impfzentren und mobilen Impfteams sucht die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KVS) Personal. Gesucht werden Ärzte und nichtärztliches medizinisches Personal sowie Apotheker und pharmazeutisches Personal. "Bereits jetzt haben Ärzte und medizinische Mitarbeiter ihre Mitarbeit zugesagt, es werden jedoch weiterhin noch mehr Kräfte benötigt", teilte die KVS mit. Hier können Interessierte melden.

17:36 Uhr | Deutsche Bahn will FFP2-Masken verteilen

Die Deutsche Bahn will über die Weihnachtsfeiertage an 14 Bahnhöfen FFP2-Masken vor allem an ältere Fahrgäste verteilen. In Ostdeutschland findet die Aktion an Bahnsteigen des Hauptbahnhofs Leipzig und in Berliner Bahnhöfen statt. Die Bahn wolle nach eigenen Angaben dabei das Alter nicht kontrollieren. Die Ausgabe erfolge nach Augenmaß, hieß es. Auch jüngere, gesundheitlich vorbelastete Menschen sollen eine Maske erhalten können.

17:18 Uhr | Sonntagsfahrverbot für Lkw aufgehoben

Lastwagen mit wichtigen Versorgungsgütern können bis Ende Januar auch an Feiertagen und Sonntagen unterwegs sein. Das Land Sachsen hat eine entsprechende Ausnahmegenehmigung erteilt, informierte das Wirtschaftsministerium.

Bis zum 30. Juni 2021 dürfen zudem Produkte und Waren im Zusammenhang mit der Corona-Impfung ebenfalls an Sonn- und Feiertagen transportiert werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Impfzentren funktionsfähig seien und der Impfstoff jederzeit zur Verfügung stehe, hieß es.

16:14 Uhr | Verdi kritisiert Erlaubnis zu Zwölf-Stunden-Schichten

Die Gewerkschaft Verdi hat die Änderung des Arbeitszeitgesetzes wegen der Pandemiebekämpfung kritisiert. Die Beschäftigten in den Krankenhäusern, Pflegeheimen und Rettungsdiensten würden nicht erst seit der Verschärfung der Corona-Pandemie an ihrer Belastungsgrenze arbeiten, sagte der Verdi-Landesfachbereichsleiter für Gesundheit und Soziales in Sachsen, Bernd Becker. Mit der Allgemeinverfügung lege man nun eine Schippe drauf, ohne zusätzliche und klare Regelungen für den Gesundheitsschutz der Beschäftigten, kritisierte Becker.

Am Donnerstag hatte die Landesdirektion bekanntgegeben, dass für bestimmte systemrelevante Bereiche die Arbeitszeiten für Beschäftigte bis Ende März 2021 auf zwölf Stunden pro Schicht angehoben werden dürfen.

16:00 Uhr | Künftiger OB in Chemnitz: "Rettungswagen warten mehrere Stunden vor Notaufnahme"

Der künftige Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze hat in einem Facebook-Beitrag mit drastischen Worten die medizinische Lage in Chemnitz beschrieben. Gleichzeitig sprach er Corona-Leugner und Relativierer direkt an. Wer jetzt noch gegen Covid argumentiere, der solle sich die Realität ansehen. "Das ist keine Verschwörung, keine Fiktion, dass ist nur noch schlimm. Wer jetzt noch immer sorglos agiert, gefährdet Menschenleben!"

Schon jetzt warten Rettungswagen mehrere Stunden vor der Notaufnahme. Darin ringen Menschen um ihr Leben, 10 Meter von einem Arzt entfernt, aber ohne Möglichkeit ihn zu erreichen, weil dutzende andere Patienten seine Aufmerksamkeit brauchen. Das trifft nicht nur Covid-Patienten. Notwendige OPs werden abgesagt. Betten werden knapp, Personal noch mehr. Das sind Zustände, die ich gehofft hatte, in Deutschland nie erleben zu müssen.

Sven Schulze Amtsverweser und künftiger Oberbürgermeister von Chemnitz

Ein Rettungswagen steht an einer Einfahrt am Chemnitzer Klinikum in der Flemmingstraße und wartet am Abend.
Das Klinikum Chemnitz bestätigte MDR SACHSEN die Aussagen des obersten Stadtpolitikers Sven Schulze. Rettungswagen warten demnach bis zu drei Stunden vor der Notaufnahme, bis ihr Patient aufgenommen werden kann. Bildrechte: Erik Hoffmann

15:47 Uhr | Ministerin sichert Impfaußenstellen zu

Bei der Vorstellung des Impfzentrums in Chemnitz hat Sachsens Sozialministerin Petra Köpping die Errichtung von Impfaußenstellen zugesichert. Eine entsprechende Forderung sei unter anderem vom Stadtrat der Großen Kreisstadt Aue-Bad Schlema geäußert und vom Erzgebirgskreis unterstützt worden.

Wenn wir dann Voll-Last fahren können, wollen wir weitere Außenstellen errichten, also weitere nähere Standorte aufmachen.

Petra Köpping Sächsische Sozialministerin

15:34 Uhr | Weihnachtskonzert der Kreismusikschule Bautzen live im Netz

Die Kreismusikschule Bautzen veranstaltet heute Abend ihr traditionelles Weihnachtskonzert im Internet. Ab 19 Uhr sollen in der Liveübertragung auf der Website der Musikschule 85 kleine und große Schüler zu erleben sein, sagte Organisatorin Margitta Luttner. Auch Ensembles und Familien werden musizieren. Das Konzert soll später auch auf Youtube abrufbar sein.

14:54 Uhr | Chemnitz erlässt Imbissverbot

Vier junge Leute haben sich Bratwürste nd Fastfood gekauft und sitzen bzw. stehen nebeneinander und essen die Produkte in der Öffentlichkeit in Chemnitz. Genau das will die Stadt verhindern und schließt ab 20.12. den Imbissverkauf im Stadtgebiet aus.
Bildrechte: Harry Härtel

Die Stadt Chemnitz untersagt aufgrund steigender Corona-Infektionen den Verkauf von Speisen und Getränken aus Imbiss-Ständen im gesamten Stadtgebiet. Die hierfür erlassene Allgemeinverfügung tritt am Sonntag in Kraft und gilt bis zum 10. Januar.

Die bislang geltenden Regelungen zu Mitnahme und Verzehr haben sich als nicht ausreichend erwiesen, begründete die Stadt ihren Beschluss. So habe die Praxis gezeigt, dass beispielsweise Bratwürste meist in Nähe der Stände und ohne Einhaltung der Hygiene-Regeln verspeist würden. Trotz zahlreicher Kontrollen und Ansprachen konnte das bisher nicht unterbunden werden.

14:29 Uhr | Sterbefälle in Sachsen im November fast 50 Prozent über Vorjahresschnitt

Die Sterbefallzahlen in Sachsen haben sich im November als Folge der Corona-Pandemie erheblich erhöht. In der 47. Kalenderwoche vom 16. bis 22. November lagen die Sterbefälle in Sachsen um 46 Prozent über dem Durchschnitt der vier Vorjahre jener Kalenderwoche. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

14:15 Uhr | Jüngster Corona-Patient in Bautzen drei Jahre alt

Im Landkreis Bautzen waren am Donnerstag 352 Coronavirus-Neuinfektionen registriert worden. Fünf Patienten im Alter zwischen 63 und 96 Jahren sind gestorben. Das Landratsamt hat eine eine Statistik veröffentlicht zur Altersstruktur der Corona-Erkrankten:

  • Mit 20 Prozent ist die Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen weiterhin die am stärksten betroffene Gruppe.
  • Acht Prozent der Infektionen betreffen Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre.
  • Die Gruppe der 80- bis 89-Jährigen ist derzeit wieder stärker betroffen ist als noch vor einigen Wochen.
  • Das Durchschnittsalter der stationär behandelten Patienten beträgt 75 Jahre, der jüngste Patient ist 3, der älteste 100 Jahre alt.
  • Die Zahl der Verstorbenen seit September liegt um mehr als das Siebenfache über der Zahl vom Frühjahr.

13:26 Uhr | Kleine Handwerksbetriebe leiden besonders unter Lockdown

Der zweite Lockdown in diesem Jahr trifft viele Handwerksbetriebe in Sachsen hart. Die zwischenzeitlich bessere Stimmung habe sich wieder deutlich eingetrübt, teilte der sächsische Handwerkstag mit. Vor allem Kleinst- und Kleinbetriebe seien getroffen bis "ins Mark" - darunter Kosmetik- und Friseurgeschäfte sowie Lebensmittelproduzenten, die auf die Gastronomie ausgerichtet sind.

Laut einer Befragung des Handwerkstages sieht sich jeder dritte Handwerksbetrieb derzeit ferner mit Problemen bei der Materialbeschaffung konfrontiert, nicht selten sind Lieferketten weiter gestört. Rund ein Drittel der Befragten gibt an, teilweise auf Mitarbeitende wegen Erkrankung, Quarantäne oder Kinderbetreuung verzichten zu müssen. Der Handwerkstag kritisierte die komplizierten Formulare für Überbrückungshilfen.

11:58 Uhr | Landkreis Nordsachsen verdoppelt Corona-Infektionsstab

Das Landratsamt Nordsachsen hat zur Unterstützung seines Corona-Infektionsstabs innerhalb weniger Tage 25 neue Teams mit insgesamt 200 Beschäftigten aus allen Bereichen der Behörde zusammengestellt. Wie die Pressestelle des Landratsamts mitteilte, arbeiteten die Teams dezentral an ihren jeweiligen Verwaltungsstandorten in Torgau, Delitzsch, Eilenburg und Oschatz. Die Aufgaben werden vom Gesundheitsamt in Delitzsch koordiniert. Rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien derzeit unmittelbar in die Bewältigung des Infektionsgeschehens eingebunden.

Da die Wirkung des neuerlichen Lockdowns erst nach zirka zwei Wochen erkennbar sein wird, lässt sich erahnen, was in den nächsten Tagen noch auf uns zukommt.

Kai Emanuel | Landrat von Nordsachsen

Landrat Kai Emanuel erklärte: "Innerhalb von 48 Stunden müssen nicht nur die neu gemeldeten Corona-Positivfälle selbst, sondern auch alle Kontaktpersonen ersten Grades ermittelt und in Quarantäne versetzt worden sein." Angesichts der hohen Infektionszahlen sei das "eine Mammutaufgabe".

11:12 Uhr | Dresden plant Böllerverbot in der Silvesternacht

In Dresden werden in diesem Jahr Silvesterfeuerwerke untersagt. Oberbürgermeister Dirk Hilbert kündigte für die nächsten Tage eine entsprechende Allgemeinverfügung an. Sie soll unter anderem die Dauer des Böllerverbots und mögliche Strafen regeln. Grund sei die angespannte Situation in den Dresdner Krankenhäusern, sagte ein Stadtsprecher MDR SACHSEN. Die Stadt Görlitz hat bereits das Abbrennen von Feuerwerk am Silvesterabend ab 22 Uhr bis zur Neujahrsnacht 2 Uhr verboten. Die Polizeiverordnung gilt im Bereich Altstadtbrücke, Uferstraße, Hotherstraße, Neißstraße und Bei der Peterskirche.

Durch die Verbote solle vermieden werden, dass Akutpatienten mit Verletzungen oder Verbrennungen die Lage weiter verschlimmern. Auf Bundesebene ist bereits der Verkauf von Pyrotechnik untersagt. Mit den kommunalen Verordnungen dürfen auch keine alten Böller oder solche aus Tschechien oder Polen gezündet werden.

10:54 Uhr | Lehrerverband kritisiert unterschiedliche Lernplattformen in den Bundesländern

Nach den Pannen bei digitalen Lernplattformen für den Online-Unterricht von Schulen hat der Deutsche Lehrerverband kritisiert, dass jedes Land sein eigenes System hat. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte im ZDF-Morgenmagazin, es hätte eigentlich einer gemeinsamen Anstrengung bedurft. Die Politik habe nicht erkannt, wie wichtig Digitalisierung von Schulen ist, kritisierte Meidinger. So gebe es an 60 Prozent der Schulen nach wie vor kein schnelles Internet.

In mehreren Bundesländern hatte es seit Beginn des erneuten Lockdowns Ausfälle bei den Plattformen gegeben. Bei der sächsischen Lernplattform Lernsax gab es an mehreren Tagen Störungen sowie einen Hackerangriff.

10:47 Uhr | Leipziger Eistraum ist abgesagt

Der Leipziger Eistraum ist abgesagt. Wie die Stadt mitteilte, kann der Familientreffpunkt auf dem Augustusplatz im Februar und März wegen der Corona-Pandemie nicht öffnen. Man habe sich mit dem Veranstalter auf eine Absage geeinigt, da weder ein Aufbau im Januar noch ein reibungsloser Betrieb der Eisbahn, eines Riesenrades oder der Aprés-Ski-Hütte im Februar und März realistisch umzusetzen wären.

Ab 2022 bis mindestens 2026 soll der Eistraum nach aktuellen Plänen wieder stattfinden.

09:18 Uhr | Landrat Vogel beklagt anhaltenden Grenzverkehr von und nach Tschechien

Abriegelung von Ortschaften sind nur eine allerletzte Möglichkeit. Dies stehe derzeit aber nicht zur Debatte und sei auch nicht umsetzbar, sagte Frank Vogel, der Landrat des besonders stark von Corona betroffenen Erzgebirgskreises. Vogel verwies im Gespräch mit MDR SACHSEN darauf, dass an der Grenze zu Tschechien noch immer kleiner Grenzverkehr stattfinde. Es fehle an der Vernunft einzelner, so Vogel. Er forderte mehr Unterstützung von der Bundespolizei und appellierte zum wiederholten Mal an die Bewohner des Erzgebirges und in ganz Sachsen, die Regeln der Corona-Schutzverordnung einzuhalten.

07:54 Uhr | Sächsische Landesärztekammer stellt Strafanzeige gegen Ärztin

Die Sächsische Landesärztekammer hat eigenen Angaben zufolge Strafanzeige gegen eine Ärztin aus Oelsnitz im Erzgebirge wegen Volksverhetzung bei der Staatsanwaltschaft Zwickau gestellt. Die Ärztin soll auf einer öffentlichen Veranstaltung gesagt haben: "Die Maske ist der Stern. Ich bin schon froh, dass er nicht gelb sein muss." Diese Ausführungen verstoßen nach Ansicht der Sächsischen Landesärztekammer gegen das Strafrecht und sind nicht mehr von der im Grundgesetz verankerten Meinungsfreiheit gedeckt, teilte die Kammer mit.

Mit dem Vergleich des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes mit dem von der jüdischen Bevölkerung zu tragenden gelben Judensterns zur Vorbereitung und Erleichterung ihrer Vernichtung, wird diese Repression des NS-Regimes verharmlost. Die Aussagen sind geeignet, den öffentlichen Frieden zu stören.

Sächsische Landesärztekammer

Erik Bodendieck, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer: "Ärztinnen und Ärzte müssen sich in ihrer Meinungsäußerung auch an gesetzlichen Schranken messen lassen." Die Ärztekammer habe die Pflicht, Gesetzesüberschreitungen, soweit sie ihr nachweisbar bekannt werden, auch zur Anzeige zu bringen und einer Bewertung durch ein Gericht zuzuführen. MDR SACHSEN hatte über die Äußerungen der Medizinerin berichtet.

07:23 Uhr | Stollberg und Mildenau sorgen sich vor Stigmatisierung

Stollberg und Mildenau im Erzgebirge haben eine besonders hohe Zahl von Corona-Infizierten. In beiden Kommunen geht nun die Sorge vor noch strengeren Corona-Regeln um - und die Sorge davor, stigmatisiert zu werden.

06:57 Uhr | Corona-Pandemie verzögert Bau von Polizei-Abhörzentrum in Leipzig

Die Corona-Pandemie bremst den Aufbau eines Abhörzentrums der Polizei in Leipzig. Daran beteiligt sind Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Berlin. Sie wollen die Telekommunikationsüberwachung von Schwerkriminellen bündeln und versprechen sich davon eine effektivere Arbeit. Statt fünf Rechenzentren in fünf Ländern soll es künftig nur noch eines geben. Der Chef des Zentrums, Ulf Lehmann, sagte, alle Unterlagen für die europaweite Ausschreibung des Überwachungssystems seien erstellt. Die Pandemie habe diese Arbeitsabläufe aber beeinträchtigt. Zum Jahresende solle jetzt das Vergabeverfahren starten.

Das Rechenzentrum in Leipzig ist laut Lehrmann bereits aufgebaut. Die Suche nach Personal laufe. 35 Stellen sind bisher geplant. Wann das Abhörzentrum dann die Arbeit aufnimmt, ist noch offen.

06:22 Uhr | Mediziner: Alle Corona-Patienten in Sachsen können behandelt werden

In Sachsen muss sich nach Einschätzung des Leipziger Mediziners Christoph Josten kein Corona-Patient sorgen, wegen einer Überlastung von Krankenhäusern nicht behandelt zu werden. Der Chef des Universitätsklinikums erklärte, die Lage in den Einrichtungen sei zwar angespannt und in einigen Regionen auch kritisch. Dennoch sähen sich die Kliniken in der Lage, die Versorgung der Patienten aufrechtzuerhalten. Dafür sorge auch die gegenseitige Unterstützung durch die Übernahme von Patienten. Josten erwartet, dass die Zahl der Corona-Infizierten in Sachsen nach Weihnachten sinkt. Entscheidend dafür sei aber, dass die Kontaktbeschränkungen funktionierten.

06:00 Uhr | Erzgebirgs-Landrat Vogel lehnt schärfere Maßnahmen vorerst ab

Der Landrat im Erzgebirgskreis, Frank Vogel, lehnt striktere Beschränkungen gegen die Corona-Pandemie vorerst ab. Der CDU-Politiker sagte dem MDR, entscheidend sei nicht, dass die Politik strengere Regeln festlege. Jeder Einzelne müsse sie auch leben, damit sie nicht ins Leere liefen. Vogel zufolge stecken sich vor allem Menschen der Altersgruppe zwischen 35 und 59 Jahren an. Diese Gruppe sei in Freizeit und im Arbeitsleben am aktivsten. Wer nicht achtsam miteinander umgehe, riskiere, sich zu infizieren.

Um 8:20 Uhr berichtet Landrat Vogel im Programm von MDR SACHSEN - Das Sachsenradio über die aktuelle Lage in seinem Kreis.

05:51 Uhr | Weniger Verkehr in Leipzig seit dem Lockdown

Viele Leipziger steigen während des Lockdowns aufs eigene Auto oder das Fahrrad um. Das teilten die Leipziger Verkehrsbetriebe mit. Unternehmenssprecher Marc Backhaus sagte dem MDR: "Wir sind derzeit bei einer Nachfrage von ungefähr 20 bis 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das liegt aus unserer Sicht sogar noch unterhalb des ersten Lockdowns." Die Polizei in der Messestadt beobachtet ein Rückgang des Autoverkehrs seit etwa Mittwoch. Bei Kontrollen hätten die meisten Fahrzeugführer triftige Gründe vorbringen können, weshalb sie unterwegs sind.

05:36 Uhr | Sachsen-Anhalt nimmt Covid-Patienten aus Sachsen auf

Kliniken in Sachsen-Anhalt nehmen in den kommenden Tagen Covid-Patienten aus benachbarten Bundesländern mit knappen Kapazitäten auf. Innerhalb einer Länder-Verabredung sollen Anfang kommender Woche 30 Patientinnen und Patienten aus Sachsen und Thüringen verlegt werden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Magdeburg. Derzeit würden vorrangig in Nord- und Ostsachsen, in Südbrandenburg und in Berlin Engpässe bei Intensivbetten erwartet. In Sachsen-Anhalt seien knapp 140 reguläre Intensivbetten frei.

Parallel zu den von den Ländern koordinierten Krankentransporten organisierten auch die Kliniken selbst permanent Verlegungen von Patienten zwischen Häusern. Ein Beispiel dafür nannte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand: Seine Stadt habe 15 Patientinnen und Patienten aus Sachsen aufgenommen.

05:19 Uhr | Kinderschutzbund besorgt ums Kindeswohl in Lockdown-Zeiten

Der Kinderschutzbund hat die Sorge, dass Kinder durch den erneuten Lockdown zu Hause wieder verstärkt physischer und psychischer Gewalt ausgeliefert sind. Olaf Boye vom Kinderschutzbund Sachsen sagte, der Lockdown reiße Lücken ins Netz des Kinderschutzes, das über viele Jahre geknüpft worden sei.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.12.2020 | ab 06:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 18.12.2020 | 19:00 Uhr

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